Nachdenken im und nach dem Einsteinjahr 2005*
Ein Plädoyer für Sachverstand und Vernunft

Rätselhafter Einstein
Essays

Vorbemerkungen

Thomas Bührke über Einstein:
"Daher spielt es keine Rolle, ob man die Worte des Meisters versteht, eher im Gegenteil.
Gerade das Unvorstellbare und Rätselhafte verstärken die Bewunderung für den genialen Denker."

Wie schon Aristoteles wusste, wird Gleiches durch Gleiches erkannt,
also zum Beispiel die Konstanz einer Geschwindigkeit anhand der Konstanz der verwendeten Maßstäbe.
Wenn es aber laut Einstein angeblich keine konstanten Maßstäbe der Länge und Zeit gibt,
wie können wir dann von der ehernen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit
und selbst von der Nichtkonstanz der Maßstäbe wissen???
Rätselhafter Einstein. Oder hat er uns dieses Rätsel jemals erklärt?

"Dieses Bewusstsein (der geistigen Unfreiheit) mildert in wohltuender Weise das leicht lähmende Verantwortungsgefühl
und macht, dass wir uns selbst und die anderen nicht gar zu ernst nehmen;
es führt zu einer Lebensauffassung, die auch besonders dem Humor sein Recht lässt."
(Einstein, Albert: Wie ich die Welt sehe. In: Einstein, Albert: Mein Weltbild)

"Manchmal frag in all dem Glück
Ich im lichten Augenblick:
Bist verrückt du etwa selber
Oder sind die andern Kälber?"
(Albert Einstein relativ ehrlich in Prag)

Ja so macht Physik Spaß! ... weiter so !
Gästebucheintrag am 21.12.05 von A. Nietsnie :-)

Warnung!
Wer Einstein weiterhin ungetrübt bewundern möchte oder muss,
statt sich mit seinen Ideen rational auseinander zu setzen,
wie es in der Wissenschaft geboten ist,
sollte die nachfolgenden Essays besser nicht lesen.
(Was Thomas Bührke oben eingangs zu Einstein sagt ist die Bankrotterklärung der Wissenschaft.)

Hinweise:

*Begonnen Mai 2005, ungeplant 2005 monatlich ein weiteres Essay bzw. Okt. u. Nov. je 2 = 10 Essays 2005
2006: Texte der Startseite, posthumer Brief an Albert Einstein, seine Selbsteinschätzung (später Nachträge)

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Bedeutung der Farben und Setzungen in den nachfolgenden Texten:
grün = Zitat
rot = zentrale Aussage zum jeweiligen Thema
violett = Kernsätze zum Gesamtthema
maroon = ehemalige (Einführungs-)Texte der Startseite (Essay 11)
navyblau = Titel der Essays und eigenständiger Fließtexte
kursiv = Betonung
     Zeile(n) eingerückt (soweit nicht Anfang eines Absatzes in Fließtexten) = eine Quintessenz oder ähnliches

bündige Schreibweise, d.h. ein Gedanke pro Zeile (Essays 1 - 9)
Prolog, Kommentare u.ä. als Fließtexte

gegen Ende des Dokuments:
Inhaltsverzeichnis und Links zum Thema


Prolog
Um was es mir letztlich in der Auseinandersetzung mit Einsteins Denken wirklich geht - und um was es uns allen gehen sollte! - ist einzig und allein die uralte zentrale Frage nach dem Selbstverständnis des Menschen: ob er nur ein blind gegenüber sich selbst dahintreibender "lebloser Gegenstand" (Einstein) im Strudel der Raum-Zeit und des Zeitgeistes ist, oder ob er sich als ein zu verantwortlicher Gestaltung einer humanen Welt aufgerufenes eigenständig fühlendes und denkendes lebendiges Wesen erkennt, das in der Freiheit, die es sich nimmt, sehend sich selbst Werte, Ziele und Maßstäbe setzt. Diese Frage nach dem Sein und dem Sinn menschlicher Existenz, verbunden mit der Frage nach ihrer Zukunft, muss jeder vor seinem Gewissen für sich selbst beantworten. Kein noch so teurer angeblich wissenschaftlicher "Beweis" kann ihn dabei entlasten. Ich bin überzeugt: wir nehmen sowohl als Einzelne, als auch als Gesellschaft entweder die Verantwortung für unser Denken, Reden und Tun ohne Wenn und Aber wahr oder wir werden als Menschheit am unkontrollierten Egoismus scheitern. (aus (I/B7a): Was heißt beobachten?)


Zwischenbemerkung
Es entsprach auch mehr Einsteins materiellen Seinsverständnis das Ergebnis quasimateriell mit der Relativität von Raum und Zeit zu begründen, statt für das Relativieren (dem Herstellen eines Bezugs) den Beobachter verantwortlich zu sehen.
    Zur Verwischung der Beobachterrolle verlegte Einstein das Mentale in ein eigens geschaffenes Zwischenreich zwischen Subjekt und Objekt, man nannte es später Raumzeit, die für das Herstellen und das Beachten von Relationen verantwortlich wäre und die durch ihre "Krümmung" kosmische Objekte von ihrer geraden Bahn ablenken würde.
    Das ist die Rückkehr zu einem vorphilosophischen mythischen Denken, "als der bildhaften Artikulation einer Erfahrung ... als der Versuch, durch eine bewußt bildhafte Deutung der Welt dem bereits mythenlosen, aufgeklärten Denken einen neuen "mythischen" Sinn mit aller Verbindlichkeit entgegenzusetzen."* Demgemäß bekannte Einstein, dass bei seinem Denken "Worte dabei keine Rolle spielen" und er eher "ein assoziatives Spiel mit mehr oder weniger klaren Bildern" treibt. (SZ)
    Auch wenn er von toten Objekten mit "Ruhe" und "Bewegung" so sprach, als wären es lebendige Wesen, werden von ihm, anstelle der im Mythos üblichen "Personifizierung seelischer Zustände"*, diese von Einstein physikalisiert, ließ er hartnäckig doch nur das Physikalische gelten und was er dafür hielt, was den für ihn religiösen Charakter der Physik verständlich macht und was erklärt, warum er sich als "gläubiger Physiker" empfand, für den Physik Religionsersatz war mit einer gebietenden "fernen Fixsternmasse" und einer alles unter ihr Diktat zwingenden, selbst aber unberührbaren quasi heiligen Lichtgeschwindigkeit als oberste göttliche Instanz über all die schmutzige Materie. Und Einstein ihr Prophet, seine RT "der Abglanz Gottes", wie er es selbst empfand. Aber er war sowohl ein Prophet des alten Glaubens, als auch eines neuen Atheismus, haben doch beide Seiten ihn in seiner Vieldeutigkeit für sich vereinnahmt.
*aus "Philosophisches Wörterbuch", Stichwort "Mythos", von Alois Halder/Max Müller, Herder 1988

Die Berücksichtigung des winzigen spezialrelativistischen Effekts bei der Steuerung der GPS-Uhren allein beweist noch nicht, dass er auch wirklich existiert. Dagegen widerlegt der größere allgemeinrelativistische Effekt die These, dass "bewegte" Uhren langsamer gingen - sie gehen nämlich im Orbit trotz ihrer großen Geschwindigkeit merklich schneller, weil die vor Ort anwesende Schwerkraft geringer ist! Es kommt also nicht auf die (nur für den Beobachter existierende) Geschwindigkeit an, sondern immer nur auf die im Austausch befindlichen Kräfte! Was kann an einer solchen Aussage falsch sein? Und wie kann man sich Physiker nennen, wenn man diesen Sachverhalt nicht versteht?

    Die Erwartung der Fremdbestimmung von GPS-Uhren durch ferne Faktoren
    ist Ausfluss einer abwegigen deterministischen Denkweise,
    die strikt gegen immanente Ursache ist.
    Aber war es nicht gerade die Entdeckung immanenter Ursachen,
    welche die Wissenschaft zum Erblühen brachte?

    Weil es für die menschliche Orientierung als Erdbewohner vernünftig ist,
    Bewegungen automatisch relativ zum Standort Erde zu denken,
    nehmen wir stillschweigend an,
    vom Menschen geschaffene Geräte hätten diese Sichtweise übernommen und richten sich nach ihr,
    selbst noch im Weltraum,
    weil wir noch nicht gelernt haben, über uns hinaus zu denken.
    Doch die Natur ist blind und unwissend,
    sieht und weiß nichts von Beobachtern und ihren Bezugssystemen,
    folgt "unvernünftig" aber frei nur ihren eigenen Möglichkeiten und Kräften!

    Nur diese Annahme bedarf keiner Hypothese.

    Weil Einstein keine Rolle des Beobachters bemerken konnte,
    konnte er auch nicht zwischen Beobachter und Beobachtetes unterscheiden
    und dann rein von den Möglichkeiten der Sache her denken,
    sondern er übertrug sein Denken auf die Sachen,
    wodurch er meinte, sie zu verstehen.
    Die Gründe seines "Verstehens" nicht erkennend staunte er:
    "Das ewig Unbegreifliche an der Welt ist ihre Begreiflichkeit."

    Überhaupt war sein Weltbild die Projektion seines Denkens und Fühlens:
    So wie er sich selber fühlte, genauso sah er alles andere als fremdgesteuert an,
    unterlag er doch inneren Zwängen,

    die es ihm schwer bis unmöglich machten, sich äußeren Zwängen ein- und unterzuordnen.
    Daher sein "Rebellentum" - oft genug aus Unfähigkeit seines Verstehens
    und nicht wegen seines besseren Wissens.
    Er konnte nur seinen eigenen Impulsen folgen.
    Man denke nur an sein aus dem Bauch heraus kommendes Lametieren gegen die Quantenmechanik!
    Und so wie er sich selber erfuhr, war für ihn auch alles ohne jegliche Selbstbestimmung:
    nicht nur die Materie wäre nicht von sich aus träge oder spontan,
    Uhren gingen nicht aus eigenem Antrieb,
    auch der menschliche Geist hätte kein eigenes selbstbestimmtes Sein:
    letztlich wäre die Welt nur die tönende Maske eines fernen Gottes,
    der nicht "würfelt", d.h. der selbst unfrei seinen eigenen Gesetzen unterworfen ist
    - Gott als ein Maschinist und zugleich Teil seiner Weltmaschine.
    Das ist deterministischer Zeitgeist des 19. Jahrhunderts, in dem sich Einstein wiederfand.

    Doch ist Einsteins Sicht von der Fremdbestimmung allen Seins noch zeitgemäß?
    Ist sie angesichts der Weltprobleme überhaupt noch zu verantworten?
    Warum erfolgt statt des Aufschreis mündiger Bürger
    immer nur devotes Feiern dieses "Genies" und seiner relationistischen Ideen?
    Und dann das emsige Streben von "Forschern", sie um jeden Preis "beweisen" zu wollen.
    Auch der Preis der Redlichkeit ist ihnen da nicht zu hoch!
    Sehnen wir uns nach Abschaffung der Selbstbestimmung?
    Ist sie uns zu anstrengend geworden?
    Wollen wir keine Verantwortung mehr tragen?
    Wollen wir nichts mehr von all den eigenen Werten wissen,
    die unser Menschsein ausmachen und welche die Würde des Menschen begründen?

    Die Zivilisation beruht auf der Verbindlichkeit von Werten,
    die von Menschen in freier Entscheidung gesetzt werden,
    (auch wenn sie sich zur besseren Akzeptanz dabei auf ein höheres Wesen berufen).
    Zu den frühesten, weil wichtigsten Werten technischer Art zählen Maße und Gewichte,
    die sowohl für jede technische Entwicklung und deren Verbreitung,
    als auch für den Frieden im Handel unentbehrlich waren und sind.

