Können Dinge etwas beobachten und wissen? Meine ultimative Kritik der SRT

Was heißt "beobachten"?

Die Natur ist blind und unwissend - Menschen sollten es nicht sein

mit  Einsteins blinder Fleck



"Ohne Spekulation gibt es keine Beobachtung."
Charles Darwin in einem Brief an Alfred Russel Wallace

Alles Beobachten setzt Wahrnehmungen durch Sinnesorgane voraus. Sinnesorgane sind speziell sensibilisierte Zellen der Körperoberfläche. Sie verwandeln auftreffende Energien in Nervenimpulse, die zuerst an verarbeitende und dann an bewertende und selektierende Areale des Gehirns weitergegeben werden, bevor ein Ergebnis in Form eines Urteils vorgelegt werden kann. Es kann also immer nur wahrgenommen werden, was auf den Körper direkt auftrifft. Das ergibt die Kernaussage:

Eine Fernerkennung ohne ein vermittelndes Medium ist ausgeschlossen.

Ohne Licht kein Sehen, ohne Luft, ein anderes leitendes Material oder Radiowellen (und deren Umsetzung) kein Hören usw. Die Wahrnehmung selbst ist in der Regel ein Wiedererkennen, d.h. ein Zuordnen der Nervenimpulse zu bekannten Mustern, wodurch beispielsweise Helligkeitseindrücke zu Seheindrücken werden, die dann in Form von Urteilen (z.B. beim Nachthimmel: "großes Licht = Mond", "kleines Licht = Stern", "blinkende Lichter = Flugzeug", "gleichmäßig dahinziehendes Licht am frühen Nachthimmel = Satellit", "keine Sterne zu sehen = Wolken") in das Bewusstsein treten. Beobachtung als bewusste Wahrnehmung heißt also, den Sinneseindrücken mehr oder weniger automatisch Namen und Eigenschaften zuzuordnen sowie Beziehungen zwischen ihnen herzustellen, die dem subjektiven bewährten Verständnis des Beobachters dienen, z.B. im Sehen von Sternbildern, mit deren Hilfe sich Kundige orientieren. Solche räumlichen Beziehungen (Relationen) werden ganz unabhängig von der Frage generiert, ob sie auch objektiv zwischen den beobachteten Objekten selbst bestehen, z.B. zwischen Sternen, was man ja von vornherein sowieso nicht weiß. Sich auf den vom Gehirn erzeugten Eindruck zu verlassen und Relationen und ihren Änderungen, von uns als "Bewegung" empfunden, ungeprüft physikalische Relevanz zu unterstellen, wäre nicht nur naiv, sondern ließe auch jene Sorgfaltspflicht vermissen, die man von einem Wissenschaftler erwarten muss. Wahrnehmen und Beobachten sind also keine nur aufnehmenden passiven Akte, sondern gezielte Aktivitäten (man denke nur an das selektive Hören) und Wertungen des autonomen kognitiven Apparates zur schnellen Gewinnung möglicherweise brauchbarer Informationen, deren Brauchbarkeit sich aber erst noch erweisen muss, soweit ein solcher Erweis durch Erfahrung nicht bereits vorliegt.

Ebensowenig wie es ohne auf den Körper auftreffende Energien weder Nah- noch Fernwahrnehmungen gibt, gibt es ohne vermittelnde Energien auch keine über die eigene Reichweite hinausgehenden Fernwirkungen. Auch das Schwerefeld eines Körpers, als eine ihm zugehörige reale Eigenschaft, ist immer schon am Ort seiner Wirksamkeit, wodurch der sich darin aufhaltende Organismus mit Hilfe des Schweresinns jederzeit seine Lage zur Fallrichtung feststellen und sie im Vergleich mit der Eigenwahrnehmung durch Ausgleichsbewegungen korrigieren kann. Andernfalls könnte er nicht überleben. Es war also von Einstein richtig, strikt gegen unvermittelte "Fernwirkungen" zu sein. Falsch aber war es von ihm, Newton die Annahme von Fernwirkungen zu unterstellen, obwohl Newton in seinen "Principia" die Zentripetalkraft als eine ständig anwesende und um den anziehenden Körper herum verteilte, ihm zugehörige Eigenschaft beschrieben hatte (s. I/B5). Weil Einstein, im Sinne Machs, ohne den Kraftbegriff auskommen wollte, musste er mit der physikalischen Relevanz der vom Beobachter gesehenen räumlichen Beziehungen zwischen in der Regel voneinander getrennten und zumeist auch beliebig entfernten Dingen argumentieren. Auf den Augenschein angewiesen, hat erst Einstein in der Physik ohne Kräfte vermittelte Fernwirkungen ins Spiel gebracht. Und übt eine Einsteinsche "Masse", die den Raum "krümmt", nicht die reinste Fernwirkung aus? Für Einstein, der als Determinist immanente Ursachen ablehnte, sollten überhaupt "die fernen Fixsternmassen" für das örtliche Trägheitsgeschehen verantwortlich sein (machsches Prinzip) und nicht etwa die Sachen ur-sächlich selbst. Ferner geht's nicht!

Wie es physikalischen Gegenständen mangels Bewegungsorganen objektiv nicht möglich ist, "sich zu bewegen", sondern immer nur ein Bewegungseindruck des Beobachters vorliegt, haben sie mangels Beobachtungsorganen auch keinerlei Nah- und Fernblick, um von ihrem Relativverhalten untereinander oder zu den von Beobachtern benutzten Bezugssystemen "wissen" zu können. Und zu spekulieren, welches System "das ruhende" ist, nach dem sie sich zu richten haben, vermögen sie mangels mentaler Fähigkeiten natürlich auch nicht,

was die ganze relationistische Argumentation der SRT illusorisch macht.

Auch noch so viele "Beweise" zu Gunsten von Einsteins relativistischer Weltdeutung erübrigen nicht die Beantwortung der Frage, wie auch unbelebte Gegenstände etwas von Relationen zwischen sich und anderen Objekten oder Beobachtern "wissen" können und warum sie sich nach diesen Relationen richten sollten, wie Einstein annimmt, was ja absurder als Aberglauben ist, denn dieser kennt auch immer Ursachen, wenn auch obskure. Selbst der Zauberer kommt nicht ohne beschwörende Sprüche und Gesten aus.

Wegen seiner zwanghaften Ablehnung der Beobachterrolle und der damit unvermeidlich einhergehenden fehlenden Unterscheidung von Beobachter und Beobachtetes, rechnete Einstein alles Wahrgenommene den Dingen zu, weshalb es für ihn keinen Unterschied gab zwischen dem Selbstbeweger und Relationenhersteller Mensch und den physikalischen Gegenständen. Sie hielt er für genauso objektiv beweglich (oder ruhend) und informiert wie den Beobachter selbst und machte diese Gleichsetzung zur Grundlage seiner Theorie. Darüber hinaus unterstellte er den Dingen auch noch, dass sie sich gemäß diesem so verordneten "Wissen" verhalten würden, wie Soldaten den ihnen erteilten Befehlen. Doch die Natur ist blind und unwissend! Für Newton verharrten deshalb alle unbelebten Dinge bar jeglichen Wissens und mangels Fernsteuerung und daher notwendig "von sich aus" lediglich in ihrem Zustand, soweit sie nicht mit den vor Ort anwesenden Kräften wechselwirken, wobei sie dann "stur" versuchen, sich in ihrem Zustand zu erhalten, was die Quelle der Kraft ist, die von ihnen ausgeht! Für Einstein aber gab es keinen Unterschied zwischen Dingen und Menschen, weshalb er als Physiker, "der von den Gesetzmäßigkeiten alles Geschehens durchdrungen ist", auch davon überzeugt war, es "handelt der Mensch nach äußerer und innerer gesetzlicher Notwendigkeit, ist also vom Standpunkt Gottes nicht verantwortlich, sowenig wie ein lebloser Gegenstand(!) für die von ihm ausgeführten Bewegungen." Auch der Mensch ist also nur ein Stein unter Steinen, auch Einstein ein Stein - man hätte es wissen können, der Name sagt es doch schon. Auf dieser Basis physikalischer Gesetzmäßigkeit kann man tatsächlich einfachen Gemütern "alles so einfach wie möglich", nämlich rein materiell und ohne Berücksichtigung der Beobachterrolle "erklären", wie es Einstein mit seinem Ideal der "logischen Einfachheit" immer vorgeschwebt hatte, aber natürlich "nicht einfacher" - weil es einfacher einfach nicht geht!

