Gedanken zur Gravitation  



Vorwort
Gravitation und Quantenphysik. Die Auflistung der gesicherten Befunde zur Gravitation  
- auch DPG-Vortrag 2014
Das Wort zum Einsteinjahr 2005 und eine Bitte: Die Schwerkraft einmal nicht missverstehen
Zu dunkler Energie und Materie und zum Mysteriösen - April 2017 Das Geheimnis der Dunklen Materie ist gelüftet
5 bei der DPG eingereichte Kurztexte zur Gravitation (Abstracts)
Hinweise und Links

Vorwort
Es zeigt sich mehr und mehr, dass ein angemessenes Verständnis der Gravitation der Schlüssel zu einer zukünftigen einheitlichen Theorie der Kräfte ist. Die intensive und umfassende Auseinandersetzung mit dem Gravitationsphänomen - aber auch mit unseren, nicht immer sachlichen Umgang mit ihm, - ist, unter Zurückstellung aller Vor-Urteile, jede Mühe wert. Es kommt für die Wissenschaft und für richtiges Verhalten nicht darauf an, ob jemand sich das Wie des Wirkens der Gravitation vorstellen kann, sondern nur auf einen, dem jeweiligen Zweck angemessenen Umgang mit dem Phänomen der Schwere, wie ich ihn von Newton geleistet sehe.

Naturphilosophisch bleibt jedoch die alte Kernfrage, "was die Welt im Innersten zusammenhält" (Goethe/Faust I), warum also Körper zueinanderhin schwer sind. Das ehemals auf dieser Seite hierzu veröffentlichte Lehrgedicht "Die Lehre von der Allgewalt der Schwere" mit einer Szene Faust/Newton ist seit Anfang Juni 2004 nunmehr als eigene Datei (I/C7) bei den Texten zur Kosmologie und Raumfahrt zu finden (aber auch auf meiner "kleinen" Homepage ZEIT UND SEIN als Text [7]). Hier anschließend nun ein aktueller Beitrag zum Einsteinjahr 2005 und dann die beiden Abstracts meiner DPG-Vorträge von 1996 und 1997 zur Gravitation. Am Seitenende sind dann über einen Link die Langtexte und weitere Gedanken zur Gravitation und zur aktuellen Gravitationswellen-Forschung zu erreichen. Ich denke, man sollte alle meine aus gutem Grund hier vereinigten Texte zur Gravitation gelesen haben, am besten auch noch das Lehrgedicht, bevor man sich dazu äußert, ob wir Einstein wirklich ein besseres Verständnis der Gravitation verdanken, wie immer gesagt wird. Gleichungen können ja hilfreich sein und sie sind auch immer mehr oder weniger genau. Es wird gezeigt, wie Newtons Gravitationsgleichung für Planetenbewegungen heute aus Unkenntnis oder absichtlich aus Missgunst missverstanden wird, obgleich sie für den großen Maßstab, für den sie verfasst wurde, noch immer nützlich und ausreichend ist. Bei Einstein geht es zumeist um sonnennahe Ereignisse, weshalb seine detailierteren Gleichungen dabei evtl. nützlicher sind, was aber automatisch noch nicht ein besseres Verständnis der Gravitation beweist. Eher ist im Kern eine große Gemeinsamkeit beider Physiker zu erkennen, wenn man Newton ohne Vorurteile liest, was jedoch unüblich geworden ist, weil es den Relativisten immer nur um den Anschein geht, dass Einstein, der Uri Geller des Raumes, Recht hat, wobei seine "Erklärung" der Gravitation mit dem Bild der "gebogenen Raumzeit", an Stelle Newtons rationaler Beschreibung zum erfolgreichen Umgang mit dem Gravitationsphänomen, eigentlich ein Rückfall in ein mythisches Denken ist, das eben mit starken Bildern arbeitet. Doch mit der malerischen "gebogenen Raumzeit" oder den ach so anschaulichen "Dellen in der Raumzeit" wird die Gravitation keinesfalls erklärt, wie es heißt, sondern werden nur ihre Folgen bildhaft, für eine Massengesellschaft leicht konsumierbar dargestellt. Ohne die schon immer vorhandene, die Senkrechte definierende Newtonsche Gravitation gibt es weder gebogene Bahnen von Objekten im Raum noch von Körpern verursachte Dellen in einem Medium. Beide sind nur Scheinerklärungen mit Bildern des Augenscheins, während die wahre Ursache darunter verborgen bleibt. Und sie ist keineswegs trivial, wie die folgenden Texte zur Gravitation und zur Kosmologie zeigen. Siehe auch mein DPG-Referat von 2007 "Newtons Philosophie der Physik - zeitlos!" auf ZEIT UND SEIN sowie "Kosmologie ohne Scheuklappen" in der Rubrik Tagungsbeiträge als Beitrag (5) bzw. (7).

Im Verlaufe meiner Vortragstätigkeit bei der DPG habe ich vor dem Fachverband "Gravitation und Relativitätstheorie" am 1. April 2011 am KIT (Karlsruher Institut für Technologie) im Rahmen meines Themas "Physik in Literaturform" (Kurztext unten) im voll besetzten Egon-Eiermann-Hörsaal den damals gerade als "Philosophische Sentenz des Monats" geschriebenen neuen Text "Die Schwerkraft verstehen" vorgetragen, der in der nächsten Datei jetzt als 3. DPG-Langtext zu finden ist, gewissermaßen das Pendant zum Text "Die Schwerkraft einmal nicht missverstehen" der als "Das Wort zum Einsteinjahr 2005" unten folgt.

"Das Sein ist ... je zusammen alles, als EINES zusammenhaltend."
(Parmenides ca. 540 - 480, Über das Sein)

Gravitation und Quantenphysik
Die Auflistung der gesicherten Befunde zur Gravitation
 - Notiz vom Juni 2011
Hier eine Zusammenfassung dessen, was wir von der Gravitation aus Erfahrung definitiv wissen und soliderweise sagen können:
1. Die Gravitation existiert; 2. Gravitation ist nicht abschirmbar, was bereits ein wichtiger Hinweis auf ihre Vorrangigkeit und Eigenart ist; 3. von einem Teilchen/Körper ausgehend, verteilt sie sich als Schwerefeld gleichmäßig im Raum; 4. jedes Objekt besitzt Gravitation und jedes unterliegt ihr; 5. beim Fallen im Schwerefeld kommt es nur auf dessen örtliche Stärke und resultierende Richtung an, nicht jedoch auf die Eigenschaften des Fallenden; 6. das Verhältnis von Masse/Energie (der Menge) eines Objekts und der Stärke seiner ihm zugehörenden Gravitation ist konstant (Gravitationskonstante) - auch für diesen Pkt. folgt die Begründung sogleich: 7. was wir im Zeitalter der Quantenphysik nämlich ebenfalls noch wissen können: auch die Gravitation ist ein Verschränkungsphänomen, verursacht vom BigBang des von uns bewohnten Kosmos, weshalb sich alle seine Teile als eines verhalten und sie zueinander hinstreben lässt (um wieder eines zu werden); 8. als Verschränkungsphänomen ist sie ohne Zeitfaktor; 9. das Schwerefeld ist so von Anfang an am Ort seines Wirkens, muss weder erst durch den Raum eilen, noch ihn zuvor "krümmen" o.ä.; 10. denke ich jedoch, dass die Reichweite des Schwerefeldes eines Objekts durch das Plancksche Wirkungsquantum begrenzt ist, d.h. ein Feld kann sich nicht beliebig verdünnen.
      Dieser Umstand trägt zu der zunehmend beschleunigten Ausdehnung des Kosmos bei, erkennbar an der immer schnelleren "Flucht" seiner Quasare und Galaxien, die bereits durch die Ausdünnung des Schwerefeldes im intergalaktischen Raum unvermeidlich ist. Es gibt also nicht nur kein Problem zwischen der Gravitation und den Teilchen, ganz im Gegenteil: erst die Quantenphysik macht uns die Gravitation und den Kosmos verständlich.
      Das ist m.E. alles, was wir im Sinne des moderaten Positivismus der Quantenphysik, der sich auf experimentell gefestigte Befunde stützt, von der Gravitation definitiv wissen und soliderweise sagen können und das ist auch alles, was wir zu wissen brauchen, was aber auch verstanden sein will. Alle darüber hinaus gehende Sachannahmen zur "Erklärung" der Gravitation sind freie und wie ich denke entbehrliche Erfindungen. Daher lasse ich Newton zu Faust im Lehrgedicht (I/C7) sagen: "Des Wirkens Wie lass' außen vor, der Hausverstand ist da ein Tor," eingedenk dessen, dass die Realität alle Denkbarkeit übersteigt, was es zu verstehen und zu respektieren gilt, wie dies Newton schon tat: "hypotheses non fingo". Das gehört für mich zur Ehrlichkeit und Bescheidenheit in der Wissenschaft.
      In diesem Zusammenhang möchte ich daran erinnern, was Carl Friedrich von Weizsäcker auf der 49. Physikertagung in München 1985 anlässlich Niels Bohrs hundertsten Geburtstag hoffte: "In genauer Umkehr der Einsteinschen Hoffnung würde ich aber annehmen, daß diese (zukünftige übergreifende) Theorie nicht durch eine Reduktion der Quantentheorie auf das Raum-Zeit-Kontinuum, sondern durch eine Herleitung des Raum-Zeit-Kontinuums als klassischer Grenzfall einer reinen Quantentheorie** zu gewinnen wäre."* Auf diesem Weg wird die so schmerzlich vermisste Einheit der Physik endlich wieder hergestellt, die Einsteins Annahmen und "Probleme" überflüssig macht.
*C. F. v. Weizsäcker, Zeit und Wissen, dtv München 1995, S. 785, Betonung von mir
März 2014 auf der DPG-Tagung in der Humboldt-Universität zu Berlin im Rahmen meines Themas "Physik in Literaturform (2)" vorgetragen, Kurztext s. unten
Die gegliederte englische Übersetzung finden Sie
hier - in Berlin projiziert