    Wer nun deren wichtigste Grundlagen bestreitet,
    - immer und überall gültige Maße der Länge, der Dauer und des Gewichts -,
    indem er sie von einer Geschwindigkeit abhängig erklärt,
    die aber durch diese Relativierung der ihr zugrunde liegenden Basisgrößen Länge und Zeit
    zu sich selber hin relativ wird: so in einen unendlichen Regress gerät und jede Aussagekraft verliert,
    rüttelt an den Fundamenten der Zivilisation.

    (Einstein argumentiert mit den Werten, die er zugleich bestreitet.)

    Auch die meisten Physiker
    haben sowohl Einsteins abwegige Gleichungen,
    die ohne konstante Basisgrößen über Konstanz befinden sollen!
    als auch seine zutiefst inhumanen Intentionen bis heute nicht bemerkt.
    Das ist gefährlich,
    zeigt es doch einen Mangel an kritischer Intelligenz auch bei jenen,
    die sich zur geistigen Elite zählen,
    die sich aber Einsteins Tunnelblick zu Eigen gemacht haben.
    Das ist im höchsten Maße bedenklich,
    weshalb ich es ja hier zu bedenken gebe.


(3) Ruhe und Bewegung

"Seit dem griechischen Altertum ist es wohlbekannt, dass es zur Beschreibung der Bewegung eines Körpers eines zweiten Körpers bedarf, auf welchen die Bewegung des ersten bezogen wird. Die Bewegung eines Wagens wird auf den Erdboden bezogen, die eines Planeten auf die Totalität der sichtbaren Fixsterne. In der Physik nennt man den Körper, auf den man die Vorgänge räumlich bezieht, Koordinatensystem. Es können z. B. die Gesetze der Mechanik von Galilei und Newton nur unter Benutzung eines Koordinatensystems formuliert werden." (Einstein 1919 in einem Interview für die Times) - Doch Körper sind keine Koordinatensysteme! Körpern kann jedoch von einem Beobachter ein Koordinatensystem zugeordnet werden, was etwas ganz anderes ist, nämlich ein rein geistiger Akt, von dem Einstein als Autist aber nichts wissen konnte und wollte.

    Warum ist das so? Warum ist ein Koordinatensystem unentbehrlich?
    Weil es in der Physik ohne ein solches Bewegung gar nicht gibt!
    Physikalische Objekte sind ja keine Tiere, die "sich" bewegen.
    "Bewegung" heißt in der Physik rein "Ortsveränderung".
    Ohne vom Beobachter als Bezug gesetzte Orte keine Ortsveränderung!
    Was gibt es daran nicht zu verstehen?
    Daher haben wir es in der Physik immer nur mit einem Bewegungseindruck zu tun,
    der lediglich im Kopf des vergleichenden Beobachters existiert, der etwas in Beziehung zu etwas anderen setzt.
    "Relativität der Bewegung" heißt in der Wissenschaft vom Materiellen,
    dass die Eigenschaft "mit einer Geschwindigkeit bewegt" rein relativ zu einen Bezug existiert,
    der von einem Beobachter gesetzt ist und der daher von ihm genannt werden muss,
    sollen seine Urteile "ruhend" und "bewegt" nachvollzogen werden können.

    Eine Geschwindigkeitsansage ohne einen Bezug ist völlig sinnlos!
    Ebenso sinnlos sind generelle Geschwindigkeitsaussagen!
    Daher bemerkte A. Einstein in seiner Schrift "Zur Elektrodynamik bewegter Körper" richtigerweise,
    "daß dem Begriffe der absoluten Ruhe
    nicht nur in der Mechanik, sondern auch in der Elektrodynamik
    keine Eigenschaften der Erscheinungen entsprechen...".

    denn mit "absolut" wird eine Eigenschaft bezeichnet, die einer Sache selber zukommt, wie "eckig" oder "gelb".

    Leider hinderte ihn seine richtige Bemerkung jedoch nicht,
    in den folgenden Seiten seiner berühmten Schrift von 1905,
    physikalisch mit "ruhenden" Uhren, "ruhenden" Systemen und "ruhenden" Maßstäben zu argumentieren,
    obwohl ja ihrer "Ruhe", "wie erwiesen", wie es auch noch heißt!
    "keine Eigenschaften der Erscheinungen entsprechen..."
    Zudem gibt es im von Schwer- und Fliehkraft beherrschten Universum auch keinen Ort der Ruhe.
    "Ruhe" ist physikalisch immer nur eine Relation, die ein Beobachter sieht!

    Was aber "keinen Eigenschaften der Erscheinungen entspricht",
    sondern rein mental nur im Kopf des Beobachters aufscheint,
    sobald er die Lage von Körpern zueinander in Relationen setzt,
    oder sie relativ zu einem Bezugssystem beurteilt,
    kann natürlich real auch nichts bewirken,
    und somit auch nicht Grundlage einer physikalischen Theorie sein
    - denn die Natur weiß nichts von solchen Relationen,
    weiß nichts von Ort und Zeit, die ja nur menschliche Maßstäbe sind,
    sondern folgt blind den ihr innewohnenden Kräften.
         Nicht die Natur, sondern einzig der Beobachter ist es, der alles relativiert!

    Doch betriebsblind, keine Rolle des Beobachters sehend,
    so auch der am Lebendigen geübten menschlichen Seh- und Sprechweise unkritisch folgend,
    unterstellte Einstein der unbelebten Natur metaphorisch Eigenschaften des Lebendigen:
    Ruhe und Bewegung, die für ihr Verhalten Maß-gebend wären.
    Diese Annahme ist jedoch nicht die Lösung, sondern die Ursache des Problems, das Physiker haben!
    Da es sich aber um ein mentales Problem handelt und kein physikalisches,
    ist Einsteins mentalistische Lösung
    - er rechnet den subjektiven Eindruck von "Bewegung" unter einer Scheinbegründung einfach weg! -
    schon irgendwie konsequent und "genial".
    So kann man ohne Sachverstand rein mathematisch Physik betreiben.
    Eine solche Physik nennt man eine instrumentalistische. (s. I/B3)

    Weil Einstein darüber hinaus physikalische Größen für physikalische Gegenstände hielt,
    - die im Zitat erfolgte Gleichsetzung von realen Körpern mit rein geistigen Koordinatensystemen deutet es schon an -
    mutierte das Bezugssystem zu einer physikalischen Realität - zur Raumzeit,
    mit der er dann das Verhalten der Dinge mathematisch nicht be-schreibt,
    sondern deren Mathematik den Dingen ihr Verhalten vor-schreibt,
    weshalb es ja des Öfteren heißt, dass er die Relativität sich nicht ausgedacht, sondern "entdeckt" hätte,
    als wäre sie eine real existierende Sache,
    völlig ignorierend, was das Wort "relativ" eigentlich besagt.

    Selbstverständlich steht es jedermann frei,
    sich seinem geistigen Vermögen gemäß sein Bild von der Welt zu machen,
    so natürlich auch Einstein,
    ein Bild, das wiederum Rückschlüsse auf dessen geistiges Vermögen zulässt.
    Ich komme darauf zurück.

    Der eigentliche Skandal der Physik ist daher nicht Einstein,
    sondern die unkritische Akzeptanz seiner Lehre
    und ihre anhaltende Bejubelung durch sogenannte "Fachleute",
    verbunden mit der erbarmungslosen Unterdrückung jeglicher Kritik seit 1921,
    mit persönlicher Diffamierung der Andersdenkenden in Ermangelung sachlicher Argumente.

    Weil bei diesen "Fachleuten", die eigentliche Fachlaien sind, sachliche Kritik auf Unverständnis stößt,
    fühlen sie sich den Kritikern auch noch haushoch überlegen!
    Niemals gab es mehr Selbsttäuschung in der Wissenschaft!
    Sie hat uns eine Relativitätstheorie als anerkannte Lehrmeinung beschert hat, welche die Natur vermenschlicht,
    weil es für Einstein die notwendig zu beachtende Rolle des Beobachters nicht gab.
    Da ist es kein Wunder, dass sich seine Theorie mit der Quantenmechanik nicht vereinbaren lässt.
    Einstein suchte zwar immer die Einheit der Physik.
    Doch hat keiner sie so nachhaltig gespalten wie er,
    weil er miteinander verband, was nicht zusammengehört: Mechanik und Elektrodynamik.

Anmerkungen zum Begriff der "Ruhe" bei Einstein
Die Überstrapazierung der "Ruhe" durch Einstein ist m.E. eine Folge davon, dass er im Geiste Machs den angeblich "metaphysischen" Begriff der Kraft vermeiden wollte. Immer wenn Einstein von der "Ruhe" spricht, meint er eigentlich "kraftfrei". Und für kraftfreie Systeme gelten die physikalischen Gesetze in ihrer einfachsten Form. Doch eine Kraft ist ja keine Sache, auch keine "metaphysische", wie Mach meinte, sondern die Kraft ist ein Phänomen der Wechselwirkung und damit etwas objektiv Erfahrbares. Unser ganzes Leben ist eine Auseinandersetzung mit Kräften! Und ohne die von außen auf uns einwirkenden Kräfte, auf die es zu reagieren gilt, die wir uns aber auch zunutze machen können, wüssten wir gar nicht, dass es da ein "Außen", also eine selbständige Wirklichkeit gibt! Es wäre also höchste Torheit und lebensgefährlich, die Existenz von Kräften zu leugnen. Und wenn es im Sinne Einsteins heißt, nicht die Schwerkraft sondern die Raumzeit "zwingt" die Planeten auf ihre Bahn, dann hat man zwar hier den Begriff der Kraft vermieden, spricht aber vom selben Sachverhalt. Der Klarheit in der Sache ist m.E. damit nicht gedient. Und überhaupt: Ist Einsteins Wunderwelt, in der wie von allgegenwärtigen Heinzelmännchen Raum und Zeit emsig "gekrümmt", "gebogen", "gedehnt", "gestaucht", "gezerrt" u.ä. Torturen unterzogen werden, Massen ohne Ursachen zu- oder abnehmen, nur damit sich die nur scheinbar immer gleiche Lichtgeschwindigkeit ergibt (bei einer echt gleichen bräuchte es das alles nicht!), nicht voller geheimer Kräfte? Von nichts kommt nichts! Wie kann man über so eine Phantasterei überhaupt ernsthaft sprechen wollen?
     Auch am Begriff der Kraft ist nichts Geheimnisvolles! Sie ist wie alles, mit denen Physiker etwas berechnen, eine von Menschen definierte physikalische Größe! Mit ihr wird die Stärke einer Wirkung erfasst, die in der Wechselwirkung in Form der Beschleunigung aufscheint, unabhängig davon, was die Ur-Sache und die Art des Bewirkens ist. Und wenn es uns gelungen ist, eine Kraft zu berechnen, wie die Schwerkraft, und sie dadurch beherrschbar zu machen, braucht uns der Mechanismus des Bewirkens nicht zu interessieren. Man kann also eher auf die Kenntnis von Mechanismen verzichten oder die bewirkende Kraft mit einer beliebigen Pseudoerklärung verbinden, die vielleicht der gerade herrschenden Denkmode entspricht, damit sie ihr Publikum findet, als auf die Kenntnis der herrschenden Kräfte, wenn man sich ihnen nicht ausliefern will. Und ist es nicht geradezu die Aufgabe der Physik, die Einwirkung der Dinge aufeinander berechenbar zu machen? Was sollen da mythische Beschreibungen (Verwendung starker Bilder statt rationaler Erklärungen) von biegbaren Räumen und dehnbaren Zeiten, wie sie uns die SRT liefert? Und überhaupt: trug Einsteins berühmte Arbeit von 1905 nicht den Titel "Zur Elektrodynamik bewegter Körper" - was aber bleibt von einer Dynamik, in der es keine Kräfte gibt und die von kinematischen Gleichungen beherrscht wird???
     Mit der Wahl des subjektiven Begriffs der "Ruhe", anstelle des objektiven Begriffs der Kraft, hat sich E. selbst ein Bein gestellt, obwohl er zuerst zutreffend festgestellt hatte, dass ihr (der absoluten Ruhe) "keine Eigenschaften der Erscheinungen entsprechen", was einzig heißen kann, dass sie nur im Kopf des Beobachters existiert, also subjektiv ist (was Einstein jedoch nicht realisierte). Diese richtige Erkenntnis geriet mit seiner Absicht, den rationalen Kraftbegriff zu vermeiden, in Konflikt und unterlag. Wie bitter sich das rächt, schildert das nachfolgende Essay.