Doch ist durch diese reduktionistische Gleichmacherei des Ungleichen irgendetwas erklärt? Heißt "denken" nicht, Unterschiede zu erkennen und damit die Intelligenz als kritisches Vermögen zu schärfen? Und wäre nicht gerade dies die Aufgabe der Wissenschaft? Sind es nicht gerade die Unterschiede zwischen Unbelebten und Belebten, die es wissenschaftlich zu verstehen gilt, ebenso wie die Unterschiede zwischen Denken und Sein, wollen wir über ein zutreffendes Wissen verfügen?

Ohne die vermenschlichende Aneignung physikalischer Gegenstände infolge mangelnder Selbstwahrnehmung, verbunden mit Realitätsverlust, hätte es wahrscheinlich nie eine Relativitätstheorie gegeben - denn was bleibt von ihren "Problemen" und "Lösungen" ohne ihre so plausibel klingenden Argumente, als hätten "Physiker" es mit ihresgleichen zu tun?, was ich "Mentalismus" nenne. Physiker hier mit Anführungszeichen, denn wird man nicht dadurch erst zum Fachmann, wenn man in der Lage ist, sich in die Eigen-Art seines Gegenstandes hineinzudenken und ihn sodann in einer ihm angemessenen Sprache zu beschreiben? So ist die SRT eine wirklich theoretische Physik, die sich mit Vokabeln des Lebendigen rein im Kopf abspielt, weshalb Einstein auch ein Meister in Gedanken-Experimenten war. In diesen ihm wichtigsten "Experimenten" rechnete er am Schluss den Augenschein v mittels der Lorentz-Transformationen einfach weg ohne ihn aufzuklären, sein Vorgehen durch kompensatorische Eigenschaften der Messmittel entschuldigend. Das mag zwar eine an Newton angelehnte elegante mathematische Methode sein, den Augenschein "Geschwindigkeit" verschwinden zu lassen. Sie vermittelt hier jedoch falsche Gewissheiten, erscheint er doch nun legitimiert, solange man Einsteins relativistische "Erklärung" ernst nimmt und die Lorentz-Transformationen nicht in ihrer das Denken korrigierenden Funktion durchschaut, die durch diese versteckte Wahrheit Einsteins Theorie in Grenzen brauchbar macht. Ich denke, dass auch die Allgemeine Relativitätstheorie ihre versteckten Wahrheiten in Form von Gleichungen hat. Und wenn darüber hinaus auch Gravitationsfelder aufeinander einwirken, was m.E. noch nie bedacht und untersucht wurde, kann es bei ihnen zu Verwerfungen kommen, die mit dem Terminus "Krümmung" beschrieben werden können. Aber das hat nichts mit dem Raum als Anschauungsform zu tun, den Einstein materialisieren wollte. Weil dabei aber der vergleichende Kopf und seine Setzungen aus dem Blickfeld verschwunden sind, denn man war ja nun mitten drin, scheint es ganz im Gegenteil so, als hätte die SRT mit der ihr eigenen Materialisierung mentaler Ordnungsmuster wie Raum, Zeit und Masse, "die klassische Physik vom Kopf auf die Füße gestellt", wie der Wissenschaftshistoriker Jürgen Renn schreibt, wäre also besonders den physikalischen Objekten und "Tatsachen" verpflichtet, während sie in Wahrheit und mit Absicht, getreu dem Machschen Sensualismus und der von ihm gelehrten Denkökonomie willen, einfachheitshalber Sinneseindrücke, wie den Augenschein, und mentale Größen unkritisch als das objektiv Gegebene behandelt, was ein Wissenschaftshistoriker doch eigentlich wissen müsste. Ich denke, sie ist daher ein Triumph des Geistes in seinem Bestreben, sich nicht in die Karten sehen zu lassen, was er am besten dadurch erreicht, dass er gleich die alles komplizierende Beobachterrolle unterschlägt, um ungestört arbeiten zu können (s. II/7).

Ohne dass diese grundsätzliche Sicht des vorhergehenden Satzes auf die Weisheit des Hirns an Richtigkeit einbüßt, ist aber noch eine andere hirnmäßige, rein in der Person Einstein liegende Erklärung möglich:

