Die Zeit - "ein äußerliches Maß der Dauer" 1)

Greenwichzeit für Mitteleuropa
Längenmaß der Meterkonvention
Längenanzeige ist bei 100% genau
unterer Rand der Skalen bei Schriftgröße 100% der Vorlage entsprechend

Zeitliche Maßeinheiten der Dauer werden uns zeitlich nacheinander, räumliche Maßeinheiten der Länge werden uns zugleich und nebeneinander gegeben. Dieser Unterschied ist unaufhebbar. Dimensionen sind Unterscheidungen des Gehirns, die es zu seiner Orientierung macht.
Weitere Angaben zu den Maßeinheiten (Normale) s. Datei (I/A6).


 Eine Auseinandersetzung mit Aussagen des Buches "... und Einstein hatte doch recht" (engl.: "Was Einstein Right?") von Clifford M. Will, Springer Verlag 1989
Vorwort


1) "Die relative Zeit, die unmittelbar sinnlich wahrnehmbare und landläufig so genannte, ist ein beliebiges sinnlich wahrnehmbares und äußerliches Maß der Dauer, aus der Bewegung gewonnen ..." (I. Newton, Principia, Scholium der Definitionen, Pkt. I.). Entscheidend ist, daß Newton die Zeit nicht als eine Sache behandelt hat, wie das heute üblich ist, sondern als ein Maß, also als etwas vom Geist Gesetztes. Dem mathematischen Ideal einer stetigen Zeit als Maß soll der Gang von Uhren möglichst genau entsprechen. Aber immer gilt es zwischen dem ideellen, in Normenausschüssen beschlossenen Maß und seinen Einheiten und dem materiellen Hilfsmittel des Messens, im hier besprochenen Fall der Uhr, zu unterscheiden, will man überhaupt wissen und verstehen, von was man spricht. Und eine Uhr geht genau dann richtig, wenn ihre Anzeige dem internationalen Zeitnormal unter Berücksichtigung der 24 Zeitzonen entspricht, dass z.B. in Mitteleuropa durch den Sender der PTB vermittelt wird, wie oben zu sehen ist, was eben die Behauptung Einsteins, dem das Wesen physikalischer Größen fremd war, widerlegt, dass es keine Gleichzeitigkeit gibt. Auf der ganzen Welt gibt es für alle und jeden, auch für den Astronauten im Orbit, nur eine einzige Zeit, die koordinierte Weltzeit UTC (Näheres s. Langtext von (I/A6) "Messen als Erkenntnisakt/4. Das Maß der Dauer"). UTC ist die Greenwichzeit, die als Weltzeit festgelegt ist, zu der für uns 1 Stunde (+0100) der mitteleuropäischen und ggf. (+200) deren Sommerzeit hinzukommen, was die angezeigte Zeit ergibt. Beide obige Maßstäbe - die digitale Uhr und das Lineal - belegen die nicht aufhebbare Verschiedenheit zeitlicher und räumlicher Maße: zeitliche Maße (Maße der Dauer) werden uns nacheinander, räumliche Maße (Maße der Länge) werden uns nebeneinander und damit zugleich gegeben. Wäre die Zeit eine Raumdimension, dann müsste man sie ja mit dem Zollstock messen können. Die Dauer eines Vorgangs ergibt sich dabei aus der Differenz zweier Zeitpunkte, gleichsinnig wie sich die Länge aus der Differenz zweier Raumpunkte ergibt. Gleich ist beiden Maßstäben ihre maßgebende Funktion. Mehr ist sowohl über die Verschiedenheit, als auch über die Einheit der Größen Raum und Zeit nicht zu sagen, noch zu sagen nötig.

