Der Autor stellt sich vor    (Rubriken nach den Bildern und Frames)


Ich sehe mich als Spezialist für das Grundsätzliche und als Universalist für das Allgemeine
Foto: Wolf-Jürgen Weber / Unitarier EUT2017

in memoriam
Foto Foto-Atelier Listl, München

  Diese Seite ist meiner heute vor 30 Jahren leider viel zu früh verstorbenen Frau Erika Hille, geb. Oexl, Jahrgg. 1928, gewidmet.  
Heilbronn, den 15. November 2006

Es war der Totensonntag 1976.
Nach dem Besuch meiner krebskranken Frau im Krankenhaus
hörte ich auf der Rückfahrt im Autoradio das bekannte Lied:
"Ich hat' einen Kameraden, einen bess'ren find'st du nicht..."
Da wusste ich, dass ich sie verloren habe.
Als ich am Montag von der Arbeit heimkam ging das Telefon
und man sagte mir, dass sie am Nachmittag gestorben ist.

Fast heiter bist Du von uns gegangen,
trotz Deines schweren Schicksals.
Blicke ich zum nächtlichen Winterhimmel empor,
denke ich:
Du bist jetzt da oben - auf dem Sirius
und blickst liebevoll zu uns herunter.
Warum sonst würde der Stern so hell mir leuchten?
- Heute war mir, als hörte ich deine liebe Stimme. -

Am 21. Februar 2011 ist nun auch ihr Sohn aus erster Ehe, Walter Reuß, Jahrgang 1946, verstorben,*
der seit seinem 7. Lebensjahr zu meiner Familie gehörte.
Er hat bis zum Schluss niemand wissen lassen, wie krank er ist.
Auch seiner gedenke ich hier.
*Jugendbilder von ihm s. (L18), ein Erlebnis mit seinem Vater s. (L21) vorletzter Text

Als freier Autor lebe ich seit 2000 in Heilbronn. Vorher wohnte ich 50 Jahre in München. Schwerpunkt meiner Arbeit sind erkenntniskritische Studien. Ich bin seit 1995 Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. (DPG) und war Gründungsmitglied und lange im Vorstand der Gesellschaft für kritische Philosophie (GKP), Nürnberg, die in ihrer Zeitschrift "Aufklärung und Kritik" 14 Arbeiten von mir veröffentlichte. Von 1955 bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1984 war ich Mitglied der Keyserling Gesellschaft für Philosophie. Als Mitglied der DPG legte ich seit 1995 auf Physikertagungen der DPG vor verschiedenen Fachverbänden grundlegende Gedanken zur physikalischen Forschung dar. Auf der DPG-Tagung in Berlin zum Einsteinjahr 2005 war ich als Mitglied des neu gegründeten AK Phil (Arbeitskreis Philosophie der Physik) mit 3 Vorträgen und auf 2 Postersitzungen vertreten. Die Liste aller Vorträge und Veröffentlichungen ist über das Menue "Publikat./Vorträge" (im 3. Block) und über einen Link am Ende dieser Seite zu erreichen. Die DPG-Tagungsbeiträge von 2005 - 2009, 2017, 2018 und 2019 (2) sind auf meiner Website ZEIT UND SEIN dokumentiert, ferner auch meine Vorträge vor dem Institut für Neue Medien in Frankfurt am Main von 2005 und 2006 und meine 2 Workshops auf einer internationalen Tagung der Unitarier 2017 in Neu-Ulm. Seit Dezember 2002 bin ich der Bitte von Frau Blanken (jetzt Sandforth-Blanken) nachgekommen, für ihre Internetseite "Geschenke aus den Museen der Welt" (www.museumsart.de) eine monatliche philosophische Sentenz zu schreiben (Dokumentation auf ZEIT UND SEIN mit eigenem Index). - Die Wiedergabe meiner Texte im Internet steht in der Absicht des Autors, eine Diskussion der Gedanken zu fördern (inzwischen auf einem guten Weg - s. im Menue "Besucher/Länder" sowie "Feedbacks/Links") und um aus der hoffentlich ebenso zahlreichen wie sachlichen Kritik zu lernen.

Als Anlage zu dieser Homepage gibt es Gedichte des Autors und seiner Familie mit Computergrafiken von Elfriede Regenermel, ferner Reportagen zur Archäologie und Geologie und vieles andere - über "L. Literarisches u.a." im Menue gegen Ende des 2. Blocks. (inzwischen rein zahlenmäßig die größte Themensparte)
Die Würdigung des Autors durch den Philosophen Dr. Joachim Koch (philosophers-today) finden Sie hier.

Foto H.Hille, großes Wandbild von Peter Hille
Arbeitsplatz des Autors in Heilbronn: das Equipment 2018

ehemaliger Arbeitsplatz in München mit Autoren

Münchner Fensterblicke dazu

Helmut - Bilder eines Lebens


anschließend finden Sie noch folgende Rubriken:
>>  So vor mich hin gesprochen
 -  Unphilosophische Anmerkungen zu aktuellen Themen  -  Harmlos, aber nicht ganz humorlos  <<
Titanic ist immer und überall  -  Schwaben und ihr Wein  -  Einstein, der Uri Geller des Raumes  -  Die Scherz-Ecke

So vor mich hin gesprochen
vorwiegend Aphorismen    neuerer Eintrag
einzig auf der Autorenseite zu findende Personen bzw. Autoren stehen nicht im Personenverzeichnis

-  Was wir denken und lehren ist ein Spiegel unserer Gesinnung  -

Irrtum und Wahrheit

Mein Weg

  • Es ist mein Bestreben, Zusammenhänge so einfach darzustellen, wie sie sind.

  • Meine Kritik ist weder zufällig noch punktuell.

  • Ich habe einen Hunger nach Argumenten.

  • Ich schreibe nur, wenn es mir Freude bereitet und folge so meinem inneren Licht - doch immer wieder zeigt sich, dass meine Gedanken auch hochaktuell sind.

  • Bei mir wird man nur wenig Philosophie als Philosophiegeschichte finden. Ich denke noch selbst.

  • Ich versuche nicht, etwas zu erklären, sondern es zu klären.

  • Nur Menschen mit echten Einsichten sind geistig mündig und stehen nicht in der Gefahr, von anderen manipuliert zu werden.

  • Seitdem ich 1996 "Parmenides im Klartext" geschrieben habe (II/5a), sollte mich kein philosophisches Problem mehr schrecken - s. z.B. meine Habermasrezension auf (III/4).
Was es zu beachten gilt

Die drei großen R, ohne die Wissenschaft und Philosophie nicht gelingen kann: Redlichkeit, Realitätssinn und Rationalität.

Die drei großen Z, welche für die unbelebte Natur keine Bedeutung haben: Zeit, Zahl und Ziele.

Meine drei großen Hoffnungen:

  • Meine Homepage enthält viele "Links". Ich hoffe, dass sie mehr und mehr zum Missing Link zwischen Philosophie und Wissenschaft wird.

  • Ich hoffe ferner, dass meine beiden Homepages halten, was man sich im Internet an Aufklärung verspricht.

  • Doch hoffe ich auch, dass die Philosophie nie zu einem Teil der alles zu Zwecken des Menschen vereinnahmenden Wissenschaft wird, als eine weitere Vereinnahmung, sondern ihr Widerpart bleibt: eine Mahnung, den Gegenständen der Erkenntnis sich selbstlos in Respekt und Liebe zu nähern - aus Liebe zur Weisheit eben und nicht aus Liebe am Nutzen der Dinge. Die Liebe zur Weisheit ist es, die den Menschen intellektuell aus dem Tierreich heraushebt und die seine Würde ausmacht. Lassen wir uns beides - Weisheit und Würde - niemals nehmen!

Definitionen philosophischen Tuns
als Ausdruck der Liebe zur Weisheit, wie sie sich in Kontexten ergaben:

  • Das Gehirn weiß objektiv nichts. Aber es weiß sich zu helfen. Und der Weise weiß eben dieses. So der Wissensillusion ledig, fängt er an zu verstehen.

  • Dem Humanum durch ungeschönte Wahrheiten Platz zu schaffen, sollte das erste Anliegen der Philosophen sein.

  • Jeder dogmatische Standpunkt macht die Menschen nur dumm und unehrlich und die Mächtigen dazu gewalttätig. Aufklärung heißt, der Dummheit schaden zu wollen.

  • Wer glaubt, ohne Kriterien urteilen zu können, kennt nur seine Kriterien nicht.

  • "Jeder Physiker hat eine Philosophie, und wer behauptet, keine zu haben, hat in der Regel eine besonders schlechte." (C.F.v. Weizsäcker)

  • Vor-Urteile bewusst zu machen und sie nach Prinzipien der Vernunft zu prüfen, ist die Aufgabe des Philosophen.

  • Ein durch Vernunftkriterien abgesichertes Wissen wäre für mich ein weises Wissen. So ist nicht zufällig die Philosophie die Liebe zur Weisheit. Und ihr Quell ist das Wissen um das eigene Nichtwissen. Es ist nicht das Ende, sondern der Anfang der Weisheit.

  • Niels Bohr sagte: "Wir müssen lernen, dass wir im Spiel des Lebens Zuschauer und Schauspieler zugleich sind." Nur so wandeln wir uns von Toren zu Weisen. Und um genau das geht es der Philosophie. Oder sollte es ihr gehen.

  • Diese Einsicht ist überhaupt nicht neu sondern geradezu der Impetus allen Philosophierens, sagte doch schon Laotse: "Andere erkennen ist klug, sich selber erkennen ist weise".

  • Und die je eigene Kompetenz und Arbeitsweise des Geistes zu erkennen und zu nutzen ist Aufgabe einer der Selbstfindung des Geistes dienenden Philosophia perennis - einer immerwährenden Philosophie.

  • Weder kann Wissen ohne Weisheit, noch Weisheit ohne Wissen gelingen. Daher kommt es darauf an, beide zusammenzuführen und zu einem intelligenten Umgang mit Nichtwissen und menschlicher Subjektivität zu kommen.

  • Von einem Vernunftwesen mehr als vernünftige Wahrheiten zu erwarten ist unvernünftig.

  • Wer sein Verstehen nicht versteht, versteht letztlich gar nichts.

  • Wer Selbst-Verständliches nicht versteht, hat keinen Verstand.
    So auch jemand der erklärt haben will, warum ohne Ursache nichts geschieht
    oder warum unbelebte Körper ohne jede weitere Ursache in ihren Zustand verharren.

  • So wie Newton einst mit selbst-verständlichen Axiomen begann, versuche ich, ebenfalls mit Selbst-Verständlichem beginnend, mich dem verständigen Leser verständlich zu machen.

  • Die Ursache eines Problems zu erkennen, ist dessen Ende. Wer "Erklärungen" benötigt, hat versäumt etwas zu klären.
Bewusstsein und Realität

  • Bei Sachverhalten gehe ich nicht von "Vorstellungen" aus und versuche sie zu vermitteln, sondern beschreibe, wie die Sache sich mir stellt, wenn ich mir ihr möglichst offen zu nähern versuche. Dabei ist es manchmal nötig, sie aus verschiedenen Richtungen anzugehen, um ein schärferes Bild von ihr zu gewinnen.