    (4) Die Rache des Beobachters

    Einstein hoffte, mit seinen Relativitätstheorien
    die physikalische Welt rein objektiv beschreiben zu können,
    ohne irgendeine Rolle des Beobachters,
    die ja vor allem eine geistige ist,
    gegen die er sich zeitlebens heftig wehrte,
    war ihm als "gläubigen Physiker" doch alles Geistige "nur Illusion".

    Aber steckt der Beobachter nicht schon tief drin,
    wenn er Bewegung und Ruhe sieht,
    wo die Dinge selbst doch nur in ihrem Zustand verharren;
    wenn er physikalische Größen benutzt,
    die er zwangsläufig zuerst selbst definieren muss;
    wenn er von Bezugssystemen spricht,
    die aber lediglich sein Denken spiegeln?
    Er ist doch derjenige, der die Bezüge herstellt,
    wenn auch zumeist unbewusst,
    und dadurch die Größe "Geschwindigkeit" gewinnt!

    Die Dinge wissen von ihr nichts,
    können sich auch nicht nach ihr richten,
    sondern verharren nur in ihrem Zustand oder wechselwirken mit anderen Dingen.
    Aber die Menschen sind heute so egozentrisch,
    dass sie die Anders- und Eigenartigkeit der materiellen Welt nicht begreifen
    und nicht mehr zwischen Mentalen und physikalisch Realen unterscheiden können.

    Wie alles, was nicht beachtet und gebändigt wird,
    wächst und gedeiht und Besitz ergreift,
    wurde der Beobachter in Einsteins Denken immer mächtiger,
    wurde ihm zum Dreh- und Angelpunkt seiner physikalischen Welt
    - ohne dass er es bemerkte.

    Es begann mit der Lichtgeschwindigkeit,
    die in Bezug auf den Beobachter immer gleich wäre,
    weil Raum- und Zeitmaße sich entsprechend ändern,
    sich also nach Bedingungen richten würden, die ein Beobachter gibt.
    Jürgen Neffe in seiner Biographie "Einstein":
    "Uhren gehen langsamer, je schneller sie sich einem Beobachter gegenüber bewegen.
    Je näher sie in ihrer Bewegung der Lichtgeschwindigkeit kommen,
    desto mehr verlangsamt sich ihr Gang - bis zum Stillstand.
    Wer sich das klar macht,
    hat die wichtigste Grundidee der Speziellen Relativitätstheorie schon verstanden."

    Hat er das dann wirklich?
    Dann müsste er nach dieser Logik auch verstehen,
    dass dort, wo Uhren wegen ihrer Geschwindigkeit oder aus welchem Grund auch immer zum Stillstand gekommen sind,
    die Zeit und damit alles zum Stillstand kommt ist,
    denn nach Einsteins Verständnis zeigen Uhren ja nur an was allgemein geschieht.
    Elektronen, Planeten, Sterne, Galaxien müssten aufhören zu kreisen,
    Sonnen aufhören zu glühen, Lebendiges müsste erstarren, Gedanke einfrieren,
    sobald eine Uhr stehen bleibt - in welchem Irrenhaus sind wir denn da gelandet?
    Zu was hier ein Beobachter, wenn eine Bewegung in Bezug auf ihn nur schnell genug ist, in der Lage sein soll,
    das ist wahrlich mehr als man den Göttern aller Religionen zusammen jemals zugetraut hatte,
    mehr als alle Kräfte der Welt bewirken können!
    Sollen wir das ernstlich glauben? Glaubt das irgendwer wirklich?
    Oder zeigt das nicht alles nur einen Mangel an Sachverstand darüber,
    z.B. was den Taktgeber einer Uhr schwingen lässt?
    Nämlich eine in der Uhr gespeicherte Energie, zumeist eine Batterie oder eine gespannte Metallfeder,
    oder bei der Pendeluhr die vor Ort herrschende Schwerkraft.
    Wie kann man sich Physiker nennen, wenn man nichteinmal versteht, was eine Uhr antreibt?

    Da darf doch wenigstens mal gefragt werden:
    Wie kann eine Uhr überhaupt etwas von einer Bewegung wissen
    und dann noch dazu zu einem fernen Beobachter???

    Und wehe, es gibt mehrere unterschiedlich schnelle Beobachter derselben Uhr!
    Ich denke, da ist die Theorie mit ihrer "Weisheit" auch schon am Ende,
    weshalb sie sich ja immer nur mit dem Zwei-Körper-Problem befasst.
    Oder hat man wenigstens schon mal etwas von einem Drillings-Paradoxon gehört?

    Wie es unendlich viele relativ zueinander bewegte Inertialsysteme gibt,
    so gibt es auch unendlich viele relativ zueinander bewegte Beobachter.
    Doch welcher davon wäre dann der Maß-gebende Beobachter???
         Wie aber kann es einen bevorzugten Beobachter geben, wenn alle Inertialsysteme gleichberechtigt sind???
         Das erklärt doch allein schon, warum die Naturgesetze in ihrer einfachsten Form dort überall gleich sind!
         (Einstein: "gleich gelten" - aber gelten kann nur vom Menschen Gesetzes.)
         Da muss man nicht erst Raum und Zeit zum Gleichmachen bemühen!
         Wer das versteht, dem sind Einsteins "Erklärungen" entbehrlich!

    Weil Uhren nicht wirklich rückwärts gehen können,
    und Lebensläufe nicht umkehrbar sind,
         (bei Stephen Hawking, der noch "kühner" und mechanischer als Einstein dachte, jedoch schon,
         der Menschen aus ihren Gräbern auferstehen und sie zuletzt im Mutterleib verschwinden sieht,
         sobald der Kosmos zusammenstürzt und sich seiner Meinung nach die Zeit umkehrt,
         ein Irrsinn, der von aller Welt bewundert wird - soweit sind wir heute schon),
    lautete Einsteins, die Welt vor dem endgültigen Stillstand rettendes Gebot:
    "Nichts darf schneller sein als das Licht!"
    Wo Gott noch 10 Gebote in Stein schlagen musste, um die Welt zu retten, brauchte Einstein nur eines!
    Und er brauchte auch keinen Stein, denn er selbst war der Stein! Der Ein-Stein eben!

    Kein Wunder, dass seine Kollegen vor Ehrfurcht erstarrt sind,
    keinen überlichtschnellen Frevel dulden
    und "von einer kostenlosen Nachhilfestunde bei Albert Einstein" träumen,
    selbst der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, wie er 2005 in Berlin in einem Grusswort bekannte.
    Gut, wenn es nichts kostet, könnte man schon mal eine Nachhilfestunde beim Fachlehrer Einstein nehmen.
    Aber besser als alte Irrtümer immer weiter zu pflegen ist es, WEGE DES DENKENS zu lesen,
    denn nur geklärte Grundsatzfragen ergeben neue Forschungsperspektiven.

    Durch das Verbot der Überlichtgeschwindigkeit setzt Einsteins Beobachter jeder Bewegung ihre Grenze,
    letztlich auch dem All und seiner Expansion,
    und der Beobachter selbst wird auf diese Weise zum neuen Weltmittelpunkt
    - eine kopernikanische Wende rückwärts:
    Das All kann nur (fast) so schnell expandieren,
    wie es die auf den Beobachter bezogene Lichtgeschwindigkeit zulässt.
    Das wäre dann eine wahre All-Macht des Beobachters!
    Aber welches Beobachters? Jedes Beobachters?
    Und was macht das All, wenn der Beobachter schläft?

    Aber tatsächlich ist die "Grenze" des Alls nur ein sich durch den Standort ergebender Lichthorizont,
    hinter dem es mit Überlichtgeschwindigkeit expandiert,
    d.h. der Horizont ergibt sich, weil die Fluchtgeschwindigkeit die Lichtgeschwindigkeit überschreitet,
    so wie ein "schwarzes Loch" sich dadurch ergibt,
    dass die Fallgeschwindigkeit größer als die Lichtgeschwindigkeit ist!
    Was beides Relativisten natürlich niemals zugeben würden,
    obwohl es so klar ist, wie dass 1 + 1 = 2 ist (was sie ja auch bestreiten).
    Und man bedenke: Für den Beobachter vom angeblichen Rand es Universums
    sind wir ebenfalls am Rand der Welt, sehen jedoch,
    dass sie hinter seinem Horizont genauso ausgedehnt ist wie zwischen ihm und uns,
    was auch das kosmologische Prinzip von der Gleichberechtigung aller Standorte besagt,
    so dass sich allein von Horizont zu Horizont eine doppelte Lichtgeschwindigkeit ergibt!

    Aber was bedeuten einem Relativisten schon Argumente der Vernunft und Logik,
    wo beide doch zur abzulehnenden Rolle des Beobachters gehören,
    weshalb der Relativist als Neopositivist lieber glaubt, dass jeder Horizont eine objektive Grenze ist.
    Seiner Meinung nach steht Einsteins Genialität hoch über der Vernunft,
    daher auch: je unvernünftiger, desto genialer,
    was man natürlich auch ganz anders sehen kann,
    ganz abgesehen davon, dass selbst echte Genialität noch kein Garant für Richtigkeit wäre.

    In der dünnen Luft dieser Höhe oberhalb der Vernunft ist eben auch 1 + 1 nicht mehr 2 sondern immer noch 1,
    als könne man dort nicht mehr bis 2 zählen - so dünn ist sie da!
    weshalb ja auch von Einsteins Anhängern bestritten wird,
    dass sich gegenläufige Lichtstrahlen mit doppelter Lichtgeschwindigkeit begegnen,
    (so Born auf einer Tagung von Nobelpreisträgern),
    ein Prinzip, das jedoch in Teilchenbeschleunigern benutzt wird, um die Crashenergie zu verdoppeln.
    Es gibt also in der experimentellen Physik noch stille Rückzugsgebiete der Vernunft,
    die sich jedoch möglichst unauffällig verhalten, um keinen Ärger mit den Theoretikern zu bekommen,
    bei denen man sich durch Sachverstand und Logik nur verdächtig macht.