Einsteins blinder Fleck
In dem bekannten Film "Die Feuerzangenbowle", mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle, sagte der vom wunderbar schrulligen Paul Henkels gespielte Physiklehrer, der den Schülern ein Verständnis der "Dampfmaschin" vermitteln wollte einleitend: "Wat isert a Dampfmaschin'? Da stelle ma uns mal janz dumm." Warum sagte er das? Weil unbelebte Dinge in unserem Sinne "dumm", d.h. blind und unwissend sind, da sie weder über Sinnesorgane noch über Intelligenz verfügen. Nur wenn wir uns in ihre "dumme" rein mechanische Natur hineinversetzen, können wir hoffen, ihr Verhalten zu verstehen. Pädagogen wissen das. Physiker scheinen dieses Problem überhaupt nicht zu bemerken. Sie projizieren unbekümmert ihr Denken auf die Dinge. Kein Wunder dass sie dann meinen, die Dinge zu verstehen.
      Sich in sein Gegenüber nicht hinein versetzen zu können, das Fehlen von Empathie, ist das Hauptmerkmal des Autismus. Zu der für Autisten typischen extremen Selbstbezogenheit im Denken gehört, nicht die Andersartigkeit seines Gegenübers begreifen zu können, also auch die Andersartigkeit physikalischer Gegenstände gegenüber sich selbst als lebendiges Wesen mit mentalen Fähigkeiten nicht zu verstehen. Dass Einstein als Kind autistisches Verhalten zeigte, ist u.a. in dem neuen Buch von Thomas Bührke "Albert Einstein" (dtv) nachzulesen. Nun aber noch eindeutiger und sehr viel ausführlich in dem gerade erschienenen Buch von Jürgen Neffe "Einstein. Eine Biographie" (Rowohlt), aus dem ich, weiter unten über einen Link zu erreichen, in einem Anhang zitiere. Ein auch in späteren Jahren nachwirkender Autismus ohne Sprachproblem (Asperger), verbunden mit einseitiger Hochbegabung im Rechnerischen, wie sie für viele auf Zahlen fixierte Autisten typisch ist, ließe uns dann Einsteins Gleichsetzung von Geistigen und Materiellen verstehen, wobei sich, wegen der fehlenden Trennung, beide Seinsweisen zwangsläufig mischen, das Geistige also von ihm materialisiert und das Materielle von ihm mentalisiert wurde, was ihn zu der Annahme brachte, die Dinge wissen um die Relationen, die ein Beobachter herstellt, und richten sich nach ihnen. Ob etwas, z.B. die Einschätzung Einsteins als Autist, eine Privatmeinung oder ein allgemeines Wissen ist, lässt sich heutzutage leicht klären, indem man z.B. mit der Suchmaschine Google.de ins Internet geht. Und siehe da: Zum Beispiel am 15.12.04 findet Google zu den Stichworten "Einstein + Savant" ca. 21.800 vor allem französische (ca. 13.200) und englischsprachige (ca. 7260) und auch 239 deutschsprachige Quellen, während es zu "Einstein + Autismus" doch immerhin noch weitere ca. 6800 zumeist deutschsprachige Fundstellen gibt, in denen Einstein und weitere Hochbegabte unter dem Aspergsyndrom beschrieben werden. (Nicht gefahndet nach "Einstein + autism" - s. Suche vom 21.01.09 in "Einstein als Autist" rote Schrift im unteren Viertel der Seite mit zusammen fast 2,5 Millionen allein englisch- und deutschsprachige Fundstellen! Wieviele Millionen mögen es erst jetzt sein, da diese Zeilen gelesen werden?!) Den Autismus Einsteins bei der Beurteilung seiner Argumente bisher nicht berücksichtigt zu haben, ist also ein Versäumnis von Physikern. Doch was wissen Physiker schon vom Autismus? Er ist in ihren Kreisen auch schwer auszumachen, weil es unter ihnen und den Mathematikern die meisten Autisten gibt und der allgemeine Objektivismus in den Naturwissenschaften als Verengung des Blickfeldes ebenfalls eine Form von Autismus ist, den sie deshalb für ganz natürlich halten. Zum Thema "Autismus - was ist das?" s. z.B. www.autismus.de des Bundesverbandes der Autisten, aber auch bei Wikipedia.
      Der Autismus ist m.E. keine Krankheit, sondern mit Autismus werden mentale Defizite beschrieben, die hirnbedingt nicht aufhebbar sind. Bei der Durchsicht einiger der genannten Internettexte zum Autismus habe ich eine Autismusdefinition gefunden, die m.E. voll auf Einstein zutrifft, weil sie erklärt, warum ihm der Zufall in der Quantenmechanik ein Gräuel war und warum die Beobachterrolle, die ja eine Rolle des Geistigen ist, bei ihm nicht zählte und er keinen der diesbezüglichen Argumente von Bohr zugänglich war, und zwar - und das ist entscheidend - OHNE ZU WISSEN WARUM! Hier also die Autismusdefinition, die allein schon den ganzen Einstein beschreibt: "Autismus ist die Unfähigkeit etwas einen Wert zu geben, das man nicht messen kann" (die Silicon-Valley-Insiderin Paulina Borsook). Daher war Einstein alles Unberechenbare und alles Unmessbare fremd und zuwider und ängstigte ihn, ja setzte ihn förmlich in Panik, wie seine ausfallenden Auftritte gegenüber der Quantenmechanik belegen. Andererseits glaubte er mit den Lorentztransformationen und kinematischen Erklärungen rein rechnerisch die Physik ohne das verpönte Sachverständnis beherrschen zu können. Ihm nachstrebend wird von Physikern bis heute im Einsteinschen Sinne versucht, Raum, Zeit, Masse und alle sonstigen Messgrößen durch Pseudomessungen, verbunden mit Sprachspielen, als materiell existierend zu erweisen. So spricht man statt von der "Materie", die gemeint ist, gleich von der "Masse", die eigentlich als Maß der Trägheit nur ein Aspekt der Materie ist und nicht sie selbst, um auf diese Weise die "Masse" als geistige Größe verschwinden zu lassen. Auch die milliardenschwere Suche nach dem Higgs-Boson am LHC im Cern und am Tevatron im Fermilab in den USA, das erst den Teilchen Masse verleihen würde, gehört zu diesen Bemühungen, den Materialismus in der Physik endgültig zu etablieren. Aber Masse = Widerstand (Trägheit) scheint immer nur dort auf, wo Körper aufeinander einwirken (Newton) und ist ansonsten eine potentielle Größe, heute "Ruhemasse" genannt. Weder ist die Eigenschaft "Masse" ohne Körper und Wechselwirkung erfahrbar, noch gibt es Körper ohne Masse (wenn auf sie eingewirkt wird). Sie muss materiellen Gegenständen weder erst durch ein Teilchen, noch durch "ferne Fixsternmassen" (machsches Prinzip) verliehen werden. Ein Körper, der keinen Widerstand bietet, existiert für uns nicht, denn wir können ihn nicht erfahren. Aber wen von den Relativisten interessieren schon solche "Details"? Sie reden im Alltagsjargon einfach so daher ohne nachzudenken und bilden sich noch ein, sie wären die Elite. Dabei sind sie nur unheimlich dumm und ignorant. Wenn man bessere Lösungen als solche nicht erkennt, kann man sich leicht überlegen fühlen.
      Nachdem durch die Michelson-Experimente die Illusion eines durch den Äther gegebenen absoluten Bezugssystems verloren gegangen war, brach unter den Physikern Ratlosigkeit aus, aus der zum Schluss Einsteins RT einen Ausweg zu weisen schien. Die Behauptung, auf die sich die ganze RT gründet, dass relativ zum Beobachter 1. die Lichtgeschwindigkeit immer c ist und 2. und dass relativ zum Beobachter sich nichts schneller als das Licht bewegen kann, hat jedoch einen rein autistischen Charakter, weil physikalische Gegenstände einzig und allein den an ihrem Ort wirksamen physikalischen Kräften unterliegen und außerstande sind, sich um einen nahen oder fernen Beobachter und/oder seine Mess-Systeme und damit um sein Denken zu kümmern. Zum Beispiel kann im Weltraum der Selbstbeschleunigung einer (Ionen-)Rakete einzig durch die ihr zur Verfügung stehende Energie eine Grenze gesetzt werden, nicht jedoch durch das Bezugssystem eines Menschen, der egozentrisch alles nur in Bezug auf sich selbst bzw. auf die von ihm bewohnte Erde zu denken vermag. Jürgen Neffe jedoch in "Einstein", S. 145, die Relativitätstheorie erklärend: "Uhren gehen langsamer, je schneller sie sich einem Beobachter gegenüber bewegen. Je näher sie in ihrer Bewegung der Lichtgeschwindigkeit kommen, desto mehr verlangsamt sich ihr Gang - bis zum Stillstand." "Wer sich das klar macht, hat die wichtigste Grundidee der Speziellen Relativitätstheorie schon verstanden." Also habe ich sie verstanden, wie ich gerade gezeigt habe, was ich schrieb, bevor ich die zitierte Stelle bei Neffe fand. Doch "verstehen" heißt noch nicht akzeptieren! Denn ist es nicht grotesk zu behaupten, dass der Gang von Uhren und die Ausdehnung von Körpern von der Geschwindigkeit zu einem Bezugspunkt abhängen soll, den ein Beobachter gibt bzw. sogar abgibt? Freilich wäre die Behauptung, dass es auf die Geschwindigkeit allein ankommt, ohne jeden Bezug, nicht nur grotesk sondern überhaupt sinnlos, weil Geschwindigkeit das Verhältnis von Raum zu Zeit ist, das eben nur in den Achsen eines Bezugssystems existiert, dass deshalb gegeben sein muss. Und die Distanzen der Skalen dieser Achsen können auch nicht davon abhängen, was durch sie erst ermittelt werden kann - die Geschwindigkeit -, wodurch sich ein unendlicher Regress ergeben würde. Wenn Menschen die RT nicht "verstehen", dann wohl vor allem deshalb, weil ihr gesunder Menschenverstand sich weigert, an die haarsträubenden Annahmen und Konsequenzen der Theorie zu glauben, weshalb ja Relativisten, mit Einstein beginnend, wenig bis nichts vom gesunden Menschenverstand halten, eine Haltung, die sich die meisten Physiker zu eigen gemacht haben, um mit der RT leben zu können. So werden die mit dem gesunden Menschenverstand, für den 1 + 1 gleich 2 ist und bleibt und der alles physikalische Geschehen in Abhängigkeit von physikalischen Ursachen sieht und der nicht an die Macht von Beobachterblicken glauben kann, für Querulanten gehalten, die in ihrer "unendlichen Dummheit" sich dem geistigen Fortschritt verschließen würden, wie das für einen wahnhaften Standpunkt nur konsequent ist. Obgleich Einstein strikt gegen die Beobachterrolle war und gegen den Zufall, hat er den Beobachter und seinen zufälligen Standort zum allein bestimmenden Ausgangspunkt raumzeitlicher Verhältnisse um ihn herum gemacht - und das gleich für das ganze Universum. Wegen der beobachterbezogenen endlichen Lichtgeschwindigkeit, die zudem nicht überschritten werden könne, müsste der durch einen Standort gegebene kosmische Lichthorizont zugleich die Grenze des Universums sein. Aber natürlich kann es Beobachter in allen Teilen des Himmels geben, für die dann ein je eigener Lichthorizont existiert, hinter denen Objekte für sie Überlichtgeschwindigkeit haben - von denen die meisten sogar innerhalb des uns bekannten Sternhimmels liegen werden - was die ganze Naivität und Unseriösität der relativistischen Argumentation offenbar werden lässt. Aber wen kümmert das schon?