  • Dabei weiß ich heute: Selbst sogenannter "Sachverhalte" werde ich mir nur durch Urteile bewusst, die auf meinem Wissen und meinen Meinungen beruhen. Wenn ich zu registrieren vermeine, mein Gegenüber ist ein Mensch oder ein Baum, hat mein kognitiver Apparat zuvor bereits einen Abgleich aller Möglichkeiten gemacht und das plausibelste Ergebnis mir vorgelegt.

  • Wie will ich Herrn Meier erkennen, wenn ich nicht wüsste, was "Herrn Meier" ausmacht, d.h. welche Merkmale ihn von anderen Erscheinungen unterscheiden? So ist es mit allen Dingen.

  • Jemand zu "verstehen" heißt im tieferenen Sinne nicht nur zu verstehen was er meint, sondern auch zu verstehen, warum er gerade diese Meinung vertritt. Dann versteht man ihn wirklich.

  • Selbstverständlich gibt es vernünftigerweise eine beobachterunabhängige Wirklichkeit - aber nur solange, wie sie nicht beobachtet wird, ist doch jede Beobachtung schon eine Interpretation des kognitiven Apparates. Im Mikrokosmos ist sie darüberhinaus auch noch Wechselwirkung, die den unbeobachteten Zustand zwangsläufig verändert.

  • Trotzdem ist es wichtig, die zielführende Idee einer beobachterunabhängigen Realität beizubehalten, ist sie es doch gerade, die uns nach der Rolle des Beobachters fragen lässt.

  • Wir wissen nicht so viel von der Natur, weil wir ein Teil von ihr sind, wie die Epistemologen so schön einleuchtend sagen - aber auch ein Stein ist ein Teil der Natur, trotzdem wird wahrscheinlich kein Epistemologe ihm ein reiches Wissen bescheinigen wollen, so daß sich das so plausibel klingende Argument in Luft auflöst - sondern, weil wir sie zu einem Teil von uns machen können, denn diese Fähigkeit ist es, die Lebewesen von Steinen unterscheidet.

  • Für mich ist die Wahrheit ein zielführendes Kriterium des Geistes zur Herstellung eines Gleichgewichts zwischen dem implizit Gewussten der rechten Hirnhemisphäre und dem explizit Gesagten der linken Hirnhemisphäre. Die Hemisphärenorganisation des Gehirns ist das Zeichen dafür, dass Lebewesen im Dialog mit sich selbst stehende selbstreferentielle Systeme sind.

Gedanken zur Sprache

Für mündige Bürger

Als mündige und weltoffene Bürger aber sollten wir unsere inhaltlichen Überzeugungen ohne jede Ängstlichkeit immer unter Revisionsvorbehalt stellen können, wollen wir nicht die Knechte sondern die Herren unserer Meinungen sein - sind und bleiben doch alle geistigen Wahrheiten Wahrheiten aus zweiter Hand.

Karl Marx hatte insofern Recht, als es nicht darauf ankommt, die Welt immer wieder neu zu interpretieren, denn unser Weltbild ist ja schon eine Interpretation des kognitiven Apparates. Aufgabe von Philosophie und Wissenschaft ist es daher, diese Interpretationen zu entschlüsseln, um unser Weltbild objektivieren zu können, wollen wir als globale Menschheit zu einem angemessenen Umgang mit den von unserer Massenhaftigkeit und unseren wissenschaftlich-technischen Komplex erzeugten Problemen kommen. Um die Welt positiv verändern zu können, genügt es nicht, nur ihre sozialen Defizite zu kennen. Die mentalen sind viel gravierender und tiefer sitzend. Wer nur von der Gesellschaft her denkt und handelt, hat die wichtigsten Faktoren, die es zu bedenken gilt - den Menschen und seine Einstellung zur nichtmenschlichen Mitwelt - schon übersehen.

Der Fehler der Materialisten ist ihre Meinung, sie wüssten, um was es sich bei der Materie handelt. Daher könnten sie mit "Materie" alles "erklären". Der Fehler der Idealisten ist, sie wüssten was "Geist" ist.

Solange jemand nicht sagt, was er unter "Geist" und was er unter "Materie" versteht und worin sich beide unterscheiden, ist es eigentlich gleich, mit welcher der beiden Metaphern er eine Welterklärung unternimmt. Mit Unklarem kann man sowieso nichts klären.

Der dogmatische Materialist möchte alles Geistige wegerklären - dabei ist nichts so rein geistig wie seine Ideologie. Vor dieser Art geistiger Verwirrtheit ist man in keinem Alter geschützt. Dabei folgt er nur der Taktik des Gehirns, sich nicht in die Karten schauen zu lassen, um möglichst ungestört arbeiten zu können. Das ist es, was es zu verstehen gilt!

Eine Ideologie will immer nur sich selbst "beweisen" - denn sie hat es nötig.
Doch jeder Beweis ist nur soviel wert, wie der Geist, in dem er geführt wird.

Denkökonomie - soll das nun heißen, von seinem Verstand nur den sparsamsten Gebrauch zu machen und die erstbeste, gefühlsmäßig einleuchtende Erklärung gutzuheißen? - Doch ersparte Gedanken bringen keine Zinsen, im Gegenteil!

Eine Denkmöglichkeit/Hypothese als Wirklichkeit anzusehen und dann eine (kühne) Fakteninterpretation für einen "Beweis" zu halten - das heiße ich, Forschheit mit Forschung zu verwechseln.

Hieran ersieht man, dass der Mensch mit der Wissenschaft generell überfordert ist.
Daher beschränkt er sich zwangsläufig auf das Machbare, ohne die Sache selbst im Grunde zu verstehen.

Eine Theorie, die nichts Reales zum Gegenstand hat, kann an der Realität auch nicht scheitern!

Entgegen Einsteins Glaubensbekenntnis, dass Gott nicht würfelt, scheint gerade das Würfeln, also den Zufall spielen zu lassen, Gottes Programm zu sein, das immer wieder neue Ergebnisse zeitigt, ist doch gerade der Gottesbegriff das Synonym des ewig Schöpferischen, Einsteins These so ein Widerspruch in sich.

Im Münchner Arbeitskreis der Gesellschaft für kritische Philosophie waren überwiegend Ingenieure reiferen Alters vertreten, zu denen ich auch gehörte. Ich denke, dass Sachverstand und konstruktives, langjährig an der Realität geschultes Denken keine schlechten Voraussetzungen für das Philosophieren sind.

So sehr Spezialisten vonnöten sind: Kein Spezialist zu sein - Prof. Lorenz B. Puntel (Uni München) nannte mich "einen Universalisten" - hat schon den Vorteil, dass das Denken nicht von den (Schein-)Problemen eines Fachs absorbiert wird und dass man nicht auf Lehrmeinungen und Empfindlichkeiten der scientific community Rücksicht nehmen muss.

Und das wäre doch ein einprägsamer Buchtitel: Erhellungen von Helmut Hille. Inzwischen habe ich ihn auf meine Website ZEIT UND SEIN übernommen.

Wenn philosophische Gesellschaften mehr und mehr von Naturwissenschaftlern (besonders von Physikern) unterwandert und dominiert werden, wird der Szientismus zu einer Plage. Die Religionen wollten die Philosophie für sich vereinnahmen, der Szientismus aber, von der Wiener Schule bis Kanitscheider, sie abschaffen. So ist ganz klar, wer ihre größeren Gegner sind. Doch der Philosophie ihre eigenständige Existenzberechtigung abzusprechen ist eben auch eine Art des Philosophierens.

Rationalistische Fundamentalisten sind um keinen Deut besser als christliche oder muslimische - persönlich eher noch unerträglicher und intoleranter. Findet der echte Philosoph, der auch immer Wissenschaftsskeptiker sein wird, weil er eben überhaupt Skeptiker ist, kein Gehör, dann bleibt ihm nur der Ausweg, sich von den Wissenschaftsgläubigen und ihren neuen Kirchen zu trennen, will er sich die Freiheit des Geistes bewahren.

Worin sich Kunst und Leben auf alle Fälle unterscheiden:
In einem Kunstwerk gibt es nichts Zufälliges.

Es ist fast unmöglich gänzlich sinnfreie Sätze zu bilden,
weil das Hirn immer und überall hartnäckig nach Sinn und Bedeutungen sucht, um die Welt zu verstehen.
So meinen wir auch, unser Leben müsste einen Sinn haben,
was ebenfalls zu der automatischen Sinnsuche gehört.
Wir sollten uns da nicht irritieren lassen,
sondern einfach unsere positiven Fähigkeiten zur Sinngebung nutzen.

           I am sailing - Foto W.Dittrich. Bild zuvor ganz oben Als Segler habe ich gelernt, zwischen scheinbarem (erlebtem) und wahrem Wind (Wind ohne Fahrtwind) gedanklich zu unterscheiden. Den Unterschied zwischen Schein und Sein aufzuklären, gehört für mich zum Gegenstand und Inhalt einer Wissenschaft, die diesen Namen verdient. (Foto von W. Dittrich beim gemeinsamen Segeln auf dem Chiemsee im eigenen Boot)

2 Briefmarken von 2015 - Erinnerung nach ca. 20 Jahren

Der Chiemsee (Oberbayern) - das Bayerische Meer mit Fraueninsel


Unphilosophische Anmerkungen zu aktuellen Themen  (oder zu denen, die einmal aktuell waren)
Wo es gilt, wachsam zu bleiben     neuerer Eintrag bzw. Aktualisierung  -  Anmerkungen werden ggf. auch wieder gelöscht