    Ich jedenfalls möchte in keinem Universum leben,
    wo die Relativbewegung eines Beobachters mein Altern bestimmt!
    Und wer zählt alles zu den "Beobachtern"?
    Wohl alles was Augen hat, also auch Adler, Hunde und Flöhe.
    Und wie altere ich gar, wenn es mehrere/viele mit unterschiedlichem Tempo sind, die auf mich gucken?
    Kommt dann mein Herz aus dem Rhythmus und ich erkranke?
    Und was passiert mit mir, wenn sie nicht mehr hinsehen oder schlafen?
    Falle ich dann aus der Zeit und sterbe?
    Oder wenn Beobachter auf mich zurasen?
    Altere ich dann im Zeitraffer?
    Da hilft es auch nicht zu sagen,
    es komme nicht auf den Beobachter, sondern auf das Bezugssystem an,
    da es ja ohne einen Beobachter auch kein Bezugssystem gibt,
    das ja nur sein Werkzeug ist, um Sinneseindrücke zu ordnen und zu beschreiben!
    Was ja Einstein durchaus richtig verstanden hat.

    Trotz allem Wahn der Menschen
    bleibt die Welt - glücklicherweise! - das, was sie immer schon war,
    unbeeindruckt von allen Beobachtern
    und natürlich auch unbeeindruckt vom "Chef-Ingenieur des Universums",
    der nichteinmal wusste, was eine Uhr antreibt und wie sie funktioniert,
    der es aber trotzdem besser wissen wollte,
    der sogar ohne konstante Maßstäbe über Konstanz befinden wollte
    und als Determinist Erklärungen hinter den Dingen suchte.
    "Doch wer immer hinter die Dinge zu sehen versucht,
    sieht am Ende die Dinge selber nicht mehr"
    (Augustinus)
    hat sie vielleicht zuvor auch noch nie richtig gesehen,
    und landet so in einer Ersatzwelt, die vor allem sein eigenes Denken spiegelt.
    War die Wissenschaft einst angetreten Gedanken anhand der Fakten zu überprüfen,
    ist es heute umgekehrt: Fakten müssen sich vor der Theorie verantworten,
    wie beim überlichtschnellen Tunneleffekt,
    bei dem die Theoretiker und Mathematiker darüber befinden, ob es ihn geben kann.

    Niemals in der Physik war der Beobachter so mächtig wie im Denken Einsteins
    der ihn jedoch überhaupt nicht wahrnahm.
    Betriebsblind gegenüber sich selbst
    und blind gegenüber der Eigengesetzlichkeit der Dinge,
    den regulativ wirkenden gesunden Menschenverstand ignorierend,
    der nüchtern Ursache und Wirkung bedenkt,
    schuf Einstein eine neue anthropozentrische Weltsicht.

    Für mich ist es eine Frage der Solidität,
    wessen Physik ich mich anvertraue:
    der Einsteins, die mentale Fähigkeiten auf die Dinge projiziert,
    oder der Newtons, die streng mit ihren Eigenschaften argumentiert,
    rational sorgfältig Ursache und Wirkung erwägt und unüberprüfbare Hypothesen ablehnt.
    Newton zur Randerscheinung der Einsteinschen Physik zu machen,
    ist für mich eine völlige Verkennung Newtons und seiner Dynamik,
    die ja gerade deshalb funktioniert,
    weil sie die subjektive Größe Geschwindigkeit eliminiert,
    während sie für Einstein von zentraler Bedeutung ist,
    was aber nur für die Berechnung gilt !
    bei der er sie mit Hilfe der Lorentztransformationen letztlich ebenfalls zum Verschwinden bringt,
    weshalb er ein Newtonersatz für jene ist, die Newton und die Beobachterrolle nicht mehr verstehen.

    Und was denkst du, lieber Leser?
    Natürlich macht es mehr Mühe,
    immer gewissenhaft Ursache und Wirkung zu erwägen,
    als einfach "kühnen Ideen" (Popper) zu folgen,
    ohne deren Konsequenzen zu bedenken.
    Was also ist von Einsteins Absicht geblieben,
    die Welt rein objektiv beschreiben zu wollen,
    ohne irgendeine Rolle des Beobachters,
    dessen Nichtbeachtung, wie wir gesehen haben, sich furchtbar rächt?

    Wir Menschen sind nun mal keine Objekte, die nur registrieren.
    Unser Gehirn ist ein Verständnis suchendes interpretierendes Organ,
    nichts wissend!
    daher stets um die plausibelste Plausibilität besorgt,
    weshalb wir mit großer Disziplin
    immer um unsere Objektivität ringen müssen.


    (5) Des Rätsels Lösung

    Einstein: "Ich vertraue auf Intuition."

    "Mit seinen oft unkontrolliert oder unbedacht vorgetragenen Ideen
    und seiner Widersprüchlichkeit
    hat Einstein Freunde und Gleichgesinnte ein ums andere Mal brüskiert."

    (J. Neffe in seiner Einsteinbiographie S. 311)

    "Von einem verständnisvollen Umgang Einsteins mit den Bedenkenträgern,
    die das Bewährte bewahren wollen, ist nichts bekannt."
    (Neffe, S. 294)

    Weil es Einstein an Empathie nicht für Menschen, sondern auch für die Dinge fehlte,
    hatte er auch für die Eigen-Art der Dinge kein Verständnis,
    sondern unterstellte ihnen die Sicht und das Wissen des Beobachters,
    nach denen sie sich noch dazu richten würden.
    Man nennt einen solchen Mangel "autistisch",
    der auch von neueren Biographien Einsteins deutlich belegt wird,
    sowie schon von führenden Autismusforschern ausgesprochen wurde.

    Autismus ist keine Krankheit,
    sondern die Beschreibung einer Persönlichkeit mit mentalen Defiziten,
    bei Einstein eine milde Form des Autismus, Aspergersyndrom genannt,
    bei der der Mangel an Empathie mit einseitiger Sonderbegabung verbunden ist,
    die den Normalbürger fasziniert und verwirrt.

    Jeder Mensch ist mehr oder weniger autistisch,
    hat jeder doch Probleme, sein Gegenüber (aber auch sich selbst) zu verstehen.
    Ganze Wissenschaftszweige sind autistisch geprägt,
    wie Mathematik und Physik.
    Daher finden sich in ihnen auch die meisten "Asperger".
         Weil ihnen das Menschliche fremd ist,
         zählt für sie nur das Berechenbare!
         Einen Zufall darf es da nicht geben!
         Nicht einmal Gott mochte Einstein irgendwelche Freiheiten zubilligen,
         weil ihn das zutiefst verunsichert hätte.

    Einstein konnte nicht nur nicht die Mentalität anderer verstehen,
    und war somit auch nicht in der Lage,
    auf deren kritische Argumente einzugehen
    und sich sachlich mit ihnen auseinander zu setzen,
    sondern er hat auch sich selbst nicht verstanden,
    vertraute vielmehr seiner jeweiligen Intuition:

    Eisern beharrte er auf der Kausalität
    - die eigentlich die Eigenbestimmtheit der Dinge durch ihre Natur besagt -
    meinte jedoch stets ihre Fremdbestimmung durch eine ferne Macht,
    weshalb er auch nichts von den den Dingen eigenen Kräften wissen wollte.
    Überhaupt war er gegen jede Dynamik mit ihren unabsehbaren Folgen.
    Daher war er auch für ein statisches Universum,
    wozu er, ohne jeden sachlichen Anlass, einfach mal so, eine Antigravitationskraft erfand,*
    die er später seine "größte Eselei" nannte, nachdem Hubble die Flucht der Galaxien entdeckt hatte.
    Und in der Mechanik wich er auf mathematische (SRT) und geometrische (ART) Argumente aus.
    "Am Ende findet er sich zwischen den Stühlen wieder." (Neffe)
    "Die Physiker sagen, dass ich ein Mathematiker bin,
    und die Mathematiker sagen, dass ich ein Physiker bin."
    (Einstein)
    *Heutige Versuche, ihn doch noch rechtfertigen zu wollen, halte ich für vergebens,
    ist doch die Gravitation eine komplementäre Erscheinung aller Kräfte,
    weshalb diese daneben nicht auch noch eine gegenteilige Antigravitationskraft besitzen können.

    Erst schrieb er 1905 in der "Elektrodynamik bewegter Körper" richtigerweise,
    "dass der absoluten Ruhe keine Eigenschaften der Erscheinungen entsprechen",
    dann baute er - trotz ihres Fehlens!!! - seine berühmte Theorie auf ihr auf.
    Kann man eigentlich schizophrener argumentieren?

    Erst sah er es in der gleichen Arbeit als erwiesen an,
    dass es den hypothetischen Äther nicht gibt,
    weil eine Bewegung der Erde durch ihn nicht nachgewiesen werden konnte (Michelson und Morley).
    (Später bestritt er ohne Not von deren Experimenten gewusst zu haben,
    obwohl sie der Ausgangspunkt seiner Überlegungen waren.)
    Dann sollte die Relativität von Raum und Zeit zeigen,
    dass diese Bewegung nur nicht messbar wäre.
    Das heißt: hier wird eine bereits widerlegte Hypothese durch eine weitere "gerettet",
    obwohl gerade Hypothesenvermeidung das Ziel der Forschung sein müsste.

    Erst war er richtigerweise strikt gegen Fernwirkungen,
    zugleich machte er "die fernen Fixsternmassen" für die örtliche Trägheit verantwortlich (machsches Prinzip)
    und argumentierte mit Relationen zu beliebig entfernten Beobachtern.
    Erst sagte er, dass es auf die Relativbewegungen ankommt,
    dann rechnete er sie mit den Lorentztransformationen einfach weg.
    Erst sagte er fälschlich, dass die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum immer konstant ist
    und machte diese Aussage zur Grundlage seiner "speziellen" RT,
    dann sagte er 1915 wieder richtig, und wie schon Physiker vor ihm,
    dass auch Licht durch Schwerkraft von der geraden Bahn abgelenkt,
    also beschleunigt wird, wie jedes andere physikalische Objekt auch, was selbstverständlich ist.
    In Einsteins Terminologie jedoch: das Licht eilt unbeirrbar geradeaus, nur der Raum ist "gekrümmt",
    weshalb es ja ein wichtiges Anliegen von Relativisten ist, die Krümmung des Raumes "zu beweisen",
    obwohl ein "gekrümmter Raum" von einer gekrümmten Bahn nicht zu unterscheiden ist.

    Erst sagte er, dass "bewegte" Uhren langsamer gingen,
    dann wieder richtig, dass im Orbit rasende Uhren schneller gehen,
    ist doch die Gravitation eine Randbedingung des Uhrengangs -
    bei Pendeluhren dagegen deren Bedingung.
    Pendeluhren gehen langsamer, je geringer die sie antreibende Schwerkraft ist,
    während Nichtpendeluhren umso schneller gehen, je mehr sie abnimmt,
    weil ihr Gang durch die Schwerkraft umso weniger gebremst wird,
    was das angeblich einheitliche Wirken einer Raumzeit und damit diese widerlegt:
    GPS- und Pendeluhren zusammen mit der ART zeigen, dass es nicht auf eine Raumzeit ankommt,
    sondern allein auf die vor Ort anwesenden und bewirkenden Kräfte.

    Wer das nicht begreift, sollte sich nicht Physiker nennen.

    Zwischenbemerkung:
    Festlegungen auf ein bestimmtes Ergebnis,
    wie dass nichts schneller als das Licht sein kann,
    noch dazu als Grundlage einer Theorie,
    machen eine Offenheit der Forschung unmöglich.
    Daher kann relativistisches "Forschen" immer nur versuchen "zu beweisen",
    dass Einstein Recht hat - Forschung als Forschheit, Physik als Rechthaberei.
    Und weil mangels eines objektiven Kriteriums der Bewegung
    Interpretationen von Zuständen beliebig sind,
    daher der Name "Relativitätstheorie",
    bleibt man letztlich sowieso auf Einsteins Autorität angewiesen.

