Der Untergang der abendländischen Denkkultur
oder
Der Abschied von der Vernunft

mit Kommentar:
"Eine den Geist verachtende Welt wird real geistlos."
Graf Hermann Keyserling, Kulturphilosoph, ein Zeitgenosse Albert Einsteins
Ohne Geist glotzt man nur verständnislos auf die Phänomene und nennt das auch noch stolz "Denkökonomie".



"Gesunder Menschenverstand ist eine Sammlung von Vorurteilen,
die man bis zum 18. Lebensjahr erworben hat."
Albert Einstein
Fundstelle: Internetseite darob begeisterter Einsteinfreunde, die genau dieser Überzeugung sind

"Autismus ist die Unfähigkeit etwas einen Wert zu geben, das man nicht messen kann."
die Silicon-Valley-Insiderin Paulina Borsook
Fundstelle Internet

Mephistopheles (in Fausts langem Kleid) zum Schüler:
"Verachte nur Vernunft und Wissenschaft,
des Menschen allerhöchste Kraft,
laß nur in Blend- und Zauberwerken
dich von dem Lügengeist bestärken,
so hab ich dich schon unbedingt."

"Wer will was Lebendiges erkennen und beschreiben,
sucht erst den Geist herauszutreiben,
dann hat er die Teile in seiner Hand,
fehlt leider! nur das geistige Band."
(Goethe Faust I)

Einstein: "Gesunder Menschenverstand ist eine Sammlung von Vorurteilen, die man bis zum 18. Lebensjahr erworben hat." Die also abzulegen sind. Gesundheit als Makel? Wenn der große Albert das sagt, dann muss es ja stimmen. Also einfach nicht mehr dem gesunden Menschenverstand folgen? Lieber sorglos ungesund denken, d.h. nicht mehr durch sorgfältige Einschätzung der Mitwelt auf die Bewahrung des Lebens bedacht sein? Die Einsteinfreunde haben das schon mit Eifer praktiziert und das Resultat ist entsprechend. Dabei geht es in erster Linie um die Unterscheidung zwischen Schein und Sein, ein altes Menschheitsproblem von dem sie im kindlichen Trotz nichts wissen wollen. Alles wäre so, wie es erscheint, basta! was auch der autistischen Situation entspricht, die infolge fehlender Selbstwahrnehmung ebenfalls keinen Zugang zum Gegenüber hat, seien es Menschen oder Sachen. Doch schon immer haben kritisch, auch sich selbst bedenkende Menschen zwischen Schein und Sein unterschieden, weshalb die Sprache diese Begriffe bereits lange kennt, obgleich die Philosophen uns bisher nur unzulänglich erklären konnten, worin die Differenz besteht, weshalb die Philosophie vor Mitterer (s. II/3) eher der unendliche Versuch war, den naiven Realismus mehr oder weniger kunstvoll rechtfertigen zu wollen - aber immerhin wenigstens in der richtigen Einsicht, dass ein Rechtfertigungsbedarf besteht.

Seit der Renaissance waren es dann kritische Wissenschaftler, die entgegen dem Augenschein die wahren Verhältnisse erkannten: nämlich dass sich die Welt nicht um die Erde dreht, sondern dass diese um ihre eigene Achse kreist und so die Welt an sich vorüberziehen lässt, wie Kopernikus (1473-1543) und Galilei (1564-1642) es sahen, und dass geradlinig-gleichförmig bewegte Gegenstände - entgegen der Lehrmeinung des Aristoteles - dazu keiner Kraft bedürfen, sondern einfach kraftfrei in ihrem Zustand verharren, ganz gleich, ob sie uns als "bewegt" oder "ruhend" erscheinen (Newton 1643-1727, 1. Axiom), hängen diese Eigenschaften doch von der Sichtweise (Newton übersetzt: den Standpunkt) des Beobachters ab, wobei Newton darüberhinaus erkannte, dass Körper zwar von sich aus träge aber nicht von sich aus schwer sind, wie das Aristoteles ebenfalls fälschlich lehrte, sondern zu ihrer Schwere der Kraft anderer Körper bedürfen, wodurch Mechanik und Himmelsmechanik ihre bis heute wichtigsten Grundlagen erhielten.

Aufruf zum Vernunftgebrauch:
"Mit dem Verstand erschaue das (scheinbar) Abwesende als ein beständig Anwesendes..."
Parmenides aus Elea (ca. 540-480)

Erst als im 19. Jahrhundert infolge der philosophischen Absolutierung des Geistes durch Idealisten wie Hegel (1770-1831) die Naturwissenschaftler von einer Rolle des Geistigen gleich gar nichts mehr wissen wollten und trotzig auf den Augenschein setzten - das Umschlagen der These in die Antithese, der die so Not-wendige Synthese bis heute fehlt - und somit begannen Vernunft und Verstand zu verachten so dass Physiker (aber sicher nicht alle) bis heute stolz darauf sind, auf das von Ernst Mach (1838-1916) in seinem radikalen Neupositivismus als "metaphysisch" erklärte Ursachendenken zu verzichten - den für das Überleben so wichtigen sog. gesunden Menschenverstand, den Einstein (1879-1955) nur für eine Sammlung von (abzulegenden) Vorurteilen hielt - ging das von den großen Denkern der Renaissance und des Rationalismus gewonnene vernünftige Bild der Welt mitsamt dem Denken, das es hervorgebracht hat, mehr und mehr verloren, so dass Max Born (1882-1970) in seinem Buch "Die Relativitätstheorie Einsteins" bis heute unwidersprochen folgerichtig behaupten kann, wobei ich offen lassen muss, ob dies Borns eigene Überzeugung war oder ob er nur versuchte "EINSTEINS Standpunkt" richtig wiederzugeben (er war mit seinem Freund Albert durchaus nicht immer einer Meinung): "Damit ist die Rückkehr zu des PTOLEMÄUS Standpunkt der 'ruhenden Erde' ins Belieben gestellt." "Daher haben von EINSTEINS Standpunkt gesehen PTOLEMÄUS und KOPERNIKUS gleiches Recht. Welchen Ausgangspunkt man wählt, ist Sache der Bequemlichkeit." "Ein Gravitationsfeld ist an sich weder 'real' noch 'fiktiv'. Es hat überhaupt keine von der Koordinatenwahl unabhängige Bedeutung, genau wie die Länge eines Stabes." (Großschreibung und Betonung wie im Original) Gut, dass es nicht noch heißt, dass die Erde auch eine Scheibe sein könnte, was sofort eifrige Scheibenforscher auf den Plan rufen würde. Nichtwissen also nicht als Mangel, sondern als hehre Forschungstugend. Hauptsache man hat Gleichungen, mit denen man glaubt, alles berechnen zu können, ohne es auch noch verstehen zu müssen. (Wo Schein und Sein nicht unterschieden werden, fehlt es zwangsläufig auch an Sachverstand, der von der Sache her denkt.) Wie bequem und denkökonomisch zugleich! Mach würde das freuen und der gestresste Bachelorstudent mit seiner kurzen Studienzeit weiß es zu schätzen. Aber auch wie gefährlich, wenn man sein Umfeld nicht versteht! Und wo man meint, keine Ursachen mehr bedenken zu müssen, hat man auch keine Skrupel, irrational das Universum aus dem Nichts entstehen zu lassen, wie das gängige Lehrmeinung von Kosmologen ist, während Theologen mit einem Rest von Rationalität wenigstens noch Gott als Verursacher sehen, auch wenn man von ihm nichts Genaues weiß. Wenn also schon unser Kosmos keiner physikalischen Ursache bedarf, dann bedarf eigentlich nichts einer solchen und wir könnten die Wissenschaft getrost vergessen. Alles ist dann ein freies Phantasieren z.B. auf die der Mode unterworfene Schönheit von Theorien hin. Wer auf den Augenschein setzt, müsste ja auch glauben, dass die Sonne abends tatsächlich "im Meer versinkt". Aber wie kommt sie morgens da unbeschadet wieder heraus? Die alten Ägypter hatten über die Reise der Sonne bei Nacht durch die Unterwelt schon sehr detaillierte Vorschläge gemacht, die man ggf. aufgreifen könnte.