Der Bundestag hat es 2016 quer durch alle Parteien sogar fertig gebracht, die Sterbehilfe weiter zu erschweren, während die Mehrheit der Bevölkerung sich einen würdigen Tod wünscht, der eben auch und ganz besonders zur Würde des Menschen gehört. Aber auch hier: wen kümmert das von den Abgeordneten schon, noch dazu, wenn man an einen qualvollen Tod und an einem jahrzehntelangen Siechtum oder Wachkomma gut verdienen kann. Einfach so klaglos schnell wegsterben - das geht bei uns nicht! Von wegen "die Würde des Menschen ist unantastbar". Mal sehen, ob das Bundesverfassungsgericht diese weitere Verohnmächtigung der Bevölkerung Deutschlands gut heißt.
Es ist doch so, dass man wegen der Ankunft der Wölfe nicht mehr unbesorgt durch Wald und Flur streifen kann. Tausende Wild- und Nutztiere sind ihnen schon zum Opfer gefallen. Doch die Verantwortlichen und die Medien sind alle auf Seiten der Wölfe, so quasi: was kümmern uns die Ängste der Menschen und ihr Broterwerb. Auf diese Art der Sterbehilfe möchte ich jedoch lieber verzichten. Das ist ein weiterer Schritt zur Verohnmächtigung des Volkes, die irgendwann auf die Verantwortlichen zurückfallen wird. Die Demokratie hat man sich nach 1945 und 1989 im Osten jedoch anders gewünscht: nicht mit soviel Arroganz, Lügen und Volksverachtung. Oft ist schon die Wortwahl die Lüge. Wer die Meinung des Volkes vertritt, wird gleich als "Populist" beschimpft. Schöne Demokratie!
Sachsen: Besorgte Bürger anderer Couleur. Kaum werden zur Abschreckung von Kriminellen in Görlitz (ca. 3 Einbrüche pro Tag) an der Grenze zu Polen erste Videokamaras zur Überwachung der Grenze installiert, haben Linke und Grüne nichts Eiligeres zu tun, als vor den Sächsischen Staatsgerichtshof zu ziehen, um das neue Polizeigesetz, das dies erlaubt, möglichst zu kippen. Wer solche Mitbürger hat, braucht keine Feinde mehr. Und in Hoffnung auf eine rot-rot-grüne Regierung in Berlin hat die SPD mit Enteignungsphantasien, Vermögenssteuer und Widerstand gegen den Etat der Bundeswehr angefangen, sich linken Positionen zu nähern. In Bremen üben sie jetzt das gemeinsame Regieren. In Thüringen klappt deren Zusammenarbeit seit 2014 so gut, dass sich eine klare Mehrheit der Wähler eine Fortsetzung wünscht (jedoch s. unten). In Baden-Württemberg haben wir einen beliebten grünen Ministerpräsidenten, was ich auch gut finde. So kann jede Partei sich mal einbringen.
Das kann man unmöglich übergehen: In Thüringen wurden die sogenannten "Volksparteien" abgewählt, die sich selber für die Demokratie halten und Andersdenkende hinaus definieren, die doch nur der Spiegel ihrer Versäumnisse sind. Weil sie verlernt haben die Interessen ihrer Wähler zu vertreten (nicht nur bei Sterbehilfe und Raubtieren), die das mehr und mehr merken, sind sie jetzt die neuen Randgruppen (SPD 8.2%, Sachsen 7,7%!). Sebastian Kurz in Österreich hat gezeigt, wie eine Volkspartei Wahlen gewinnen kann, ganz einfach: indem sie ganz selbstverständlich die Interessen des eigenen Volkes vertritt und diese klar ausspricht und nicht wie hier, indem man enttäuschte Patrioten Tag und Nacht mit immer neuen Schimpfwörtern wie "Nazi" "Spalter" "Fremdenfeind", "Rassist" usw. usf. überzieht und mit ihnen nicht sprechen will, weshalb es eben andere tun. Aber trotz herber Niederlagen begreift das noch immer niemand, was man falsch macht - Sarah Wagenknecht und Joachim Gauck ausgenommen. Wenn diese Bonner Republik in ihrer jetzigen Form untergeht, dann wegen der Dummheit und Arroganz ihres Personals. Mit der schweigenden Kanzlerin hat sich Mehltau über diesen Staat gelegt, der keiner mehr sein will, ohne ein Konzept für eine andere Lösung zu nennen. Selbst Frankreichs Präsidenten hat Anjie bei Europa im Stich gelassen. So dümpelt Deutschland orientierungslos dahin. Das begreifen immer mehr Menschen, denen der Boden entzogen wird, der ihnen Halt gab. Die übertriebenen Gerechtigkeits- und Armutsdebatten sollen nur davon ablenken. Gleichzeitig wird alle 5 Minuten behauptet, dass Deutschland "ein reiches Land" wäre. Irre! An Stelle sachlicher Argumente hat man moralische. Und wenn dann einer wie Friedrich Merz mal kurz Wahrheiten über die Kanzlerin sagt, ganz ähnlich der meinen, werden sie gleich als persönliche Mimositäten relativiert. Wie dumm darf man denn sein? Und wer mit Andersdenkenden nicht reden will - igittigitt! -, hat die Demokratie sowieso schon aufgekündigt. Man schürt dann nur noch ohnmächtige Wut, die in Radikalität endet - siehe Thüringen (u.a.)! Ich schreibe hier dieses, nicht weil ich es begrüße, sondern weil ich es eigentlich verhindern will. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Die Lösung: Eine Koalition der Intelligenten mit Liebe zum Land und seinen Menschen! Voran jemand wie ein Sebastian Kurz für Deutschland. Oder auch ein kluger Pragmatiker wie Bodo Ramelow (möglichst ohne seine verkorkste Partei mit ihrer "internationalen Solitarität" des Kommunismus).
Beispiel das neue Christkindle in Nürnberg. Es wird immer Menschen geben, die sich vom gesellschaftlichen Wandel überfordert fühlen und dem (auch ungeschickt) Ausdruck verleihen. Das ist ganz natürlich und ihr gutes Recht - und das gilt es in einem angeblich freiheitlichen Staat auszuhalten. Sonst ist er keiner! Sie aber zu beschimpfen und ihnen den Mund verbieten zu wollen, ist ein noch größeres Unrecht und beweist eben, dass es in Deutschland keine Meinungfreiheit gibt, dass alle unbesehen dem Mainstream zu folgen hätten. Diese totalitäre Einstellung sollte uns wirklich Sorgen machen. Man lobt Toleranz ohne sie zu besitzen.

Eine neue Art von Unkultur wurde 2019 durch eine neue Art von "Journalismus" vom ZDF vorgeführt. Am Sonntagabend wurde im "Sommerinterview" einer der führenden Politiker vorgeladen und wenn er von der Opposition in Berlin war, wurde er eindringlich vernommen. Statt zu fragen und dann zuzuhören, wurde von Anfang an ständig versucht, ihn in eine peinliche Ecke zu stellen (wie im Krimi: "geben Sie schon endlich zu, XY ermordert zu haben"), worauf der Gefragte sich nur vorsichtig wehren kann, um nicht als Uneinsichtiger dazustehen. Oder er ist nicht rhetorisch genug geschult, um dem "Interviewer" die richtige Antwort zu geben, wie Herr Meuthen oder Herr Lindner. Haben wohl zuviel akademischen Hintergrund. "Shakuntala", wie Frau Bannerjee liebevoll angesagt wird, ist da eine aus dem Nichts aufgetauchte gut präparierte Spitzenkraft neuer penetranter Interviewtechnik. Auch Theo Koll versuchte Wochen vorher die ganze Sendung lang einzig, dass Herr Meuthen eine zum Ärger der Etablierten nicht in Anspruch genommene Parteispende aus der Schweiz als groben Verstoß gegen das Parteiengesetz anerkennt, wo ich sowieso den Verdacht hatte, dass die "Spende" aus eines der von Helmut Kohl angelegten schwarzen schweizer Konten stammt in dem Versuch, auch die AfD nicht besser erscheinen zu lassen, als alle anderen Bundestagsparteien, die ja reichlich Erfahrung mit solchen Spenden haben. Bei Frau Banerjee handelt es sich wohl um eine Inderin, denn der Name Bannerjee war mir schon bekannt, weil mich mein leider viel zu früh verstorbener indischer Freund Hardip, der in München Pharmazie studierte, meine Frau und mich mit seinem Landsmann Bannerjee zu einem privaten indischen Essen mit Fingern eingeladen hatte, dessen Geselligkeit mir gut in Erinnerung ist

Freiheit des Internets (älterer Text)
Die dem Einzelnen einzig verbliebene Freiheit, die des Internets, ist den Regierenden, Parteien und Kirchen auch im angeblich so freien Westen schon lange ein Dorn im Auge, darum wird in den Medien unisono so alle halbe Jahr eine Zensurdebatte losgetreten. Dazu bemächtigt man sich Themen, bei denen man mit einer breiten Zustimmung rechnet bzw. denen man öffentlich nicht gut widersprechen kann, ohne in den Verdacht der Mittäterschaft zu geraten. Mit der zuvor deswegen vielleicht hochgeputschten Kinderphornographie einer kleinen Minderheit hat man jetzt Erfolg gehabt, obgleich durch die Zensur bestimmt kein Kind weniger missbraucht und die Aufklärung eher behindert wird. Ursula von der Leyen kann sich die Ausweitung dieser Zensur auf weitere Themen durchaus vorstellen und Sozialisten neigen "um der sozialen Gerechtigkeit willen" sowieso zu einer staatlich regulierten Zuteilung von Gütern und Informationen. Das Ziel dieser ganzen Bemühungen ist, alle den Herrschenden unliebsamen Themen aus der Öffentlichkeit zu verbannen, so dass am Ende auch unorthodoxe Lehrmeinungen und Fakten nicht mehr veröffentlicht werden dürfen, so wie das schon lange in den Wissenschaftsmedien der Fall ist, wo angeblich "um der Qualität willen" lückenlos alle Texte einer anonymen Zensur unterliegen, dem "Pree-Review", mit der nicht diskutiert werden kann, was der Öffentlichkeit kaum bekannt ist. Das Bild der Wissenschaft ist so immer das Spiegelbild der Weltanschauung der Redaktion, das ihr als Wahrheit genehm ist. So wird Neues, neues Denken und Aufklärung wirksam verhindert. Das Bekenntnis zum Freiheit der Wissenschaft gehört zu den Sonntagsreden von Politikern, mit denen man das Publikum einseift, um die Verschwendung von Steuermilliarden für nutzlose Alibiforschungen zu rechtfertigen, während man wirklich Neues insgeheim fürchtet. Der Arbeitskreis "Philosophie der Physik" der DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V.), dem ich angehöre, wollte einmal wie andere Organisationen Beiträge seiner Mitglieder gesammelt ins Netz stellen. Ich schlug daraufhin einige Themen von mir vor. Abgesehen davon, dass man mir schrieb, Texte müssten in Englisch verfasst und unveröffentlicht sein, hieß es noch, dass sie erst von einem Physiker und einen Philosophen (anonym) geprüft werden müssten, "damit die Qualität gesichert ist". Ich sagte dann, nein danke, denn ich bin auf deren Gnade und Veröffentlichungen dank eigener Websites nicht angewiesen und habe schon lange ein breites Lesepublikum, dass sich die anderen erst erarbeiten müssten. Es gilt also wachsam zu bleiben und alle Zensurversuche im Internet zum Scheitern zu bringen. Heute will ja auch niemand mehr die Eisenbahn, das Auto und das Flugzeug verbieten, nur weil Verbrecher diese Einrichtungen ebenfalls nutzen. So wird nämlich bezüglich des Internets argumentiert, das nun für das Schlechte in der Welt verantwortlich sein soll, während die wirklich Verantwortlichen immer mehr aus dem Blick geraten.

3 Katastrophen nach Ansage: Die vermutlich letzten Worte des polnischen Präsidenten am 10. April 2010 über dem Flughafen von Smolensk nach mehreren vergeblichen Landeversuchen im dichten Nebel und trotz der dringenden Aufforderung der Fluglotsen, einen anderen Flugplatz anzufliegen, an den Piloten (natürlich auf polnisch): "Nun landen Sie endlich! Wir haben hier einen wichtigen Termin. Oder soll ich mir in Zukunft einen anderen Piloten suchen, der das besser kann?!" Das mögliche Ende seiner Karriere so oder so vor Augen, dachte der genervte Pilot darauf frustriert "Na, wenn Du meinst" und drückte den Steuerknüppel entschieden nach vorn = unten oder überlies das Flugzeug fatalistisch dem Autopiloten. Der Crash, der danach folgte, passiert sehr oft dann, wenn (Firmen-)Politik über Sachverstand siegt. Meldung vom 12.01.11: Nach dem Abschlussbericht der russischen Untersuchungskommission hätte zwar der polnische Luftwaffenchef diesen Druck auf den Piloten ausgeübt, der selbst jedoch, leicht alkoholisiert, unter dem Druck seines Präsidenten gestanden hätte. - Meistens trifft es bei solchen Unglücken Unschuldige, ebenso wie bei der Massenpanik in Duisburg während der Loveparade, wo man auch vor Warnungen der Fachleute die Ohren verschloss. Der OB musste erst abgewählt werden, bevor er ging. - Auch die Challengerkatastrophe der NASA vom 28. Januar 1986 wäre vermeidbar gewesen, wenn man die eindringlichen Warnungen des für die Dichtungsringe zuständigen Ingenieurs rechtzeitig zur Kenntnis und dann ernst genommen hätte, denn statt der in Florida im Januar üblichen +20° waren es am eiskalten Morgen des Starts -10°, bei der die Gummiringe zwischen den Raketensegmenten unmöglich funktionieren konnten, weshalb heiße Abgase der Startrakete eindrangen und die Rakete nach 73 Sekunden zur Explosion brachten.

