Hintergrund und Deko entsprechend der Vorlage


Meine Kolumne 2009

5 ausgewählte Philosophische Sentenzen des Monats
zur Physik und Erkenntnislehre
auf

www.museumsart.de/kolumnen.php
von Ingrid Sandforth-Blanken


Die Bausteine des Verstandes
Solange die Erde sich dreht...
Tanz der verschränkten Quanten
Herrschaftswissen in der Krise
Falle Metaphorik

ein Band, das verbindet


Mai 2009

Die Bausteine des Verstandes

Die Bausteine des Verstandes sind einerseits sein rationales, nach Ursachen fragendes Denken, andererseits die Gewissheiten, auf die er sich verlässt. Sie hat er entweder durch Erfahrung gewonnen, oder sie sind ihm von Autoritäten gelehrt worden, da man ja nicht alle Erfahrung selbst machen kann. Die Bausteine sollten möglichst unveränderlich sein, soll das Verständnis nicht ins Wanken kommen.

Quantitatives Wissen wird anhand physikalischer Größen und ihrer konstanten Einheiten gewonnen. Die wichtigsten sind Länge, Zeit und Masse. Die Länge ist ein räumliches Maß, die Zeit das Maß der Dauer und die Masse das Maß eines mechanischen Widerstands z.B. das von der Erdbeschleunigung erteilte Gewicht. Es gibt noch einige weitere Basiseinheiten wie z.B. die elektrische Stromstärke und die Lichtstärke. Alle übrigen sind aus den Basiseinheiten abgeleitete Größen. Hierdurch wird sofort klar, warum Einsteins Spezielle Relativitätstheorie prinzipiell unverständlich ist, weil sie die genannten drei Basiseinheiten in Abhängigkeit von der abgeleiteten Größe Geschwindigkeit sieht, die das Verhältnis von Strecke (Länge) zur Dauer eines Ortswechsels ist. Hierdurch kommt die Basis des Verstehens ins Wanken und stürzt in einen unendlichen Regress. Außerdem ist dem Autor völlig unverständlich, wie man ohne als konstant gesetzte Maßeinheiten und die sie abbildenden Maßstäbe von der Konstanz einer Geschwindigkeit, hier der Lichtgeschwindigkeit wissen will. (Und wenn nach Einsteins Theorie Maßstäbe sich ständig verändern müssten, damit so dem Beobachter die Lichtgeschwindigkeit überall als konstant erscheint, dann kann es sich sowieso nur um eine Scheinkonstanz handeln, die nichts über die wahre Geschwindigkeit aussagt.) Es muss doch gelten was Jacques Monod in "Zufall und Notwendigkeit geschrieben hat: "Die Hauptstrategie der Wissenschaft bei der Untersuchung der Erscheinungen läuft auf die Entdeckung der Invarianten hinaus." Denn nur sie liefern ein Verständnis der Dinge.

Aber es gibt auch qualitative Konstanten auf die das Verständnis aufbauen kann, auch Prinzipien oder Prämissen genannt, was leider zu wenig bekannt ist. Schon in der Antike versuchte der Grieche Parmenides (ca. 540 - 480) aus Elea in Unteritalien den schon damals verstockten Zeitgenossen mit seinem Lehrgedicht über die Natur klar zu machen, dass "Seiendes ist", d.h. es war immer und wird immer sein, wird sich nur in seinen Erscheinungen wandeln, was in der Physik heute der Grund-Satz von der Erhaltung der Energie besagt. Von daher kann auch der sog. "Urknall" nur das Durchgangsstadium zusammenströmender Materie gewesen sein, die sich bei dieser Gelegenheit neu verschränkt hat, was wir als Schwerkraft erfahren, die alle Teile des Kosmos zueinander hinströmen lässt, soweit die ebenfalls beim Big Bang entstandenen kosmischen Fliehkräfte dies nicht im Großen verhindern.