Nachtrag zur Einheit der Physik vom 15.09.2014/19.12.2016:
So wie Newton um 1680 die Gemeinsamkeit zwischen dem Fallen eines Apfels und dem Kreisen der Planeten entdeckte, Faraday um 1830 durch Entdeckung des Elektromagnetismus Elektrizität und Magnetismus zusammenführte, so wird es Zeit, Gravitation und Verschränkung in Einem zu sehen und dadurch der Physik eine neue Richtung zu geben, statt wie bisher immer nur "beweisen" zu wollen, was nicht zu beweisen ist. Um den Stillstand in der theoretischen Physik zu überwinden (Weinberg: die "Melancholie des 20. Jahrhunderts"), ist die Akzeptanz der Gravitation als ein Verschränkungsphänomen unausweichlich. Es fehlt dazu nicht an Fakten, sondern an Mut und am richtigen Gebrauch der Begriffe.

s. hierzu auch die Erklärung
von Harald Lesch auf (I/B17) im Kästchen

Die Gravitation als ein quantenphysikalisches Verschränkungsphänomen anzusehen, beim Big Bang entstanden und ohne Zeitfaktor, widerspricht zwar der gewohnten Denkweise vieler Menschen, doch handelt es sich um keine willkürliche Annahme, sondern 1. ist sie aufgrund der gesicherten Befunde zwingend, 2. erledigt sie alle Erklärungsprobleme, die Kosmologen mit der Gravitation haben und 3. ergibt sich ein kosmologisches Weltbild, das in seiner großen Einfachheit, Klarheit und Schönheit physikalisch nicht übertroffen werden kann - das zudem von großer Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit ist, sollen doch einzig die gesicherten Befunde gelten, um deren vorurteilsfreies Verständnis man sich jedoch redlich bemühen muss.
s. hierzu u.a. die neue Datei (I/C8) "Das Universum" sowie "Die gesicherten Befunde zur Kosmologie" auf "Mein Weltbild" (oberes Menue).

"Jede letzte Tatsache ist nur die erste einer neuen Reihe; jedes allgemeine Gesetz erweist sich als Teil eines noch allgemeineren Gesetzes, das nur darauf wartet, sich uns zu erschließen und unseren Horizont zu erweitern." (Ralph Waldo Emerson 1803-1882)

"Man muß etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen." (Georg Christoph Lichtenberg 1742-1799)
(Neu gemacht hier: die Auflistung der gesicherten Befunde. Neben der von mir wiederbelebten Axiomatik, kann sich allein schon durch die übersichtliche Zusammenstellung von Argumenten oder Zitaten eine neue Sicht auf Sachverhalte oder Personen ergeben, wie verschiedene Texte von mir zeigen - s. die Spezialverzeichnisse in "alle dt. Texttitel".)

Nachbemerkungen vom Juli 2014: Das Schwerefeld wirkt in der Ebene der Quanten auf jedes einzelne Teilchen, weshalb es a) auf die durch sie gebildeten Objekte nicht ankommt (weshalb alles gleich schnell fällt = Beweis dieser These!) und wodurch sich schon dadurch b) die Zuständigkeit der Quantenphysik für die Gravitation ergibt.
      Wir nennen das eine "Kraft", was einen Gegenstand objektiv beschleunigt, gleich was die Ursache der Beschleunigung ist. Folglich gibt es auch nicht das Problem, zu erforschen, "ob Gravitation und Beschleunigung äquivalent sind", wie Einstein forderte. Doch sie sind nicht nur "äquivalent" (gleichwertig) - einer der bei Einstein so beliebten schwammigen Begriffe* -, sondern identisch und das ist eine Selbstverständlichkeit, die sich aus der Definition der Kraft ergibt - wo Kraft da Beschleunigung, wo Beschleunigung da Kraft, und wo eines nicht ist, gibt es auch nicht das andere! Das ist genau so, als wenn Zoologen durch Feldbeobachtung klären sollten, ob alle Rappen schwarz sind - der reinste Kindergarten, denn wenn Pferde nicht schwarz sind, dann sind es einfach keine Rappen. Was gibt es daran nicht zu verstehen??? Wir sollten uns auch hier vom "ewigen Kind" ein "Problem" einreden lassen, wo keines ist. Wie so oft bei Einstein, handelt es um eine unzutreffende Verwendung der Begriffe bzw. um Begriffe, die vieldeutig sind*. Wem erklärt werden muss, was eine Beschleunigung ist und was sie verursacht, dem fehlt es schon am einfachsten Grundverständnis von Begriffen der Physik. Dann ist es auch kein Wunder, wenn er geistige Messgrößen wie Masse und Energie für physikalische Gegenstände hält, weshalb er sich besser von der Physik fernhalten sollte, um sich nicht zu blamieren. Und an alle Einsteinkritiker: wie will man so etwas Schwammiges widerlegen? Es genügt, es abzulegen und Begriffe korrekt zu verwenden, ansonsten sorgt man nur für Verwirrung, was ja vielleicht überhaupt die eigentliche Absicht ist.
*Zitat: "Was z.B. Einsteins Äquivalenzprinzip besagt, das sei so vieldeutig, wie es Autoren gebe, die darüber geschrieben haben." (James Anderson, Fundstelle Erhard Scheibe, Die Philosophie der Physiker, München 2006)

© HILLE 2011-2014

Der Zuständigkeitshalber hatte ich als Mitglied der DPG am 19. Juni 2011 die obige Notiz zu "Gravitation und Quantenphysik", ohne den Nachtrag und ohne die späteren Nachbemerkungen, dem Sprecher ihres Fachverbands "Gravitation und Relativitätstheorie", Herrn Professor Dr. Claus Laemmerzahl, Uni Bremen, per Mail geschickt, der mich anlässlich meines Vortrags vor diesem Fachverband im April 2011 in Karlsruhe kennengelernt hatte. Zur Ehre der etablierten Physik schickte er mir nach meiner Erinnerung vom 1. Okt. am 14. Okt. 2011 folgende Antwort:
"Lieber Herr Hille,
vielen Dank fuer Ihre mail. Im Wesentlichen kann ich Ihren Bemerkungen zustimmen. Die klassische Welt sollte aus der quantenmechanischen folgen und komplexere Systeme entwickeln oft neue Qualitäten. Trotzdem ist das Reduzieren auf kleine Systeme/wenig Freiheitsgrade ein wichtiger Schritt, die Natur zu verstehen.*
Alles Gute,
Claus Laemmerzahl.