Briefe an den Bundespräsidenten
Erster Brief

Heilbronn, den 25. März 2012
Herrn Bundespräsident Dr. Joachim Gauck
Glückwunsch zu Ihrer Wahl
Sehr verehrter Herr Bundespräsident,
Ihre Wahl am 18. März 2012 zum Bundespräsidenten und Ihre Vereidigung und Rede am 23. März habe ich mit großer innerer Anteilnahme und Zustimmung verfolgt. Ich wünsche Ihnen und unserem Land Glück und Segen bei Ihrer Amtsführung, wobei ich allerdings keine überzogenen Erwartungen habe, die das Amt nicht hergeben kann. Ich schreibe Ihnen auch, weil Sie für mich das beste Beispiel dafür sind, dass es des äußeren Druckes bedarf, damit ein Charakter sich entwickeln und reifen kann. Nach der Nazidiktatur und dem Elend des Krieges und danach erneut durch das Sowjetregime in Ostdeutschland unter Druck geraten, schrieb die Mentorin meiner Jugend, in Werdau/Sachsen lebend, mir folgende Erwartung ins Stammbuch:

            R e g e n e r a t i o n
      Es muss eine Erneuerung vom Geist her kommen
      voll stärkstem Willen zu eigener Verantwortung
      mit der Tat,
      voll Ernst und Einsatzwillen zur Sauberkeit,
      voll Verzicht auf persönliche Vorteile,
      voll Willen zum Helfen mit der Tat
      ohne Phrase, Schönrederei und Überheblichkeit
      soll Ethik über Ästhetik gehen.
      Jenseits von allem Dogma,
      zum Willen ans Gute schlechthin,
      ohne Angriffslust auf derzeitige Machtssysteme
      soll bewiesen werden,
      dass eine ganz tiefe Kraft nötig ist,
      wenn Großes wachsen soll.
             J. F.

Während verwöhnte Westler für eine Erneuerung aus dem Geist schon zu dekadent sind, habe ich gerade Hoffnung auf Menschen aus dem Osten, von Ostdeutschland über Polen bis China, die aus ihrer Biographie jene Ernsthaftigkeit mitbringen, die dazu erforderlich ist. Ich selbst, meinen Ruhestand nutzend, habe mich um Klärung unserer geistigen Grundlagen durch Vorträge und Aufsätze bemüht, die ich in meinen beiden Homepages WEGE DES DENKENS und ZEIT UND SEIN dokumentiert habe. Zum Tode des von Ihnen auch in Ihrer Rede erwähnten Hans-Georg Gadamer habe ich beiliegende Würdigung* geschrieben, die Ihnen auch die Richtung meines um Aufklärung, nämlich um Aufklärung der Beobachterrolle bemühten Wirkens zeigt. Auch habe ich bereits auf der Startseite von WEGE DES DENKENS den Mut angesprochen, den wir für die Gestaltung unserer Zukunft bedürfen: (inzwischen auf dem Anhang der Startseite)  *Gadamer s. (II/1a)

So findet sich auch bei mir das Thema der Freiheit als Voraussetzung von Verantwortung in vielen Beiträgen wieder, mich dabei gegen den gerade bei führenden Neurobiologen und Physikern so beliebten Determinismus wendend, der für mich jedoch nur eine Flucht aus der Verantwortung ist, weshalb solche "Wissenschaftler" sich gern auf irgendwelche "Beweise" berufen, um sich nicht selbst mit der Frage auseinandersetzen zu müssen. Ich bin jedoch voller Hoffnung, dass Sie, verehrter Herr Bundespräsident, sich Ihr Freiheitsthema nicht nehmen lassen.
Ihr Sie sehr verehrender
gez. Helmut Hille

anlässlich seiner Wahl zum Bundespräsidenten am 18. März 2012

erneuter Brief an den Bundespräsidenten
Heilbronn, den 24. März 2016
Herrn Bundespräsident Dr. Joachim Gauck
Wunsch nach Ihrer Wiederwahl
Sehr verehrter Herr Bundespräsident,
wie ich mit Hilfe der Medien, insbesondere des Fernsehens, Ihre Auftritte als Bundespräsident in der Öffentlichkeit verfolgen konnte, haben Sie die in meinem Glückwunschschreiben vom 25. März 2012 zu Ihrer Wahl (beiliegend) ausgesprochenen Erwartungen voll erfüllt. Es ist daher für mich ein Herzenswunsch, Sie weiterhin im Amt zu sehen - soweit Sie es sich aufgrund Ihres Alters selbst zutrauen. Bisher konnte ich bei Ihnen keine Ermüdungserscheinungen bemerken, sehe aber auch die große Verantwortung im In- und Ausland immer wieder für die Sache Deutschlands einzustehen. Doch gerade auch in Hinblick auf die Gefahr, dass die Frau Bundeskanzlerin sonst wieder versuchen wird, einen ihr willfähigen blassen Kandidaten für das Amt ins Spiel zu bringen, bitte ich Sie eindringlich, zusammen mit Ihrer Lebensgefährtin Ihre Möglichkeiten für eine kommende Amtszeit auszuloten.
Sie ganz herzlich grüßend verbleibe ich Ihr
gez. Helmut Hille

Meldung von dpa am 30.04.2106
"Die Wahl des Staatsoberhaupts findet am 12. Februar 2017 statt. Gauck ist dann 77 Jahre alt. Union, SPD, FDP und Grüne, die ihn 2012 gewählt haben, unterstützen eine zweite Amtszeit." "Eine Kandidatur Steinmeiers (SPD) lehnt die Bundeskanzlerin wegen der Nähe zur nächsten Bundestagswahl ab."

Mit Brief vom 13. Mai 2016 ließ mich der Bundespräsident über das Bundespräsialamt "seine Freude über den großen Zuspruch zu seiner Amtsführung" wissen.
dpa vom 04.06.2016: BILD meldet "Bundespräsident Joachim Gauck verzichtet auf eine zweite Amtszeit. - Am Dienstag wolle er seine Entscheidung in Berlin der Öffentlichkeit bekannt geben. Zu den Gründen für seinen Verzicht zählen demnach Gaucks fortgeschrittenes Alter und gesundheitliche Beschwerden." Wie ich schon befürchtet hatte.
Dezember 2016: Was ist nun besser bei der Wahl eines Bundespräsidenten: eine sich hinziehende Wahl durch das Volk wie in Österreich, die das Volk spaltet, oder eine Wahl durch ein Gremium wie bei uns, wo der Regierungschef oder die Chefin versucht, einen ihm/ihr genehmen blassen Kandidaten durchzusetzen? Aber auch diesmal waren die Bremskräfte glücklicherweise stärker. Steinmeier ist es doch geworden.

Die deutschen Politiker und Medien preisen täglich sich überschlagend die "alternativen Energien", die es sofort auszubauen gilt. Doch noch niemand scheint sich wie bei den Vorläuferenergien über deren Folgen für die Umwelt vorab Gedanken zu machen. Augen zu und durch! Aber es gibt keine Energieentnahme, wo auch immer, die ohne Folgen für die Umwelt sein wird. Windräder greifen nicht nur in den Luftraum der Vögel ein, sondern benötigen wie die Hochleistungsbatterien für Autos seltene Stoffe, die oft nur durch Umweltzerstörung ihrer Lagerstätten gefördert werden können und erzeugen Ultraschall. Und wo zuviel Wind abgeschöpft wird, findet dahinter keine ausreichende Bestäubung mehr statt und es gibt weniger Ernten. Und der Strom für Elektroautos kommt auch nicht so einfach aus der Steckdose, wie die Illusionisten der sechziger Jahre so gemeint hatten, sondern muss auch in Kraftwerken erst produziert werden, wo ebenfalls Abgase entstehen. Und Biokraftwerke verbrauchen Ackerflächen, die nicht mehr zur Lebensmittelproduktion zur Verfügung stehen, was nicht nur Preiserhöhungen, sondern auch Hungerrevolten zur Folge haben wird. Und die Geothermie kann, wie sich schon gezeigt hat, böse Folgen haben wie Erdbeben und Verwerfungen, die niemand steuern kann. Vom Fracking ganz zu schweigen. Aber von unserer Bundesregierung, die nicht von Überzeugungen, sondern nur von der Angst vor den nächsten Wahlen getrieben wird, hört man dazu nichts. Und dass einst Fusionsreaktoren mit ihren riesigen Temperaturen keine radioaktiven Abfälle erzeugen, darf auch niemand glauben. - Die ungebremste Vermehrung der Menschheit wird immer stärker zum Umweltproblem und Anlass für gesellschaftliche Umstürze, auch da, wo sie nicht stattfindet wie bei uns, denn das Vakuum saugt die überschüssigen Millionen der Dritten Welt unweigerlich an. Und der Aufstand der Jungen in den arabischen Ländern ist nur das erste Beben der Bevölkerungsexplosion. Mangels einer demokratischen Tradition kommen dann oft die falschen Leute an die Macht.