Das mit der Leugnung der Beobachterrolle oder ihrem Unverständnis zwangsläufig einhergehende fehlende Vermögen der Unterscheidung von Geistigen, Biologischen und Materiellen hat weitreichende Folgen. Die erschreckenste für mich ist, dass physikalische Mess- und Rechengrößen, die ja rein geistiger Art sind - wie alles Verstehen rein geistiger Art ist -, von Physikern heute sinnentleert als physikalische Gegenstände behandelt werden, ebenso die geistigen Ordnungsmuster Raum und Zeit, die beim Urknall "entstanden" wären und die Licht und Materie lenken würden. Für diese Unkritischen zerfällt dabei die Welt in so vielerlei Arten von Gegenständen, wie es physikalische Größen gibt, wobei sie auch diese noch zerfallen lassen, z.B. die Masse in ruhende und bewegte, in träge und schwere sowie in nahe und ferne Massen. Gemäß Alberts Spezieller Relativitätstheorie zerfällt die Welt darüber hinaus auch noch raumzeitlich in "unendliche viele gleichförmig geradlinig bewegte Inertialsysteme" in Abhängigkeit von zufälligen (auch tierischen?) Beobachtern, obgleich es in einem dynamischen Universum streng genommen real kein einziges davon gibt. Wahnsinn! Kein Wunder, dass Einstein lebenslang vergebens die Einheit der Physik suchte. Die Ordnungsmuster Raum und Zeit hat er dabei mit materiellen Eigenschaften wie "gekrümmt" und "gedehnt" in Verbindung gebracht und sie so quasimaterialisiert. Mit dieser Verdinglichung mentaler Kategorien kam er dem Materialismus von Physikern und Sozialisten sehr entgegen, obwohl er selbst eher ein Idealist genannt werden müsste (von Lenin richtig als bürgerliche Dekadenz eingeschätzt). Zugleich aber sah er alles in Abhängigkeit von den Gedanken Gottes und dessen imaginären Hilfstruppen Raum und Zeit mit dem Licht als von keiner (schmutzigen) Materie beirrbaren Boten, aber eben nur mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs, weshalb wir, wegen der Größe des Universums, wie einst Einstein, bis heute leider vergeblich auf die göttlichen Eingebungen warten. Wahrlich, eine neue schöne mythologische Weltsicht diese "moderne" Physik!

Das größte Bestreben zur Rechtfertigung des Materialismus und Naturalismus ist der Versuch zu "beweisen", dass es "gekrümmte Räume" und "gedehnte Zeiten" mit Lenkeigenschaften gibt, (während die wirklichen materiellen Kräfte nicht interessieren, weil sie ja "metaphysisch" wären - in Wahrheit: weil es an Sachverstand für ihre Eigenart fehlt), was zumeist durch Sprachspiele zu erbringen versucht wird, die jedoch als solche gar nicht bemerkt werden, weil den Propagandisten dieser Volksverblödung in ihrem naiven Realismus eine Differenz von Schein und Sein nicht in den Sinn kommt, ist doch alles Geistige für sie bestenfalls nur das Abbild des Materiellen, wie es schon Karl Marx lehrte: "Das Sein bestimmt das Bewusstsein". So verlangsamen sie in relativistischen "Experimenten" einen zur "Uhr" erklärten physikalischen Vorgang durch Änderungen seiner Randbedingungen und schon ist für sie "die Zeitdehnung bewiesen", gibt es für sie doch keinen Unterschied zwischen dem geistigen Maß der Dauer - der Zeit -, dem materiellen Hilfsmittel der Messung - der Uhr - und dem physikalischen Vorgang selbst. Das Differenzieren, das die geistige Tätigkeit ausmacht, ist eben nicht ihre Sache. Und weil man in Selbstblindheit nichts von einer Beobachterrolle weiß, glaubt man gleich auch noch, dass es nicht die Menschen sondern die Instrumente sind welche messen, also quantitatives Wissen gewinnen, als hätten sie kognitive Fähigkeiten, z.B. hier die Uhr, welche die Zeit messen würde, während es der einzige Zweck einer Uhr ist, Zeitpunkte anzuzeigen, die möglichst genau dem international festgelegten Zeitstandard entsprechen sollten. Aus der Differenz zweier Zeitpunkte bestimmen Menschen dann die Dauer eines Ereignisses, genauso wie sie die Länge eines Objekts aus der Differenz zweier Raumpunkte ermitteln. Jeder bestimmte Zustand ist eben durch einen Beobachter anhand seiner Hilfsmittel bestimmt. Da ist niemand, der ihm das abnimmt und daran gibt es nichts, was nicht jedermann verstehen könnte: eine von der geltenden Norm abweichende Uhr geht, aus welchen Gründen auch immer!, einfach schlicht falsch und sonst gar nichts! Privat weiß das jeder, doch in der theoretischen Physik, wo man in heiliger Einfalt neben vielen anderen vom Zweck einer Uhr nichts mehr weiß und nichts von ihrer Funktionsweise, wird mangels Sachverstand ihr Falschgehen als ein mysteriöses physikalisches Phänomen behandelt, das durch das Wirken geheimer Raumzeitmächte aufwändig "erklärt" werden müsste. Ein 2010 herausgegebene Lehrbuch zur Allgemeinen Relativitätstheorie hat 728 Seiten und kostet 50£ - und fast jedes Jahr gibt es ein weiteres, das im Physik Journal sofort eifrig besprochen wird! 2013 ist noch das Buch "Einsteins Hund. Relativitätstheorie [nicht nur] für Vierbeiner" mit 470 Seiten dazugekommen, nachdem es mit dem gesunden Menschenverstand nicht so recht klappen will. Allein die Tatsache, dass Jahr für Jahr immer wieder neue dicke Bücher uns Alberts großartiges Werk verständlich machen wollen, wohl weil die vorherigen es nicht schafften, spricht schon gegen Einstein, der doch alles "so einfach wie möglich" erklären wollte.* Dabei kommt man sich in seiner gewollt ungesunden d.h. gefährlichen Sachferne auch noch ungeheuer schlau und überlegen vor, obgleich eher das Gegenteil zutrifft. Doch das gehört eben zur Betriebsblindheit! Und wer kritisch über das Tun und Reden dieser Theoretiker denkt und Vernunft und Sachverstand anmahnt, wird mangels sachlicher Argumente von ihnen gleich für schrullig bis geisteskrank erklärt und persönlich diffamiert, denn das Unkritische wäre ja das erstrebenswert Normale, weshalb man die da störenden Einwände der "Stänkerer" (Einsteins harmlosestes Schimpfwort) erst gar nicht zur Kenntnis zu nehmen braucht, was dann auch noch der geistigen Bequemlichkeit dient, die von Born wie zuvor schon von Mach sosehr geschätzt wurde. Im Zeitalter der Massen hat eben alles leicht konsumierbar zu sein. Die Freiheit der Wissenschaft wird so zur Narrenfreiheit! Das lässt den Schluss aufkommen: Wer den gesunden Menschenverstand verachtet, hat selber keinen. Aber richtig ist auch, dass seine Ausbildung keinesfalls mit dem 18. Lebensjahr abgeschlossen ist, sondern eine lebenslange Aufgabe bleibt. "Daß die Relativisten im gesunden Menschenverstand ihren schärfsten Gegner wittern, hat seine Richtigkeit. Es wird auch kaum ein Kritiker auf den Gedanken kommen, ihnen, den Relativisten, einen gesunden Menschenverstand nachzusagen." (G.O. Mueller) Da können sie ganz sicher sein. Wahrscheinlich sind sie aber auf diesen Vorwurf auch noch mächtig stolz.
*Physik Journal Januar 2014: eine halbseitige Anzeige des Verlags seines Buches "Einführung in die Relativitätstheorie" mit 585 Seiten zu 39,90 Euro (Broschur) sowie die Buchbesprechung "Relativistic Hydrodynamics", ebenfalls mit einer Einführung, mit 735 (!) Seiten zu 67,- Euro (geb.). - Im Physik Journal Oktober 2014 gab es eine Buchbesprechung des Buches "Die perfekte Theorie" von P. Ferreia, 320 Seiten zu € 24,95 (geb.), welches für mich eher die Ratlosigkeit spiegelt, wie mit Einsteins Theorie möglichst unkritisch umzugehen ist. Solange man mit solchen Mach-Werken gutes Geld verdient, wird man Einsteins "Genie" in den Himmel loben. Daher der Ausdruck "Lügenpresse".