Head of Fundamental Physics Departement
ZARM - Center of Applied Space Technology and Microgravity
University Bremen
Am Fallturm 1
28359 Bremen"
*Der letzte Satz betraf vor allem ein Zitat aus dem Wissenschaftsmagazin SCIENCE in meiner 2. Mail zum Thema "Emergenz". Text in (II/18) Mein Weltbild/Meine Kosmologie, dort im Rahmen am Ende des Kapitels. Das Reduzieren ist aber eben nur "ein wichtiger Schritt", durch dessen Erfolge sehr oft der Blick auf das übergeordnete Ganze verloren gegangen ist, das aber ist "etwas ganz anderes als die Summe seiner Teile" (der US-amerikanische Physiker Philip W. Anderson). Um das Verstehen von Ganzheiten einschließlich der Welt als Ganzes müssen wir heute mehr den je ringen. In der Physik ist das Verstehen des Kosmos durch Verstehen der Gravitation als Verschränkung aller Materie durch den BigBang der entscheidende Schritt zum Verständnis von dessen Einheit. Jedes Objekt als etwas isoliertes Einzelnes zu sehen, ist nur eine Folge unserer im Alltag geübten Sehgewohnheit, über die Rechenschaft abzulegen ist, d.h. auch in diesem Punkt gilt es die Rolle des Beobachters zu beachten.
Heilbronn, den 30.09.2012
Dazu schon Robert B. Laughlin, geb.1950, Physiker und Nobelpreisträger (in "Abschied von der Weltformel", S. 317): "Während wir ins Zeitalter der Emergenz übergehen, lernen wir, den gesunden Menschenverstand zu akzeptieren; wir lassen die Gewohnheit hinter uns, die organisatorischen Wunder der Natur zu trivialisieren, und wir akzeptieren, dass Ordnung an und für sich bedeutsam ist - in manchen Fällen sogar der bedeutsamste Sachverhalt."

vorhergehende Kommentare:
**Der Nobelpreis von 2011 wurde für die "Entdeckung" der beschleunigten Ausdehnung des Universums (richtig: des Kosmos) verliehen. Sofort hieß es, z.B. in SPIEGEL ONLINE, dass Einstein wiedereinmal glänzend bestätigt wäre, obgleich er Anhänger eines statischen Universums war, wofür der von ihm eigens frei erfundene kosmische Term sorgen sollte. Dass sich der Kosmos zwangsläufig immer schneller ausdehnt ergibt sich jedoch schon lange aus ganz einfachen Überlegungen, wie man sie z.B. im vorhergehenden Text findet. Statt Zeilinger für seine innovative Arbeit, welche dem Denken neue Perspektiven eröffnet, die aber in Widerspruch zu Einsteins Thesen stehen, den Nobelpreis für Physik zuzuerkennen, ist man auf die Fleißarbeit dreier amerikanischer Astronomen ausgewichen, mit der man glaubt, das "Genie" Einstein wiedereinmal rechtfertigen zu können, d.h. es hat es nach der erfolglosen Suche von Gravitationswellen nötig. Oh Wissenschaft, verhülle dein Haupt! Auch der Nobelpreis von 2014 für die Vorhersage des Higgs-Teilchens zeigt das Nobelkomitee als Handlanger der deterministisch-materialistischen Fraktion der Physiker.

Wie von Seiten der Quantenphysik her die Trennung von klassischer Physik und Quantenmechanik aufgeweicht wird, schildert im Physik Journal vom Februar 2012 Prof. Dr. Walter Strunz, Institut für Theoretische Physik der TU Dresden, im Artikel "Diamantene Quantenhochzeit", wo er von der Verschränkung der "Gitterschwingungen von zwei räumlich getrennten Diamanten bei Zimmertemperatur" berichtet und wo er schreibt: "Wir erleben gerade, wie die naive Aufteilung in eine den Gesetzen der Quantenmechanik folgende Mikrowelt und einer der klassischen Physik gehorchenden makroskopischen Welt überwunden wird." Wie ich in (I/B13) in der Buchbesprechung Zeilinger schon zeige, sind wegen der Kleinheit der Objekte Fragen in der Quantenphysik aktuell geworden, die jedoch auch ganz allgemeine Fragen sind, so z.B. zum Erkenntnisproblem. Kann man also hoffen, dass man eines Tages einsieht, dass erst die Quantenphysik uns die Gravitation und den Kosmos zwanglos verständlich macht und Einsteins Theorie ablöst? Ich denke, das ist weniger ein Problem des Wissens, sondern mehr eines des Mutes. Kopernikus (1473-1543) hat aus Furcht vor der Inquisition sein Werk "De revolutionibus orbium colestium libri VI" erst drucken lassen, als er bereits auf dem Sterbebett lag. Die heutige geistig-naturwissenschaftliche Situation ist mit seiner durchaus vergleichbar, nur das die Dogmatiker als Inquisitoren gut vernetzt diesmal im eigenen Lager sitzen. "Als Galilei vor den Folterinstrumenten kapitulierte, rief Andrea:

Notiz vom 24.01.2013 und Nachtrag
Raum und Zeit sind weder eine absolut unveränderliche Bühne allen Geschehens, eine Auffassung, die man fälschlich Newton nachsagt, noch sind sie von ihren Inhalten abhängig, wie Einstein das angeblich fortschrittlich sah. Raum und Zeit sind Ordnungsmuster menschlichen Denkens, mit denen das Gehirn die hereinkommenden Sinneseindrücke nach diesen beiden Kategorien ordnet, damit dessen Träger sich in der Welt schnell orientieren können. Wir orientieren uns daher nicht in Raum und Zeit sondern mit Raum und Zeit des geistigen Unterscheidungsvermögens, wobei das Erleben von Zeitlichem uns durch das vergleichende Gedächtnis geschenkt wird, das räumliche Sehen und Hören durch zwei Augen bzw. zwei Ohren mit etwas unterschiedlichen flachen Wahrnehmungen, die im Hirn so zusammengeführt und überlagert werden, dass ein räumlicher Eindruck entsteht. Und wenn wir nun erkennen, dass gemäß Pkt. 8 der obigen Auflistung die Gravitation als Verschränkungsphänomen ohne Zeitfaktor ist, machen wir einen Schritt über das evolutionär erworbene Denken hinaus, das Kant als das apriorisch Gegebene empfand. Die Quantengravitation ist also ein rein räumliches Phänomen (aber keine des Raumes, den es als Objekt gar nicht gibt). Die Zeitlosigkeit der Gravitation braucht niemand zu ängstigen. Im Gegenteil, erledigen sich mit ihrer Akzeptanz doch viele Probleme, die Physiker bis dahin umgetrieben haben. Und wenn man jetzt auch noch gemäß dem Erhaltungssatz der Energie akzeptiert, dass der BigBang nur das Durchgangsstadium zusammenströmender Materie gewesen sein kann, dann entfallen auch noch jene Probleme der Kosmologen, die sich die Welt aus dem Nichts heraus oder durch den Wink eines Schöpfers "erklären" wollen, was beides natürlich sowieso unerklärlich ist, was aber gegenwärtige Kosmologen nicht hindert, es doch zu versuchen. Die Verschränkheit aller Materie zu leugnen wäre ebenso unsinnig, wie die Existenz der nicht abschirmbaren Schwerkraft zu bestreiten - denn beide sind ein und dasselbe!
      Hier noch ein Hinweis auf die Datei (I/C8) "Das Universum" sowie (I/C9) "Lob der Schwerkraft" in den Texten zur Kosmologie und Raumfahrt, sowie auf den neuen DPG-Vortrag (8) von 2017 auf ZEIT UND SEIN "Die gesicherten Befunde zur Gravitation und Kosmologie". Kurztext (Abstract) auch auf dieser Seite fast ganz unten.