volle Kraft voraus! - Quelle Getty-Images  Titanic ist immer und überall, d.h. Verantwortungslosigkeit ist überall! (zum Titanicjahr 2012) - lesen bevor man bucht!
Aber nicht jeder Untergang wird von Musik begleitet! Jedes Jahr geht mindestens ein Kreuzfahrtschiff unter. Lebensmüde buchen daher am besten eine Seereise, bevorzugt auf einem italienischen Schiff. Geht ein solches unter, rettet der Kapitän instinktiv auf alle Fälle zuerst sich und die Bordkasse (Koreaner sind da auch nicht besser). Die riesige "Costa Concordia" (als damals größtes ital. Kreuzfahrtschiff 2006 in Dienst gestellt und 3 Fußballfelder lang) wäre deshalb - und das gleich am ersten Freitag, den 13. des Jahres (Jan. 2012)! - so dicht unter Land gefahren, weil der Oberkellner jemand auf der kleinen Insel Giglio zuwinken bzw. der Kapitän dem Bürgermeister einen Gefallen tun wollte. (Vielleicht aber haben Italiener Probleme auf hoher See zu navigieren.) Da kann man schon mal das Leben von über 4000 Menschen und 500 Millionen Euro riskieren. Als Passagiere, denen klar war, dass ihr Schiff sinkt, bereits mit Schwimmwesten an der Reling standen, als man die Rettungsbote noch ohne Probleme hätte ins Wasser lassen können, ließ Kapitän Schettino sie auffordern, in ihre Kabinen zurückzugehen, weil er alles im Griff hätte, getreu dem Song von Udo Jürgens über die ital. "Andrea Doria": "Wir haben alles im Griff, auf dem sinkenden Schiff. Volle Kraft voraus auf das nächstbeste Riff..." Selbst das Absetzen eines Notrufs überließ er den Passagieren. Und wie zum Hohn hat man Tage später das Schwesterschiff der "Costa Concordia" voll erleuchtet und mit Musik am Ort des Desasters vorbeifahren lassen. Welche beklemmenden Gefühle und Ängste mögen die Menschen dort an Bord beim Anblick der auf der Seite liegenden Costa Concordia bewegt haben? War es für sie ein Blick in die eigene Zukunft? Am besten bucht man auf einem ital. Schiff, wenn ein Fußballspiel einer ital. Mannschaft im TV übertragen wird. Dann ist die ganze Besatzung vor dem Fernseher versammelt und überlässt das Schiff sich selbst (durchaus schon passiert). - Wenn ich sehe, wie hoch heutige Kreuzfahrtschiffe aus dem Wasser ragen, denke ich jedesmal welch riesige Angriffsfläche sie für einen Sturm bieten. Bei einem solchen hat die "Costa Concordia" dann auch prompt am 22. November 2008 bei der Einfahrt in den Hafen von Palermo die Hafenanlagen gerammt, wobei sie leicht beschädigt wurde. Andererseits hat dieser Umstand vor der Insel Giglio dafür gesorgt, dass das antriebslose Schiff nicht auf das offene Meer hinaus getrieben wurde und sank, sondern vom Wind in den Hafen zurückgetrieben wurde und dort auf Grund lief, wodurch die meisten Menschen sich dann doch noch retten konnten. - Ich habe im Dezember 2004 den Dokumentarfilm "Mit Mutti in die Antarktis" gesehen. Gegen Ende der Reise geriet der Kreuzfahrer vor den Falklandinseln in Sturm und schwere See (Monsterwelle?), wurde manövrierunfähig und drohte zu kentern. Nur durch fremde Hilfe konnten Passagiere und Besatzung in letzter Minute gerettet werden. Mutti wollte danach bestimmt keine solche Tour mehr machen, es sei denn eben sie wäre lebensmüde. Aber es gibt bessere Todesarten. - Frage: Ist mit der "Costa Concordia" das Soll an Untergängen von Kreuzfahrtschiffen für 2012 bereits erfüllt? Es ist ja ein Schaltjahr (mit Schaltsekunde!) und jetzt ist es erst Mitte Januar. Da gibt es das ganze Jahr über sicher noch weitere Möglichkeiten von Erlebnistouren. Und auch noch 2 Freitage den 13! (April und Juni) Außerdem haben wir mit 2012 ein Titanicjahr - 100 Jahre Untergang der Titanic in der Nacht des 15. April 1912! Besonders aufregend wäre es schiffshohe Monsterwellen zu erleben oder vor der somalischen Küste von Piraten entführt zu werden, wenn schon kein Eisberg in der Nähe ist, auf den man draufhalten kann, um der Eintönigkeit des Bordlebens zu entkommen. Auch der Untergang der Titanic war eine Katastrophe mit Ansage, denn der Kapitän war rechtzeitig von einem anderen Schiff vor Eisbergen gewarnt worden, ohne dass er den Kurs seines Schiffs änderte bzw. die Geschwindigkeit drosselte. Zudem hatten die Matrosen im Ausguck des Luxusliners nichteinmal Ferngläser, geschweige Nachtsichtgläser zur Verfügung. Einfach Augen zu und durch!
Die vom Unglück Betroffenen mögen mir verzeihen, denn sie sind ein Teil des Problems. Ohne ihre Bereitschaft die unvermeidlichen Risiken auf sich zu nehmen, gäbe es nämlich solche Kreuzfahrten gar nicht. Man weiß doch oder könnte es wissen: auf See und vor Gericht ist man in Gottes Hand - und evtl. auch noch in der eines verrückten Kapitäns und seiner auf Profit bedachten Reederei. - Was auf hoher See noch so alles passieren kann, hat die zur gleichen Reederei gehörende "Costa Alegra" im von Piraten verseuchten Teil des Indischen Ozeans schon einige Wochen später am 27. Februar 2012 gezeigt. Nach einem glücklicherweise gelöschten Feuer im Maschinenraum trieb sie steuerlos in der offenen See. Wegen Ausfall des Stroms gab es weder Lüftung, noch Essen, noch Toiletten und ca. 1000 Menschen mussten bei tropischer Hitze sich tagelang an Deck aufhalten, bis das Schiff von Fischtrawlern (!) zu den Seychellen geschleppt werden konnte. Als die Nachricht vom Unglück der "Costa Allegra" im italienischen Rundfunk kam, Anruf eines besorgten Hörers: "Ist der Kapitän noch an Bord?" - Meldung vom 11. April 2012: Mit Maschinenschaden gefangen im eisigen Südatlantik: das holländische Schiff "Plancius" mit rund 70 Antarktis-Touristen an Bord. (Quelle: dpa). War Mutti wieder dabei? - Und es geht weiter: Ab 10. Februar 2013 trieb die zu einer Schwestergesellschaft der Costa-Linie gehörende "Carnival Triumph" nach ebenfalls einem Brand im Maschineraum 5 Tage hilflos im Golf von Mexiko mit genau den gleichen Folgen wie bei der "Costa Alegra" beschrieben. Die amerikanische Küstenwache schleppte das Schiff schließlich in einen Hafen des Staates Alabama. Erst nach 5 Tagen war die von den Passagieren so empfundene Ekelfahrt zu Ende. Aber von wie vielen solcher Ereignisse hören und wissen wir nichts?

Meldung von dpa am 28.04.2016
"32 Menschen starben, als die "Costa Concordia" vor über vier Jahren im Mittelmeer einen Felsen rammte und kenterte. Der Kapitän des Kreuzfahrtschiffes, Francesco Schettino (in Italien als "Kapitän Feigling" verspottet), muss sich erneut vor Gericht verantworten. Der Berufungsprozess gegen den 55-Jährigen hat am Donnerstag in Florenz begonnen. Schettino war im Februar vergangenen Jahres in erster Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Dagegen hatten sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung Berufung eingelegt. - Während Schettinos Anwälte im Berufungsprozess erneut auf Freispruch für ihren Mandanten plädieren wollen, wird die Anklage wie schon im ersten Verfahren voraussichtlich eine Haftstrafe von 26 Jahren für den früheren Kapitän fordern."
Meldung von dpa am 01.06.2016
"Gericht bestätigt Schuldspruch gegen "Kapitän Feigling". - Schettino bleibt in letzter Instanz noch der Gang vor das Kassationsgericht in Rom, Italiens höchstes Gericht." Bis dahin läuft er wohl weiterhin völlig uneinsichtig als freier Mann umher.
Meldung von dpa am 12.04.2017
"Mehr als fünf Jahre nach der Katastrophe fällt das höchste Gericht Italiens das lang ersehnte Urteil im Fall "Costa Concordia". Ex-Kapitän Schettino muss ins Gefängnis. Um das zu verhindern, ging er durch alle Instanzen." "Schettino habe sich bereits der Justiz gestellt und sei in einem römischen Gefängnis, sagt sein Anwalt."


Harmlos, aber nicht ganz humorlos
Aussprüche und Beobachtungen, nicht nur von mir    neuerer Eintrag
auch die Liebe betreffend und manchmal albern

In meiner Untersuchung des kognitiven Problems hatte ich geschrieben, dass die Dinge uns nicht sagen, wer oder was sie sind. Das muss ich jetzt einschränken, denn den Kindern sagt z.B. der Hund schon, dass er der Wauwau ist und die Katze, dass sie die Miau, die Kuh, dass sie die Muh und das Motorrad, dass es das Rrmm-rrmm ist usw. Aber auch uns Erwachsene haben Kuckuck und Uhu schon gesagt wer sie sind. Und auch die krähende Krähe sagte es uns.

noch einmal das Selbstgespräch:
Arzt: "Führt Ihre Frau oft Selbstgespräche?" "Ja, aber sie weiß es nicht, sie glaubt, ich höre ihr zu!" (Edita Heinrich, Berlin)

Ich rede auch mit Tieren. Das sind wohl auch nur Selbstgespräche. Doch verstehen Tiere die Körpersprache wahrscheinlich viel besser als ich, haben doch vor allem wir Männer verlernt, bewusst auf sie zu achten.

Die Relativität der Farben (vor allem von grün):
"Mutti, warum sind die Blaubeeren rot?" "Die Blaubeeren sind rot, weil sie noch grün sind."

Goethe, der mit seiner Farbenlehre Newtons mechanische Auffassung widerlegen wollte, dichtete im Faust (Mephisto zum Schüler): "Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum."

Politisch weiß man sowieso nicht, wie rot die Grünen sind, die auf ihre Weise einen Beitrag zu einer relativistischen Farbenlehre leisten.

Die Relativität der Krümmung:
Die Raumwände meiner Wohnung, die eigentlich gerade sein sollten, sind so gekrümmt (was ich wiedermal beim Verlegen von Holzsockelleisten feststellen musste), dass Einsteins "gekrümmter Raum" mir dagegen unendlich gerade erscheinen würde. (Inzwischen habe ich die Wohnung gewechselt.)

2 neue Naturgesetze

Durch umfangreiche Beobachtungen an Leinen und Schnüren bzw. an Kleiderbügeln u. ä. habe ich festgestellt:

Das Verknotungsgesetz:
1. Alles was sich verknoten kann, verknotet sich.
2. Die Anzahl der Knoten ist der Anzahl der Schnüre und der Anzahl der Bewegungen durch den Benutzer proportional.

Das Verhakelungsgesetz:
Alles was Haken hat, verhakelt sich.

Gesetz der Verdauung: Jets sind der Stuhlgang schwarzer Löcher.

Wunder der Liebe:

Ist Kinderlosigkeit erblich? (aus Abendzeitung, München)

Wer pflanzt sich nicht fort - tut nur so - und stirbt trotzdem nicht aus? (s. (III/5) Soziobiologie)

"Mutter werden am Telefon" - ein ganz neuer Service der Krankenkasse Deutsche BKK (aus DAS MAGAZIN Ausgabe 3.2005)

Kinderüberraschung: zuerst, dass sie kommen, dann ihr Charakter und ihre Neigungen.

Es gibt Eunuchen. Doch gibt es auch Eunuchinnen? Oder Zwitterinnen? Wer beantwortet uns solche Fragen?

Ich weiß nicht, ob Frauen objektiv gesehen schön sind. Doch haben sie vieles, was Männer als schön empfinden. Das schönste ist für mich ein von Herzen kommendes Lächeln.

Wenn Dolores mir lächelt, dann lächelt mir das Universum.

Ein Beispiel der Transformation von Körpersprache in Begriffsprache:
"Was reizt dich noch an deiner (einst so schönen) Frau?" - "Jedes Wort!"

Man hat festgestellt, dass Frauen die Güte eines männlichen Immunsystems (mehr oder weniger unbewusst) am Geruch erkennen. Das ist wohl der gleiche Instinkt, der sie selber wohlriechende Düfte benutzen lässt, weshalb die Nachkommenschaft immunologisch dann evtl. doch nicht die beste ist.

Das bleibt für mich eine der "ewigen" irrationalen Wahrheiten: schwarzhaarige Frauen stechen ins Auge, blonde ins Herz.

Was macht ein Gesicht attraktiv? Wenn es lächelt.

Blondinenwitze sind die Rache der Schwarzhaarigen.

Ein Mann kann es einer Frau nie recht machen. Darum soll er es erst gar nicht versuchen.