"Wie die meisten Einsteinkritiker hatte ich früh erkannt,
daß den relativistischen Schreibtischtheoretikern die physikalische Wirklichkeit völlig fremd ist."
Gotthard Barth in DER GIGANTISCHE BETRUG MIT EINSTEIN, Wissen im Werden 1987

Auf dem Weg zum Fachlaien  (zum Dr.ig. = Doktor der Ignoranz)
Nachdem sie beim Eintritt in das Fach aus Liebe zum Irrationalen den gesunden Menschenverstand (Ursachendenken) ausgeschaltet haben, sind Physiker im Erwerb von Nichtwissen gegenwärtig schon sehr weit fortgeschritten. Da sie nichts vom Menschen gesetzten Normen und Maßstäben wissen wollen (weil es ja angeblich keine eigenständige Beobachter- und damit Geistesrolle gibt) und man die akribische Arbeit von Bureaus of Standard und Eichämtern ignoriert, glauben sie, man könne auch ohne Referenzwerte messen! Man könne also rein durch Augenmaß oder überhaupt freihand beurteilen, ob Maße der Länge und der Zeit sich "durch Bewegung" ändern (noch dazu bei hohen Geschwindigkeiten!), obwohl Geschwindigkeiten und Änderungen von Messmitteln verbindlich einzig durch der Norm entsprechende Messmittel festgestellt werden können, ganz abgesehen davon, dass es sowieso zum Wesen der Messung gehört, dass Maßeinheiten bekannt und unveränderlich sein müssen, will man zu gültigen, überall nachvollziehbaren quantitativen Aussagen kommen, was für eine globale technische Zivilisation wichtiger denn je ist. Dank der mit Liebe und Eifer betriebener Denkökonomie wissen der physikalischen Wirklichkeit völlig entfremdete Physiker offiziell heute u.a. nicht mehr, was die Einheit der Physik ausmacht, was messen heißt, wer misst, wie eine Uhr funktioniert, was ihr Zweck ist, was eine physikalische Größe ausmacht, was der Zweck internationaler Standards, ihrer Büros und Eichämter ist, was Kraft ist, was Gravitation ist, was Voraussetzung für eine Geschwindkeitsmessung ist, was Newtons Dynamik ihre zeitlose Gültigkeit verleiht usw. usf. und gibt zum dynamischen Begriff der Masse völlig unsinnige kinematische Erklärungen ab oder hält gemäß der materialistischen Denkweise die Messgröße "Masse" (Maß der Trägheit) gleich für ein eigenes Teilchen (Higgs-Boson) und Newtons Axiome für bloße Sachbehauptungen. Und "von EINSTEINS Standpunkt" aus macht es nach der Verabschiedung von Newtons Dynamik lt. Born auch keinen Unterschied, ob sich die Erde um ihre Achse dreht, wie das bei Himmelskörpern sowieso die Regel ist, oder ob das gewaltige Universum die Erde einmal täglich umrundet, weil Ursachen eines Verhaltens nicht interessieren. (Es fällt mir aber schwer zu glauben, dass dies wirklich Einsteins Überzeugung war, der als "Chefingenieur des Universums" also völlig ohne Sachverstand gewesen wäre.) Und nicht zuletzt hat man aberwitzig aber nach Mach auch wieder richtig, ganz primitiv Schein und Sein nicht unterscheidend, die nur für den Beobachter existierenden Sinneseindrücke von Ruhe und Bewegung Faktizität zugebilligt und zu entscheidenden physikalischen Kriterien erklärt. Eine Scheinphysik eben, die mit den nur für uns Menschen gegebenen Relationen argumentiert. Wahrheit und Klarheit haben in der Physik heute offiziell keine Fürsprecher mehr, macht sich doch jeder gleich verdächtig, wenn er diese Selbstverständlichkeiten, ohne die Wissenschaft keinen Sinn macht, auch nur anmahnt! Lieber ist man bereit, von Physik nichts verstehen zu wollen, um unter den Kollegen nicht aufzufallen und die Karriere zu gefährden. Je lauter man sein Unwissen kund tut, desto sicherer ist sie. Eine neue Art von "Lauterkeit", nachdem die eigentliche Lauterkeit abhanden gekommen ist.