© HILLE 2011-2017


Das Wort zum Einsteinjahr 2005
- und eine Bitte -

Die Schwerkraft einmal nicht missverstehen

"Bei der Schwerkraft aber zeigt sich, wie Galilei mit seinen Fallversuchen eindrucksvoll vorführen konnte, ein merkwürdiger Effekt: Alle Gegenstände fallen gleich schnell, ganz egal wie schwer sie sind. Mit zwei unterschiedlich großen Steinen, von einer Brücke in einen Fluss fallen gelassen, lassen sich Galileis Versuche leicht nachvollziehen: Beide treffen gleichzeitig im Wasser auf. ... Wie ist das möglich? Wie kann ein und dieselbe Kraft [die Schwerkraft] zwei Gegenstände mit unterschiedlichen Massen im gleichen Maß beschleunigen? ... Das ist, bis Einstein auftritt, eines der tiefsten Geheimnisse der Natur." (Jürgen Neffe in seinem im Januar 2005 bei rowohlt erschienenen Buch "Einstein. Eine Biographie" S. 232)

Das ist auch so eine Mär! Wegen einer falschen Auffassung von Schwerkraft, als einer lokalen und sekundären statt einer universalen und elementaren Kraft, wurde aus den Fallversuchen von Galilei bis heute nicht der richtige Schluss gezogen, nämlich dass es auf die fallenden Gegenstände gar nicht ankommt, weshalb sie an gleicher Stelle alle gleich schnell fallen, was deshalb auch Einstein ein Problem war. Weil jede Punktmasse bzw. jedes Teilchen an gleicher Stelle mit gleicher Geschwindigkeit fällt, spielt die Anzahl der Teilchen, die in den Augen eines Beobachters einen einzelnen Gegenstand bilden, natürlich keine Rolle, womit sich dieses durch Einsteins "Auftritt" gelöste, von Neffe zu den "tiefsten Geheimnissen der Natur" gezählte "Problem" sofort erledigt. Zudem ist man bei diesem "Geheimnis der Natur" genauso ein Opfer des Augenscheins, wie bei dem der Bewegung, die ja als Ereignis auch nur im Kopf eines Beobachters existiert, wie wir vom Kino längst wissen könnten, das ja nur mit Standbildern arbeiten kann, es gibt keinen anderen, weshalb es verfehlt ist, Bewegung zum Gegenstand der Physik machen zu wollen, außer zur Beschreibung von Vorgängen. Zwar bleibt weiterhin offen, wie die Natur das Schwerkraftphänomen erzeugt (s. jedoch Text von 2008: Mein Weltbild/Meine Kosmologie und die obige Zusammenfassung), was jedoch für einen angemessenen Umgang mit ihm keine Rolle spielt. Das Schwerkraftfeld ist einfach da, so wie Teilchen und elektromagnetische Felder einfach da sind, deren Herkunft ja auch niemand "erklären" kann oder muss. Wo man hier hinschaut nur Scheinprobleme, was jedoch nicht verwunderlich ist, lehrte doch Mach den Physikern, sich auf den Augenschein zu verlassen, den er für besonders "objektiv" hielt, was natürlich absurd ist, denn nicht umsonst spricht man vom Augenschein als einem Anschein, der ein sehr komplexes Konstrukt des Gehirns ist, dem Überleben seines Trägers dienend.

Doch es gibt noch eine weitere Konsequenz aus den Fallversuchen: Ebenso wie es beim Fallen im Vakuum wie zuvor dargelegt nicht nur nicht auf Gewicht, Größe, Form und Zustand eines Gegenstandes ankommt, ebenso kann auch seine Natur oder seine Ladung keine Rolle spielen. Also fällt auch Licht wie jede Art elektromagnetischer Strahlung im Schwerefeld. Auch Neutrinos, dunkle Energie und Antimaterie werden da keine Ausnahme machen,

denn alles ist "schwer", gleich was es ist: alles besitzt ein Schwerefeld und alles unterliegt ihnen -
das ist es was die reale Einheit der Natur ausmacht, die es endlich zu erkennen und zu akzeptieren gilt!
(Und das ist zugleich die einfachste Erklärung die möglich ist.)

Deshalb kann auch die Ablenkung von Sternenlicht durch die Sonne nicht überraschen. Wie jeder andere Körper im All ist auch Licht zwangsläufig auf krummen Bahnen unterwegs - warum sollte es eine Ausnahme machen? Das 1919 erzeugte Aufsehen davon war ganz und gar unangebracht und wohl nur durch das Verlangen der Massen nach neuen Helden zu erklären, nachdem die Helden des 1. Weltkriegs ausgedient hatten. Bereits John Michell (1783), Laplace (1796) und Soldner (1801) hatten sich über das Fallen von Licht im Schwerefeld Gedanken gemacht und Berechnungen angestellt, wobei "von dem deutschen Astronom Johann Georg von Soldner ... fast dieselbe Ablenkung wie von Einstein errechnet worden war."* Doch schon Newton "hatte in der zweiten Ausgabe seiner großen "Opticks" von 1717 sich selbst die Frage gestellt: 'Wirken nicht die Körper schon aus einiger Entfernung auf das Licht und beugen dadurch seine Strahlen?', sie aber unbeantwortet gelassen."* John Michell, ein Geologe, hat dann 1783 anhand von Newtons Gravitationsgleichung die Masse eines Sterns errechnet, die so groß ist, dass ihr Licht ihn nicht mehr verlassen kann, was wir heute ein "schwarzes Loch" nennen. Also alles wirklich nichts Neues. Die Frage, um die es seitdem doch nur noch gehen kann, lautet, wie gut die Dichteverteilung in der Sonne bekannt ist und wie geeignet die Gleichungen sind, mit deren Hilfe wir die Schwerkraft aus dem weit verteilten und verschieden dichten und dazu aktiven und damit auch veränderlichen Zonen des Sonnenkörpers für sonnennahe Ereignisse berechnen. Newtons Gleichung für Planetenbahnen, die im Zentrum der Sonne ansetzt, also die Ausdehnung der Sonne und die Verteilung ihrer Materie nicht berücksichtigt, sie vielmehr als Massenpunkt behandelt, ergibt für sonnennahe Ereignisse - wegen der größeren Entfernung des Wirkzentrums vom Sonnenrand - zwangsläufig zu geringe Werte. So bleibt Interpretationsspielraum für einen von Einstein angenommenen zusätzlichen Effekt infolge der Krümmung des Raumes, die ihn veranlasste, seine Werte gegenüber den Newtonschen zu verdoppeln, der jedoch wahrscheinlich zu hoch ist. "Ein Geheimnis der Natur", wie "tief" auch immer, das von Einstein zu lösen gewesen wäre oder ihm gar seine Entdeckung verdankt, liegt auch hier nicht vor, ebenso wie bei den von Einstein vorausgesagten Gravitationslinsen, für die Newtons Gleichung ausgereicht hätte, was jedoch nie erwähnt wird. Einsteins Triumph von 1919, der ihn weltberühmt machte, und der seither anhaltende Einsteinrummel wären zudem ausgeblieben, hätte Eddington in seinem Eifer nicht die Messwerte auf das Wunschergebnis hin manipuliert und hätte man Newtons Vereinfachung als solche berücksichtigt. Hierzu schreibt der Physiker Erhard Scheibe in "Die Philosophie der Physiker" auf S. 102: "Ähnlich [vereinfachend] macht man für nicht zu genaue Rechnungen in der Himmelsmechanik die grob falsche Annahme, daß die Planeten und die Sonne Massenpunkte sind." Wie es eben schon Newton tat. Trotz des bis heute üblichen unredlichen Vergleichs zwischen Newtons und Einsteins Gleichungen und des durch Eddington manipulierten Ergebnisses wird der ganze Schwindel noch immer als "erste glänzende Bestätigung Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie" gefeiert und ist geradezu das Muster für alle folgenden und zwangsläufig auch für zukünftige "Bestätigungen" dieser Art, weil die Theorie nur auf diese unredliche Weise "bestätigt" werden kann - Bestätigungen anhand von "einigen sehr kleinen [noch dazu manipulierten] beobachtbaren Effekten" (Einstein), die für Einstein als Autist, der sich auf die der Mathematik und Physik eigenen Logik verlassen musste, selbst "beim besten Willen" nicht entscheidend waren, da er "hauptsächlich auf die logische Konsistenz seiner Theorie setzte", wie in Scheibes Buch auf S. 137 ebenfalls nachzulesen ist. Näheres zu Eddingtons Manipulation s. Anhang 1 von (I/B7a) "Wie man zu 'Beweisen' kommt".
*entnommen dem Buch "Die geheimen Leben des Albert Einstein. Eine Biographie" von Roger Highfield und Paul Carter, Lizenzausgabe für Matrix Verlag GmbH, Wiesbaden 2004