      Kausal gesehen ergeben sich Grenzgeschwindigkeiten allein durch die Geschwindigkeit des antreibenden Mediums und nicht durch den Standort des Beobachters und sein Denken. Das gilt natürlich auch für das elektromagnetische Feld als Ursache, sowohl für den Schub einer Ionenrakete, als auch für ein Teilchen in einem Teilchenbeschleuniger und entspricht ganz und gar unserer Alltagserfahrung mit jeder beschleunigenden Kraft. Das Teilchen im Synchrotron kann dabei der Lichtgeschwindigkeit nur angenähert werden, weil die Einwirkung des Feldes auf das Teilchen im Laufe seiner Beschleunigung mehr und mehr nachlässt und bei seiner Lichtgeschwindigkeit völlig aufhört, was keinerlei relativistischer Erklärung bedarf! (s. I/C4) Weil aber die Ionenrakete ihre Antriebsquelle wie ein Auto mitführt, wird ihrer Eigenbeschleunigung nur durch ihren Energievorrat eine Grenze gesetzt, nicht jedoch durch die Grenzgeschwindigkeit der ausgestoßenen Teilchen oder gar durch das Bezugssystem des Beobachters, was ja absurd wäre, heute jedoch in allgemeiner Realitätsferne als höchste Weisheit gelehrt wird! Darüber hinaus kann die Rakete durch starke Gravitationsfelder weitere Schübe erfahren und dabei auch in ein "schwarzes Loch" stürzen, das ja ebenfalls nur ein Lichthorizont ist (genau wie "der Rand" des Universums), weil die Fallgeschwindigkeit (am "Rand des Universums" die Fluchtgeschwindigkeit) größer als die Lichtgeschwindigkeit ist. Wenn aber schon Einsteins 1. Axiom von der Lichtgeschwindigkeit als universelles, auf den Beobachter bezogenes Limit nicht stimmt (und nicht stimmen kann!), dann stimmen alle Folgerungen daraus natürlich ebenfalls nicht, wie mir ein Anonymus am 17.12.04 um 20:36 Uhr im Gästebuch sehr richtig schrieb. Doch geht es mir nicht darum, Einstein zu demontieren, wie er zuvor um 20:30 Uhr ebenfalls vermerkte, sondern mein Anliegen ist es, wie es das Anliegen eines jeden Forschenden sein müsste, die Welt für jedermann etwas verständlicher zu machen, was damit beginnt, dass man gewissenhaft Gegenstände des Denkens, z.B. Bezugssysteme, und bewirkende Gegenständen der realen Außenwelt, z.B. Gravitationsfelder, gewissenhaft unterscheidet (s. I/B7). Doch lt. Jürgen Neffe wäre es gerade das große Verdienst Einsteins erkannt zu haben: "Relativität ist Realität" ("Einstein" S. 156 oben), d.h. das Mentale, in diesem Fall die vom Beobachter hergestellten Relationen, wären das allein Wirkliche, womit wir im Kern des Autismus sind, sich nicht in die Andersartigkeit des Gegenüber, hier der materiellen Gegenstände, hinein versetzen zu können, ja sie vielleicht nichteinmal überhaupt als etwas von sich Verschiedenes wahrzunehmen. Dieser Mentalismus ist für mich so vor- oder besser noch unwissenschaftlich wie es nur irgendwie sein kann.
      Bei GPS-Uhren wird einfach angenommen, dass sie sich in ihrem Gang u.a. nach ihrer Bewegung relativ zur Erdoberfläche bzw. zur Vereinfachung zum Sonnensystem richten würden, was einem deterministischen Wunschdenken entspringt, obgleich gerade die Michelson-Experimente gezeigt haben, dass es dafür keinen Anlass gibt. Nur weil wir als Menschen es gewohnt sind, immer alles in Bezug auf uns bzw. unseren Standort zu denken, was für einen betroffenen Erdbewohner ja zumeist auch vernünftig ist, nehmen wir einfach autistisch selbstbezogen stillschweigend an, dass unbelebte Dinge das genau so tun. Die GPS-Uhren hätten also unsere schlichte egozentrische Denkgewohnheit einfach übernommen. In Wahrheit können sie sich jedoch als physikalische Objekte einzig und allein nur nach ihrer inneren Mechanik richten und den Kräften, die vor Ort auf diese Mechanik einwirken, wie die Gravitation und die Temperatur, aber auch Funksignale, die sie empfangen. Das man heute eine solche Selbstverständlichkeit studierten erwachsenen Menschen überhaupt und immer wieder erklären muss und nicht kleinen Kindern, die das wahrscheinlich sofort begreifen, weil sie noch nicht indoktriniert sind, ist für mich eine Kulturschande ersten Ranges. Und wie wollen wir mit einer solchermaßen geistig verformten Elite unsere Zukunft gestalten? Gerade wenn man den speziell-relativistischen Effekt bei den GPS-Uhren nicht in Ansatz bringen würde, würden sie wahrscheinlich noch genauer gehen und ich würde dann mit meinem Auto nicht weiterhin immer vor dem Nachbargrundstück der gesuchten Hausnummer landen. Und das wegen der Abnahme der Schwere mit zunehmender Höhe Uhren dort anders gehen, kann man bereits in Newtons "Principia" nachlesen, nur dass dies überhaupt nichts mit Relativität zu tun hat, sondern nur mit der Änderung der Schwerkraft mit der Höhe, was die logisch einfachste Annahme ist, die wir uns nicht ausreden lassen sollten.
      Einstein ist dabei aber nur das Symptom einer allgemein mangelnden Selbstwahrnehmung der Menschen, verbunden mit Realitätsverlust, weshalb ja so viele sich zu ihm hingezogen fühlen, was es erst notwendig macht, sich mit seinem Gedankengut ausführlich zu befassen, statt es wegen kindlicher Unreife einfach zu den Akten zu legen, wie es sich gehören würde. Sobald einmal eine ohne Schongang geschriebene Biographie Einsteins auf dem Markt kommt, wird man erkennen, dass sein Autismus alle Bereiche seines Lebens mehr oder weniger stark prägte, erst recht seine tiefsten physikalisch-philosophischen Überzeugungen. Wegen seiner Ablehnung der Rolle des Geistigen musste ich in Einstein lange Zeit einen Ernst Mach nachfolgenden positivistischen Demagogen sehen, obwohl er mir dafür nicht intellektuell und boshaft genug war, wie sein schon fast kindliches Argumentieren mit Gott an den Tag legte, so wenn er treuherzig versicherte: "Raffiniert ist der Herrgott, aber boshaft ist er nicht." Da sein Gott nur die Entschuldigung seiner tiefsten eigenen Überzeugungen war, war es wohl auch nicht. Als ein vom Aspergsyndrom Betroffener zeigte er sich mir nun als jener in seinen Argumenten wie ein Kind Unschuldiger, dem ich auch wegen seines unermüdlichen Erkenntnisstrebens meine Sympathie nie ganz versagen konnte, wie Beispiele auf dieser Website ebenfalls zeigen (s. u.a. die Kurzgeschichten L11 und L12). Auch Einsteins Umgebung hat ihn "das ewige Kind" genannt, wie ich nunmehr zu lesen bekomme, die Gründe seines Infantilismus jedoch nicht klar sehend: sein Autismus, wodurch es in seiner Unschuld gewaltige Gedanken bewegte, für die es letztlich nicht verantwortlich war. Zu diesem Punkt und zum Thema "Einstein als Autist" überhaupt, hier im Anhang einige Zitate aus dem Einsteinbuch von Jürgen Neffe, das eine weitgehend ohne Schongang geschriebene Biographie zu sein scheint, soweit Neffe Einsicht in die Dokumente gewährt wurde, die von den Nachlassverwaltern zuvor Jahrzehnte eisern unter Verschluss gehalten wurden. Weitere Dokumente können selbst 50 Jahre nach Einsteins Ableben, wohl wegen weiterer Peinlichkeiten, immer noch nicht eingesehen werden, vor allem in Jerusalem. Doch was Einsteins RT betrifft, ist sie ein ihr huldigendes Buch, das Kritiker seiner Theorie, Einstein folgend, vor allem bei "Antisemiten", "Deutschnationalen" und "Stänkerern" ausmacht, als ob es nicht genügend sachliche Gründe gäbe! Leider nennt Neffe diese Gründe nicht, gibt jedoch zu, dass "von einem verständnisvollen Umgang Einsteins mit den Bedenkenträgern, die das Bewährte bewahren wollen, nichts bekannt ist" (S. 294) und dass "auch in anderen Ländern sein Werk auf Widerspruch stößt." (S. 300) Freilich ist ein "verständnisvoller Umgang" mit echten Gegenargumente auch nicht zu erwarten, da ja bei deren Verständnis die Haltlosigkeit der relativistischen Position nicht verborgen bleiben kann. Da weicht man dann zu ihrer Rechtfertigung lieber auf die möglichst allgemein gehaltene Behauptung aus, z.B. die klassische Physik verursache "unlösbare Probleme" oder "enthält etliche ungerechtfertigte ontologische Grundannahmen" (Mittelstaedt), um sich nicht auch gleich hier wieder ernsthafte Gegenargumente einzuhandeln, die man nicht entkräften kann. Oder die Gegner seiner Theorie wären Antisemiten, was jedoch nur die völlige Hilflosigkeit gegenüber kritischen Argumenten belegt.
      Man fühlt sich also von den unverstandenen, weil unverständlichen(!) Ideen eines Autisten magisch angezogen - statt sich als herausgefordert zu erkennen, dem Unverständnis auf den Grund zu gehen - ohne die Gefahr zu bemerken, seine Defizite, für die er nichts kann, zu übernehmen und sie allgemein werden zu lassen. "Ich bin sicher, dass es das Mysterium des Nichtverstehens ist, was sie (die Leute) so oft anzieht." (Einstein im "Nieuwe Rotterdamsche Courant" vom 4.7.1921) "Daher spielt es keine Rolle, ob man die Worte des Meisters versteht, eher im Gegenteil (!!!) Gerade das Unvorstellbare und Rätselhafte verstärken die Bewunderung für den genialen Denker" (Thomas Bührke in "Albert Einstein" dtv 2004). Auch Bührke, weil er ihn nicht versteht, gerade deshalb ein Bewunderer seines "Meisters" Eder - äh! Einstein wie viele andere auch? Ich meine schon. Und Einstein, der seine Thesen aus dem Bauch heraus verkündete und sich auf Intuitionen verließ, ein "genialer Denker"? Doch er selbst sagte sehr bezeichnend, dass bei seinem "Denken" "Worte keine Rolle spielen" und er eher "ein assoziatives Spiel mit mehr oder weniger klaren Bildern" treibt (SZ). Und sicher nicht zufällig schreibt Neffe in seiner Einsteinbiographie: "Kreativitätsforscher haben überdies herausgefunden, dass ein allzu hoher Intelligenzquotient auf dem Weg zum Genie eher hinderlich als nützlich ist." (S. 31) Sehen wir Einstein mehr als kreativen Menschen, der sich seine eigene Physik strickte, weil er sowohl zu der vorhandenen, wie auch zu der neuen Physik - der Quantenmechanik - keinen Zugang fand, werden wir ihm sicher besser gerecht. Oder wie Neffe schreibt: "Nie hat er den geringsten Widerstand gesucht [= die ernsthafte Auseinandersetzung mit der Außen- und der Mitwelt], im Gegenteil. Denn er übt keinen Beruf aus, sondern folgt nur seiner Berufung. Damit verkörpert Einstein wie nur wenige den Typus des Künstlers der Wissenschaft." (S. 169) So sollten wir auch sein Werk sehen und verstehen und nicht sklavisch seine Worte und Gleichungen für eine Beschreibung der Außenwelt halten, die ihm letztlich fremd und egal war - wenn es sich für ihn als Autist mit Aspergersyndrom nur rechnete.