Bleibt da überhaupt noch etwas an weisem Verständnis, eine letzte Vernunftbastion, die noch nicht zielstrebig geschliffen wurde? Ach ja, da gibt es ja noch die gut begründete Einsicht, dass ein Horizont sich nur durch den jeweiligen Standort des Beobachters ergibt und er somit keine objektive Grenze ist - aber den Lichthorizont hält man dank Mach, der Einstein auf den Augenschein verpflichtet hatte, jetzt trotzdem für einen solchen, so dem Menschen auch noch die eigene Perspektive bestreitend, zugleich aber auch ihn als Mittelpunkt der Welt sehend, um den das Universum täglich kreist. Das ist dermaßen aberwitzig, dass es von Unbedarften gleich wieder als "genial" empfunden wird, denn ein "Wissenschaftler" kann sich ja bekanntlich nicht irren. Und ein Irrtum Einsteins wäre eine Sensation! Doch all dieses ängstliche und unsinnige Klammern an subjektive Mittelpunkte, Horizonte und Grenzen, wie die der Geschwindigkeit und des Universums, sind nur Ausdruck eines begrenzten selbstblinden Verstandes, dem es zudem an Lernbereitschaft fehlt, Schein und Sein zu unterscheiden. Von aller mühsam zu erwerbenden abendländischen Denkkultur befreit, ist man wie ein Neandertaler der Neuzeit fachlich völlig inkompetent (die Neandertaler mögen mir verzeihen, denn wahrscheinlich waren selbst sie nicht so blöd, hatten sie doch die größten Menschenhirne aller Zeiten, während Einstein mit einem recht kleinen auskommen musste). Aber es ist oft das Anormale, was die Menschen fasziniert, weshalb ja auch Hawking mit seinem Gebrechen als durchgeistigtes Genie gilt, obgleich in seinem Namen schon viel Unsinn verbreitet wurde. Oder man muss - wie in der Scholastik die Theologen - zumindest so tun als verstünde man nichts, um nicht aus der Gemeinschaft der Physiker ausgeschlossen zu werden, deren Praktiker übrigens ganz ausgezeichnete Arbeit leisten, soweit sie nicht von den Theoretikern daran gehindert werden. Man denke hier nur an Anton Zeilinger und seine Verschränkungsexperimente, für die er längst den Nobelpreis verdient hätte, die er jedoch nur mit allerlei Verbeugungen und Verbiegungen vor Einstein der Öffentlichkeit vorstellen darf, der die Quantenphysik aus dem Bauch heraus eifrig bekämpft hatte, so wie er zuvor schon mit Newtons Dynamik nichts anzufangen wusste, hat man als Autist doch Panik vor allem Unkontrollierbaren wie dem Zufall, vor Wahrscheinlichkeiten und vor immanenten Kräften, deren Stärke sich erst in Wechselwirkungen erweist, weshalb Einstein selbst da kein Vorwurf zu machen ist. An Stelle ihm unheimlicher immanenter Kräfte und Ursachen setzte er auf eine berechenbare deterministische Lenkung von außen, die sich der Raumzeit bedient. "In der Allgemeinen Relativitätstheorie ist die Raumzeit ein physikalisches Objekt wie andere auch" (Ulf Borgeest, nach Jürgen Ehlers, in der Zeitschrift STERNE UND WELTRAUM, 2. Auflage). Der Philosoph Oswald Spengler empfand in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts das deterministische Weltbild der Physik als eine "Erscheinung des Hasses gegen die Mächte des Schicksals, des Unbegreiflichen" (DPG-Text). Einsteins vielgepriesenes physikalisches "Genie", das der Welt immer noch soviel Kopfzerbrechen bereitet, entpuppt sich so als ganz normaler autistischer Defekt, verbunden mit einer für Autisten nicht unüblichen Sonderbegabung im Mathematischen, sind sie doch sowieso auf Zahlen als etwas für sie Verlässliches fixiert. Und sein bekannter Humor war sein Ausweg, um mit dem von ihm durchaus gefühlten Defizit leben zu können. Er wünschte sich deshalb "dass wir uns selbst und die anderen nicht gar zu ernst nehmen; es führt zu einer Lebensauffassung, die auch besonders dem Humor sein Recht lässt." (Einstein, Mein Weltbild) Ach, würden es seine Jünger doch auch so halten und darin ihrem Meister folgen und locker bleiben.

"Macht was ihr wollt. Doch merkt euch dieses Wort:
Vernunft muß sich ein jeder selbst erwerben,
nur die Dummheit pflanzt sich gratis fort."
Erich Kästner

Das zuvor geschilderte massive Unverständnis der Bedingungen von Wissenschaft wäre bei einem einzelnen Menschen nicht weiter schlimm, denn immer wird es in jedem Fach solche Ausreißer geben. Aber wenn dies einer ganzen Gruppe von Menschen passiert, die sich noch dazu für die geistige Elite hält und jegliche Kritik an ihrer verqueren Auffassung seit 90 Jahren rücksichtslos unterdrückt - und dass im Namen der Wissenschaft! - dann ist dies entweder hochkriminell oder ein Abgrund jener "unendlichen Dummheit", die Einstein immer bei den Andersdenkenden sah, weil er als Autist deren Argumente nicht verstand, woran sich bei seinen Nachfolgern nichts geändert hat, die Einsteins Defekt offensichtlich sehr verinnerlicht haben, weshalb auch ihnen der gesunde Menschenverstand so verkehrt vorkommt. Weil es ihnen mangels seiner daher an Gegenargumenten fehlt, können sie - wie er - die Gegner seiner Theorie nur persönlich verunglimpfen, in der Hoffnung, sie unglaubwürdig zu machen, wie ich selber erfahren musste, - sich so demaskierend ihre Inkompetenz offenbarend, was sie in ihrer Betriebsblindheit jedoch wiederum selbst nicht bemerken. Zugleich wird derjenige, dem alles Geistige nur den Rang einer "hartnäckigen Illusion" hatte, der aber trotzdem doch zu gern die Gedanken Gottes gewusst hätte, um die Physik der Welt zu verstehen, von ihnen kulthaft und servil als großer Geistesheld gefeiert, der der Menschheit das Funktionieren das Universums erklärt hätte, obwohl er nichteinmal einen blassen Schimmer davon hatte, wie selbst eine von Menschen konstruierte Uhr funktioniert, was ihr Zweck ist und was messen heißt. Verkehrter geht's nicht! Wie aber können wir mit einer solchen entgleisten Elite von Fachlaien, die menschliches Verstehen um Jahrhunderte zurückkatapultiert haben, und das auch noch mit stolzgeschwellter Brust, die Zukunft meistern?! Man höre sich nur Harald Lesch im Fernsehen an*, der seit Jahren bei jeder sich bietenden Gelegenheit fast schon zwanghaft die Relativitätstheorie in höchsten Tönen preist und dabei ungewohnt nassforsch rein geistige Ordnungs- und Messgrößen als unbezweifelbare physikalische Objekte darstellt. Dazu passend spricht er gedankenlos stets von der Masse, die ja ein Maß der Trägheit von Materie ist, wo er eigentlich von der Materie sprechen müsste. Das Differenzieren, das die geistige Tätigkeit ausmacht, fällt eben auch ihm schwer. Sobald von Einstein und der Relativitätstheorie die Rede ist, sind auch die Klügsten gleich voll von der Rolle, haben doch beim Zerstören des gesunden Menschenverstandes Albert und seine Theorie ganze Arbeit geleistet. Hier ist an falscher Stelle Nachhaltigkeit garantiert. Nur gut für die von der Dummheit Betroffenen, dass sie ihnen selber nicht weh tut - uns anderen aber eben schon, weshalb wir nicht aufhören können, diesen Missstand anzuprangern, der ganz offensichtlich Verstand und Vernunft untergräbt mitsamt der auf verlässliche Größen beruhenden menschlichen Zivilisation. Dieser offensive Relativismus ist eine Kriegserklärung an alle, weil durch die Leugnung geistiger Werte jeder bis in sein innerstes Menschsein betroffen ist. "So viele von uns sorgen sich heute über das Aussterben unzähliger Arten, für das die westliche Welt verantwortlich ist. Doch kaum jemand bemerkt die außerordentlichste aller Bedrohungen: die Auslöschung allen Wissen über das, was wir sind." (Peter Kingsley in "Die Traumfahrt des Parmenides. Die mystischen Wurzeln der westlichen Zivilisation")