Wenn es das Charakteristikum der Allgemeinen RT ist, "dass die Schwerkraft keine Kraft ist, die von einem Körper auf einen anderen ausgeübt wird, sondern eine Eigenschaft der Raumzeit selbst,"* so folgt sie darin nur der Beschreibung Newtons in seinen "Principia", wo es in Definition VIII heißt: "Die beschleunigende Kraft soll auf den Ort des Körpers zurückgeführt werden als eine Wirkfähigkeit, die vom Mittelpunkt über die einzelnen Orte in der Umgebung verteilt ist, um (besser: womit) die dort befindlichen Körper in Bewegung zu versetzen (versetzt werden);..." "Die Kräftetheorie ist natürlich rein mathematisch, denn die Ursache der Kräfte und ihre physikalische Grundlage erwäge ich noch nicht." Letztlich könnte man so gar nicht sagen, ob der Satz "Massereiche Objekte verzerren die sie umgebende Raumzeit, und diese vierdimensionalen Kurven sind die Bahnen, auf den kleinere Objekte laufen..."* von Einstein oder von Newton stammt, wäre da vor allem nicht der Ausdruck "Raumzeit", den Newton noch nicht kannte. Aber diese prinzipielle Gemeinsamkeit von Newton und Einstein interessiert niemand, da für die Gläubigen nur wichtig ist, dass ihr Idol Einstein scheinbar immer Recht hat. Und da stört auch keine Manipulation! Und die Physikgeschichte nimmt man am besten erst gar nicht zur Kenntnis.
*entnommen dem Buch "Die geheimen Leben des Albert Einstein. Eine Biographie" von Roger Highfield und Paul Carter, Lizenzausgabe für Matrix Verlag GmbH, Wiesbaden 2004

"Schon 1907 ist Einstein ein Gedankenexperiment in den Sinn gekommen, bei dem die Beschleunigung nicht spürbar ist [der freie Fall]. Diesen Einfall, bei dem er einen Zusammenhang zwischen Beschleunigung und Schwerkraft herstellt, wird er später den "glücklichsten Gedanken meines Lebens" nennen." (Jürgen Neffe in "Einstein" S. 234) Das Glück dieses lichten Moments sei Einstein von Herzen gegönnt! Doch ist nicht eine Kraft und damit jede Kraft allein dadurch definiert, dass sie das eine Beschleunigung Bewirkende ist, unabhängig von ihrer Natur? Wo keine Beschleunigung, da keine Kraft! Wo keine Kraft, da keine Beschleunigung! Was gab es da zwischen Beschleunigung und Schwerkraft erst herzustellen??? Immer wenn es um die Relativitätstheorie geht, stimmen gleich die Begriffe nicht. Und wo man eine Beschleunigung als Beschleunigter trotzdem nicht "spürt", wie im freien Fall, da fehlt es ihr zum "Spüren" an der Gegenkraft, weil ja alles gleich schnell und parallel fällt. Denn die Kraft ist keine Sache an sich, sondern nur der Aspekt eines dynamischen Geschehens der Wechselwirkung der aufscheint, wenn "Körper" aufeinander einwirken (Newton, 3. Axiom), ganz gleich ob direkt oder über ein Feld. So verschwindet eben die Kraft, wenn der beschleunigte Gegenstand, z.B. ein Teilchen in einem Synchrotron, die Geschwindigkeit des beschleunigenden Mediums erreicht hat und beide - wie im freien Fall, z.B. der beiden Steine von der Brücke oder der Astronauten in Shuttle - infolge ihres parallelen Fallens nicht aufeinander einwirken können! Ein Beispiel das zeigt, was die Grenzgeschwindigkeit und der freie Fall gemeinsam haben: die fehlende Wechselwirkung innerhalb des Systems, was zu erkennen eben Sachverstand erfordert, d.h. die Fähigkeit, von der Sache her zu denken und zu urteilen. Formale Verallgemeinerungen eines unverstandenen Ergebnisses, wie dem des Michelson-Experiments, sind da ohne Erkenntniswert (s. I/B11).

Leider hat "der glücklichste Gedanke" in Einsteins Leben ihn nicht daran gehindert, für das unvermeidliche Aufhören einer Beschleunigung bei Abbruch der Wechselwirkung sich auch noch eine überflüssige relativistische Erklärung - das Anwachsen der Masse - zu ersinnen, weil ihm das Wesen der Kraft, wie überhaupt das physikalischer Größen, fremd war, wie schon sein "glücklichster Gedanke" zeigt. Doch ist nicht zu fragen: Was könnte der Antriebsquelle einer Beschleunigung es ermöglichen, das Angetriebene schneller zu machen als sie selbst? Muss man diese offen sichtliche ganz allgemeine Unmöglichkeit, die für jede Kraft und Geschwindigkeit gilt, wirklich jemand erklären??? Es kann zwar ein Objekt, das von etwas anderen, z.B. durch ein elektromagnetisches Feld, angetrieben wird, auch nicht schneller werden als das antreibende Medium selbst ist - das ist natürlich richtig, es sei denn, man nimmt die Antriebsquelle als Motor einfach mit! Auf diese Weise verschwindet die von Einstein wie ein Gottesurteil verkündete angebliche Nichtüberschreitbarkeit der Lichtgeschwindigkeit und ermöglicht eine Weltraumfahrt, die diesen Namen verdient (s. I/C4) - Einsteins eher "esoterisch" zu nennende Lehre ist nicht nur ein einziges Hindernis für geistigen sondern auch für technologischen Fortschritt.

In jüngerer Zeit werden als eine "Bestätigung der ART" in den Weiten des Kosmos sich zwei umkreisende Doppelsterne angeführt, die infolge das "Abstrahlung von Gravitationsenergie" sich nähern würden. Nach dieser Logik müsste es dann auch freie Gravitationsenergie ohne Körper geben (das wäre dann so etwas wie "die dunkle Materie" ohne Materie) und Körper die ihr Gravitationsfeld verloren haben. Ich kann nicht glauben, dass dies wirklich Einsteins Meinung war, denn 1. bleibt infolge der Gravitationskonstanten das Verhältnis von Materie und der ihr zugehörigen Gravitation immer gleich und 2. bewirkt der Verlust von Materie eines Himmelsobjekt wie der unserer Sonne durch Strahlung und Teilchen, dass sich ihre Anziehungskraft vermindert, wodurch sich die Planeten eher von ihr langsam entfernen, was leider wohlweislich nie untersucht wird. Man weicht gern mit den "Bestätigungen der ART" in die Tiefen des Kosmos aus, weil das selbst die meisten Physiker nicht überprüfen können, geschweige Medien und Laien. Allen bleibt nur ein Nachplappern dieses Unsinns übrig, denn kritische Hinterfragungen sind unerwünscht. Ein "Genie" muss sich nicht rechtfertigen. Jede geistige Blähung gilt.

Das Wort zum Einsteinjahr 2005 auf den Punkt gebrachte lautet daher für mich: Gehirn und Sachverstand bringen uns weiter als Genie und Mathematik. Damit wollte ich nicht sagen, wie mir schon unterstellt wurden (Gästebucheintrag vom 9.5.05 - Website inzwischen ohne Gästebuch), dass ich beide für entbehrlich halte, sondern nur, dass sie sich von kritischen Denken und Sachverstand leiten lassen müssen, um zu soliden Erkenntnissen und damit im Wissen und somit auch in der Technologie weiter zu kommen. Es geht mir auch nicht um meinen persönlichen Verstand als Kriterium, wie mir ebenfalls unterstellt wurde, sondern um jenen von Einstein und seinen Anhängern gescholtenen gesunden Menschenverstand, den die Evolution wegen seiner Erfolge in uns herausgebildet hat, der Menschen nach Ursachen von Ereignissen fragen und forschen lässt. Erst was in seiner Ursache erkannt ist, z.B. eine Grenzgeschwindigkeit, ist wirklich erkannt und verstanden, was schon Aristoteles wusste. Und das soll nun plötzlich nichts mehr gelten, nur um eine unverständliche Theorie rechtfertigen zu können? Wer den Sachverstand verachtet, den wir täglich zum Überleben brauchen, wer die Grund-legenden Größen allen Messens relativiert und die Vernunft nicht gelten lässt, legt die Axt an die Wurzeln nicht nur der Zivilisation, sondern auch unseres Menschseins. Kein Genieblitz kann uns das jemals Wert sein. Wer sich das nicht klar macht, denkt und handelt unverantwortlich! Wissenschaft ist ihm dann nur das okkupierte Schutzschild für eine menschenfeindliche Ideologie, die alle Eigenständigkeit des Geistigen verneint. Die Folge: "Eine den Geist verachtende Welt wird real geistlos." Graf Hermann Keyserling, Kulturphilosoph, ein Zeitgenosse Albert Einsteins.