Nach Papas Ärger mit der Oma fragt Franzl: "Du, Papa, wie hieß eigentlich die Schwiegermutter von Adam?" Papa seufzt: "Adam hatte keine Schwiegermutter. Der lebte im Paradies."

Warum ist Glück so flüchtig? Es wäre wohl sonst kein Glück!

Im Nachhinein nüchtern betrachtet, war es wohl manchmal ein noch größeres Glück, wenn eine Beziehung in die Brüche ging.

Wie sagte doch schon Thomas von Aquin (oder ein anderer gläubiger Thomas): "Mit Wundern kann man alles erklären. Man muss nur fest an sie glauben."

Gastarbeiter Pythagoras (eine wahre Begebenheit)
Ein Maurer versucht mit Latte und Zollstock, etwas unbeholfen einen rechten Winkel anzulegen. Kommt der Bauherr vorbei und fragt skeptisch: "Arbeiten Sie mit dem Pythagoras?" "Noi, noi", versichert der Maurer, "i bin hoid goanz alloa doa." (Vom Webmaster Peter Oexl berichtet)

Wer unbekümmert im Internet surft, hat noch nie eine Rechnung der Telekom selbst bezahlen müssen. (Dank Konkurrenz inzwischen günstiger.)

"Das Beste an einem maßvollen Leben ist, dass man ab und zu einmal über die Stränge schlagen kann." (Alke Prem)

Teufelsaustreibungen beweisen noch nicht die Existenz von Teufeln oder anderen Dämonen.

Ich kenne nur ein Untier. Und das ist der Mensch.

Landeswappen Bayern "Die Gedanken sind frei!" - schön und gut. Doch was ist das schon dagegen, wenn es heißt: "Die Getränke sind frei!" - und das vielleicht auch noch bei freier Auswahl!

Liberalitas Bavariae: Freibier für alle!

Auch das noch: Hochwasser in Bayern - viele Fische ertrunken!


Schwaben und ihr Wein

Landeswappen Baden-Württemberg Nun lebe ich seit dem Jahr 2000 in der Weinstadt Heilbronn. Jetzt glaube ich zu wissen, was eine "Spätlese" ist: Wein der spät abends gelesen wird. Aber wieso wird Wein denn "gelesen" und nicht getrunken? Doch so Elke Heidenreich*: "Weinlesen macht nicht betrunkener als Büchertrinken belesener macht." Das rebenreiche Umland Heilbronns wird auch "die Philosophische Fakultät der schwäbischen Uni" genannt (eine andere haben sie ja auch nicht). Also gibt es auch entsprechende Lesungen. Da bin ich ja trotzdem richtig, auch wenn ich die Münchner Uni hier am meisten vermisse. Und jetzt weiß ich, warum ich immer schon dort leben wollte, wo Weinkultur herrscht und die Römer bereits gerne lebten.

Es ist wieder Besenzeit! Hier hat "der Besen" zwei wichtige gemeinschaftsstiftende Bedeutungen: Er ist einmal Symbol der "Kehrwoche", mit der der Schwabe Sauberkeit, Fleiß und Gemeinsinn unter Beweis stellen kann und dabei noch den Hausmeister einspart. Dann ist "der Besen" aber auch die gute Stube bei einem Winzer (schwäbisch: Wengerter), wo der Einheimische auf sparsame Weise seinem gesunden Appetit demonstrieren kann - eine Art Arbeitsessen - man muss ja "schaffe", und zugleich seinen Patriotismus durch eifrigen Verzehr des einheimischen Weines zeigen, der ja irgendwie weg muss.

Wengerts Häusle mit Rose   ...mit Falken links mit Rose (mittig), rechts mit Falken (oben)

Viele gehen nicht nur der niedrigen Preise wegen in den "Besen", wie mir eine Besenwirtin in Beilstein erklärte, sondern der Geselligkeit wegen, weshalb es im Besen immer so laut und voll ist. Freilich, Weinseligkeit kommt im Besen nicht auf, dazu fehlt einfach die Musi. Und wenn dann beim jährlichen "Feschtle" doch mal eine Musi spielt, passt sie selten zum Wein. Also, mit dem Heurigen in Grinzing ist die schwäbische Uni nicht vergleichbar. Da fehlt es den Schwaben offensichtlich am sangesfreudigen Gemüt. Und wenn wir (Dolores und ich) es einmal ruhiger haben möchten, folgen wir dem Vorschlag von Geheimrat Goethe, der an seinem 48. Geburtstag Heilbronn besuchte und eifrig recherchierte: "Wir gehn hinaus aufs Jägerhaus" (Faust, Osterspaziergang), wo einen der Wirt mit Handschlag begrüßt und die Bedienung nach dem Wohlbefinden fragt.

Da meine Seiten immer auch der Information dienen sollen, hier der Ursprung des Besen-Kults*: "Am Anfang des Besens steht Karl der Große. Der Erlass "Capitulare de villis" verfügte, dass die Wengerter nach Abgabe des Zehnten den Wein zuerst seinen Beamten anbieten mussten. Erst den restlichen Wein durften sie auf dem freien Markt verkaufen. Symbol für den Kehraus im Weinkeller wurde der Besen."
*entnommen der "Pavillon-Zeitung" Ausg. 07/02 der Weinbau Pavillon GmbH in Gundelsheim am Neckar)

Schillerdenkmal Marbach, Schillerhöhe, gegenüber dem Schiller-Nationalmuseum Wenn ich an Schwaben denke, denk' ich an Dichter und Getränke
Im Schwäbischen ist es bekanntlich schwierig, nicht mit den Spuren eines Dichters konfrontiert zu werden (selbst beim Wein) und es ist daher nicht verwunderlich, wenn Verse dann einen nur so zufliegen. So auch Ostermontag 2003 bei meinem Osterspaziergang in der Schillerstadt Marbach.

Ich saß auf einer Bank so für mich hin,
nichts zu suchen war mein Sinn.
Im Schatten sah ich Schillers Denkmal steh'n,
in Marbach war's, auf Schillers Höh'n.
Ich wollt' schon gehen, da merkt ich auf,
da steht ja glatt mein Name drauf.
Auch Dolores konnt' es lesen:
hier geht es auch um HILLEs Thesen
(tut man drei Buchstab'n überlesen.)
Ganz angetan als SCHILLERs Kern,
besuchten wir noch einen Besen
- nicht um den Schiller-, nein, den Kernerwein "zu lesen",
wollen Dichter doch "weniger erhoben
und fleißiger gelesen sein." (Lessing)

Ich bin ja nicht nur der Kern von Schiller, sondern auch der von Achilles, zudem gibt es in Niedersachen auch noch eine Stadt meines Namens, weshalb bei der Internetsuche nach Hille zu viele Fundstellen ausgewiesen werden. Besser ist es da, nach Helmut Hille als Wortgruppe zu suchen. Schiller (1759 - 1805) war jedoch nicht der Namensgeber des rar gewordenen Schillerweins, eine alte Sorte in schillernden Farbe aufgrund gemischtfarbiger Trauben, überkommen aus einer Zeit, als man den Wein noch nicht immer sortenrein kelterte, aber auch um unterschiedliche Qualitäten auszugleichen. (Die Bezeichnung "Schillerwein" darf nach einer neuen EU-Verordnung in Zukunft nur noch in Baden-Württemberg verwendet werden.) Der beliebte Kernerwein dagegen wurde nach dem Arzt und Dichter Justinus Kerner (1786-1862) benannt, einem Spätromantiker, der in Weinsberg ganz in der Nähe der Staatl. Versuchsanstalt für Wein- und Obstanbau gelebt hatte, von welcher die nach ihm benannte Sorte gezüchtet wurde.
     "Rotwein" ist mehr oder weniger kräftig rot, "Weißwein" nie weiß aber zumeist hellgelb bis grünlich, "Schillerwein" schillert rötlich - doch was für eine Farbe hat der "Schwarzriesling Weißherbst"? Schwarz? Weiß? Oder irgendwie herbstlich? Meine innere Logik sperrt sich, wenn ich im Besen einen "Schwarzriesling Weißherbst" bestellen möchte. Als Ausweg bestelle ich dann einen "rosé", selbst auf die "Gefahr" hin, dadurch einen nicht sortenreinen Schillerwein serviert zu bekommen.

Scan H.Hille     Gruß vom Weinberg!     

Pisa lässt grüßen
War mein Gedicht zu Schillers Namen mit Hilfe eines berühmten Goetheverses als Scherz gedacht, will newsflash.de in einer Nachricht vom 24.07.03 bei einem Schillerzitat aus "Wilhelm Tell" bei einer Online-Autorensuche ernsthaft "Goethe" als Verfasser erkannt haben. Vielleicht ist die Redaktion nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip vorgegangen, bei dem man bei bekannten Aussprüchen und Gedichten mit "Goethe" die meisten Treffer erzielt. Schöne neue Bildungswelt! Hier der Text von newsflash.de:
"+++ Onlinewelt: Amazon will "googeln" +++
Online-Buchhändler Amazon möchte für seinen Webshop eine Textsuchmaschine einrichten. Natürlich dürfte es interessant sein, "Durch diese hohle Gasse wird er kommen" einzugeben und dann sämtliche Goethe-Treffer serviert zu bekommen. Interessierte Käufer (oder auch Studenten, die ein Fachzitat benötigen) könnten so nach Begriffen und Themen in Büchern suchen und diese dann online bestellen - oder sich mit dem Zitat zufriedengeben."
    Aber hoffentlich nicht mit der falschen Antwort!

Land der Dichter und Tüftler
Schwaben ist bekanntermaßen auch das Land der Tüftler. Auch die Region Heilbronn-Franken sieht sich so, wie ich auf der BUGA Heilbronn lesen konnte. Da ist es dann wohl kein Wunder, dass gerade bei AUDI in Neckarsulm die Abschalteinrichtung für die Schadstoffbegrenzung der Dieselmotoren ertüftelt wurde (Vorsprung durch Technik!). Dabei ist aber nicht nur den Technikern ein Vorwurf zu machen, sondern auch der Politik. Als die neuen Abgasnormen herauskamen habe ich mich sofort gefragt, ob die Technik das wohl so schnell schaffen kann. Alles braucht seine Zeit bis zur Produktionsreife. Das macht man nicht so einfach über Nacht. Da muss man sich dann schon mal behelfen.


Einstein, der Uri Geller des Raumes

Einstein in seiner Altersweisheit "Das Dumme an den Zufällen ist, dass man sie so schwer vorhersagen kann." Sich selbst veralbernd sagte das "Albert Einstein", dargestellt von dem wunderbar schlitzohrigen Walter Matthau (+ 1.7.2000), in dem Film von 1994 "I.Q. - Liebe ist relativ", der mit vielen Einsteinzitate gespickt ist. Zuerst feixen Einstein und seine Freunde spitzbübisch über Einsteins richtige Alterweisheit, dass "die Zeit (als Sache) nicht existiert", während die übrige Welt in unglaublicher Naivität immer noch denkt, sie könne wie ein Pizzateig gedehnt, gekrümmt, geschrumpft und gemessen werden. Dann versuchen sie einen sympathischen aber durchschnittlich begabten jungen Mann, einen Mechaniker, der Einsteins Nichte Catherine liebt, als "Genie" erscheinen zu lassen(!), also durchaus die Differenz von Sein und Schein kennend, weil sie (die Irre) unbedingt ein Genie als Mann haben will. Richtiger müsste der Film eigentlich "I.Q. - Genie ist relativ" heißen. Allein der Geniekult der Relativisten zeigt schon, dass es ihnen am rechten Wissenschaftsverständnis fehlt. "Eine Ironie des Schicksals (ist es), dass die andern Menschen mir selbst viel zuviel Bewunderung und Verehrung entgegengebracht haben, ohne meine Schuld und ohne mein Verdienst." (Albert Einstein, um 1930)

Da stimme ich Einstein zu: ohne Humor ist Physik heute nur schwer zu ertragen.