*Im Rahmen der sonntäglichen ZDF-Sendereihe TERRA X sprach der bekannte Wissenschaftserklärer Harald Lesch im Oktober 2012 von Potsdam aus (Sitz des Albert-Einstein-Instituts der MPG zur Gravitationsforschung) über "Die Zukunft des Universums", wobei er überraschenderweise mit keinem Wort Einstein und dessen Relativitätstheorie erwähnte, die er sonst immer überschwänglich zu preisen pflegte, dafür aber Isaak Newton richtig zitierte und ihn für seine wissenschaftlichen Leistungen für die Physik und für unser Weltbild gebührend lobte, was so eigentlich sonst nie passiert. Darüber hinaus nannte er die Quantenphysik "die bestbewiesene Theorie der Welt", während das sonst immer mit genau diesen Worten von der Relativitätstheorie behauptet wird. Sollte da inzwischen irgendwo ein Umdenken stattgefunden haben, um für die Zukunft der Physik gerüstet zu sein? Zeit und klug wäre es ja. (In danach folgenden Sendungen lobte er jedoch wieder Einstein über alles, über alles in der Welt, um zu zeigen, dass auch er nicht vom rechten Glauben abgekommen ist und er somit weiterhin moderieren darf.)

Es bleibt also die Frage: Wie kommt die auf Selbsterkenntnis beruhende Weisheit, auf welche die Menschheit im Angesicht ihrer drängenden Probleme immer mehr angewiesen ist, um nicht weiterhin selbstblind in die Welt hineinzuwirken, endlich in die Gehirne, wenn diese von ihr nichts mehr wissen wollen, weil ja alles sowieso so ist, wie es erscheint. Zur Erinnerung an das heutige Situation nocheinmal Max Born: "Damit ist die Rückkehr zu des PTOLEMÄUS Standpunkt der 'ruhenden Erde' ins Belieben gestellt." "Daher haben von EINSTEINS Standpunkt gesehen PTOLEMÄUS und KOPERNIKUS gleiches Recht..." Alles in der Physik wäre also nur eine Frage des Scheins, des "Beliebens" und der "Bequemlichkeit", wie es weiter heißt, und Sachverstand somit von Übel. Ja, für einen Kinematiker sind Erklärungen beliebig, weil er mangels Sachverstand (oder weil er ihn nicht benutzen darf) nichts von Sachen und ihren Ursachen weiß oder wissen darf und von der Rolle des Beobachters sowieso nichts und auch nichts von der Schwerkraft der Sonne, welche die Erde auf ihrer Bahn um sie hält, und der daher lieber von Raumwirkungen anstelle von physikalischen Wirkungen im Raum spricht, wie es überhaupt opportun ist, die (schmutzige) Sache Materie am besten gleich gar nicht erst zu erwähnen. Es genüge, wenn man alles berechnen kann (mathematische Physik). Dieses gewollte Unverständnis aber kann in seiner Entgeistigung und Sinnvernichtung doch nicht das Ziel einer hohe Ansprüche erhebenden und dem Steuerzahler teuer kommenden Wissenschaft sein, auch wenn es immer noch ihre Losung ist, die in unseren Tagen erst an ihren Rändern wegzubröckeln beginnt, während man im Gegenzug immer jüngere Schulkinder immer nachdrücklicher mit dem Relativismusvirus ihres gesunden Menschenverstandes zu berauben bemüht ist, um einen leicht zu lenkenden Menschentypus ohne Verstand und Sachverstand heranzuziehen, der auch den Politikern gelegen kommt, die ungeniert Steuergeschenke des hochverschuldeten Staates an die oberbayerische Hotellerie als "Wachstumsbeschleunigung" deklarieren. Da kann mit der Wachstumsbeschleunigung doch nur der Schuldenberg gemeint sein, den dann alle einmal abtragen müssen, was noch sehr schmerzlich werden wird.

Der Physiker Erhard Scheibe hat in seinem Buch von 2006 "Die Philosophie der Physiker" festgestellt, dass es in der "modern" sein wollenden Physik im Geiste Machs schicklich geworden ist, über die Kausalität die Nase zu rümpfen und so zu tun, als käme sie in ihr nicht mehr vor (S. 210), so dass die Frage auftaucht, ob es dann nicht der Zeit wäre, alle Physiker aus Gutachtergremien, die für die Gesellschaft Ursachenforschung betreiben sollen, z.B. zum Waldsterben, zum Ozonloch, zum Klimawandel, zur Reaktorsicherheit, zur Luftverschmutzung usw., wegen Inkompetenz (fehlenden Sachverstand) zu entfernen und vielleicht überhaupt die Forschungsmittel der Physik radikal zu kürzen. Das würde aber auch jene echten Forscher treffen, die für sich immer noch still bemüht sind, ihren Forschungsgegenstand geistig zu durchdringen, was ihnen von den Theoretikern mit ihren falschen Vorgaben jedoch nicht leicht gemacht wird. (s. hierzu z.B. Zeilinger auf (I/B13)

Ein geisteswissenschaftliches Pendant zur mathematischen Physik ist die zur gleichen Zeit aufblühende analytische Philosophie, die sich nur mit den gesprochenen Sätzen als solchen und mit Sprachspielen befasst wie z.B. bei Wittgenstein, aber nicht mehr mit dem Inhalt und dem Sinn des Gesagten, die zum Verstehen ja den Geist erfordern, den man verleugnet. Für sie macht es keinen Unterschied ob man sagt, dass der Hund mit dem Schwanz wedelt oder der Schwanz mit dem Hund, weshalb es besser wäre, gleich ursachenfrei zu sagen "es wedelt", (in der Kosmologie dann: "es kreist") so auch hier den Menschen vom Weltverständnis abschneidend. Diese mit dem Neupositivismus beginnende postmoderne Beliebigkeit untergräbt alles, was Naturwissenschaftler in Jahrhunderten an Aufklärung herausgefunden haben, so dass uns die neue Hinwendung zum Glauben nicht zu wundern braucht, zu der auch der Glaube an Einstein als einen neuen Messias gehört, der aber selbst alle Autoritäten hasste und der sich am Ende des Lebens von Zweifeln geplagt fragte, "ob ich überhaupt auf dem rechten Wege bin," denn "da ist kein einziger Begriff, von dem ich überzeugt wäre, dass er standhalten wird." (Brief an Solovine anlässlich dessen Schreibens zu Einsteins 70. Geburtstag) - "Die Physik ist leichtfertiger als jede andere Naturwissenschaft." "Gefährlich ist, dass wir heute zunehmend auf Glauben angewiesen sind." (Alexander Unzicker, Vom Urknall zum Durchknall) - s. auch auf (III/6) "Ein Fazit kritischer Buchbesprechungen" - das zeigt, dass Widersprüche nicht nur in der Physik systematisch angelegt sind.