Bleibt so überhaupt noch ein "tiefstes" oder auch weniger tiefes "Geheimnis der Natur", das uns "das ewige Kind" Einstein mit seinen Relativitätstheorien erst "lösen" musste? Ich denke, dass alle aufhören sollten, seiner naiven Argumentation zu folgen. Wollen wir mündige erwachsene Bürger sein, sollten wir endlich beginnen, nicht nur Uhr und Zeit, sondern auch Materie und Masse zu unterscheiden und das Wesen einer Grenzgeschwindigkeit zu erfassen, um sowohl uns, als auch die Welt wirklich zu verstehen, statt in Denkökonomie alles nur schön zu rechnen und Unverstandenes nachzubeten. Auf alle Fälle wäre 2006 ein gutes Jahr, um noch einmal von vorn zu beginnen und dann Mechanik und Quantenmechanik gleich in einem zu denken und die Elektrodynamik getrennt zu behandeln. (zu Einsteins Motiven s. das Vorwort auf (I/B6) "Die Einheit der Physik und ähnliche 'Probleme'".) "Die Relativitätstheorie lebt" sagt [der Physiker und Astronom] John Beckmann. "Aber ob sie tatsächlich die Wirklichkeit beschreibt, bleibt wohl [d.h. was sie immer schon war und sein wird] eher eine Sache des Glaubens als des Beweises." (Jürgen Neffe in "Einstein" S. 269, der sicher nicht zufällig auch ein solch kritisches Zitat bringt)

Heilbronn im Januar 2005
2007 einige Ergänzungen, desgl. August 2010; desgl. Nov. 2013 (zur eig. Logik der Mathematik...); Problem der Doppelsterne Dezember 2014; Gravitationslinsen Juni 2015

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Zu dunkler Energie und Materie und zum Mysteriösen

Was "mysteriös" ist (nicht nur in der Physik) hat zumeist etwas mit Einstein zu tun. Thomas Bührke, ein glühender Anhänger Einsteins in seiner Einsteinbiographie von 2004: "Daher spielt es keine Rolle, ob man die Worte des Meisters(!) versteht, eher im Gegenteil"(!!!) Vielleicht ist das auch besser so. Zumindest für jene die meinen, auf einen solchen wirklichen Meister des für Tiefsinn gehaltenen Unsinns nicht verzichten zu können. Doch was hielt Einstein selbst von seinen Jugendtorheiten? Zu seiner Ehre hier ein kurzer Auszug aus einem Brief von 1949 an seinen Freund Solovine: "Sie (die Gratulanten zu seinem 70. Geburtstag) stellen es sich so vor, daß ich mit stiller Befriedigung auf ein Lebenswerk zurückschaue. Aber es ist ganz anders von der Nähe gesehen. Da ist kein einziger Begriff, von dem ich überzeugt wäre, daß er standhalten wird und ich fühle mich unsicher, ob ich überhaupt auf dem rechten Wege bin ..." - was seine glühenden Anhänger endlich zur Kenntnis nehmen sollten, statt weiterhin so ahnungs- wie alternativlos ewig nur so vor sich hin zu glühen. (s. auch auf (I/B8a) "Einsteins Selbsteinschätzung" samt "Schlussbemerkungen")
       Januar 2012: Ich frage mich seit einiger Zeit - kann es jedoch nicht beurteilen -, ob die Hypothesen von dunkler Energie und Materie nicht einfach nur Folge (unzureichender) Einsteinscher Gleichungen und/oder falscher Vorgaben sind (z.B. dass lichtschnelle Objekte - Photonen, Neutrinos u.ä. - keine Masse hätten und somit nichts zur Schwerkraft beitragen würden), denen man blindlings vertraut und damit Hilfsannahmen, um sie zu retten, was man jedoch wie üblich nicht thematisiert. Wie ich oben in "Gravitation und Quantenphysik" zeige, braucht die immer schnellere Expansion des Kosmos jedoch keine hypothetischen Annahmen. Vielleicht sollte man - wenigstens einmal versuchsweise - meinen alternativen Überlegungen folgen, zusammen mit einem ehrlich und richtig verstandenen Newton. (s. unten die Meldung vom August/Oktober 2013)
      Oktober 2012: Im Rahmen der sonntäglichen ZDF-Sendereihe TERRA X sprach der bekannte Wissenschaftserklärer im TV Harald Lesch im über "Die Zukunft des Universums", wobei er entgegen seiner sonstigen Gewohnheit weder Einstein noch dessen Relativitätstheorie erwähnte, dafür aber Isaak Newton richtig zitierte und ihn für seine wissenschaftlichen Leistungen für die Physik und das Weltbild gebührend lobte, sowie die Quantenphysik "die bestbewiesensste Theorie" nannte, was ja sonst immer von der RT Einsteins galt. Sollte da bereits irgendwo ein Umdenken stattgefunden haben? An der Zeit wäre es!
       Februar 2013: Schwerpunkt von Heft 4.2012 des Wissenschaftsmagazins MaxPlanckForschung der Max-Planck-Gesellschaft sind "Die dunklen Seiten des Universums", worin der große Einsteinverehrer Thomas Bührke über "Die Jagd nach dem Unsichtbaren" berichtet, über das es bis heute keine gesicherten Erkenntnisse gibt. Am Schluss seines Aufsatzes (S. 41) steht das, was ich oben im Januar 2012 schon vermutet hatte, nämlich, dass es eigentlich um Einsteins Gravitationstheorie geht, die ja immer gerechtfertigt dastehen soll: "Falls die dunkle Materie doch nicht existiert, könnte man an der Gültigkeit der Gravitationsgesetze zweifeln. Alternative Erklärungen gibt es seit Langem, aber sie können nicht alle astrophysikalischen Phänomene, für die man die Dunkle Materie postuliert, einheitlich konsistent erklären." Das ist die übliche Pauschalbehauptung über fremde Theorien, um sich um sie nicht kümmern zu müssen. Doch jetzt nennt er mit einer kryptisch verkürzten Aussage den Kern des Problems: "Außerdem müsste man dann Einsteins Gravitationstheorie in einer Weise abändern, die, vorsichtig formuliert, sehr wenig motiviert erscheint." (Ende des Textes) Eben, es fehlt die Motivation, sprich der Mut und der Sachverstand, sich mit Einsteins mehr als fraglichen Gravitationsverständnis auseinanderzusetzen, wie ich es oben in "Die Schwerkraft einmal nicht missverstehen" und an anderer Stelle getan habe. Vielleicht ist man z.B. nur auf die völlig unbekannte dunkle Materie ausgewichen, um die von Einstein wegen ihrer Lichtgeschwindigkeit tabuisierte Strahlung bei der Gravitation nicht zum Ansatz bringen zu müssen u.ä. verordnete Denkzwänge. Aber alles übt Gravitation aus und alles unterliegt ihr! Das heiße ich, alles so einfach wie möglich zu erklären. Und die sog. Äquivalenz von sog. Masse und Energie lässt auch keine andere Deutung zu.
       Wahrscheinlich hat es Harald Lesch wenigstens gedämmert, dass es auch nicht genügt, Einsteins Gleichungen einfach nur "abzuändern", sondern dass man sich grundsätzlich wieder auf Newtons unspekulative klare Vorgaben besinnen sollte, statt Einstein blindlings zu folgen, der nach eigenen Worten "die Gesetzlichkeiten der Welt auf wild spekulativem Weg zu erhaschen versucht(e)," auf dem er bestenfalls mal einen unverstandenen Zufallstreffer landen konnte. Gott würfelte nicht, Einstein aber schon. Seine Spezielle Relativitätstheorie ist z.B. dadurch in Grenzen brauchbar, dass sie die subjektive Größe v durch die Lorentztransformationen letztlich zum Verschwinden bringt, wie dies schon Newtons Differentialrechnung für v bewirkt. Einstein hier also ein Newtonersatz, aber mit der Begründung, dass es auf v ankommt, was aber eben nur für die Berechnung gilt, um den Denkfehler v zu eliminieren und auf diese Weise ein scheinbar brauchbares Ergebnis zu erreichen. Die RT korrigiert sich mit Hilfe der Lorentztransformationen selbst, so wie einst Baron von Münchhausen sich und sein Pferd selbst am eigenen Zopf aus dem Sumpf zog, in dem er hinein geritten war, weil es eben auf den Bewegungseindruck v nicht ankommt!!! Dank Einsteins verfehlter, Mathematik mit Physik verwechselnder Begründung bleibt der Denkfehler jedoch nicht nur erhalten, was ja "das Geniale" der Theorie ist, sondern durch ihre, wenn auch begrenzte Brauchbarkeit werden die Menschen in ihrem falschen Denken auch noch bestärkt. Daher ist es nicht möglich, mit überzeugten Relativisten dazu ein vernünftiges Gespräch zu führen. In die Enge getrieben, trumpfen sie mit "Beweisen" der "richtigen" Vorhersage auf. Vorsorglich hatte Einstein die Vernunft sowieso gleich unter Generalverdacht gestellt: "Gesunder Menschenverstand ist eine Sammlung von Vorurteilen, die man bis zum 18. Lebensjahr erworben hat." Die also abzulegen sind. So der Vernunft beraubt, ist man reif für seine Theorie. Einstein jedoch in einem seiner "lichten Augenblicke": "Mathematik ist die einzige perfekte Methode, sich selber an der Nase herumzuführen." Und ebenso alle anderen!
Ergänzungen zu "Newtonersatz" Anfang August 2013