    Diese Umkehr der Beweislast ist der eigentliche Paradigmenwechsel, den Kuhn gesehen hatte:
    nicht mehr das Faktum und die Vernunft, sondern Einsteins (irrationaler) Standpunkt ist entscheidend,
    weshalb es ja gilt, Einstein immer wieder als das alle überragende einsame "Genie" hinzustellen!
    Da müssen viele an der Wissenschaft irgendetwas völlig missverstanden haben.
    So bleibt den Anhängern der Relativitätstheorie nicht anderes übrig,
    als widersprechende Fakten, wie überlichtschnelles Tunneln, einfach zu bestreiten:
    "kein Signal", "alles Schrott", "wer weiß, was der Nimtz da gemessen hat"
    - für mich das Ende der Physik als Wissenschaft.
    Nun kann man zwar sagen, dass ein solches Vorgehen nicht in Einsteins Absicht lag,
    doch haben seine "kühnen" Sachaussagen eine solche Verkehrtheit erst provoziert,
    während Newton mit abgeklärten Definitionen begann, die Forschung erst ermöglichten,
    so wie Niels Bohr durch Klärung der Begriffe der Quantenmechanik ihre Basis gab.
    Das Arbeiten am Begriff ist es, was den Geist erhellt und dem Forschen Grundlagen gibt,
    und nicht aus der Luft gegriffene "kühne" Sachbehauptungen, die Forschung eigentlich erübrigen,
    sobald die Behauptungen sakrosankt erklärt werden.
    Für mich liegen wirklich Welten zwischen dem Denken Newtons und Einsteins.
    Welcher Welt ich zuneige, dürfte dem Leser inzwischen sicher klar geworden sein.

    Doch Einsteins Ungereimtheiten gehen noch weiter:
    Zuerst wollte er Mach folgen und Positivist sein,
    dann wollte er jedoch hinter die Dinge sehen
    und "dem Geheimnis des Alten" (Gottes) auf die Spur kommen.
    0bwohl er nicht an einen persönlichen und strafenden Gott glaubte,
    sprach er echt kindlich von ihm, als ob es ihm gäbe:
    "Ich will wissen wie Gott diese Welt erschaffen hat....
    Ich möchte seine Gedanken kennen - das übrige sind Details."

    Und während Mach nur Empfindungen als das uns mental Gegebene ansah,
    sprach Einstein so, als hätten wir es geistig immer mit Realitäten zu tun,
    weshalb Mach, getreu seiner positivistischen Auffassung, Einstein abwies.

    Obwohl Einstein bis zuletzt ein Anhänger der Kontinuumsidee blieb,
    war er mit der Lichtquantenhypothese der erste Förderer der Quantenphysik,
    wurde aber dann ihr unversöhnlichster Gegner,
    als sich mit der Unschärferelation ihre Konsequenzen zeigten.
    Erst sagte er 1921 in "Grundzüge der Relativitätstheorie" richtig,
    dass sich das Zeiterleben aus der Ordnung der Erinnerungen ergibt,
    nach dem "nicht weiter zu analysierenden Kriterium des 'Früher' und 'Später'",

    dann argumentierte er trotzdem mit einer "objektiven Zeit".
    Und immer wieder verkündete er stolz eine "einheitliche Feldtheorie",
    die er dann jedesmal auch für eine definitive Lösung hielt,
    und genau so oft musste er sie widerrufen, ganz abgesehen davon,
    dass durch die Entdeckung der Kernkräfte das Problem inzwischen sowieso überholt war.

    Erst war er für die logische Einfachheit der Naturgesetze,
    dann machte er sie unnötig kompliziert in der Hoffnung,
    die Rolle des Beobachters vermeiden zu können, indem er sie physikalisierte,
    dabei in Wahrheit die Physik mentalisierend.
    Einstein wäre auch ein Anhänger des lokalen Realismus gewesen.
    Doch was ist an einer relativistischen Sicht mit fernen Bezugspunkten "lokal" und "realistisch"?
         Und überhaupt:
         wenn alle Inertialsysteme gleichberechtigt sind, wie von ihm richtig postuliert wurde,
         dann kann es gar keine relativen, also abhängigen Systeme geben,
         wodurch sich das Zwillings-Paradoxon sowieso gleich von selbst erledigt.
         Zudem gilt für alles rein Materielle Newtons Grund-Satz,
         der ein Erhaltungssatz ist, der keiner weiteren Begründung bedarf,

         dass jeder Körper in seinem Zustand verharrt,
         sofern keine (örtlich anwesende) Kraft auf ihn einwirkt!

         (Ganzheitliche Phänomene, wie die Verschränkung von Quanten, hier ausgenommen,
         für die es eines erweiterten Verständnis bedarf, was als "EIN Körper" zu gelten hat.)
    Einstein ein verlässlicher Führer im Reich der Physik, der nicht würfelte?
    Dabei sagte er von sich selbst in einem Brief an Max Born 1944:
    "Ich habe die Gesetzlichkeiten der Welt auf wild spekulativem Weg zu erhaschen versucht".
    Das Ergebnis ist dem entsprechend und braucht uns daher nicht zu überraschen.
    Einstein, einer der sich fleißig fremder Vorarbeiten und Ideen bediente,
    aber nur selten seine Quellen nannte, wie es korrekt gewesen wäre, ein Vorbild?

    Generell war er zwar für die Einheit der Natur.
    Doch weil er alle physikalischen Größen, wie Masse und Energie, Raum und Zeit,
    mit der wir Aspekte der Natur erfassen, als real existierende Realitäten ansah,
    zerlegte er die für sich EINE Natur gedanklich in diese.
    Beschrieb Newton die Gravitation rein mathematisch als eine räumliche Eigenschaft,
    war sie bei Einstein gleich eine Eigenschaft des Raumes, also die einer eigenen Sache.
    Bei der Größe "Masse" war er besonders produktiv und unterschied fleißig
    zwischen "ruhender", "bewegter", "naher", "ferner", "träger" und "schwerer Masse"
    und rechnete dann, emsig wie ein Maikäfer,
    die real nicht vorhandenen Unterschiede wieder leidlich weg,
    die ja nur für den Beobachter existieren,
    von dem Einstein aber partout nichts wissen wollte,
    weshalb er seine Probleme rein rechnerisch zu lösen versuchte,
    sind Autisten doch oft auf Zahlen fixiert, die für sie etwas Beruhigendes haben.
         So wurde es ihm lebenslang zur Manie, alles mathematisch vereinigen zu wollen,
         die erfolgreiche Vereinigung von Elektrizität und Magnetismus durch Maxwell als Vorbild vor Augen,
         die aber in der Sache begründet war!
         Diese Motivation macht den Physiker Albert Einstein am besten verständlich!

    Und sie entspringt der systemischen Verhaftetheit von Autisten mit Aspergersyndrom!
    So fügte er zusammen, was m.E. nicht zusammengehört,
    wie Mechanik und Elektrodynamik zu seiner "speziellen",
    die Mechanik vergewaltigend, sie dadurch spaltend,
    weshalb wir heute eine klassische, relativistische und Quantenmechanik haben,
    die jeweils mit unterschiedlichen Methoden
    nur einen begrenzten Bereich der mechanischen Wirklichkeit erfassen,

    was bei einer durchgehenden Beachtung der Beobachterrolle überhaupt nicht erforderlich wäre,
    und mit Recht als "Skandal der Physik" gilt.

    Auch hat keiner wie Einstein mit so großem Eifer aus dem Bauch heraus
    jegliche Beobachterrolle und damit die Eigen-Mächtigkeit des Geistes geleugnet,
    keiner hat so fanatisch gegen die Selbstbestimmtheit in der Natur gekämpft,
    und dadurch seine mentalen Defizite für jedermann kenntlich gemacht,
    sich außerhalb der Physik aber als Kämpfer für geistige Werte und Freiheit gegeben,
    was weitere Beispiele für Einsteins Art von Schizophrenie sind.*
    "Schizoid" sind Autisten auf alle Fälle,
    sind bei ihnen doch Gedanken außer Kontrolle,
    das aber permanent und eher unauffällig, während die echte Schizophrenie in leicht erkennbaren Schüben daherkommt,
    weshalb den Betroffenen eine Einheit und Kontrolle des Denkens versagt ist,
    das hauptsächlich seinen Impulsen folgt, wie auch das obige Einsteinzitat belegt,
    dass er die Gesetzlichkeiten der Welt auf wild spekulativem Weg zu erhaschen versuchte.
    Einstein ein großer Denker, der nach eigener Aussage
    gedanklich "ein assoziatives Spiel mit mehr oder weniger klaren Bildern treibt,
    bei dem Worte keine Rolle spielen"? (SZ)

*(die bei seinem Sohn Eduard offen zum Ausbruch kam, so dass er danach sein Leben in der Psychiatrischen Uniklinik Burghölzli bei Zürich verbringen musste, wo auch die ganze Familie Einstein gut dokumentiert ist, nachdem er vom widersprüchlichen und lieblosen Verhalten seines Vaters seelisch zermürbt worden war. Überhaupt war der erblich ebenfalls belastete Einstein mangels Einfühlungsvermögen für seine Familie menschlich eine Katastrophe. Auch Einsteins Mutter war eine schizoide Persönlichkeit, wie man in Burghölzli weiß.)
Einsteins "Genialität" glaubt man mit dem bei ihm besonders großen Temporallappen belegen zu können. Doch ist das Planum temporale, jene asymmetrische Vergrößerung der linken Hirnhälfte, nach Erkenntnissen der Hirnforscher nicht nur für das Sprachvermögen, das musikalische Talent (Einstein, der Geigenspieler) und die Händigkeit eines Menschen verantwortlich, sondern auch für mentale Störungen wie Schizophrenie.
MaxPlanckForschung 4/2006: "Schizophrenie und Autismus entspringen möglicherweise gemeinsamen Ursachen..." "Störungen des autistischen Spektrums scheinen stark erblich zu sein. Studien mit eineiigen Zwillingen belegen: Wenn ein Zwilling erkrankt, beträgt das Risiko des anderen zu erkranken etwa 90%."

    Jeder einzelne der hier genannten Punkte ist weltweit bekannt.
    Ich habe sie nur zusammengetragen und etwas geordnet,
    beides ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
    Doch kein Lehrstuhl stört sich an den offenen Widersprüchen:
    Denn wer zu jeder Aussage auch die gegenteilige macht,
    bei dem kann man sich nicht nur nach Belieben bedienen,
    sondern der hat natürlich auch in jedem Fall einmal Recht.
    Und wenn man die Kritik an der Speziellen RT nicht widerlegen kann,
    dann hat man flugs sogenannte Bestätigungen der Allgemeinen RT zur Hand,
    die jedoch eine reale Erscheinung zum Gegenstand hat, nämlich die Gravitation,
    tut jedoch so, als ob die Spezielle, die ohne realen Gegenstand ist, dadurch gerechtfertigt wäre.

    Es ist wie beim Wettlauf zwischen Hase und Igel, der seine Frau am Ziel postiert hatte,
    weil er als kurzbeiniges Wesen gar nicht in der Lage war mitzulaufen.
    So war es immer der falsche Igel, der, als der Hase ankam, triumphierend ausrief: "Ich bin schon da!"
    mit fataler Folge für den Hasen, dem es an Unterscheidungsvermögen fehlte,
    wie auch Relativisten offensichtlich hier nicht zwischen Spezieller und Allgemeiner RT
    und erst recht nicht, zwischen Schein und Sein unterscheiden können oder wollen.