Einstein widerlegt, instantane Geschwindigkeit bewiesen
Zwei Streifenpolizisten verunglücken mit dem Streifenwagen. Sagt der eine: "Also, schneller als momentan kann man nun wirklich nicht am Unfallort sein." (Janine Zepp, Viersen)

Einmal war ich auf der Autobahn mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs, denn meine Uhr war stehen geblieben. Nach Einstein passiert das immer dann, wenn die Lichtgeschwindigkeit erreicht ist. Oder war nur die Batterie leer? Physiker scheinen ja nicht zu wissen, was der Zweck einer Uhr ist und was sie antreibt. Und da sie nicht zwischen Uhr und Zeit unterscheiden können oder wollen, müsste, wenn eine Uhr herunterfällt und kaputt ist, nicht nur die Uhr sondern auch die Zeit stehen bleiben. Teufel nochmal! Wir wären dann sofort alle tot! Doch was hätten wir davon, wenn auf diese Weise die Theorie wieder einmal "glänzend bewiesen ist", wie es immer so schön heißt? - Zu schön, um wahr zu sein!

Aber hier im Haus bin ich sogar schneller als Licht! Das Phänomen kann ich fast täglich beobachten. Mein Wagen steht in einer Tiefgarage mit 19 Stellplätzen. Mein Stellplatz ist seit kurzem hinten rechts neben dem Hauszugang ohne direktes Tageslicht. Die Einfahrt ist in etwa in der Mitte. Fahre ich rein, reagiert der Bewegungsmelder und das Garagenlicht wird eingeschaltet. Zuerst im Bereich der Einfahrt, dann nach und nach in allen Sektionen. Wenn ich zügig fahre, bin ich auf meinem Stellplatz noch bevor dort das Licht angegangen ist. Ich bin dann also schneller als das Licht und käme noch im Dunklen zu stehen, sofern ich nicht wie neuerdings auch tags zumindest in der Garage mit Abblendlicht fahre. Aber wenn ich sowieso tatsächlich schneller als das Licht bin und es ständig überhole, brauchte ich es auch erst gar nicht einzuschalten.

Zum Zuspätkommen ist es immer noch Zeit. Auch für das Licht! (nach Elli Eckstein)

Heilbronner Einstein News 2007 - 2016: Hündisches von Hund Einstein bis Einsteins Hund
"Einstein wird abgegeben, da er nur ein bis zwei Stunden alleine bleiben kann - danach fängt er an zu bellen." (Heilbronner Wochenblatt "echo" vom 12.09.07)
wie der Bayer (lobend) sagt: Ja, a Hund issa scho, da Einstein.

Wo bleiben die ganzen Einsteinfreunde? Einstein sucht nach 22 Monaten noch immer ein Zuhause, ist jetzt jedoch plötzlich jünger als je zuvor (mit Überlichtgeschwindigkeit gereist? Oder einfach "das ewige Kind"?). echo vom 08.07.09: "Einstein ist ein prächtiger, rot-weiß gezeichneter Berner(!)-Sennen-Mischling, der 2008 geboren wurde. Er wurde abgegeben, weil er bellt, wenn er alleine zu Hause bleiben muss. Einstein kann gut zu größeren Kindern vermittelt werden und ist mit Hündinnen immer, mit Rüden oft verträglich. Er braucht Auslauf und ist ein unheimlich verschmuster, menschenbezogener Hundemann." Im September 2007 war er aber lt. echo bereits 7 Jahre alt, aber 2008 wäre er erst geboren worden! Dabei sieht der angeblich Einjährige so struppelig aus wie der große Albert im Alter und streckt wie dieser jetzt auch noch die Zunge raus. - Es ist wie sonst auch immer: sobald der Name "Einstein" fällt, gleich in welchem Zusammenhang, sind die Menschen sofort voll von der Rolle und reden offen sichtlichen Unsinn daher, an den sich aber niemand stört (s. z.B. auch Anhang 2 von I/B7a). Allein schon der Name "Einstein" hat eine betäubende Wirkung.

Einstein als Berner Sennen-Mischlinng - Fundstelle einstein.wiki.sourceforge.net Wie sich die Bilder gleichen (nur die Zunge ist beim Hund etwas länger und seine Nasenlöcher der ebenfalls knubbeligen Nase sind vorn, doch Pelz tragen beide): Ja, jetzt weiß ich endlich, warum der Berner-Sennen-Mischling "Einstein" heißt. Und noch dazu: War nicht Einsteins Zeit in Bern die produktivste und wichtigste in seinem Leben? (Obgleich Einstein ein starker Esser war, hat man die Einstufung von 2007 "Berner Appenzeller Mix" - für den Hund - 2009 doch lieber fallen gelassen, denn bekanntlich frisst der Appenzeller den Kas mitsamt dem Teller. Davon ist bei beiden bisher nichts bekannt.) Würde da, wo zum Thema Einstein immer kurz zuerst sein Bild mit der Zunge gezeigt wird, einmal der Hund Einstein mit Zunge eingeblendet werden, würde das wohl vielen kaum auffallen.
      2 Kommentare von Hans Deyssenroth: "Ich weiß nicht, was ihr wollt: Er hat lange Haare, zeigt die Zunge und sagt bedeutungsvoll "Wau", wobei man nicht genau weiß, was das bedeutet. Also ganz Einstein. Für die Altersangabendiskrepanz gibt es natürlich die Zeitdilatation." "Übrigens, in dem Zusammenhang gibt es noch einen experimentellen Beweis für die Zeitdilatation: Bewegte Hunde leben länger."

Ich hatte die Missinformation über das Alter von (Hund) Einstein bei der echo-Redaktion reklamiert, aber keine Antwort erhalten, vermutete aber eine Richtigstellung in "echo-Tierheim", die jetzt nach über 2 Monaten am 16.09.09 tatsächlich auch erschien, aber irgendwie getarnt, denn zuerst werden groß im Bild zwei Katzen gezeigt (wo sonst immer Hunde an erster Stelle kommen) mit der Unterschrift: "Die beiden süßen Kätzchen Agip und Aglaia aus dem Heilbronner Tierheim sind noch etwas schüchtern." Dann jedoch unvermittelt gleich anschließend im Text, ohne dass das Wort "Hund" vorkommt: "Einstein wird sieben Jahre alt, und er ist ein bildschöner, verschmuster und verträglicher Berner-Mischlingsrüde, der sehnlichst ein neues Zuhause wünscht. Einstein kennt den Umgang mit Kindern, ist gutmütig, er kann allerdings nicht lange allein bleiben." Sieben Jahre alt war er allerdings lt. echo schon vor genau zwei Jahre. Die Wahrheit über Einstein war noch nie einfach (es gibt immer mehrere Versionen und keine muss stimmen). Doch kann man hier an der Bezeichnung "Rüde" wenigstens gerade noch erkennen, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen (etwas älteren) männlichen Hund handeln muss und nicht um einen rüden jungen Einstein in Bern, der trotzdem verträglich ist und gern schmust (nicht nur mit Mileva). (Wie es mit Einstein weiter ging s. unten die E-Mail des Tierheims.)

WAU! Sogar WAU-WAU! Nachdem der gesunde Menschenverstand trotz immer neuer Lehrbücher zur Relativitätstheorie sich weiterhin gegen sie sperrt, probiert man jetzt, ob tierische Hirne für das Verständnis der Theorie geeigneter sind. Zu diesem Zweck ist 2013 das Buch "Einsteins Hund. Relativitätstheorie [nicht nur] für Vierbeiner" mit 470 (!) Seiten im Verlag Springer Spektrum, Heidelberg, erschienen (hoffentlich können die Tiere es lesen!). In ihm versucht Einstein seinem Hund und anderen Tieren auf dem 2. Bildungsweg seine berühmte Theorie zu "erklären" (mit bellen?), nachdem er sich zuvor als Berner einem Berner Sennen-Mischlings-Rüden optisch schon so stark angenähert hatte, dass sie ihn für ihresgleichen hielten, was die Kommunikation sehr erleichterte. Nach dem Buch von Peter Tille "Albert Einstein und die Relativitätstheorie für Vorschulkinder", jetzt also auch noch eines für Hunde und Katzen! Wer werden die nächsten sein? (Vielleicht Außerirdische, damit auch noch die Galaxie infiziert wird.) Mit der Legende Einstein ist eben alles möglich - ob als Mensch oder als Hund! George Clooney hatte sich sogar extra mit Hackfleisch eingerieben, um Einstein (dem Hund) zu gefallen. Man ersieht auch hier, zu was Einsteinfreunde in ihrem blinden Trieb alles in der Lage sind.


hat ihn auch der Name betäubt?
ihn zu sich zu nehmen...."
Clooney hatte sich zuvor mit Hackfleisch eingerieben,
weshalb Einstein ihn sofort sympathisch fand. (echo vom 18.12.2011)
Einstein und kein Ende?
alle Tierfotos S.Anders
echo TIERHEIM vom 2. Juni 2010:
Er ist "zwölf bis 13 Jahre alt"
und jetzt so niedlich!
Was ist da passiert?
Wo ist die Zunge?

Auszug aus einer E-Mail vom 9. April 2010 der Vorsitzenden des Tierschutzvereins Heilbronn mit dem Betreff "Einstein mit 4 und 2 Beinen":
Sehr geehrter Herr Hille,
Einstein ist immer noch 2000 geboren und war demzufolge auch 2007 sieben Jahre alt. Dass auch der Redaktion des Echo ein Fehler unterlaufen kann oder gar ich diejenige war, die hier einen Fehler gemacht hat, tut mir leid.
Wir haben vor ca. 4 Wochen eine Familie mit einer Herdenschutzhündin im gleichen Alter wie Einstein gefunden, die 3 Wochen regelmäßig zum Spazierengehen bei uns waren und ihn dann am 31/3 mitgenommen haben. Wir hoffen sehr, dass er endlich seinen letzten Umzug angetreten hat und dort alt werden darf.
Viele Grüße und vielleicht möchten Sie ja doch einmal bei uns einige andere Langzeitkandidaten kennen lernen, ich würde Sie Ihnen auch gerne vorstellen. Dabei können wir auch gerne über Relativitäten im Leben diskutieren, da mir der andere Einstein berufsbedingt nicht ganz fremd ist :-)
Ihnen ein schönes WE und vielen Dank für Ihre Unterstützung (Spende für den Tierheimneubau).
Foto Heilbronner STADTZEITUNG Silke Anders (ohne Zunge)
Sie hat es geschafft! Das neue Tierheim wurde im Okt. 2014 eingeweiht. Gratulation! Ich habe es gleich besichtigt, um zu sehen, wo mein Geld geblieben ist! Einen Hund Einstein gab es dort zu dieser Zeit nicht.