       Juli 2013: Meldung im Newsletter des Physik Journals: "Keine dunkle Materie? Neue Studie findet keinerlei Hinweise auf den mysteriösen Stoff in der Umgebung der Sonne." Es wurden dazu die Bewegungen von mehr als 400 Sternen in einer Entfernung von bis zu 13.000 Lichtjahren von der Sonne präzise vermessen und dabei "keinerlei" Notwendigkeit gefunden, zur Erklärung ihres Verhaltens zusätzlich noch unsichtbare Materie anzunehmen. (Studie von Astronomen an chilenischen Instituten vom 18. April 2012) Dunkle Materie also doch nur eine Ausrede? Fern vom geistig blockierten alten Europa getraut man sich da doch einmal nachzufragen und nachzuforschen.
       August/Oktober 2013: MaxPlanckForschung 3.2013 S. 52, auch hier Thomas Bührke: "Bekanntestes Beispiel einer dieser Alternativen (zu Einsteins Gravitationstheorie) dürfte wohl die sogenannte MOND-Theorie (Modifizierte newtonsche Dynamik) des israelischen Physikers Mordehai(ui!) Milgrom sein. Der hatte bereits vor dreißig Jahren das newtonsche Gravitationsgesetz so abgeändert, dass es die Rotation von Spiralgalaxien ohne die Annahme der hypothetischen Dunklen Materie erklärt." Newton Gravitationsgesetz gilt streng genommen nur für zwei Körper, was bei seiner Berechnung von Planetenbahnen ausreichend genau war, jedoch nicht für Vielkörpersysteme, weshalb es weiterentwickelt werden muss, scheitert es doch in der Regel schon am Dreikörperproblem.
       Fazit: Die hypothetische Annahme einer Dunklen Materie um Einsteins Gleichungen gerechtfertigt aussehen zu lassen, ist ein beliebter weil bequemer Kurzschluss, um sich kritische Gedanken zu seinen Gleichungen zu ersparen und auch um in Abkehr vom rationalen Denken weiterhin den Phantasien einer "gekrümmten Raumzeit" anhängen zu können, die ein Rückfall in den Mythos ist, "als der Versuch, durch eine bewußt bildhafte Deutung der Welt dem bereits mythenlosen, aufgeklärten Denken einen neuen mythischen" Sinn mit aller Verbindlichkeit entgegenzusetzen,"* der physikalisch jedoch nichts erklärt - schon weil Raum und Zeit geistige Ordnungsschemata sind, welche die für sich EINE Realität zu unserem besseren Beherrschung zerlegen. Diese Fähigkeit gehört eben auch zur Rolle des Beobachters, die es stets zu berücksichtigen gilt, will man in der Wissenschaft zu brauchbaren Resultaten kommen, die Bestand haben, und will man die Einheit des Weltbildes und der Physik wahren.
*"Philosophisches Wörterbuch" von Alois Halder/Max Müller, Herder 1988, Stichwort "Mythos"
März 2014 auf der DPG-Tagung in der Humboldt-Universität zu Berlin im Rahmen meines Themas "Physik in Literaturform (2)" leicht gekürzt vorgetragen, s. unten den Kurztext 4)
       Nachtrag vom November 2014: Im "Physik Journal" dieses Monats wird versucht "Das Geheimnis der Dunklen Materie" zu lüften, nachdem die Jagd nach ihr "in ihre spannendste Phase gekommen ist." Nachdem allerlei Kandidaten abgefragt wurden, heißt es im "Ausblick" u.a.: "Andererseits besteht durchaus die Möglichkeit, dass eine zweifelsfreie Entdeckung von Teilchen der Dunklen Materie in den kommenden Jahren ausbleibt. ... Zudem wird sich natürlich die Frage stellen, wie lange mit den bestehenden Konzepten zur Suche nach diesen Teilchen fortgefahren werden sollte." Von einer Überprüfung der verwendeten Gravitationsgleichungen/Konzepte, die eben zu der Suche nach der Dunklen Materie Anlass gaben, ist im Einsteinblatt natürlich nichts zu lesen, obwohl es in MaxPlanckForschung 3.2013 heißt, dass durch die MOND-Theorie (Modifizierte newtonsche Dynamik) des israelischen Physikers Mordehai Milgrom bereits vor dreißig Jahren das newtonsche Gravitationsgesetz so abgeändert wurde, dass es die Rotation von Spiralgalaxien ohne die Annahme der hypothetischen Dunklen Materie erklärt. Aber was kümmert uns Newton oder sonst irgendwer! Wir wollen doch einzig, dass Einstein Recht hat! Das gebietet der Paradigmenwechsel von 1905 - s. (I/B16).
       Juni 2016: "Gerade in Zeiten, in denen die Physik nicht einmal fünf Prozent des Universums zu beschreiben scheint, während der Rest im Dunklen liegt, kann es lohnen, die Grundlagen einer Wissenschaft auf den Prüfstand zu stellen und zu revidieren." (Meinard Kuhlmann im "Physik Journal" Juni 2016)
       März 2017: Ein Versuch hierzu s. unten den Kurztext 5)
       April 2017: Das Geheimnis der Dunklen Materie ist gelüftet.* Da astronomische Geschwindigkeitsmessungen es immer mit der Resultierenden aus Gravitation und Fliehkraft zu tun haben, können reine Gravitationsgleichungen den Phänomenen nicht gerecht werden. In die Gleichungen gehört ein Faktor für die Fliehkraft aufgenommen, der mit dem Abstand zur großräumig gravitierenden Materiemenge wächst. Das gilt nicht nur für die Expansion des Kosmos, sondern offensichtlich auch für die Rotation von Galaxien. Im Newsletter vom März 2017 von pro-physik.de wird gemeldet, dass Messungen an "sechs massereichen Galaxien im fernen Universum" zeigten, dass "die Außenbereiche dieser fernen (kompakten) Galaxien langsamer rotieren als die inneren Regionen." Bei zeitlich nahen ausgedehnten Galaxien dagegen ist es umgekehrt. Diese sind eben schon so groß, dass sich die immanente Fliehkraft außen stärker bemerkbar macht. Um Einsteins Gravitationsgleichung beibehalten zu können, hat man eigens eine "Dunkle Materie" erfunden, die das Phänomen der schnelleren Rotation erklären soll, das jedoch einfach nur die Folge der Energieerhaltung der Fliehkraft ist und keiner außeren und weiteren Begründung bedarf.
*aus den "Nachbemerkungen" zum Tagungsbeitrag (8) auf ZEIT UND SEIN
Ausführlich nun in Datei (I/C10) "Lob der Energieerhaltung. Das Requiem für dunkle Energie und Materie"

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5 bei der DPG eingereichte Kurztexte zur Gravitation (Abstracts)
Langtexte 1) und 2) s. nächste Seite/Datei,

1)
Die Gravitation als Argument für eine ganzheitliche Sichtweise

In seinem berühmten Lehrgedicht versuchte Parmenides (um 540-480) klarzustellen, was die Menschen hindert, die Einheit und Ganzheit des Daseins zu sehen. Seine Aussagen zur Ganzheit empfand ich spontan als eine gelungene Beschreibung der Gravitation, welche die Vorsokratiker auch Kraft der Freundschaft bzw. Liebe nannten. Entscheidend für mich ist, daß uns durch Parmenides die Gravitation als eine, keine leeren Zwischenräume (Einstein: Raum-Zeit-Kontinuum) duldenden Kraft der Ganzheit nahegelegt wird, an der überall alle Teile des Ganzen komplementär teilhaben, weshalb sie keine Kraft neben den anderen 3 Kräften ist und es keine Antigravitation gibt und geben kann. Die Mechanik wäre durch folgendes Theorem zu ergänzen: "Jede existierende Sache hat zwei komplementäre Aspekte: ihren eigenen und den des Ganzen. Ihr eigener Aspekt wird bei Einwirkung als Trägheit erfahren, der holistische Aspekt zeigt sich als ihr auf sie gerichteter Anteil an der Gravitation. Beide sind einander proportional." Wir hätten es also mit zwei komplementären Aspekten einer einzigen Realität zu tun, was allerdings bereits Newtons Gravitationskonstante, wenn auch nur für die Masse nahelegt. Die konsequente Einhaltung des Ganzheitsgedankens erweitert unsere Sicht so, daß sich unter ihm alle relevanten Erfahrungen zur Gravitation zwanglos und in sich konsistent subsumieren lassen.