      Man ist also noch immer nicht klüger geworden und versucht, sich und anderen mit "genial" und "Denker" etwas vorzumachen, um das vermeintlich eigene Unverständnis zu entschuldigen. Doch in der Wissenschaft geht es weniger um geniale Ideen, sondern um eine mit großem Sachverstand getragene lautere und kritische Analyse der Fakten und ihrer gewohnten Deutung, die vor allem der differenzierenden Weisheit eines nüchternen und offenen Verstandes bedürfen, dessen Aussagen so verständlich sind, dass sie von verständigen Menschen nachvollzogen werden können, wie z.B. die Ursache einer Grenzgeschwindigkeit in einer kausalen Betrachtung - hat er doch ansonsten seine Aussagen selbst nicht verstanden. Daher ist in der Wissenschaft, deren Kriterium die Nachvollziehbarkeit ist, das Argumentieren mit einem über allem Verständnis stehenden Genie verfehlt, wie auch schon Kant betonte: "Genie ist die angeborene Gemütslage, durch welche die Natur nicht der Wissenschaft, sondern der (schönen) Kunst die Regel vorschreibt" (Kritik der Urteilskraft). Und es muss auch gelten: Nicht das "Genie" rechtfertigt seine Taten, sondern seine Taten müssen das "Genie" rechtfertigen. Sind sie (die Taten) nicht verständlich, können sie sich auch nicht rechtfertigen und ihren Verfechtern bleibt nur übrig, Gegenargumente zu ignorieren oder ihnen mit Polemik und Überheblichkeit zu begegnen bzw. ihre Vertreter zu diffamieren, wie das schon Einstein praktizierte, wie Neffe aufzeigt.
      Doch was leisten theoretische Physiker im allgemeinen schon Besonderes, dass man so auf sie schwört, wenn sie nicht sowieso mehr darauf aus sind, neues Ideengut zu verhindern, wie z.B. Einstein im Kampf gegen die Quantenmechanik, oder seit Jahrzehnten anhaltend die Unterdrückung aller Alternativen zur RT, und die selbst oft genug nur auf gut Glück mit der Stange im Nebel herumstochern und unverbindlich ins Blaue hinein philosophieren, "Hypothesen" hervorbringend, die Newton mit Recht abgelehnt hatte. Wahrscheinlich haben die meisten Handwerker und Tüftler wie Edison mehr Materialverständnis als sie. Heute wird hierzulande von Anhängern Einsteins aber so getan, als hätte Einstein außer dem Rad alles entdeckt bzw. erfunden - der Bedarf an einer charismatischen Führergestalt ist besonders bei Deutschen wohl so ungebrochen, dass selbst das auf Einstein eingeschworene "Physik Journal" der DPG in der Mai-Ausgabe 2005 durch ein mit "Menschen brauchen eben Helden..." betiteltes Interview mit dem Physiker Freeman Dyson zu Gunsten der Physikercommunity gegensteuern muss. Am Ende zitiert das Magazin Dyson auf die Frage "Sein [Einsteins] Vermächtnis ist also mehr eine Art Erinnerung an ihn?" wie folgt: "Ja. Er war ein großer Mann und hat seine Sache gemacht. Doch was wir heute tun, ist etwas anderes."! Und was leisten Konstrukteure, Ingenieure u.ä. kreativ Schaffende in ihrer intimen Materialkenntnis nicht alles, ggf. zusammen mit wirklichen Forschern? Von ihnen werden Hochhäuser, Stadien, Brücken, Instrumente, Versorgungsanlagen, Autos, Flugzeuge, Weltraumsonden usw. usf. entworfen und gebaut, die hinterher zuverlässig funktionieren und Jahrzehnte halten müssen, andernfalls sich die Verantwortlichen Regressforderungen ausgesetzt sehen. Keiner nennt die Namen dieser wahren Helden des Geistes, die ihren Kopf hinhalten müssen, von wenigen Architekten sowie Auto- und Flugzeugpionieren abgesehen, niemand spricht über sie, kein Nobelpreis ehrt sie - und doch sind sie es, welche unsere Zivilisation ermöglicht haben, einschließlich der Wissenschaft: "Es sind aber nicht die Himmelskundler am Schreibtisch, die den Fortschritt am meisten befördern. 'Seit den fünfziger Jahren' sagt [der Astronom] John Beckmann, 'hat nicht die Theorie, sondern die Technologie die Astronomie vorangetrieben.' Immer neue Methoden wie Radio-, Röntgen- oder Infrarotteleskopie erlauben immer tiefere Blicke in den Weltraum - und damit in die Zeit." (J. Neffe "Einstein" S. 266) Auf Grund der Erfahrung mit dem "Daumenkino" haben Tüftler vor über 100 Jahren herausgefunden, wie man mit Standbildern (und es gibt keine anderen!) beim Zuseher einen Bewegungs-Eindruck erzeugt - den Film, während Theoretiker die Natur der Bewegung bis heute nicht begreifen, schon weil ihnen in ihrer Betriebsblindheit alles Menschliche fremd ist.
       Der jahrelange und vergebliche Versuch Bohrs, Einstein sowohl von der Rolle des Beobachters, als auch von der des Zufalls zu überzeugen, ist weltbekannt und ein einzigartiger und nicht abzustreitender und eigentlich schon ausreichender Beleg für meine Autismusthese, welche die Ursache des Streits aufdeckt und das für ein rationales Denken "Unvorstellbare und Rätselhafte" (Bührke) von Einsteins Theorie zwanglos erklärt. Etwas wirklich zu verstehen heißt, es in seiner Ursache zu verstehen. Hierzu kann man daher durchaus noch die Besonderheiten von Einsteins eher archaischem Hirn in die Überlegungen einbeziehen. "Mit 1230 Gramm lag es am unteren Ende Normalgewichts von 1200 bis 1600 Gramm" wie Bührke schreibt*, ein Gewicht, das schon der Homo erectus aufwies, der vor einer Millionen Jahren lebte. Hinzu kommt das Fehlen der Zentralfurche "Sulcus", dafür ein vergrößerter "Lobulus parietalis", in dem mathematisches Denken, räumliche Wahrnehmung und Bewegungsvorstellungen verortet werden, den der französische Neuropathologe Oliviero Beau jedoch als gravierende Missbildung deutete (s. (III/4) SPIEGEL SPECIAL "Ernüchterung in der Genieforschung"). Nun besteht zwar kein zwingender Zusammenhang zwischen Hirngröße und Intelligenz, jedoch das Fehlen der zur Empathie nötigen Spiegelneuronen ließ Einsteins Intelligenz höchst einseitig sein. Weil er nur eine Wirklichkeit gelten ließ, nämlich die physikalische und was er für diese hielt, war es sein Bestreben, alles Geistige, das bei ihm den Rang einer "Illusion" hatte, als in Wahrheit nur materiell existierend hinzustellen, sich da insbesondere an Newton und Kant reibend. Was die Existenz von Illusionen betrifft, hatte Einstein zwar so unrecht nicht. Aber nicht das Geistige ist die Illusion, wie er meinte, sondern seine Inhalte sind es! Auch die Annahme, Menschen würden im Denken und Sprechen mit der realen Welt umgehen, ist eine Illusion! Geistig können wir nur mit der geistigen Wirklichkeit umgehen, was es zu erkennen gilt. Und wie sehr diese in ihrer Mächtigkeit menschliches Leben beherrscht, können wir z.B. am Streit um religiöse und weltanschaulichen Fragen ersehen, der oft genug schon zu Kriegen geführt hat und der auch gegenwärtig den Frieden und die Zivilisation bedroht. Doch Hirnanalysen allein können nur Hinweise auf mentale Defizite geben, sind jedoch nie so zwingend, wie die Beachtung eines lebenslangen, aus dem Gefühl/"Bauch" heraus kommenden Argumentierens, dem es an rationalen Gründen fehlt, weshalb es seinen Vertreter mit Besessenheit in Spezialfragen beherrscht, statt dass er sein Denken beherrschen würde, und warum schon Einstein auf das Genieargument ausweichen musste. Erst die Verbindung von neurologischen Befunden mit philosophischen Fragestellungen - die Neurophilosophie, die auf dieser Website in vielen Texten praktiziert wird - löst auch das Rätsel Einstein und seiner speziellen Relativitätstheorie nach einhundert Jahren endlich restlos auf einsichtige und nüchterne Weise. Freilich, was Autismus ist und sein kann muss man schon wissen und man sollte im Zeitalter der Genetik auch wissen, dass das Altern von Lebewesen in ihren Genen programmiert ist, evtl. noch vom Lebensstil der Person abhängt, und dass es nichts mir ihrer Geschwindigkeit zu irgendetwas tun hat - die ja einzig nur für den Beobachter existiert, wodurch sich der ganze Relativismus als physikalische Theorie sowieso sofort von selbst erledigt. Also ein einfaches allgemeines Wissen reicht aus, um den ganzen Relativismusschwindel zu durchschauen, denn ich kann noch immer nicht glauben, dass alle Physiker wirklich so dumm sind wie sie stets eifrig aus Opportunitätsgründen tun. Jedoch als Schaf unter Schafen fällt man nicht auf und darf weiterhin mit ihnen fressen, was ja ein lebenswichtiges Anliegen jeder Kreatur ist.
*Weil Einstein stets mit gesträubten Haaren daherzukommen pflegte, fiel die zwangsläufig relative Kleinheit seines Kopfes nicht weiter auf.
      Doch kann die Gleichmachung der Ungleichheit von Mentalen und Materiellen wegen ihrer verblüffenden Vereinfachung des Denkens ein Grund sein, Einstein darin blindlings zu folgen? Kann es erstrebenswert sein, das Geistige zu materialisieren und das Materielle zu mentalisieren, wie das Einsteins Relativitätstheorie tut? Wollen wir selbst zu Autisten werden, soweit wir es nicht sowieso schon sind, und wenig verständnisvoll mit der Welt und dem eigenen geistigen Vermögen umgehen, nicht klar zwischen beiden, d.h. zwischen sich und der Welt zu unterscheiden, wodurch es eben auch zur Mentalisierung der Materie kommt - zugleich aber in Engsicht mit Tunnelblick und immunisierend zu glauben, diese Schieflage und ihre Defizite wäre der Weisheit letzter Schluss, weil ja die Verschiedenheit beider jenseits eines angeborenen oder erworbenen Denkhorizonts liegt?