©HILLE 2010-2014


Kommentar

"Eine den Geist verachtende Welt wird real geistlos."
Graf Hermann Keyserling (1880-1946), Kulturphilosoph, ein Zeitgenosse Albert Einsteins (1879-1955)

"Nichts ist schädlicher einer guten Einsicht in die Cultur,
als den Genius und sonst nichts gelten zu lassen.
Das ist eine subversive Denkart, bei der alles Arbeiten für die Cultur aufhören muß."
Friedrich Nietzsche (1844-1900) - aus seinem Nachlass Frühling-Sommer 1878

"Was wir heute erleben,
ist nicht der Untergang des Abendlandes,
sondern das ehemalige Abendland nach dem Untergang."

Horst Schneider

Aller geistige Niedergang zeigt sich zuerst am falschen Gebrauch der Begriffe.

Wo eine Rolle des Beobachters (nicht nur) beim Forschen bestritten wird,
wird damit überhaupt die Eigenständigkeit des Geistigen bestritten
und damit alles, was das besondere Menschsein ausmacht.
Daher verglich Popper menschliches Forschen mit den Probierbewegungen von Amöben
und lies ihn für "objektive Erkenntnis" schwärmen!
Hier zeigt sich der ganze Abgrund der Geistfeindlichkeit!
(Das hinderte ihn aber nicht, für einen "Kritischen Rationalismus" zu plädieren!)

Dazu nocheinmal Paulina Borsook zum Autismus:
"Autismus ist die Unfähigkeit etwas einen Wert zu geben, das man nicht messen kann."
- und ebenso nicht berechnen kann.

"Dumme Menschen verursachen mehr Unheil als böse."
Günther Faust  (s. L10)

"Relativisten sind unbestechlich – sie nehmen nicht einmal Vernunft an."
Horst Schneider
Vernunft langweilt. Das Krankhafte fasziniert.
Wozu Vernunft? Sie haben doch Einstein, der ihnen die Ideen vorgab.
Und wie kam Einstein zu seinen Ideen? "Ich habe die Gesetzlichkeiten der Welt auf wild spekulativem Weg zu erhaschen versucht." (1944 in einem Brief an Max Born)
Warum glaubt man ihm denn nicht?

Um keine Verantwortung für seine Ideen übernehmen zu müssen, denn er wusste nicht, wo sie herkamen, deklarierte er sie "als Standpunkte Gottes".
Dazu der öster.-israel. Schriftsteller Max Brod, der Einstein in seiner Prager Zeit in einem jüdischen Intellektuellen-Salon kennengelernt hatte: "Der größere wichtigere Teil seines Lebens spielte sich unbewußt ab und zwar im wahrsten Sinne des Wortes unzugänglich für andere wie für ihn selbst." Absicht dürfe ihm dabei aber nicht unterstellt werden, war er doch "im strengsten Sinne des Wortes: unzurechnungsfähig, unverantwortlich für all das, was er tat." (aus Neffe "Einstein") Ein "Genie", das zudem "noch jenseits der 40 von seiner Frau gefüttert werden musste". (aus Neffe "Einstein")
      Und das ist der Liebling und der Kronzeuge vieler Physiker! Oh Wissenschaft, verhülle dein Haupt!

"Gleichzeitig haben Sie die „wichtigsten Folgen“ der Allgemeinen Relativitätstheorie skizziert, die einerseits so neu gar nicht sind, andererseits für unser aller Leben so gut wie keine Bedeutung haben. Da ist es um die Elektrodynamik und die Quantenmechanik schon anders bestellt, doch wir feiern kein Coulomb, Oersted, Ampère, Faraday, Weber, Maxwell, Hertz-Jahr und Bohr, de Broglie, Schrödinger, Heisenberg, Born, Pauli und zahllose andere bedeutende Wissenschaftler sind dem Laien meist gänzlich unbekannt, obwohl auf deren geduldiger Forschungsarbeit unser modernes Leben fußt. Eine Ausnahme ist Hawking, der durch sein tragisches Erscheinungsbild die esoterische Kosmologie ähnlich wie Einstein belebt." (Wolfgang Engelhardt in einem Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung zum Mythos Einstein, s. Feedbacks/Links "Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie")
      Zu den zu Unrecht Vergessenen zählt z.B. auch Karl Ferdinand Braun (1850 - 1918), der Erfinder der nicht nur für das Fernsehen wichtigen Braun'schen Röhre, der zusammen mit dem Italiener Guglielmo Marconi als Anerkennung ihrer Verdienste um die Entwicklung der drahtlosen Telegrafie 1909 den Nobelpreis für Physik erhielt. Niemand feiert diese stillen Helden des Geistes, welche die Voraussetzungen unserer Zivilisation schufen, während der Einstein'sche Schwachsinn Tag für Tag in den Medien und auf Lehrstühlen bejubelt wird. Schon Theodor Fontane (1819 - 1898) beklagte: "Wir stecken bereits tief in der Dekadenz; das Sensationelle gilt, und nur einem strömt die Menge noch begeisterter zu, dem baren Unsinn."

Zitat aus dem Internet:
"Wissenschaftliche Aktivitäten können genauso fanatisch sein wie religiöse. Wissenschaftliche Gruppen können selbst religiöse Monopole "orthodoxer Wissenschaft" sein. Einsteins Idee von Raum und Zeit kann selbst zu einer heiligen Schrift werden, genauso wie die Schriften von Aristoteles, die im Mittelalter von den orthodoxen Kräften in Dogmen umgewandelt wurden, um alle neuen Ideen zu unterdrücken." Zu diesem Fanatismus gehört auch der Paradigmenwechsel von 1905, der Einsteins Ideen als "richtig" voraussetzt, weshalb nur noch nach ihrer Bestätigung gesucht werden darf (s. (I/B16) "Ausreden ohne Ende?").