         Doch was logisch nicht verständlich zu machen ist,
         wie Einsteins intuitive Ideen zur Relativität,
         seine zwanghafte Suche nach einer einheitlichen Feldtheorie,
         seine Widersprüchlichkeit, seine Realitätsferne, seine Unbelehrbarkeit,
         macht plötzlich keine Probleme mehr,
         wenn man die verdeckte Motivation ihres Schöpfers versteht,

         "der ein Gefangener im goldenen Käfig seiner Überzeugungen war", (Neffe)
         dem keine Vorwürfe zu machen sind,
         konnte er als Autist doch nicht anders,
         da fehlende Empathie und Zwang zur Systemisierung Kennzeichen seiner Anomalie sind.

    Ihn als sonderbegabten Autisten mit Tunnelbewusstsein zu verstehen,
    heißt das Rätsel Einstein und das seiner Relativitätstheorie lösen.
    Plötzlich wird einem klar, warum er so argumentierte - argumentieren musste!
    Niemand ist jetzt mehr gehalten,
    Unverständliches zu glauben, zu verbreiten
    und mit unredlichen Argumenten zu verteidigen,
    weil es ja keine redlichen gibt.

         Niemand muss mehr sein Unverständnis der Relativitätstheorie
         sich mit Einsteins "Genie" entschuldigen,
         das sowieso in der Wissenschaft verfehlt ist,
         muss sie doch nachvollziehbar sein,
         um nicht als Glauben zu enden,

         wie das hier leider der Fall ist,
         mit allen Merkmalen eines solchen,
         leicht erkennbar am religiösen Eifer ihrer Apologeten,
         die sich agil über alle berechtigten Bedenken hinwegsetzen,
         wie dies zuvor Einstein schon tat,
         wie das obige Zitat aus Neffes Buch belegt,
         das zu lesen, ich hinsichtlich Einsteins Persönlichkeit nur empfehlen kann,
         ebenfalls das Buch von Highfield und Carter "Die geheimen Leben des Albert Einstein".

    Auch gibt es jetzt keinen Grund mehr,
    sich auf Einsteins Intuitionen zu verlassen,
    sich so seine Art von Schizophrenie und Autismus und sein mythisches Denken zu Eigen zu machen.
    Nötig ist es freilich, seinen eigenen Verstand zu gebrauchen
    und sich dabei als Erstes um die Grundlagen der physikalischen Wissenschaft zu sorgen,
    sowie um die Unterscheidung von Schein und Sein,

    was beides natürlich jene Mühe macht, die viele scheuen,
    weil es ja viel bequemer ist,
    einfach unabgeklärten Intuitionen zu folgen,
    den eigenen oder fremden.
    Unklares lässt zudem Beliebiges zu.

    Und immer wird es auch Menschen geben,
    die sich von ungereimten Ideen magisch angezogen fühlen.
    Wir sollten uns von ihrem falschen Eifer nicht beirren lassen,
    sondern ihnen mit nüchternem Sachverstand begegnen.
         Das kann niemals verkehrt sein!

    *Jürgen Neffe in seiner Biographie "Einstein", S. 388
    zum Weiterlesen:
    "Ich bin ein ganz isolierter Mensch..." Einstein als Autist. (I/B7a) Anhang 2
    Was heißt 'beobachten'? mit Einsteins blinder Fleck (I/B7a)


    (6) Requiem für die Allgemeine Relativität

    Überhaupt stimmen immer gleich die Begriffe nicht, wenn es um Einsteins Theorie geht.
    Das ist nicht weiter verwunderlich, hat doch schon Einstein sie oft missverstanden
    und war ihm Phantasie wichtiger als Wissen, "denn Wissen ist begrenzt".
    So verstand er nicht,
    dass die Kraft ein Phänomen der Wechselwirkung ist und keine eigenständige Sache.
    Hört die Wechselwirkung auf, dann verschwindet die Kraft, z.B. beim freien Fall,
    der ja deshalb "frei" heißt, weil sich nichts dem Fallen entgegenstellt.
    Doch das Gravitationsfeld ist weiterhin da und beschleunigt alles, was sich in ihm befindet,
    auch wenn der Fallende nichts davon spürt, weil alles mit ihm gleichermaßen fällt,
    was für Einstein ein Problem war.
    Doch was immer etwas bewirkt, erfassen wir physikalisch mit dem Begriff der Kraft,
    der eine Analogie zur uns vertrauten Muskelkraft ist,
    und sich in Form der Fähigkeit zur Beschleunigung zeigt.
    Man kann also nicht für "Beschleunigung" und zugleich gegen "Kraft" sein!
    Und schon immer trat jegliche Kraft, auch die Schwerkraft, in Form der Beschleunigung auf,
    was uns zu wissen nicht erst des "glücklichsten Gedanken" in Einsteins Leben bedurfte.
    Doch war dieser Gedanke für ihn insofern glücklich,
    weil er für einen kurzen Moment einmal etwas fast richtig erkannte:
    aber (Schwer-)Kraft und Beschleunigung sind nicht "äquivalent", wie er vieldeutig sagte, sondern identisch!
    Es war einer seiner Tricks, Unklarheiten mit schwammigen Ausdrücken
    wie (irgendwie) "äquivalent", "relativ" oder "entsprechend" zu überbrücken.
    James Anderson 1971: "Was das Äquivalenzprinzip besagt, das ist so vieldeutig,
    wie es Autoren gibt, die darüber geschrieben haben."

    Fundstelle: E. Scheibe/Die Philosophie der Physiker, Verlag C.H.Beck)

    Was also ist zu beachten, damit Einsteins Probleme nicht weiterhin Probleme der Physik sind?
    Wie alle Größen ist auch die "Masse", mit der Einstein ständig argumentierte,
    keine Sache, sondern das Maß der Trägheit bzw. der Schwere einer Sache
    und die Trägheit eine potentielle Eigenschaft der Materie selbst,
    die dazu weder eines "absoluten Raumes", noch "ferner Fixsternmassen" bedarf (und auch keines Higgsfeldes!)

    wie Einstein in seiner deterministischen Weltsicht der Fremdbestimmung allen Seins meinte
    und sich nicht vorzustellen vermochte, dass der Realist Newton eventuell ganz anders dachte,
    bei dem es in Definition III der Principia jedoch klar (und richtig) heißt,
    dass "jeder Körper von sich aus in seinem Zustand...verharrt" -
    ein Sachverhalt, der gar nicht einfacher sein kann, sofern man nicht glaubt, dass alles relativ ist.
    Es ist also überhaupt nicht erforderlich den Raum zu physikalisieren,
    "damit er nicht nur physikalische Wirkungen ausübt, sondern auch erleidet," (Einstein)
    was das Ziel war, um eine angebliche Paradoxie der Physik Newtons zu beheben,
         weil er sowieso weder das eine noch das andere tut!

    Und es gibt auch keine träge und schwere "Masse" und damit auch kein Problem zwischen beiden,
    ist die Masse doch nur ein und dasselbe Maß zweier komplementärer Eigenschaften ein und derselben Materie:
    Je nachdem, ob sie mit einer anderen Materie kollidiert oder ob ein Schwerefeld auf sie einwirkt,
    erscheint sie uns entweder träge oder schwer.
    "Das Geheimnis der Masse" ist, dass sie nur als physikalische Größe, jedoch nicht als Sache existiert.
    Sobald man Schein und Sein unterscheidet - wo soll es da ein Problem geben?

      Es ist an der Zeit,
      wieder von der Materie mit ihren Feldern als dem wahren Gegenstand der Physik zu sprechen
      und Einsteins "papierene Ersatzwelt"* missverstandener physikalischer Größen hinter sich zu lassen
      und die Dinge selber wieder zu sehen, statt immer nur hinter sie sehen zu wollen.

      *Selbstanalyse Einsteins (Fundstelle Neffe, S. 42):
      "...Glasscheibe zwischen Subjekt und anderen Menschen. Unmotiviertes Mißtrauen. Papierene Ersatzwelt..."

    Gleich wo man bei Einstein näher hinsieht - überall trifft man auf irrige Annnahmen und Scheinprobleme,
    die er jedoch, im Wettlauf mit David Hilbert, zu einem erstaunlichen Kunstwerk zu verweben wusste
    - die Allgemeine Relativitätstheorie,
    deren aufwändige Mathematik zwangsläufig "wenig Zusammenhang mit empirischen Tatsachen hatte."*
    *Max Born 1955 in Bern auf dem Kongress "50 Jahre RT", Fundstelle "Physik Journal" Okt. 2005, S. 27

    Einsteins stilles Wissen um seine "papierene Ersatzwelt" mit ihren eigenwilligen Begriffsauslegungen,
    ließ ihn gegen Ende seines Lebens seinem Jugendfreund Solovine aus Schweizer Tagen 1949 beichten:
    "Ich bin ganz gerührt über Ihren herzlichen Brief, der so sehr absticht von den anderen unzähligen Briefen,
    die bei dieser unseligen Gelegenheit (Einsteins 70. Geburtstag) auf mich niedergeprasselt sind.
    Sie (die Gratulanten) stellen es sich so vor, daß ich mit stiller Befriedigung auf ein Lebenswerk zurückschaue.
    Aber es ist ganz anders von der Nähe gesehen.
         Da ist kein einziger Begriff, von dem ich überzeugt wäre, daß er standhalten wird, (!)
         und ich fühle mich unsicher, ob ich überhaupt auf dem rechten Wege bin ..."

    Ich denke, hier sagt uns ein weise gewordener Einstein selbst,
    was von seinen Ideen zur Relativität zu halten ist.*
    Aber man muss wohl erst selbst weise geworden sein, um dies zu verstehen.
    *s. jedoch Pkt.1 des nachfolgende Essays

    Bei den so genannten "Beweisen" der RT handelt es sich oft genug um bloße Sprachspiele,
    z.B. um das geschickte Vertauschen der Wörter Uhr und Zeit,
    um die "Dehnbarkeit" der Zeit "zu beweisen".
    Wurde wiedereinmal ein zur Uhr erklärter taktender Vorgang
    durch Änderung seiner Randbedingungen künstlich verzögert,
    so sagt man am Ende statt "Uhr" einfach "Zeit"
    - schwups! schon ist die Zeitdehnung "bewiesen"!
    David Copperfield müsste vor Neid erblassen,
    wie leicht einem unkritischen Publikum etwas hergezeigt werden kann, was gar nicht da ist,
    weil es durch lauter "Erklärungen" verlernt hat, die Dinge als solche zu sehen,
    zum Beispiel eine Uhr als Uhr, also als materiellen Gegenstand, der Zeitpunkte anzeigt,
    während die Zeit eine rein ideelle physikalische Größe ist, nämlich das Maß der Dauer,
    was man wissen muss, um in solider Weise theoretische Physik betreiben zu können.

