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WissensTest zu III. - Fragen und Antworten zur Evolution


Was halten Sie für richtig?
Antworten Sie zuerst spontan und dann nochmal nach einigem Nachdenken
    Frage 1:
    Ist die Evolution
  • a) das Ergebnis von Naturgesetzen?
  • b) oder bringt sie ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten hervor?
    Frage 2:
    Ist der Artenwandel
  • a) eine Folge der Anpassung?
  • b) oder ist er eine Folge genetischer Verzweigung?
    Frage 3:
    Was sorgt stärker für die Auslese
  • a) die Ressourcen eines Biotops?
  • b) oder die Ressourcen des Immunsystems?
    Frage 4:
    Ist der aufrechte Gang des Menschen
  • a) eine Folge des Menschseins?
  • b) oder die entscheidende Voraussetzung des Menschseins?
    Frage 5:
    Ist der Mensch
  • a) ein "nackter Affe" (Desmond Morris)?
  • b) oder hat er nackt aufgehört, ein Affe zu sein?

meine Antworten zu den Testfragen

    zu Frage 1:
  • b) Die Evolution ist ein selbstschöpferischer Prozess, basierend auf der Affinität der Materie. Sie kann m.E. am besten durch "Emergenz" beschrieben werden, d.h. durch das Auftauchen neuer Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten, wenn sich 2 oder mehr Komponenten zu einer neuen Einheit verbinden. So kann "Leben" nicht durch die chemischen und physikalischen Bestandteile von Lebewesen erklärt werden, denn es ist ja etwas Neues, über die bloße Materie Hinausgehendes entstanden, das sich von selbst durchhält. Leben ist eine sich selbst reproduzierende Organisation von Materie.
    zu Frage 2:
  • b) Mit der Vokabel "Anpassung" beschreibt der menschliche Beobachter das Ergebnis der Auslese - von seinem eigenen anpasserischen Verhalten auf das der Natur schließend. Doch biologisch ist der Artenwandel die Folge genetischer Verzweigung. Wenn wir uns so wenig Mühe geben, die Dinge sachlich richtig zu benennen, brauchen wir uns auch nicht zu wundern, dass wir sie - trotz eines immensen Wissens - so wenig verstehen!
    zu Frage 3:
  • b) Das Biotop können viele Arten wechseln oder sie haben die Fähigkeit, Zeiten der Dürre und Kälte zu überstehen. Da sie aber selbst ein Biotop für Parasiten und Krankmacher sind, der sie sich in jeder Minute erwehren müssen, kann die Wichtigkeit des individuellen Immunsystems gar nicht überschätzt werden. Ich habe daher den Begriff "Immunotyp" vorgeschlagen, neben "Geno-" und "Phänotyp", damit der lebensentscheidenden Funktion des Immunsystems und seinen individuellen Ausformungen mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.
    zu Frage 4:
  • b) Der Vormensch Australopithecus war eine affenähnliche Kreatur mit kleinem Hirn, die aufrecht ging. Dadurch konnte (musste aber nicht!) sich die Feinfühligkeit der Hand weiter entwickeln und mit ihr die mit ihr korrespondierenden Areale des Gehirns.

Haben Sie es wirklich gewusst? Und haben Sie es auch richtig beschrieben? Vielleicht haben Sie bemerkt, wie falsch unsere Alltagsredewendungen sein können und wie groß unsere eigene Rolle als Beobachter in allen Beschreibungen ist. Wer sich mit der Sprache keine Mühe gibt, weil er nicht nachdenkt, wird auch die Sache, über die er sprechen möchte, nicht richtig verstehen und sie dadurch auch nicht richtig beschreiben können. Das ist der Ursprung der meisten Probleme, die wir auch in der Wissenschaft haben. Wenn Sie Antworten von mir für falsch halten, lassen Sie mich bitte Ihre Gründe wissen. Ich lerne gern dazu.

WissensTest zu I.

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