Die Invarianten unseres Weltverständnisses sind Weltanschauungen, Religionen, Ideologien und Magie, gefestigt durch Dogmen, die nicht hinterfragt werden dürfen. Da kann kommen was will, es wird fast immer ein Dreh gefunden, widerstrebende Fakten passend zu machen oder sie ggf. einfach zu ignorieren. Das ist auch in der Wissenschaft nicht anders, wo es ebenfalls immer Eiferer gibt, die eine ins Wanken geratene Theorie oder Anschauung mit allen legalen und illegalen Mitteln zu verteidigen versuchen. Und wenn die Argumente fehlen oder versagen kann man immer noch die Gegner persönlich verunglimpfen, um sie unglaubwürdig zu machen. Es ist dann die Frage, wie lange eine diese Spielchen finanzierende Öffentlichkeit dies zu dulden gewillt ist. Also lassen Sie sich nicht ein X für ein U vormachen, bleiben Sie skeptisch und locker - es kann ja alles ganz anders sein, wie man immer so denkt. Und vielleicht sogar viel besser und schöner.
Satz in ( ) hier nachträglich eingefügt.


Juni 2009

Solange die Erde sich dreht...

Bekanntlich verlangsamt sich die Drehung der Erde infolge des Mondes immer mehr, auch wenn dies nur in größeren Zeiträumen erkennbar wird. Die Drehung der Erde und die Schräge der Erdachse zu ihrer Umlaufbahn bewirken ihre Bewohnbarkeit, wie wir sie kennen. Würde sich die Erde während eines Jahres nur einmal um ihre Achse drehen, wie dies der Mond in Bezug zu seiner Umlaufbahn um die Erde tut, dann wären immer dieselben Gebiete der Erde voll der Sonne ausgesetzt bzw. ewig im Dunklen. Es gäbe also keinen Wechsel von Tag und Nacht und damit auch keine zählbaren Tage. (Bei einem völligen Stillstand wären Tag und Jahr gleich lang.) Nur im schmalen Bereich zwischen ewigen Tag und ewiger Nacht, könnten wegen der dort gemäßigten Temperatur Lebensformen entstehen. So jedoch sorgt die Drehung selbst und zusätzlich die von ihr ausgelösten Meeresströmungen und Passatwinde für eine Verteilung der Wärme auf unserem Planeten, während die Schräge der Erdachse für die wechselnden Jahreszeiten verantwortlich ist. Dadurch ist in vielen Gebieten nicht immer nur Winter oder Sommer. Dieser Wechsel der Jahreszeiten hat sehr anpassungsfähige Lebewesen hervorgebracht, die entweder den Zyklus mitmachen können oder die von einer Zone zur anderen zu ziehen vermögen wie Vögel und Meeresbewohner. (Aber auch auf dem Land ziehen große Herden umher, dem Klima folgend.) Dadurch ist das Leben sehr robust geworden. Am robustesten ist da der Mensch als nicht spezialisiertes Lebewesen und Allesesser, weshalb außer an den Polen alle Gebiete der Erde von ihm besiedelt sind, sogar das Eis des Nordens, das jedoch jetzt wegzuschmelzen droht.

Heute gibt es astronomische Forschungsprogramme zum Auffinden von Exoplaneten, d.h. von Planeten, die um eine fremde Sonne kreisen, verbunden mit der Frage, ob es außerirdisches Leben oder gar Intelligenz gibt. Da ja Planeten nicht selbst leuchten, können sie nur sehr schwer und nur indirekt wahrgenommen werden. Bis jetzt hat man aber keinen Exoplaneten gefunden, der mit der Erde vergleichbar wäre. Denn für das Leben bei uns ist nicht nur die oben genannte Drehung und die Schräge der Erdache wichtig, (für deren Stabilisierung der Mond sorgt,) sondern auch der ideal zu nennende Abstand des Planeten zur Sonne und deren Alter. Altert die Sonne infolge ihrer Größe zu schnell, kann sich das Leben zu wenig entwickeln. Ist der Planet zu klein, kann er seine Gase nicht halten wie wir beim Mars sehen. Ist der Planet zu groß, wird seine Gravitation die Besiedelung des Landes sehr erschweren. Und dann sorgen noch die großen Gasplaneten des Sonnensystems, Jupiter und Saturn, als kosmische "Staubsauger" dafür, das die Zahl der die Erde gefährdenden Kometen stark reduziert wird.

Wie man heute weiß, hat die Erde in ihrem heißen Inneren einen Eisenkern, der durch seine langsamere Drehung gegenüber dem Erdmantel als Dynamo das Magnetfeld erzeugt, das die gefährliche Strahlung der Sonne um die Erde herumlenkt. Auch diese zweite Drehung ist eine weitere unverzichtbare Quelle des Lebens auf der Erde, wie überhaupt Dynamik Voraussetzung von Leben ist. Stillstand ist Tod auf jeder Ebene. Nur gut, dass wir Menschen auf die Erddrehung keinen Einfluss haben und sie daher nicht manipulieren sondern nur loben können.
Sätze in ( ) hier nachträglich eingefügt.