Einsteins relativistische Lehre ist der Versuch, geistige Größen - auch alle physikalischen Größen sind geistige, vom Geist des Menschen gesetzte Größen - als materiell existierend hinzustellen, um im Sinne des Physikalismus eine geistige Rolle des Beobachters zu erübrigen. Alles Existierende wäre angeblich rein materiell bzw. ein Abbild des Materiellen: Das Sein bestimmt das Bewußtsein. Hat man dieses dem Zeitgeist des 19. Jahrhunderts entsprungene Motiv Einsteins erkannt, versteht man die Absicht seiner Anhänger, Fakten entsprechend auszulegen, sei diese Auslegung auch noch so fadenscheinig. Es geht ihnen eben nicht um Wissenschaft, auch nicht um Einstein, der nur missbraucht wird, sondern um den anhaltenden Versuch, mit wissenschaftlich erscheinenden Argumenten die materialistische Doktrin physikalisch zu untermauern. Daher auch immer die Gleichsetzung materieller Uhren mit der ideellen Größe Zeit, die aber dem Menschen einzig durch sein Erinnerungs-Vermögen geschenkt wird. Denn ohne das Erinnern eines Lebewesens gibt es weder Zeit, noch Bewegung, sondern immer nur den gegenwärtigen Augenblick, wie dies schon die Eleaten und die Mystiker lehrten. Das ist es, was es zu verstehen gilt! Wer immer sagt, Uhren würden die Zeit messen (wohl weil sich ihre Zeiger bewegen), weiß weder dass die Zeit eine Messgröße ist, noch hat er verstanden was die Aufgabe einer Uhr ist, noch was sie antreibt, noch was ein Meßvorgang überhaupt ist, nämlich ein geistiger Akt des Vergleichens. Messen kann nur ein zur Kognition fähiges und daher lebendiges Wesen! Uhren stellen lediglich Zeitpunkte zur Verfügung, was ihre einzige Aufgabe ist, was eigentlich jedermann verstehen müsste. Es ist die tiefe Bewusstlosigkeit des eigenen Tuns, wodurch Menschen glauben, dass an ihrer Stelle Apparate messen würden. Aber niemand käme wohl auf die Idee zu sagen, nicht der Maurer sondern sein Zollstock würde die Breite einer Maueröffnung messen. Jedoch bei Uhren glaubt man, dass sie messen, obgleich sie nichts anderes tun und tun können, als von nichts wissend stur vor sich hin zu gehen. Zollstock und Uhr mit ihren Skalen sind nur das Hilfsmittel eines Messens, hier der Aspekte Länge bzw. Dauer. Zum Beispiel werfen Sonnenuhren Schatten, wenn die Sonne auf sie scheint. Da wird nichts "gemessen". Und analoge Uhren stellen nur den Sonnenlauf als Spiegel der Erddrehung nach - im "Uhrzeigersinn" = wie der Gang der Sonne von links (Osten) nach rechts (Westen) auf der Nordhalbkugel erlebt wird* - wenn auch doppelt so schnell (2 x 12 Stunden = 1 Tag), so dass man bei Sonnenschein anhand des Stundenzeigers bei 24-Stunden-Uhren die Himmelsrichtungen direkt ablesen kann (ansonsten ist die abgelesene Ziffer durch 2 zu teilen). Das ist alles was sie tun! Was gibt es daran nicht zu verstehen? Wie bescheuert muss man denn sein, um den kaum noch einfacheren Sachverhalt nicht zu begreifen? Und dann noch sich "Physiker" nennen, obwohl man mangels Sachverstand schon die einfachsten (sogar vom Menschen selbst konstuierten) physikalischen Dinge nicht begreift, die jedes Schulkind verstehen kann, dass von heutiger Physik noch unbeleckt ist.
*dabei sich gleichmäßig über ein Ziffernblatt mit gleichmäßig verteilten Ziffern und Punkten bewegend, den Zeitpunkten, anhand derer wir die Uhrzeit, = den Stand der Sonne, benennen können.

Es gibt ihn also noch den Unterschied zwischen Menschen und Uhren und wir sollten ihn uns nicht ausreden lassen, wollen wir, statt verständnislos auf unsere Messwerkzeuge zu glotzen, uns die Freiheit des Geistes bewahren, der sich z.B. Größen und ihre Einheiten so definiert, wie er sie braucht! Messapparate zeigen nur an. Erst die geistige Verknüpfung von Maßzahl (die abgelesene Zahl) mit der richtigen physikalischen Maßeinheit ist ein Messvorgang, der ein quantitatives Wissen ergibt. Wissen ist immer geistiger Art. Eine Skalenangabe ohne Maßeinheit besagt noch gar nichts!



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