Die anonymen Einsteinfreunde, bei denen ich das Zitat über den gesunden Menschenverstand als eine Sammlung von Vorurteilen fand, sind auf dessen Verachtung auch noch mächtig stolz und können das Zitat daher gar nicht oft genug wiederholen. Ihre Verkehrtheit geht so weit, dass sie jeden, der diesen gesunden Menschenverstande anmahnt, zumindest für geistig angekränkelt (sie nennen sie "cranks") bis verrückt halten und ihn aus ihrer Deckung heraus mit Häme überschütten. Dabei sind sie es doch, denen durch den Relativismusvirus wichtige Gehirnregionen so gründlich abgeschaltet wurden, dass sie in ihrer geistigen Blindheit mit ihrem Unverstand auch noch prahlen. Und mit dem Sachverstand ging dabei gleich auch noch der Anstand verloren, weil bei ihnen - wie schon in der Relativitätstheorie - das Menschliche nichts zählt. Aber es ist auch klar, dass es um eine Theorie nicht zum Besten bestellt sein kann, die solche anonymen Verleumder wie esowatch.com (seit 2012 psiram.com) nötig hat. Doch es soll noch schlimmere geben, die blinden Hass auf Kritiker der Einsteinschen Theorie pflegen, der leicht den Volksverhetzungsparagraphen erfüllen würde, weshalb sie ja im Dunkeln bleiben. Dabei merken sie gar nicht, dass ihre Pamphlete und ihr Verhalten allein schon der beste Beweis dafür sind, wie wenig das, was sie meinen verteidigen zu müssen, noch mit ehrlicher Wissenschaft zu tun hat. "Wann immer sich Menschen mit einem starken gemeinsamen Glaubenssystem zusammenschließen, tritt meistens das Schlechteste zutage." (Jaron Lanier, Computerpionier über Mobbing im Netz, SPIEGEL 4/2010) Alles Geistige und dessen Setzungen leugnend, gibt es für Relativisten keine festen und verbindlichen Werte, Größen, Normen, Gesetze und Konventionen und somit auch keine Verantwortung für alles Wahrnehmen, Denken, Reden und Tun. Einsteins unkonventionelles Auftreten ist das beste Beispiel dafür, denn es war nicht Ausdruck seiner geistigen Überlegenheit, wie man immer meint, sondern seiner Unfähigkeit, den für das Gemeinschaftsleben wichtigen Wert von Konventionen zu erkennen. Außerdem spielte er mit seiner Narrenfreiheit und genoss sie. Relativisten sind überzeugt: "Gesunder Menschenverstand ist eine Sammlung von Vorurteilen." Vernunftresistenz ist so Programm. Für sie ist alles materiell, relativ und beliebig. Eine ganz und gar kulturlose und zutiefst inhumane Sicht. Entsprechend anarchisch und zügellos ist ihr Verhalten. Trotz der Ablehnung des "gesunden Menschenverstandes" wird von ihnen aber sofort ein biederer Hausverstand bemüht, der sich was "nicht vorstellen kann", wenn es gilt erwiesene aber unerwünschte instantane Wirkungen beim Tunneln und bei Verschränkungen ("spukhafte Fernwirkungen") in Abrede zu stellen. Man will ja partout nicht klüger werden. Daher halten sie ihnen widersprechende Ergebnisse und Sichtweisen unbesehen für "Hypothesen, die niemand braucht", wie das auch Einstein so hielt. Wenn es diese mafiöse weltweit gut funktionierende Community nicht gäbe würde ich einfach annehmen, dass es "nur" das Fehlen von Sachverstand ist, was ratlose Physiker auf Einsteins Pseudoerklärungen so angewiesen macht, was aber auch schon schlimm genug wäre. Doch es steckt eben mehr dahinter. Einstein ist ihnen nur Schutzschild und Schutzpatron ihrer geheimen Ideologie. Und er wirkt mit seiner Bestreitung der Beobachterrolle auch bei Gehirnforschern und Soziologen weiter, welche die Freiheit des menschlichen Willens in Abrede stellen, weil es ja angeblich keine Rolle des Beobachters, also seines Geistes gibt, und sie den Menschen daher für nichts in der Verantwortung sehen, ist er doch nach Auffassung Einsteins nur ein Stein unter Steinen, ein Ein-Stein eben wie er selbst. - Ich habe es lange nicht für möglich gehalten, dass jemand z.B. Zeit und Uhr nicht unterscheiden kann oder nicht weiß, wodurch eine Grenzgeschwindigkeit entsteht, noch dazu wenn derjenige studiert hat, hatte es eher für eine ideologische Verweigerung gehalten. Aber dann musste ich feststellen, dass auch viele Gegner der Relativitätstheorie dazu einfach nicht fähig sind, so dass es sich hier eher um einen allgemeinen Bildungsnotstand handelt, wahrscheinlich unter dem Einfluss von Naturwissenschaftlern, ist doch vielen von ihnen jede erkenntnistheoretische Überlegung schon ein Verrat am Materialismus, der nichts von einer eigenständigen Rolle des Geistigen wissen will, weshalb erkenntniskritische Überlegungen nicht opportun sind. Daher ist es kein Wunder, dass man selbst in der deutschen Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig im 125. Jahr ihres Bestehens das Maß des Messens (die Zeit als das Maß der Dauer), für das zu Messende hält, als könnte man ohne Maßvorgaben messen. So blöd war die Menschheit noch nie. In allen Kulturen rund um den Globus und zu allen Zeiten hat man gewusst, dass Messgrößen und ihre Einheiten vom Menschen zweckmäßig gesetzt und hoheitlich verordnet werden müssen, um Handel, Technik und Baukunst zu ermöglichen, während Physiker heute quasi mit der Uhr in der Hand durch die Labore laufen oder sich mit Atomuhren in Flugzeuge setzen, um "die wahre Systemzeit" zu messen. Das sind weit mehr als nur Schildbürgerstreiche. Das ist purer Unverstand! Doch wohin steuert eine hochtechnisierte Gesellschaft, wenn selbst ihrer Intelligenz nicht nur jedes Grundverständnis für wissenschaftliches Denken abgeht, sondern wenn sie es auch noch massiv unterdrückt und bekämpft? Die Folge ist, dass wirklich intelligente Studenten mit Ehrgeiz sich anderen Aufgabenbereichen zuwenden und sich so der Fachkräftemangel in den naturwissenschaftlichen und Ingenieurdisziplinen mehr und mehr verstärkt, weshalb auf Dauer "ganze Industriezweige in Deutschland verschwinden werden" (DPG-Präsident Litfin, Nobelpreisträger Laughlin aber auch die Bundesregierung - s. (I/B11a) unter diesem Titel). Ja, diese Zivilisation wird überhaupt verschwinden, wenn von ihren Eliten weiterhin Sachverstand verachtet und unterdrückt und der Eigenwert des Geistigen geleugnet wird. Und da wollen wir in Unkenntnis der Ursache dieser Verblödung und Inhumanisierung ewig so weiter machen und sogar die Jugend damit mehr und mehr infiltrieren, um