    Die "Messbeweise" dagegen sind zumeist minimale Effekte in der Grauzone von Messtoleranzen,
    - eine Physik im Niemandsland, die auch niemand ernstlich braucht,
    außer um Einsteins "Genie" zu "beweisen",
    was eine neue Art angewandter Physik ist,
    eben die relativistische, die gezielt alles auf Einstein hin relativiert,
    z.B. durch Manipulation, wie 1919 bei der Sonnenfinsternis-Expedition durch Eddington,
    der Fotoplatten, die eher den Newtonschen Wert nahegelegt hätten,
    als "schlechte Platten" ausgesondert hatte.
    Wird nach Vollendung dieses Programms dann eine glorreiche Einsteinzeit herrschen?
    Oder wird die Physik nicht doch eher in eine den Mythos pflegende Steinzeit zurückgebombt sein,
    die nichts mehr von all den erhellenden Gedanken zur Beobachterrolle weiß,
    die von den Vorsokratikern über Ockham, Newton und Bohr auf uns gekommen sind?
    Doch ist nicht gerade die Selbsterkenntnis das höchste Ziel menschlichen Strebens?
    Nicht zufällig hieß es am Tempel in Delphi: "Erkenne dich selbst".
    Warum wohl?
    Um der Illusionen ledig zu werden, die Menschen am rechten Bedenken hindern.
    Erkenne dich selbst und du wirst auch die Welt erkennen wie sie ist und nicht nur wie sie zu sein scheint!


    (7) Zu 2 Intuitionen Einsteins und zu Einsteins Not

    1. "Die Raumzeit ist gebogen"

    So wie die Physik es heute immer nur mit Modellen zu tun hat,
    ist für mich auch die Raumzeit nur ein Modell zur Beschreibung von Phänomenen.
    Was als Beleg für eine gebogene Raumzeit gedeutet wird,
    ist aber vielleicht Folge des direkten Einwirkens von Gravitationsfeldern aufeinander,
    z.B. der Felder von Sonne und Merkur,
    wodurch sie Verformungen erleiden
    und sich so über die Newtonsche Physik hinausgehende geringe Effekte ergeben,
    ganz abgesehen davon,
    dass Newtons Gravitationsgleichung eine grobe Vereinfachung ist,
    da sie die Massenverteilung ausgedehnter Körper unberücksichtigt lässt
    und daher in deren Nähe zwangsläufig zu geringe Werte ergibt.

    So hätte Einsteins Intuition der gebogenen Raumzeit vielleicht doch einen realen Hintergrund
    und man sollte einfach mal versuchen, ihn aufzuspüren,
    um wieder physikalisch und rational argumentieren zu können, wie es eigentlich sein sollte.
    Und erfolgreiche Gleichungen Einsteins ergänzen ggf. Newtons sehr einfachen Ansatz,
    der vor allem zur Berechnung der Planetenbewegungen gedacht war,
    was es endlich zu berücksichtigen gilt.

    Überhaupt waren sich die beiden Physiker in Sachen Gravitation näher, als Einstein dachte,
    der einer populären Newton-Interpretation frönte.
    Bereits Newton hatte, wie Einstein, die Gravitation als ein rein räumliches Phänomen beschrieben,
    "das auf den Ort (!) des Körpers zurückgeführt wird als eine Wirkfähigkeit,
    die vom Mittelpunkt eines Körpers über die einzelnen Orte in der Umgebung verteilt ist,"
    (in Def. VIII)
    und keinesfalls als eine Kraft, die von einem Körper ohne Vermittlung auf einen anderen wirkt,
    denn es heißt auch: "Die Kräftetheorie ist natürlich rein mathematisch,
    denn die Ursache der Kräfte und ihre physikalische Grundlage erwäge ich noch nicht."
    (Newton)
    Einstein jedoch glaubte, des Rätsels Lösung gefunden zu haben indem er sagte,
    dass der "Raum" von "Massen" gekrümmt wird und Körper sich entlang der Krümmung des Raumes bewegen.
    Körper wären also laut Einstein auf ihrer natürlichen Bahn unterwegs,
    so wie Aristoteles einst sagte, dass Körper nach ihrem "natürlichen Ort" streben.
    Das ist aber auch nur wieder eine Als-ob-Beschreibung des Schwerkraftphänomens und keine "Lösung".
    So gesehen fällt Einsteins "Erklärung" hinter die Newtons auf ein antikes Beschreibungsniveau zurück,
    ganz abgesehen davon, dass es weder eine Sache "Masse", noch eine Sache "Raum" gibt.
    (Newtons absoluter Raum und seine absolute Zeit waren keine physikalischen Gegenstände,
    sondern als von Einflüssen frei gedachte ideale Größen mathematischer Art der Länge und Dauer,
    als unverzichtbare Voraussetzung solider Messaussagen.)

    Was also verbirgt sich dann hinter Einsteins "Massen, die den Raum krümmen" bzw. "die Raumzeit verzerren"?
    Es ist die von Newton beschriebene, mit Körpern verbundene Zentripetalkraft,
    "die vom Mittelpunkt eines Körpers über die einzelnen Orte in der Umgebung verteilt ist."
    also eine der Materie konstant zugehörige Eigenschaft,
    (was ja schon der Terminus "Gravitationskonstante" besagt),
    eine Eigenschaft, die bei Newton nicht erst erzeugt werden muss, sondern die einfach da ist!
    So wie alle anderen Kräfte einfach da sind.

    Heute nennen wir sie ein Feld.
    Einstein nannte sie Raum,
    weil er glaubte, "Raum und Zeit ... aus dem Olymp des Apriori herunterholen zu müssen",
    weshalb er beide mit materiellen Eigenschaften in Verbindung brachte
    und sie mit der Materie sogar wechselwirken lies.

    Wenn wir von solchen ideologischen Gewaltakten absehen,
    einschließlich dem pseudophilosophischen Eiertanz um den missverstandenen Kraftbegriff,
    der aber versteckt weiterlebt, wenn man sagt, dass massereiche Objekte die Raumzeit "verzerren"
    oder dass der Raum die Körper auf eine Bahn "zwingt",
    sehe ich hier im Kern Gemeinsamkeiten zwischen Newton und Einstein,
    weshalb auch Einsteins aufwändige Mathematik nicht ohne die Gravitationskonstante auskommt,
    die ja die konstante Existenz von Materie und der ihr zugehörigen Zentripetalkraft impliziert,
    nämlich seit dem es die Materie gibt!
    weshalb sie nicht erst im Nachhinein den Raum "krümmen" muss,

    oder durch "Abstrahlung" verloren gehen kann.
    So ist es fast schon Ansichtssache, welcher Beschreibung man den Vorzug gibt,
    sofern man sich nicht an Einsteins ideologischen Klimmzügen stört,
    mit denen uns Materialismus und Determinismus vorgeturnt werden.

    Diese Ideologisierung war es, um die es meines Erachtens Einstein wirklich ging.
    So hat es die Newton vorgeworfene Fernwirkung bei diesem nie gegeben,
    sondern für ihn war die Zentripetalkraft immer schon am Ort ihres Wirkens,
         weil dies auch das Einzige ist, was wir positiv feststellen können, außer noch ihre Stärke,

    während bei Einstein die Masse den ihr gegenüberstehenden Raum bis in alle Fernen immer erst irgendwie (aber wie? und wodurch?) "krümmen" muss.
    Also die Newton fälschlich vorgeworfene Fernwirkungskraft ist!
    Weiterhin hinge die relativistische Masse von ihrem Tempo zu einem fernen Bezugspunkt ab,
    der ihr vom Beobachter auf ganz wunderbare Weise zugeteilt würde.
    Hier versuchte Einstein einfachen Gemütern alles so griffig und anschaulich wie möglich zu erklären,
    Newton nach Belieben interpretierend,
    die eigene (richtige) Prämisse missachtend, dass es keine Fernwirkungen gibt,
    während das Fehlen von Faktenbezug und kausalen Begründungen bei ihm ja Programm war,
    so dass Sachverstand erst gar nicht gefordert ist.

    2. "Gott würfelt nicht!"

    Um diese "hochwissenschaftliche" Aussage im Niveau der Debatte auch noch geklärt zu haben:
    "Warum würfelt Gott nicht?
    Hat er keine Würfel?"
    "Nein, er hat keine Hand frei,
    muss er doch die Welt lenken."

    Trotzdem will ihm beim Menschen das Lenken nicht recht gelingen,
    was uns fragen lässt:
    Will Gott und kann er nicht?
    Oder ist die menschliche Gottesvorstellung einfach nur zu naiv?
    Oder einfach nur eine, die sich von der Eigenverantwortung entlasten will?

    Für den Physiker Einstein ist der Mensch nur ein Stein unter Steinen.
    Auch Einstein nur ein Stein.
    Der Name kündet es schon an.
    Als Physiker sich als privilegierter Kenner von Gottes Standpunkten wähnend schrieb er:
    "Für den Physiker, der von den Gesetzmäßigkeiten alles Geschehens durchdrungen ist,
    handelt der Mensch nach äußerer und innerer gesetzlicher Notwendigkeit,
    ist also vom Standpunkt Gottes nicht verantwortlich,
    sowenig wie ein lebloser Gegenstand für die von ihm ausgeführten Bewegungen."

    Für einen Autisten wie ihn eine zutreffende Aussage!
    war Einstein doch "ein Gefangener im goldenen Käfig seiner Überzeugungen" (Neffe),
    was es zu verstehen gilt,
         ist dies doch der Schlüssel zu seiner Persönlichkeit,
         und diese der Schlüssel zu seiner Speziellen RT!

Die große Not des Menschen Einstein

Auch wenn Einstein von einem kritischen Standpunkt aus vieles vorzuwerfen ist, wie hier geschehen, so bleibt doch die Tatsache, dass er sein Leben lang mit Mut zu Neuem unermüdlich und unbeirrbar nach Erkenntnis strebte und mit seiner Sichtweise viele Menschen inspiriert hat und bis heute inspiriert, was von mir durchaus gesehen wird. Und gerade in diesem Erkenntnisstreben abseits aller Autoritäten fühle ich mich ihm solidarisch verbunden - konsequenterweise natürlich auch seine Autorität nicht anerkennend, was ja eigentlich in seinem Sinne sein müsste, sofern er sich in das Denken anderer Menschen hätte hineinversetzen können. Ich sehe auch neidlos, dass seine Gedanken viele erreichten, auch wenn die wenigsten sie wirklich verstanden haben, was nicht verwunderlich ist, war Einstein doch sich selber fremd, wie Aussagen von ihm und von Zeitgenossen belegen. Die große Not des Menschen Einstein hinter seinen Theorien sehend, der ein von seinen Impulsen Getriebener war, "im strengsten Sinne des Wortes: unzurechnungsfähig, unverantwortlich für all das, was er tat" (Max Brod)*, schrieb ich in meiner Rezension der Einstein-Biographie von Jürgen Neffe (Datei (I/B7a) Anhang 2), der dieses Brod-Zitat entstammt: "Ich habe das Buch nicht ohne starke innere Bewegtheit über Einsteins mich menschlich tief berührende Persönlichkeit aus den Händen legen können. Jeder, der sein Leben lang aufrichtig nach Wahrheit und Gerechtigkeit strebte, nicht vor Autoritäten und Lehrmeinungen kuschte (was sich aber nur nicht im Akademiebetrieb Stehende leisten können), wird etwas von seinem Rebellentum in sich wiederfinden und mit ihm hoffen, dass der unangemessene Genie- und "Relativitätsrummel" um ihn sich wieder legen möge und man sich Einsteins Person und Lehre endlich ohne verblendende Vorurteile nähert. Er war weder das einsame Genie, noch das Monster, als das er von interessierten Seiten hingestellt wird, sondern "ein ganz isolierter Mensch", der auf sich selbst zurückgeworfen war. Um sich aus dieser von ihm durchaus erkannten beklemmenden Situation zu befreien, wünschte und versuchte er, "Gottes Gedanken" zu denken, wozu er sich auf seine Intuitionen und Phantasien verließ, die ihm jedoch immer wieder nur zu sehr zum Spiegel seiner eigenen, ihm nicht hinterfragbaren Grundüberzeugungen wurden."
*Kommentar Neffe: "Keine zeitgenössische Beschreibung zeichnet Einstein schärfer."