Kann sich eine übermächtig gewordene, immer zerstörerischer, blind in die Welt hineinwirkende Menschheit soviel Inkompetenz noch leisten?

Noch dazu in der Grundwissenschaft? Oder wäre nicht eher die Differenzierung des Denkens, z.B. beginnend mit der Unterscheidung von Materie und Masse, von Uhr und Zeit, aber auch zwischen Belebten und Unbelebten und zwischen Schein und Sein zur Stärkung des kritischen Vermögens das Gebot der Stunde in Anbetracht dessen, dass "die in der Wissenschaft Tätigen für die Gestaltung des gesamten menschlichen Lebens in besonders hohem Maße verantwortlich sind"? (Pkt. 2 der Satzung der DPG von 1998) Die Natur ist blind und unwissend - Menschen sollten es nicht sein. Und Menschen der Wissenschaft schon gleich gar nicht!

Bestimmen heißt festlegen, zuordnen. Durch Zuordnung einer Sache zu einem Bezugssystem wird ihr Bewegungszustand durch den Beobachter bestimmt. So gibt es auch nicht das Problem, Naturgesetze für bestimmte Bewegungszustände zu finden sondern es bleibt nur die epistemische Aufgabe, ihre Bestimmtheit, wie jede Bestimmtheit, als eine Leistung des Beobachters zu erkennen (s. die Besprechung des Buches "Einsteins Schleier" von Anton Zeilinger auf (I/B13). Doch dazu müsste die Subjektivität des Beobachters zuersteinmal thematisiert werden, was natürlich nicht geschieht, solange man sie bestreitet und man statt dessen von der "objektiven Erkenntnis" schwärmt, die durch "die Logik der Forschung" gewonnen werden könne (Popper). Und wo es kein zu beachtendes Subjekt gibt, weshalb man erkenntnistheoretisch einer naiven Abbildtheorie huldigt, verwischt sich dann auch der Unterschied zwischen "objektiver Erkenntnis" und "erkennenden Objekten", weshalb viele glauben, nicht Menschen sondern Uhren würden Zeitliches messen, als wären auch in diesem Fall tote Gegenstände zu kognitiven Leistungen fähig. Doch wer wie hier die Rolle des Beobachters nicht versteht, versteht auch die Sache nicht, die er beobachtet bzw. zur Beobachtung benutzt, und bleibt auf "kühne Hypothesen" (Popper) angewiesen. Doch die einleuchtendsten Hypothesen und die geschicktesten mathematischen Manipulationen können Wissen und Verstehen nicht ersetzen. Deshalb müsste die Abklärung der geistigen und materiellen Beobachterrolle das größte Anliegen der Wissenschaft sein, ist sie doch auch der Weg zu mehr Sachverstand, Wissen und Weisheit. Und nur Menschen mit echten Einsichten sind geistig mündig und stehen nicht in der Gefahr, von anderen manipuliert zu werden. Leider ist es jedoch oft genug so: um die Illusion der eigenen Objektivität ungestört pflegen zu können oder aus ideologischen/autistischen Gründen oder aus reinem Opportunismus oder Phlegmatismus, wird die Beobachterrolle minimalisiert bis eliminiert, nicht nur in der Physik. So wird im Namen der Objektivität die nicht aufgeklärte, dafür umso mächtiger wirksame Subjektivität weiterhin ausgelebt, statt dass man lernt, sie in ihre Grenzen zu verweisen und geistig endlich reif zu werden.