Juli 2009

Tanz der verschränkten Quanten

Heute, am 21. Mai 2009, habe ich verschränkte Quanten tanzen gesehen. Es war in Heilbronn im Konzert- und Kongresszentrum Harmonie bei den "Swinglegenden". Erst war Max Greger auf der Bühne, dann spielte Hugo Strasser und die SWR Big Band. Danach sang Bill Ramsey seine bekannten Oldies. Und dann kamen als "Special Guests" sie, die Kesslerzwillinge, in schwarzen glitzernden Kostümen. Und während einer der Zwillinge nach der Melodie von "New York, New York" auf der linken Seite der Bühne tanzend seinen Zylinder nach links schwenkte, schwenkten ihn der andere auf der rechten Seite gleichzeitig nach rechts, ohne dass sie aufeinander achteten. Sie waren Spiegelbilder und die Lichtgeschwindigkeit spielte zwischen ihnen keine Rolle. Auch mit ihren Hüftschwüngen, Schritten und den übrigen Gesten war das so - ein perfektes Abbild zweier verschränkter Quanten (kleinste Einheiten einer Energie in der Mikrophysik), die zwar für den Beobachter zwei Objekte sind, jedoch sich als eines verhalten, wenn auch spiegelverkehrt. Erfährt eines von ihnen eine Änderung, z.B. seiner Schwingungsebene (Polarisation) oder seines Spins (Drehimpuls), nimmt im gleichen Moment das andere auch weit von ihm entfernte Quant die Gegenposition ein. Zeilinger in Wien hat es demonstriert. Ursache der Verschränkung der untersuchten Quanten ist ihre gemeinsame Emission. Das ist bei Alice und Ellen Kessler genauso. Bei ihnen ist der einige Ursprung Voraussetzung für ihr gleiches Geschlecht, Aussehen, synchrones Auftreten und Schicksal. So tanzen sie - was ihre Faszination ausmacht - wie ein einziges Objekt schon seit Jahrzehnten mit großer Präzision auf den Bühnen der Welt und wirken dabei um kein bisschen gealtert. Ebenso tanzen die Sterne des Universums dank der Gravitation seit Milliarden von Jahren unermüdlich umeinander herum. Denn ihre Materie wurde durch den Urknall ebenfalls miteinander verschränkt, was sie selbst über weite Räume zueinander hinstreben lässt, woran sie jedoch im Großen durch die ebenfalls beim Urknall entstandene kosmische Fliehkraft gehindert werden. Das gegliederte Universum ist das Abbild der beiden Urkräfte und damit der größtmögliche Beweis, den es für eine These überhaupt geben kann. Ob im Allerkleinsten bei den Quanten oder im Allergrößten, dem Universum, oder auch wie in unserem Beispiel zwischen diesen beiden Größenordnungen, im Mesokosmos, - in allen Bereichen der Welt finden wir das Gesetz der Verschränkung, dass sich Teile als Eines und zugleich als Ganzes verhalten lässt. Bei einer Verschränkung von Objekten tauchen Eigenschaften auf, die man dem einzelnen Objekt zuvor nicht angesehen hat, Emergenz genannt, weshalb es m.E. keine Weltformel geben kann. Die Natur ist immer für Überraschungen gut und ich halte es für sehr unklug, das Faktum der Verschränkung wie überhaupt alle Emergenz weiterhin zu bestreiten, wie es die Materialisten tun, die alles rein mechanisch erklärt haben wollen, obwohl sich immer wieder erweist, dass die Macht des Sichtbaren auf der Macht des Unsichtbaren beruht.* Sich in seinem biederen (aufs Beutemachen ausgerichteten) Hausverstand Verschränkung und Emergenz "nicht vorstellen zu können" und deshalb beide trotzig zu bestreiten, zeigt (neben fehlender Lernbereitschaft) doch, dass die Realität allen Augenschein und alle Denkbarkeit übersteigt. Und das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis, die man überhaupt gewinnen kann. Sie ist der Anfang der Weisheit.
April 2011 auf der DPG-Tagung im KIT (Karlsruher Institut für Technologie) im Rahmen meines Themas "Physik in Literaturform" vorgetragen
März 2014 auf der DPG-Tagung in der Humboldt-Universität zu Berlin im Rahmen meines Themas "Physik in Literaturform (2)" vorgetragen
Kurztexte zu "Physik in Literaturform" auf I/B5 "Gedanken zur Gravitation"
*Nachanmerkung: erinnert mich an die Textstelle im Lied "Es wird einmal ein Wunder geschehen" gesungen von Zarah Leander: "du bist mir fern und doch nicht fern, denn unsere Seelen sind eins". Die alles verbindende Schwerkraft wäre dann Ausdruck einer Art Weltseele, wie dies ja auch in alten Philosophien und universalistischen Weltanschauungen gesehen wurde.