sie vermeintlich für die Wissenschaft zu begeistern? Jetzt gibt es sogar ein Buch von Peter Tille "Albert Einstein und die Relativitätstheorie für Vorschulkinder"! Die Relativitätstheorie also plötzlich kinderleicht, wo sie doch bisher selbst den studierten Fachleuten als schwerverständlich galt, weil sie die Konstanten leugnet, auf denen menschliches Verstehen beruht? Eine in Mathematik begabte Zwölfjährige ist schon so weit, dass sie uns "demnächst die Relativitätstheorie erklären wird" (endlich gelingt das jemand!), wie eine stolze Schulbehörde in NRW verlauten lässt, wo aber bald vormalige Vorschulkinder bereits bei ihrer Einschulung sie ihrer neuen "Tante" erklären können sollen, ebenso wie jetzt bereits den Umgang mit PC und Internet. Dazu passend die Trickserie für Kleinkinder "Disneys kleine Einsteins" auf S-RTL, wo auch schon mal eine Lokomotive ohne Schienen durch die Wüste und über Sanddünen fährt - Einstein macht's möglich. Sogar Einsteins Hund kann jetzt in Sachen RT mitreden, wie 2013 ein neues Buch vermeldet. Es gibt nichts, was einen Einsteinianer hemmen könnte, nachdem er sich vom gesunden Menschenverstand verabschiedet hat. Pseudowissen ohne Weisheit, dabei wäre aber gerade die aus dem Selbstverständnis kommende Weisheit das Allerwichtigste, was wir brauchen, um verständige sozialverantwortliche Menschen sein zu können und uns das Überleben zu sichern - denn dazu haben wir ja den Verstand. Es wäre schon viel erreicht, wenn Schüler bei Schulabschluss als ein gutes Beispiel für rationales Denken Newtons Kriterien gebende Axiome wirklich verstünden (s. u.a. meinen DPG-Vortrag von 2007 auf ZEIT UND SEIN "Newtons Philosophie der Physik - zeitlos!") So wie man zuerst definierte Maße braucht, um messen zu können, so braucht man zuerst solide Kriterien, um urteilen zu können, will man nicht nur unkritisch Meinungen pflegen. Wer aber soll sie Newtons Weisheit lehren, wenn die Didaktiker der Physik nur auf Einstein getrimmt werden? Ist nach dem Untergang der Denkkultur da auch der reale Untergang unvermeidlich? Die es besser wissen, müssen ja schweigen, um nicht für geisteskrank erklärt und aus ihren Ämtern gemobbt zu werden. Aber vielleicht hilft uns in der größten Not einmal der aus dem Selbstbehauptungswillen kommende Pragmatismus der Chinesen oder anderer Asiaten, der sich über Ideologien hinwegsetzt, ist der Westen dazu doch bereits zu dekadent. - Weil mir erst jetzt immer mehr klar wurde, dass viele Zeitgenossen einfach unfähig sind, Schein und Sein und damit Geistiges und Reales, z.B. Zeit und Uhr oder Masse und Materie zu unterscheiden, dass also bei der schweigenden Mehrheit oft weniger das Fehlen eines guten Willens vorliegt dieses zu tun, habe ich Anfang 2010 diesen Text doch noch geschrieben, obwohl ich Ende 2009 meine Homepage für abgeschlossen hielt. Und erst jetzt habe ich erkannt, warum seit langem in der Physik anstelle von Sachbegriffen so hartnäckig Mess- und Rechengrößen verwendet werden: eine echte Sachbetrachtung ist einfach nicht mehr opportun, Hauptsache man glaubt alles berechnen zu können ohne es auch noch verstehen zu müssen, will man doch im Sinne von Mach sich aus Denkökonomie völlig geschichtslos das Denken so einfach wie möglich und leicht konsumierbar machen - was dann jedoch die Probleme erst schafft, mit denen man sich seitdem herumschlägt. Doch der Weg des Geistes ist die Unterscheidung, die eben nicht ohne Mühe ist. Sie ist es, die die Menschheit aus dumpfer Verständnislosigkeit zu geistiger Klarheit geführt hat, die aber auch wieder verloren gehen kann, wenn man sie nicht pflegt. Aber nicht so sehr dass man eine Scheinphysik pflegt ist problematisch, sie kann ja durchaus instrumentalistisch eingesetzt werden und wird es auch, sondern dass man ihren Modellcharakter als solchen nicht wahrnimmt, denn dazu müsste man ja gedanklich Schein und Sein ebenso wie benutzte Messgrößen und Objekte der Forschung unterscheiden können. Unter Berufung auf Einsteins unverstandenes "Genie", das alles entschuldigt, bedient man sich gedankenlos eines eingeübten Jargons, ohne zu wissen was das ist, über das man redet. Alles bleibt im nebulösen Unbestimmten, was eben nicht nur den Untergang der abendländischen Denk- sondern auch der abendländischen Sprechkultur einschließlich des zivilisierten Umgangs mit Andersdenkenden ausmacht - eine neue geistige Barbarei, die Nietzsche kommen sah, wenn nur noch das Wort eines "Genius und sonst nichts" gilt, was menschlicher Geist bisher an weisen Einsichten herausgefunden hat: "Das ist eine subversive Denkart, bei der alles Arbeiten für die Cultur aufhören muß." Ersparte Gedanken bringen eben keine Zinsen. - Die nachfolgende metako(s)mische Sicht einer Frau auf traumwandelnde Physiker tut bei all dem hier aufgezeigten geistigen Elend in deren Fach hoffentlich nicht nur mir da richtig gut. Wenn wir schon wegen der mit vielen Steuergeldern aufgepäppelten bornierten Blödleute zum geistigen oder gar realen Untergang verdammt sind, weil wir durch die auferlegte Selbstblindheit mit unserem Denken, Reden und Tun immer zerstörerischer in die Welt hineinwirken, dann doch wenigstens mit einem Lächeln. - Zuvor und zur Einstimmung noch Tragisches aus unserer Zeit:

Professor in der Klausur: "Student Müller, kennen Sie Newtons Axiome?" Student: "Herr Professor! Heute früh habe ich sie noch alle gekannt. Ganz bestimmt! Aber jetzt habe ich sie leider vergessen." Professor: "Verdammt, da hat nun endlich mal einer Newtons Axiome gekannt und jetzt hat auch er sie vergessen!"

Geheimnisvoller Kosmos:
Eine Frage bewegt mich: Fliehen uns die Galaxien erst seit Einsteins Relativitätstheorien hier als höchste Weisheit gelten oder taten sie das schon immer?

Da gebe ich Einstein Recht: ohne Humor ist Physik heute nur schwer zu ertragen.

25.06.2013 "Geheimnisvoller Kosmos" neu; 27./28.10.2013 Nachträge zum Fachlaien; 21.11.2013, 02.01.2014 u. 14.08.2014 einige Ergänzungen, Okt. 2014 Lesch im Kästchen; 11.03.2015 Zitat Kästner; 10.11.2015 Zitat Engelhardt; 21.11.2015 anschließend Hinweis auf Karl Ferdinand Braun; 23.06.2016 Hinweis auf den Paradigmenwechsel von 1905


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