Das sind wohl zwei Einsteins auf der Suche nach einem "neuen Wirkungskreis" (nicht nach Arbeit, das war noch nie die Sache von Einsteins).
Aus echo vom 17. Juli 2016 unter "Stellengesuche" heißt es:
"Arbeitsplatz mit Hund? Durch Verlust meiner Sehkraft auf einem Auge wurde ich nach meiner abgeschlossenen Ausbildung als ZMF berufsunfähig. Ich suche zusammen mit meinem Hund einen neuen Wirkungskreis. Wer hat einen Platz für uns beide frei und gibt uns eine Chance?" (Email: zweite-chance@...) Vielleicht die Hundeschule mit dem Einsteinkurs. Selbst Blinde willkommen!

Einstein in Bern
Ein deutscher Tourist fragt Einstein in Bern vor seinem Haus in der Kramgasse: "Guter Mann, warum hat der Zytgloggeturm denn zwei Uhren?" Einstein überlegt kurz, "weiß" er doch, dass es keine Gleichzeitigkeit gibt: "Wenn zwei gleichzeitig wissen wollen, wie spät es ist, können sie die Zeit nicht zugleich ablesen, weil es keine Gleichzeitigkeit gibt. Darum hat der Zytgloggeturm zwei Uhren, damit keiner von beiden warten muss." Es ist nicht bekannt, ob der Tourist darob voller Zweifel an seinem Verstand sich in den Berner Bärenzwinger stürzte.

geheimnisvoller Kosmos
Eine Frage bewegt mich: Fliehen uns die Galaxien erst seit Einsteins Relativitätstheorien hier als höchste Weisheit gelten oder taten sie das schon immer?

Noch einmal Elli Eckstein: "Gott weiß alles. Aber einige wissen es besser." (z.B. dass er nicht würfelt)


Multikulti im Ententeich?
Noch eine Viecherei

Im kleinen Teich des Stadtparks (Wertwiesenpark, ehemaliges Landesgartenschaugelände) schwammen einst Stockenten zusammen mit den Fischen, vor allem Karpfen, vielleicht begleitet von Wasserratten im Uferbereich. Irgendwann gesellten sich Blesshühner (Rallen) dazu. Dann kamen kleine Teichhühnchen, wohl nicht sehr vermehrungsfreudig, weshalb es immer nur wenige waren. Dann flog vom nahen Fluss ein Schwanenpaar ein, das bald 5 Junge hatte. Und einzelne entflohene weiße Hausenten mischten das Farbspektrum der Stockenten auf, so gibt es z.B. fast schwarze Enten mit weißer Brust. Jetzt aber gibt es noch Nilgänse aus Ägypten, die alle ihre 8 Jungen gut bewacht aufgezogen hatten, was den Stockenten nie gelingt (ich weiß jetzt warum). Die Nilgänse gesellen sich gern zu den Schwänen, wollen also was Besseres als Enten sein. Und ab und zu schaut auch ein Graureiher vorbei und inspiziert das Fischangebot. Nutria schwimmen ungeniert umher und kommen auch mal an Land, wenn es dort was zu Fressen gibt. Den Lieblingsvogel der Tierschützer, den gefräßigen Kormoran (Fische haben keine Lobby), habe ich dort allerdings noch nicht gesehen. Wie die Experten von Multikulti meinen, fehle es an exotischen Wasserschlangen. Ich dagegen vermisse eher fröhlich quakende Frösche. Bin wohl zu konservativ.
August 2017: Eine Entwicklung der Teichnutzung, die sich schon angedeutet hatte, als ich schrieb "ich weiß jetzt warum", ist jetzt in brutaler Weise eingetreten. Während die Nilgänse ihren Nachwuchs zumeist vollständig durchbringen, wenn er nicht von Schwänen in der Brutzeit dezimiert wird, gelingt dies Enten und den kleineren Wasservögeln nicht, weil die Nilgänse die Küken der kleineren systematisch ersäufen. Die Enten, Blesshühner und alle anderen wurden immer weniger und sind jetzt ganz verschwunden, während sich über 35 Nilgänse auf dem kleinen Teich und den umliegenden Wiesen tummeln. Der letzte einsame Schwan hat sich an das äußerste Ende des Nebenteiches zurückgezogen. Man möge es mir verzeihen, aber mir war als blickte ich jäh in Deutschlands Zukunft, was zwar sicher übertrieben war, aber dieser Eindruck drängte sich mir beklemmend auf im Hinblick auf die Millionen zeugungsfreudiger Afrikaner und Asiaten, die sich in Richtung Mitteleuropa aufgemacht haben und noch aufmachen werden, wo Grüne und Linke in ihrer internationalen Solidarität sie wohlwollend empfangen und ihnen den Familiennachzug garantieren, bis sie eines Tages als Erste davon gejagt werden, denn solche verantwortungslosen Politiker können die neuen Herrscher nicht brauchen. Mit Multikulti fing es im Ententeich so hoffnungsfroh an und jetzt sind die ursprünglichen Bewohner verschwunden. Ein Gleichnis?
14. Sept. 2017: Entwarnung!? Es sind wieder Stockenten da! Sogar 2 weiße. Ca. 15 Stück und ca. 15 Nilgänse. Und im Uferbereich schwommen 2 fette Nutria so groß wie kleine Dackel. Mal sehen, wie es weiter geht.
3. Juli 2018: Habe wieder einmal am Teich nachgesehen. 1. Wasser sehr verschmutzt, kein Luftsprudler in Betrieb. (spart Heilbronn für die BUGA 2019?), 2. bei der Brücke nur 2 Stockenten im Wasser in Richtung Norden, 3. in der Nähe des (sehr sparsamen) Zuflusses im Schatten eines großen Baumes mind. 20 Nilgänse, die mich kritisch beäugen, auf der anderen Wegseite nochmals mind. 8 - Szene unheimlich, 4. ganz zurückgezogen im Gras (wie zur Erinnerung) 4 Stockenten, eine davon weiß. Stockenten ohne Nachwuchs, da dieser von den "Willkommenen" vorsorglich gleich ersäuft wird. 5. Ansonsten weder wie einst Blässhühner (Rallen), Teichhühnchen, geschweige ein Schwan. Sind sie die neuen Flüchtlinge, weil Fremde sich hier breit gemacht haben? Und wo sind sie hin? Leben sie noch?
18. Okt. 2019: Im trüben Wasser und an Land fand ich ca. 8 Stockenten. Doch keine Entwarnung. 2 Wächter waren auch da.


Die Scherz-Ecke
Unverhofft kommt oft

König Fußball
Jogi Löw hält nach einem katastrophalen Spiel eine Grundsatzrede in der Kabine. Er hält den Ball in die Höhe und sagt: "Jungs, ich glaube wir müssen noch einmal ganz von vorn anfangen." Die Mannschaft schweigt. Plötzlich jemand aus der letzten Reihe: "Können Sie das Ding bitte noch einmal zeigen?" (frei nach echo Heilbronn)

Der Sohn des Fußballstars bringt stolz sein Zeugnis nach Hause: "Schau mal Papa, mein Vertrag mit der dritten Klasse ist verlängert worden." (aus echo Heilbronn)

Wissen ist Macht - Nichtwissen macht nichts
"Welche Wörter gebrauchen Schüler am meisten?" fragt der Lehrer. Der aufgerufene Franzl sagt: "Ich weiß es nicht." Der Lehrer: "Richtig! Gut aufgepasst. Dafür bekommst du eine Eins." (frei nach echo Heilbronn)

Franzl gibt frohgemut seine Klassenarbeit in Mathematik ab: "Ich habe fünfmal nachgerechnet." Lehrer: "Brav, Franzl, brav!" Franzl stolz: "Und hier sind die fünf Ergebnisse!"

Der Mathematiklehrer völlig verzweifelt zur Klasse: "Diese Klasse ist so schlecht in Mathematik, dass ich eigentlich 60 Prozent durchfallen lassen müsste." Da lacht jemand aus der letzten Reihe: "Hahaha! 60 Prozent! Ha! So viele sind wir doch gar nicht!" (aus echo Heilbronn)

Klare Logik
Ein besorgter Passagier fragte vor Reiseantritt einen Statistiker nach der Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Bombe an Bord des Fugzeugs befindet. Der Statistiker rechnet und rechnet und sagt schließlich: "Ich habe eine Lösung für Sie! Nehmen Sie selbst eine Bombe mit, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass zwei Bomben an Bord sind." (Quelle unbekannt)

Der Schutzengel
Schimpft der Vater: "Mit so schlechten Noten hätte ich mich früher aber nicht nach Hause getraut." Der Sohn grinst: "Da siehst du einmal, Papa, dass ich viel mutiger bin als du." (aus echo Heilbronn)
Sohn ist wie Einstein: "Es lebe die Unverfrorenheit! Sie ist mein Schutzengel in dieser Welt."  (DUDEN: unverfroren = keck, frech)

Der kleine Unterschied
Zwei Analphabeten unterhalten sich. Fragt der eine: "Wie unterschreibst du?" Sagt der andere: "Mit drei Kreuzen. Und du?" "Mit vier Kreuzen." "Warum vier?" "Oh, ich Doktor!"

Bestellung
Der Zollbeamte beugt sich ins Auto und fragt: "Alkohol, Zigaretten?" Der Fahrer: "Nein, zweimal Kaffee, bitte!" (aus echo Heilbronn)

Hoffnung
Der Polizist verwarnt den Autofahrer und sagt: "Ich hoffe, dass ich Sie in Zukunft nicht mehr beim Rasen erwische". Darauf der Auofahrer: "Ja, das hoffe ich auch." (aus echo Heilbronn)

Das Selbstgespräch
Arzt: "Führt Ihre Frau oft Selbstgespräche?" "Ja, aber sie weiß es nicht, sie glaubt, ich höre ihr zu!" (Edita Heinrich, Berlin)

Einladung
Zum Freund: "Stell Dir vor, der Bürgermeister hat unseren Gesangverein eine Versammlung von Vollidioten genannt." "Ja, und was habt ihr ihm geantwortet?" "Wir haben ihm sofort die Ehrenmitgliedschaft angeboten!" (aus echo Heilbronn)

Vergessen
Professor in der Klausur: "Student Müller, kennen Sie Newtons Axiome?" Student: "Herr Professor! Heute früh habe ich sie noch alle gekannt. Ganz bestimmt! Aber jetzt habe ich sie leider vergessen." Professor: "Verdammt, da hat nun endlich mal einer Newtons Axiome gekannt und jetzt hat auch er sie vergessen!"

Nachträge zur Gehirnforschung:
"Sag mal Charly, wusstest Du, dass das menschliche Gehirn nur mit einem Drittel seiner Leistung arbeitet?"* - "Ach, das ist ja interessant. Und was macht das andere Drittel?" (Katharina Wonhardt, Oberschöna)
*Scientology warb mit einem ähnlichen, Einstein zugeschriebenen Ausspruch

"Es gibt im Gehirn nirgends Bereiche, die brachliegen. Wäre dem so, könnte man von dort Gewebe entnehmen, ohne Funktionseinbußen befürchten zu müssen. Dem aber ist nicht so."* (Wolf Singer, Hirnforscher in seinem Buch "Der Beobachter im Gehirn", s. die Buchbesprechung auf (III/4) 5. und 6. Text
*auch hier irrte Einstein

Wir lösten das Problem - einstimmig und bequem - indem wir alle fanden - es wäre nicht vorhanden. (von Peter Oexl berichtet)

Verzeichnis der Humorbeiträge

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