Zum Weiterlesen:
ZEIT UND SEIN Tagungsbeitrag (7) von 2009 "Kosmologie ohne Scheuklappen"
http://www.helmut-hille-philosophie.de/anhang7.html



Herrschaftswissen in der Krise

All unser alltägliches und wissenschaftliches Wissen ist instrumentalistisches Herrschaftswissen, um mit der Welt in gewünschter Weise zum eigenen Nutzen umgehen zu können. Das Sosein der Dinge und ihr Eigenwert interessieren uns dabei nicht, denn dazu müssten wir uns ihnen selbstlos in Liebe nähern. Selbst die Religion dient zumeist nur dem eigenen Seelenheil und der Rechtfertigung unseres Denkens und Handelns, so wenn wir uns von Gott sagen lassen: "Macht euch die Erde untertan." Das Verhältnis von Gott zu unserem Denken hat Meister Eckhart so beschrieben: "Alles was man von Gott zu denken vermag, das alles ist Gott nicht. Was Gott in sich selber sei, dazu kann niemand kommen, es sei denn er werde in ein Licht gesetzt, dass Gott selber ist." So verhält sich unser Denken aber nicht nur zu Gott sondern zu allen Dingen. Erst wenn wir versuchen, uns in sie selbstlos in Liebe hineinzuversetzen, können wir uns ihrem Sosein nähern. Daher sind es immer nur Einzelne, die den Eigenwert von Wesen und Dingen sehen und um ihren zweckfreien Erhalt kämpfen. Der Masse und die sie vertretenden Politiker geht es dagegen nur um den kurzfristigen Nutzen an ihnen. Da wo jede Initiative Einzelner strikt unterdrückt wurde, wie im Sozialismus, kam es zur Ausbeutung der Natur bis zu ihrer Vernichtung wie z.B. des Aralsees und zu einer beispiellosen Luftverpestung und Bodenvergiftung an Industriestandorten. Schlimmer aber noch für das globale Klima ist das anhaltende Abholzen der Sauerstoff spendenden Urwälder durch profitgierige Konzerne, denen niemand ernstlich Einhalt gebietet.

Erst neuerdings im Angesicht der Übervölkerung und der sich abzeichnenden Klimakrise beginnt ein Umdenken in größeren Rahmen. Heute hat ein Unternehmen, das ja langfristiger denken muss als ein Politiker, keine Zukunft mehr, wenn es nicht auf Nachhaltigkeit setzt, denn die Ressourcen werden durch die Masse der Menschen und den technischen "Fortschritt" immer schneller verbraucht. Immer mehr Menschen möchten von den Segnungen der modernen Technik profitieren, Autofahren, ihre Räume beleuchten und klimatisieren, was unweigerlich die Energievorräte und die Umwelt mehr und mehr überfordert, wenn wir uns nicht in Zahl und Ansprüchen begrenzen und nach intelligenteren Lösungen suchen. Das mag zwar auf eine Weise auch egoistisch sein, doch es wäre ein Egoismus, der die ganze Wirklichkeit einbezieht. Denn nur so bleibt sie uns als Lebensgrundlage erhalten.