Doch alles was unterdrückt wird rächt sich bitter auf seine Weise, ob in der Politik, im Alltag oder in der Wissenschaft. In der Physik wird seit Jahrzehnten mit immer größeren Summen Phantomen nachgejagt, sowohl in der Teilchenphysik bei der Suche nach dem Higgs-Boson, das den übrigen energetischen Teilchen ihre Masse verleihen würde, obwohl die Masse einerseits keine Sache sondern das Maß des mechanischen Widerstands und andererseits die Energie selbst träge ist, sich also zwangsläufig auch als "Masse" zeigt (m = E/c²), als auch im Weltraum in der relativistischen "Forschung". In beiden Fällen geht es um den Anschein des Beweises der realen Existenz materialisierter mentaler Größen, in der relativistischen "Forschung" um den von Raum und Zeit. Die Rolle des Beobachters zu bestreiten ist eine weltweit mit Eifer betriebene Spitzennarrheit der Spitzenforschung. Bei der aktuellen Suche nach Gravitationswellen als Beleg für die materielle Existenz der Raum-Zeit, mit der für eine Milliarde Dollar wiedereinmal Einsteins "Genie" "glänzend bewiesen" werden soll, wie es immer heißt, was offensichtlich erneut dringend geboten ist, geht es um das Auffinden einer nur mathematisch darstellbaren und dazu äußerst flüchtigen "Längenänderung" von ein Milliardstel Milliardstelzentimeter (10-18;cm) einer Röhre, die mit viel guten Willen als relativistischer "Effekt" interpretiert werden könnte (s. (I/B5) "Gedanken zum Nachweis von Gravitationswellen"). Was aber kann an einer derartig minimalsten Zuckung des Gravitationsfeldes "glänzend" sein, die - ohne in der Natur Spuren zu hinterlassen - so schnell vergeht, wie sie kommt, und die "Experten" sich hinterher am Rechner in langer Arbeit aus Berge von Datenmüll extrahieren müssen, - des Kaisers neue Kleider gewissermaßen am PC gewebt - weil der enorme Aufwand dieser "Forschung" vor der zahlenden Öffentlichkeit gerechtfertigt erscheinen muss? Niemand kann die "Experten" dabei kontrollieren, deren "Beweise" - nur da können wir uns sicher sein! - gezielte Interpretationen sein werden, alle alternativen Erklärungs-Möglichkeiten ignorierend. Sie werden dabei einer von Sir Arthur Eddington mit der sog. "ersten Bestätigung" der Allgemeinen Relativitätstheorie 1919 begründeten Tradition folgen, der Fotoplatten mit Aufnahmen des Sternenhimmels, die eher den Newtonschen Wert der Lichtablenkung am Sonnenrand zeigten, als "schlechte Platten" aussonderte, um den doppelt so großen Einsteinschen Wert zu erhalten (einen Exkurs "Wie man zu 'Beweisen' kommt" s. hier). So wird es auch diesmal sein, weil es anders gar nicht sein kann, will man doch nicht wirklich etwas erforschen (am besten nichts Neues!), sondern nur bestätigt finden, was man längst zu wissen glaubt, um sagen zu können: Seht her, Einstein hat doch (= entgegen allen vernünftigen Einwänden) Recht gehabt! Weil sie sich nicht um philosophische Fragen kümmern, ist dabei den meisten Wissenschaftlern nicht bewusst, um was es Einstein selbst wirklich ging, ohne dass sie dies moralisch entlastet: um den Nachweis, dass alles Geistige auch nur Materie ist und somit messbar sein muss, z.B. die geistigen Größen Raum, Zeit und Masse. Daher das ständige Bemühen relativistischer "Forscher", sie mit materiellen Eigenschaften in Verbindung zu bringen, vornehmlich durch Sprachspiele (s. auf (I/B5) "Gedanken zum Nachweis von Gravitationswellen/Das Niemandsland der Messung und die Sprachspiele der Relativisten"). So wären Räume angeblich "biegbar", Zeiten "dehnbar" und Massen "veränderlich" usw., obwohl sie doch eigentlich die Maße des Messens sind! ohne die es kein Messen gibt, dass diesen Namen verdient. Doch ernstlich verstehen kann niemand, wie z.B. die als Sache angesehene "Masse" eines Gegenstands in ihrer Menge real von ihrer Geschwindigkeit zu einem Bezugssystem abhängen kann, das die freie Wahl eines Beobachters ist, oder warum eine Uhr angeblich immer langsamer geht, je schneller sie sich von ihrem Beobachter entfernt, obgleich sie gar nichts vom Beobachter und dessen Geschwindigkeitseinschätzung der Uhr wissen kann und sie fernerhin möglicherweise zu unzähligen anderen Beobachtern sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten hat. Diese angebliche relativistische "Wirkung" des Mentalen ist noch viel viel wunderbarer als das parallele Verhalten verschränkter Quanten über große Distanzen, das Einstein zum Widerspruch reizte. Ehrliche Einsteinanhänger in die Enge getrieben geben zu, dass auch für sie ein unerklärlicher Rest bleibt, der sie nötigt, sich auf "Beweise" zu verlassen, weshalb solche auch immer wieder angeboten werden müssen, wie jetzt anlässlich des Einsteinjahres 2005 Gravitationswellen als der "Beweis" des materiellen Charakters der Raum-Zeit. Doch "leider" zeigen sie sich noch immer nicht, weshalb 2009 die Suche nach ihnen eingestellt wurde (s. (I/B16) "Ausreden ohne Ende?") Da muss das sehnsüchtige Warten durch Deutungen vom angeblich relativistischen Verhalten supermassiver schwarzer Löcher am Rande der beobachtbaren Welt überbrückt werden, wie wir sie 2008 vermehrt zu lesen bekommen, was jedoch nur wiedereinmal die fehlende Relevanz der Theorie im Erfahrungsbereich zeigt. Hier ist weltweit eine relativistische Community tätig, die durch immer neue Winkelzüge die Illusion zu bedienen versucht, dass Einstein Recht hat.

Jeder unbefangen Denkende, ob Fachmann oder Laie, vermag aber ohne jeglichen Aufwand unmittelbar zu erkennen, wie wenig wissenschaftliche Bedeutung dieser weltweiten, mind. 1 Milliarde Dollar teuren Suche nach einem selbst für ein Atom winzigen Wackler von einem Milliardstel Milliardstelzentimeter in der Grauzone der Messtoleranzen, am Rande des Nichts, zum "Beweis" der Raum-Zeit zukommen kann und wie sehr es sich um ein von einer mächtigen Lobby für das Einsteinjahr 2005 inszeniertes Politikum handelt, dessen zutiefst inhumaner Hintergrund, die Untermauerung des Physikalismus, angesichts gewaltiger Jubelinszenierungen daher deutlich zu machen ist. Die Diskrepanz zwischen einer fraglichen Längenänderung von 10-18cm und dem hohen Anspruch auf überragende wissenschaftliche Bedeutung derselben kann überhaupt nicht größer sein und ist in der Wissenschaftsgeschichte ohne Beispiel. Sie ist noch viel grotesker, als wenn man sagen würde: "Seht her! Nachdem uns der kaum der Erwähnung werte Newton mit seinem Gravitationsgesetz nur die Planetenbahnen und die Gezeiten erklärt hat, haben wir jetzt ein Genie, das uns das alles noch um ein Milliardstel Milliardstelzentimeter genauer erklärt!" Welch ein Triumph! Oder doch nicht? - Denn ganz gleich was bei dieser aufwändigen "Forschung" tatsächlich oder angeblich herauskommt: mit Sicherheit belegt ihr Aufwand allein jetzt schon vor allem die riesige Beweisnot für Einsteins Thesen.