60. DPG-Frühjahrstagung März 1996 Uni Jena, FV DD (Tagungsband S. 645-650) und FV GR

2)
Gravitation und Trägheit in komplementärer Sicht

Nicht nur in der Gesellschaft sondern auch in der physikalischen Wissenschaft hat es der Gedanke der Égalité - der Gleichberechtigung ohne Gleichmacherei - besonders schwer. Ähnlich wie der jahrhundertelange Streit, ob das Licht eine Welle oder eine Korpuskel ist, erst durch Bohrs Gedanken der Komplementarität überwunden wurde, ist es an der Zeit, die Erscheinungen Gravitation und Trägheit als zwei gleichberechtigte aber verschiedene Seiten ein und derselben Sache zu begreifen. Es wird gern übersehen, daß Newton keineswegs die träge Masse* als die Ursache der Zentripetalkraft bezeichnet hat, was der Vorwurf ihm unterstellt, er hätte an Fernwirkungen geglaubt, sondern daß er in Definition VIII seiner "Principia" sagt "die beschleunigende Kraft soll auf den Ort des Körpers zurückgeführt werden als eine Wirkfähigkeit, die vom Mittelpunkt über die einzelnen Orte in der Umgebung verteilt ist", was man heute die Beschreibung eines permanenten Feldes nennt, das hier zur Trägheit eines Quants oder "Körperteilchens" (Newton) komplementär ist, so daß die Quantengravitation kein grundsätzliches Problem sein kann.
(nachträgliche Bemerkung: *die "träge Masse" m ist keine Sache, sondern das Maß der Trägheit einer Sache/eines Körpers bei Wechselwirkung, von dem wir auf Menge seiner Materie schließen. Ohne Wechselwirkung ist die Trägheit nur potentiell.)


61. DPG-Frühjahrstagung März 1997 Uni München, FV GR 13.1 und MP 10.10

3)  - "Physik in Literaturform" ist eine Zusammenstellung bereits vorhandener Texte, daher kein eigener Langtext

Physik in Literaturform

Dicke Wälzer in einer schwer verständlichen Sprache sind wenig geeignet, das Anliegen der Physik nicht nur dem Laien verständlich zu machen. Ich zeige wie es anders geht, indem ich meine Überlegungen dem Publikum in ihm vertrauter Literaturform und Sprache mitteile. Dazu ist eine große Klarheit der Gedanken erforderlich, sollen Sachverhalte auch durch kurze Texte transparent werden. So lasse ich in einer Szene Faust/Newton (I/C7) letzteren Fausts Frage, was die Welt im Innersten zusammenhält, in von Goethe geliehener Gedichtform kurz und bündig beantworten. In einem anderen Beispiel veranschauliche ich im Feuilletonstil auf einer Seite, was unter Verschränkung und Emergenz zu verstehen ist (Julitext auf (L9a), wodurch vieles Geschehen vom Mikro- bis zum Makrokosmos verständlich wird. Bleibt noch Zeit, würde ich die Hörer gern noch mit einem meiner eher heiteren Texte bekannt machen, der sich auf die Lage heutiger Physik bezieht (L11).
      (L11) entfiel zugunsten des ganz neuen Textes "Die Schwerkraft verstehen" (ohne Kurztext) - s. die nachfolgende Datei. Zum Auffinden der genannten Texte habe ich die Signaturen ihrer Dateien hier nachträglich eingefügt.


75. DPG-Frühjahrstagung März/April 2011 KIT (Karlsruher Institut für Technologie), FV GR 17.2

4)  - "Physik in Literaturform (2)" ist eine Zusammenstellung bereits vorhandener Texte, daher kein eigener Langtext

Physik in Literaturform (2)

Dicke Wälzer in einer schwer verständlichen Sprache sind wenig geeignet, das Anliegen der Physik nicht nur den Laien verständlich zu machen. Ich mache den Versuch, meine Überlegungen dem Publikum in ihm vertrauter Literaturform und Sprache mitzuteilen. So veranschauliche ich im Feuilletonstil und auf einer Seite, was unter Verschränkung und Emergenz zu verstehen ist, wodurch vieles Geschehen vom Mikro- bis zum Makrokosmos verständlich wird. In einem 2. Beispiel lasse ich in einer Szene Faust/Newton letzteren Fausts Frage, was die Welt im Innersten zusammenhält, in von Goethe geliehener Gedichtform kurz und bündig beantworten. Dann zeige ich in einer Notiz, dass es gerade die Quantenphysik ist, die uns die Gravitation und den Kosmos verständlich macht.
      2 Texte wie zuvor genannt, der 3. Text wie oben im Vorwort "Gravitation und Quantenphysik"; ferner eine gekürzte Wiedergabe von "Zu dunkler Energie und Materie und zum Mysteriösen"; außerdem projiziert und vorgetragen: "Die Rolle des Beobachters ist unendlich" = Text [23] auf ZEIT UND SEIN.
      Kurz vor meinem Berlinbesuch habe ich ein weiteres Beispiel für "Physik in Literaturform" verfasst, nun sogar eines in Liedform: "Wo ist die Größe v geblieben?" (nicht vorgetragen oder vorgesungen), abgelegt auf (L11). Die Tagungsausweise von 2011 und 2014 sind in der Auflistung meiner DPG-Tagungsbeiträge auf "Publikat./Vorträge" zu finden.


78. DPG-Frühjahrstagung März 2014 Humboldt-Universität zu Berlin, AG Phil 9.2

5)  - Ist mit wichtigen Nachbemerkungen auf ZEIT UND SEIN als Tagungsbeitrag (8) dokumentiert - Link in "Neuheiten der letzten Jahre"/2017/Z+S

Die gesicherten Befunde zur Gravitation und Kosmologie

"Gerade in Zeiten, in denen die Physik nicht einmal fünf Prozent des Universums zu beschreiben scheint, während der Rest im Dunklen liegt, kann es lohnen, die Grundlagen einer Wissenschaft auf den Prüfstand zu stellen und zu revidieren." (Meinard Kuhlmann, Juni 2016 im "Physik Journal") - Bevor man damit beginnt, halte ich es für wichtig sich klar zu machen, was es abseits aller Ideologie und Hypothesen an gesicherten Befunden zur Gravitation und Kosmologie heute bereits gibt. Wie ich zeigen kann, dürften diese Befunde und ihre Konsequenzen ausreichend sein, um mit Hilfe der Quantenphysik, deren Potential nutzend, ein kosmologisches Weltbild von großer Einfachheit, Klarheit und Schönheit zu entwerfen. Auf diesem Weg wird durch die Quantenphysik die Einheit der Physik wieder hergestellt und der Stillstand in der Theoretischen Physik überwunden, den der amerikanische Physiker Richard Feynman "die Melancholie des 20. Jahrhunderts" nannte.


81. DPG-Frühjahrstagung März 2017 Uni Bremen, AG Phil 8.2

Hinweise und Links
alle verwendeten DPG-Kürzel und sämtliche DPG-Vorträge s. DPG-Tagungsbeiträge

Die Tagungsbeiträge sind als Alternative zum heutigen Physikgebrauch als Grundlage einer neuen Physik gedacht.
Die Tagungsbeiträge von 2005 bis 2009 und 2017 sind auf meiner Homepage ZEIT UND SEIN dokumentiert.

s. ferner: Der Zeitfaktor in der Gravitation

s. weiterhin auch die Texte von I/C. zur Kosmologie und Raumfahrt

Motto: Wenn der Physiker in seiner Ratlosigkeit verstummt, gab mir Vernunft zu sagen, was Sache und was Gedanke ist.
frei nach Goethe, Tarquato Tasso, 5. Akt


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