Falle Metaphorik

Wenn in einem Schlagertext davon die Rede ist, dass der Mann im Mond den Liebenden zugesehen und die Hand gereicht hat, dann weiß jeder Zuhörer, dass dies metaphorisch, also bildlich gemeint ist, weil es 1. keinen Mann im Mond gibt, 2. der Mond auch selbst keine Augen, Arme und Hände hat und 3. überhaupt ein toter steinerner Himmelskörper ist, bar jeder Sinne, Gefühle, Absichten und Extremitäten. Mit einem solchen Lied sollen nur menschliche Emotionen ausgedrückt werden. Wenn jedoch Physiker, die eigentlich mit physikalischen Dingen vertraut sein sollten, eben solche Himmelskörper "ruhend" oder "bewegt" nennen, als hätten sie Bewegungsorgane, und je nachdem, ob sie sie gebrauchen oder nicht, daraus physikalische Schlussfolgerungen ziehen, dann haben sie für mich noch nicht gelernt, tote Objekte von lebendigen zu unterscheiden, was aber Voraussetzung ihrer Wissenschaft wäre. Während Menschen und Tiere sich zu Lebzeiten tatsächlich objektiv bewegen können, weil sie sowohl Bewegungsorgane als auch Bewegungsabsichten haben und bei Ausführung ihrer Eigenbewegung feststellbar auch Energie verbrauchen, fehlen alle diese Merkmale natürlichen toten Dingen gänzlich. Newton sagte daher in seinem 1. Axiom sachlich richtig, dass - ganz gleich, ob wir (tote) Körper in dem Zustand der Ruhe oder den der gleichförmig-geradlinigen Bewegung sehen - sie in beiden von uns gesehenen Zuständen lediglich verharren, und zwar solange, wie von außen keine Kraft auf sie einwirkt.

Tote Objekte können also sich nicht von sich aus "bewegen" oder "ruhen", sondern reagieren lediglich auf äußere Einwirkungen, während ihre sog. "Ruhe" oder "Bewegung" nur die metaphorische Beschreibung ihres Verhaltens relativ zu einem vom Beobachter benutzten Bezugssystem ist, das für die Objekte selbst jedoch keinerlei Bedeutung hat, da dieser Bezug und die sich aus ihm ergebenden Zustände und Eigenschaften ja nur im Kopf des Beobachters existieren. "Ruhe" oder "Bewegung" toter Körper sollen hier also nur besagen, dass zu einem frei gewählten Bezugspunkt eine Ortsveränderung vorliegt oder nicht. Das ist alles! Dass nun selbst in der Wissenschaft nicht sachlich korrekt von dieser einfachen Tatsache Ortsveränderung die Rede ist, sondern Physiker unreflektiert metaphorisch gemäß der am Lebendigen geübten Sehgewohnheit von "Ruhe" und "Bewegung" toter Dinge reden, als ob dies objektive Zustände wären, ohne dass sie sich dieser Metaphorik bewusst sind, geschweige sie berücksichtigen oder besser gleich vermeiden, zeugt von einem tiefen Grundmangel ihrer Bildung und Ausbildung, wodurch sie die sachlich richtige Beschreibung physikalischer Vorgänge und ihrer Konsequenzen verfehlen, um die es ihnen doch gehen müsste. (Das geht soweit, dass sie mit aufwändigen Experimenten die Folgen solcher Scheinbewegungen, die nur im Kopf existieren, "beweisen" wollen - echte Schildbürgerstreiche eben!) Jene Metaphorik führt am meisten in die Irre, die man als solche nicht bemerkt. Wer also vom Schlager angeregt ernsthaft den Mann im Mond suchen würde, um ihm die Hand reichen zu können, kann daher lange suchen. Da wären dann selbst reichlich gespendete Forschungsgelder für seine "Forschung" nicht hilfreich. Für den forschen "Forscher" allerdings schon, hätte er dann doch für eine Zeitlang ein gutes Auskommen. (Eine solche Art von "Forschung" nennt man eine ironische, weil sie rein der Beschäftigung von Wissenschaftlern dient, wie z.B. besonders effektiv am LHC im CERN, wo Tausende von Physikern und Ingenieuren vor allem das herbeiphilosophierte "Gottesteilchen" finden wollen, das allen übrigen Teilchen ihre Trägheit verleihen würde, als könne es Materie ohne Trägheit geben - einfach absurd.)
Sätze in ( ) hier nachträglich eingefügt.

Helmut Hille (alle Beiträge und Nachträge)
fehlende Angaben "Zum Weiterlesen" wie Vorlage, bzw. dort nur allg. Hinweis auf ZEIT UND SEIN

©HILLE 2009

ein Band, das verbindet


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