Zugleich ist für preiswerte und handfeste alternative Forschungen, z.B. die Messung der Lichtgeschwindigkeit rot- und blauverschobener kosmischer Quellen, wie ich bereits 1992 dem Bundesforschungsminister und dem Präsidenten der MPG vorgeschlagen hatte, die Einsteins Behauptung von der "(Mess-)Konstanz der Lichtgeschwindigkeit" wirklich auf den Prüfstand stellen würde, angeblich nie Geld da.

Da ist es kein Wunder, dass die "Melancholie des 20. Jahrhunderts" (Weinberg), gemeint ist der Stillstand in der theoretischen Physik, auch im 21. anhält. Man will es ja nicht anders. Man will einzig, dass Einstein Recht hat - aber nicht um Alberts schöner Augen willen, sondern um den eigenen latenten Physikalismus zu untermauern, der in seinem Reduktionismus in letzter Konsequenz alles leugnet, was menschliches Sein ausmacht: Spiritualität, Kultur, Freiheit und Würde. Hier noch einmal Einsteins Überzeugung als "gläubiger Physiker" in "Religion und Wissenschaft", die Autonomie des Lebendigen und die kognitiven Leistungen des Menschen bestreitend, in seinem autistischen Panphysikalismus "in logischer Einfachheit" keinen Unterschied zwischen Steinen und Menschen machend: "Für den Physiker", "der von den Gesetzmäßigkeiten alles Geschehens durchdrungen ist" (d.h. der alles als mechanisch determiniert ansieht), "handelt der Mensch nach äußerer und innerer gesetzlicher Notwendigkeit, ist also vom Standpunkt Gottes nicht verantwortlich, sowenig wie ein lebloser Gegenstand für die von ihm ausgeführten Bewegungen." Das ist nur folgerichtig für jemand, für den das Geistige "weiter nichts" als ein Abbild des Materiellen ist, eine "Illusion" ohne eigene Eigenschaften. Und es ist die Entschuldigung aller menschlichen Abgründe und das auch noch durch "Gott" und seinen "Standpunkt", den Einstein zu kennen vorgibt, um sich so auch noch der Verantwortung für diesen schrecklichen Satz zu entziehen. (Man lerne endlich den meist negativen Hintersinn seiner populären Aussagen zu erkennen.) Überhaupt ist der Determinismus Ausdruck der Urangst des Menschen, für sein Denken, Reden und Tun verantwortlich gemacht werden zu können - sei es hier auf Erden und/oder am Tag des Jüngsten Gerichts, weshalb er lieber alle Freiheiten leugnet. Wie soll eine von solcher Urangst regierte fatalistische Menschheit sich da geistig und moralisch höher entwickeln können? Im Grunde geht es in der relativistischen "Forschung" letztlich überhaupt nicht darum - und mir schon gar nicht! - ob Einstein physikalisch gesehen Recht hat oder nicht, was in Anbetracht der von Null praktisch nicht unterscheidbaren, im Graubereich der Messtoleranzen liegenden möglichen Messeffekte physikalisch sowieso für keinen Bereich der Forschung und des Lebens von auch nur geringster Bedeutung ist. Es geht auch nicht um die Person Einstein, sondern es geht um die mit seiner deterministischen Lehre sich unterschwellig verbreitende fatale Ideologie der Nichtverantwortlichkeit, die für viele das Faszinosum ist, die jedoch für "das ewige Kind" Einstein zutraf, "war er doch im strengsten Sinne des Wortes: unzurechnungsfähig, unverantwortlich für all das, was er tat" - und vor allem redete, wie hinzuzufügen ist. (Max Brod, s. Anhang 2 "Einstein als Autist", Zitat von S. 41 - Link unten)

Um was es mir letztlich in der Auseinandersetzung mit Einsteins Denken wirklich geht - und um was es uns allen gehen sollte! - ist einzig und allein die uralte zentrale Frage nach dem Selbstverständnis des Menschen: ob er nur ein blind gegenüber sich selbst dahintreibender "lebloser Gegenstand" (Einstein) im Strudel der Raum-Zeit und des Zeitgeistes ist, oder ob er sich als ein zu verantwortlicher Gestaltung einer humanen Welt aufgerufenes eigenständig fühlendes und denkendes lebendiges Wesen erkennt, das in der Freiheit, die es sich nimmt, sehend sich selbst Werte, Ziele und Maßstäbe setzt. Diese Frage nach dem Sein und dem Sinn menschlicher Existenz, verbunden mit der Frage nach ihrer Zukunft, muss jeder vor seinem Gewissen für sich selbst beantworten. Kein noch so teurer angeblich wissenschaftlicher "Beweis" kann ihn dabei entlasten. Ich bin überzeugt: wir nehmen sowohl als Einzelne, als auch als Gesellschaft entweder die Verantwortung für unser Denken, Reden und Tun ohne Wenn und Aber wahr oder wir werden als Menschheit am unkontrollierten Egoismus scheitern.

War es zuerst die Sorge um ein redliches Denken, die mich antrieb, mich als Philosoph mit Einsteins ungereimten Ideen und ihren anhaltend unredlichen "Beweisen" wieder und wieder zu befassen, so musste ich schließlich einsehen, dass es dabei um viel mehr geht als um Physik, nämlich um die für uns Menschen wichtigste aller Fragen: Was ist der Mensch? Ich denke, wir können die Frage nach dem Wesen des Menschen nicht jenen überlassen, ohne unser Menschsein zu verlieren, die aus ideologischer oder autistischer Engsicht, bar jeder Weisheit, alle Emergenz leugnend, das Bewusstsein quantenmechanisch "erklären" bzw. den Menschen zum Stein unter Steinen machen wollen: ohne alle Würde, nur noch zum (Weg-)Werfen taugend und damit die Inhumanität fördernd. Im Namen eines falschen Objektivismus, für den nur das Messbare zählt, verschlingt das Subjekt des Forschens hier sich selbst, was es endlich zu erkennen gilt! "So viele von uns sorgen sich heute über das Aussterben unzähliger Arten, für das die westliche Welt verantwortlich ist. Doch kaum jemand bemerkt die außerordentlichste aller Bedrohungen: die Auslöschung allen Wissen über das, was wir sind."*
*Peter Kingsley in "Die Traumfahrt des Parmenides. Die mystischen Wurzeln der westlichen Zivilisation"

Der Kulturphilosoph Graf Hermann Keyserling (1880-1946), also ein Zeitgenosse Albert Einsteins (1879-1955), schreibt am Ende seines letzten Werkes DAS BUCH VOM URSPRUNG, also quasi als sein Vermächtnis und bestimmt nicht rein zufällig zur Problematik des alles vereinnahmenden wissenschaftlichen Reduktionismus, der dem Menschen Gesicht, Geist und Seele raubt: "Darum ist wirklich wahr, was Chinas Weisheit also formulierte: Wie die Menschen sind, so erscheint die Welt. Eine das Wunder* verleugnende Welt wird öde und leer. Eine den Geist verachtende Welt** wird real geistlos. Eine nur an Mechanik glaubende Welt** wird zur Maschine. Der Mensch, der seinen Ursprung verleugnet, schnürt sich tatsächlich von ihm ab. Damit nun erweist sich die Freiheit als des Menschen erstes sowohl als letztes Wort. Das aber ist das größte aller überhaupt denkbaren Wunder."
*Wunder: naturwissenschaftlich nicht erklärbare Phänomene wie das Sein selbst und alle Emergenzen
**Welt = soviel wie "weltweite Menschheit"

Über den richtigen Umgang mit der Transzendenz und was der Mensch in Wahrheit ist bzw. sein könnte s. die beiden Meister-Eckhart-Texte (II/11) "Meister Eckhart und das Sein an sich" und (II/12) "Könntet ihr mit meinem Herzen denken ..." Einstein war auf seine Weise auch ein Mystiker, doch wollte er als Physiker die Vielfalt der Welt unter dem Begriff des Materiellen subsumieren (Panphysikalismus), die Vielfalt also zu Gunsten der Einheit opfern, während für den religiösen Mystiker ihre Einheit transzendent, also nichts von allen ist, was wir kennen, weshalb er mit ihrer Vielfalt keine Probleme hat. Er bleibt "in der Fülle des Seins."

© HILLE 2004-2010
Ergänzungen 23.10.08; 07.09.10 einige Aktualisierungen; 22.05.2013 Ergänzungen zu Einsteins Hirn
          Einstein als Autist Wie man zu "Beweisen" kommt Fragen zur SRT (Text I/B7)          

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