(8) Wesentliche Punkte meiner Kritik an Einsteins Relativismus

"Wenn eine einzige aus ihr gezogene Konsequenz sich als unzutreffend erweist, muß sie verlassen werden. Eine Modifikation erscheint ohne Zerstörung des ganzen Gebäudes unmöglich." (Einstein 1919 in einem Interview für die Times)

Eine einzige? Sind es nicht eher dutzende? Ja, fehlt dem Gebäude nicht überhaupt das Fundament?

Die Auseinandersetzung mit Einstein und seinem Relativismus ist eine Auseinandersetzung mit der fehlenden geistigen Reife der Menschen, denn "das Erstaunliche ist vielleicht ja nicht so sehr, dass ein Einzelner ins Absurde abgleitet, sondern dass ihn dahin vielleicht 99,9% der Physiker praktisch bedingungslos folgen." (Robert Markweger) Da ich hier jedoch nur für mich sprechen kann, muss ich feststellen, dass Einstein und ich geistig in zwei verschiedenen Wirklichkeiten leben. Am besten macht dies die Verwendung des Größenbegriffs erkenntlich. Während Einstein und mit ihm die meisten Physiker physikalische Größen einschließlich Raum und Zeit ganz naiv als physikalische Gegenstände behandeln oder zumindest die Begriffe für ein Abbild derselben halten, jegliche Rolle des Beobachters bestreitend, was Einsteins Markenzeichen war und ist, folge ich einer von den Vorsokratikern, insbesondere von Parmenides und seiner eleatischen Denkschule, begründeten skeptischen Tradition, die Begriffe als Zeichen ansieht, unter denen wir mit geistigen Gehalten umgehen, wie auch im Mittelalter der Nominalist Wilhelm von Ockham (ca. 1285-1349) lehrte. Während also Einstein und seine Anhänger glauben, sie sprechen über die Sachen selbst und brauchten sich dazu nur der vorgefundenen Größenbegriffe zu bedienen bzw. es genügte, sie zu relativieren, um zu neuen Erkenntnissen zu kommen, sehe ich, wie solche Begriffe entstanden sind und was menschlicher Geist mit ihnen bezweckt. Und gründet der anhaltende Erfolg sowohl der Dynamik Newtons, als auch der Quantenmechanik in der Kopenhagener Deutung nicht gerade auf der Beachtung der Beobachterrolle? Denn gerade nur dann, wenn wir uns über die subjektiven Gehalte des Denkens und Sprechens Rechenschaft geben, sind wir in der Lage, beides zu objektivieren. Wer will das mit guten Gewissen bestreiten? Andernfalls wissen wir doch gar nicht, was die Natur der Sache ist, über die wir sprechen, sondern reden wie Kinder einfach nur so daher, was ja nicht der Zweck der Wissenschaft sein kann, die ja dem Nachdenken über die Stellung des Menschen in der Welt entsprungen ist. Wo aber der Mensch in seiner Eigen-Art gar nicht mehr gesehen wird, wo es nur noch um "möglichst einfache logische Erklärungen" für einfache Gemüter geht, die Weisheit von zweieinhalb Jahrtausenden Philosophiegeschichte und die Erfolge von über vierhundert Jahren Physikgeschichte ignorierend, ist für mich der Zweck der Wissenschaft - die Förderung der Weisheit - verfehlt. Über die noch viel schwerer wiegenden fatalen Auswirkungen eines solchen Denkens auf das Bild vom Menschen wird in einem eigenen Essay zu sprechen sein.

Anschließend nun eine Zusammenstellung weiterer wesentlicher Kritikpunkte an Einsteins Relativismus, von denen ich hoffe, dass sie von jedem wirklich logisch Denkenden verstanden werden können, und die zugleich Mahnung sein sollen, nicht an den Fundamenten der technischen Zivilisation rühren zu lassen, die auf der Zuverlässigkeit gerade der Grundgrößen Länge, Gramm, Sekunde (cgs-System) beruht, die Einstein jedoch ohne echte Alternative in Frage zu stellen versuchte.

    Wie bereits im Essay 1 vermerkt,
    steht oder fällt Einsteins Relativitätstheorie als physikalische Theorie mit der Beantwortung der Frage,
    ob die "Bewegung", die er meinte, nur ein Bewegungseindruck ist,
    der nur im Kopf des Beobachters existiert,
    oder ob ihr physikalische Realität zukommt.
    Das es in Einsteins Spezieller Relativitätstheorie um die Relativbewegung von Bezugssystemen geht,
    die ja keine realen Systeme sind, auch wenn sie der Mensch an solchen festmacht, wie an der Erde,
    existiert deren "Bewegung" oder "Ruhe" wie das Bezugsystem selbst nur im Kopf des Beobachters,
    der gedachte oder reale Objekte miteinander in Beziehung setzt.
         Was aber einzig im Kopf des Beobachters aufscheint, kann natürlich real auch nichts bewirken,
         so dass Einsteins Theorie die physikalische Basis fehlt.
         Sie ist also nur eine mathematische Theorie, zwar eine "schöne", wie manche sagen,
         aber eben nur eine mathematische Theorie,

         die vor allem Einsteins Denken, doch nicht die Wirklichkeit spiegelt!

    Neben dem Missbrauch physikalischer Größen für eine naive Argumentation,
    liegt bei Einstein eine Verwechselung von Beobachter und Beobachtetes vor,
    was zwangsläufig war,
    konnte er doch, blind gegenüber sich selbst, keine Rolle des Beobachters erkennen,
    weshalb er sie auf das Heftigste bestritt, wie weltweit bekannt ist!

    Was der Beobachter mit Hilfe seiner Sinne und Erkenntnismechanismen weiß,
    hält Einstein für ein Wissen der Dinge.
    Und wie der Mensch sich vernünftigerweise nach seinem Wissen richtet,
    so würden selbstverständlich dies auch die Dinge tun.
    Freilich: Nach der Lehre des dialektischen Materialismus gibt es nur Materielles.
    Daher wäre menschliches Denken nur ein Abbild der materiellen Verhältnisse,
    und der Materialist Einstein könnte sich berechtigt sehen,
    umgekehrt sein Denken auf die Natur zu projizieren, weil es ja dieser entsprechen würde.
    Das Problem ist "nur": die Menschen denken verschieden!
    Also muss es Kriterien der Wissenschaftlichkeit geben!
    Dass die "logischen Einfachheit" da nicht ausreichend ist,
    wurde am Ende auch Einstein klar,
    kommt es bei Neuüberlegungen doch gerade darauf an,
    die Prämissen logischer Sätze zu hinterfragen.

    Doch es gibt weitere Probleme:
    Wegen seiner Schnelligkeit würde der "reisende" Zwilling anders altern als der "ruhende":
    doch der "reisende" Zwilling und sein System wissen nichts von "ihrer" Bewegung und Geschwindigkeit,
    da ja beide nur im Kopf des Beobachters existieren,
    sondern verharren von sich aus - genau wie der "ruhende" - nur in ihrem Zustand.
    Auch gibt es im ganzen Universum keinen Ort, der nicht einer Beschleunigung unterliegt,
    daher kann jegliche "Ruhe" nur relativ sein!

    Nur dem Beobachter, der die Zwillinge zueinander in Beziehung setzt,
    dem erscheinen sie "ruhend" oder "bewegt",
    - je nach dem, welchen er seinem Standpunkt nach als "ruhend" ansieht!
    (Newton: "Bewegung und Ruhe ... sind nur dem Standpunkt nach voneinander verschieden.")
         Durch einen geistigen Akt verleiht er ihnen eine der beiden Eigenschaften,
         die eben nur relativ zu dem gewählten Bezugssystem gilt!
         Das ist die wahre Relativität der Bewegung,

         die Einstein jedoch verfehlte,
         weil er sich als Beobachter gar nicht wahrnahm
         und deshalb unkritisch den Schein für das Sein hielt.
         Um in seinem materiellen Weltverständnis zu bleiben,
         ersann er sich die Relativität von Raum und Zeit,
         die stellvertretend für den Beobachter das Relativieren besorgt.

    Weil "die absolute Ruhe" (der Grenzfall der Bewegung) keine objektive Eigenschaft ist,
    wie er in der "Elektrodynamik bewegter Körper" zuerst selber richtig erkannte,
    sind seine "Erklärungen" nicht einmal falsch,
    sondern schlicht gegenstandslos.

    Die sogenannten "Beweise" der SRT können daran nichts ändern,
    weil es hier um ein semantisches Problem geht.
    Daher ist für mich die Gültigkeit der Speziellen Relativitätstheorie
    keine Frage physikalischer "Beweise", sondern eine Frage der geistigen Reife,
    an der es deshalb zu arbeiten gilt,
    damit man auch weiß, worüber man spricht.

    Allein schon wenn man die in Generationen gereifte Sprache beachtet,
    die Schein und Sein unterscheidet,
    müsste man doch eigentlich ins Grübeln kommen.

    Eine der abenteuerlichen Folgerungen aus Einsteins "Spezieller" ist die Aussage:
    "Uhren gehen langsamer, je schneller sie sich einem Beobachter gegenüber bewegen.
    Je näher sie in ihrer Bewegung der Lichtgeschwindigkeit kommen,
    desto mehr verlangsamt sich ihr Gang - bis zum Stillstand."
    (Jürgen Neffe in "Einstein")
    Also: Ein Beobachter, vielleicht ein Wachhund in einer Photonenrakete, fliegt mit relevanter Geschwindigkeit durch eine Galaxie
    - schon fangen ihre Uhren an zu rasen.
    Doch was passiert, wenn der Beobachter schielt, einschläft oder gar stirbt?
    Hier hat Einstein den sonst immer verdrängten Beobachter durch irgendwelche geheimen Kräfte
    zum Herrn aller Zeit-, aber auch aller Längenmaßstäbe gemacht.
    Diese höchst lächerliche Annahme wird aber als solche gar nicht wahrgenommen,
    weil eben auch hier der Beobachter in seiner neuen,
    ihm von Einstein verliehenen Funktion nicht wahrgenommen wird
    und man den Vorgang als ein Naturereignis ansieht.
    Nun kann man zwar sagen, dass die Raumzeit dies irgendwie bewirkt,
    die aber eben auf den Beobachter bezogen bleibt,
    weil es das unsinnige Postulat der Relativitätstheorie ist,
    dass für den Beobachter die Lichtgeschwindigkeit immer konstant wäre,
    obwohl zwischen Uhrengang und Beobachter keinerlei Sachbeziehung herrscht,
    die dafür verantwortlich gemacht werden könnte, außer vielleicht einen bösen Blick,
    wie überhaupt der Verzicht auf kausale Argumente Einsteins Physik in die Nähe der Magie rückt.

    Und was ist bei beliebig vielen und unterschiedlich schnellen Beobachtern ein und derselben Uhr?
    Aber auch, wenn es nicht die Uhr ist, die sich der Geschwindigkeit anpasst, sondern die Raumzeit:
    Wie müssten sich Uhr oder Raumzeit dann verhalten?
    Welcher Beobachter wäre für sie Maß-gebend?

    Ich denke, bei dieser Frage offenbart Einsteins "Geniestreich" endgültig seine Absurdität,
    weshalb es von Relativisten wohlweislich immer nur Überlegungen zu reisenden Zwillinge gibt,
    nie jedoch zu Drillingen oder gar geschweige zu beliebig vielen Personen.

    Für wen es keine Beobachterrolle gibt,
    dem sind auch alle mentalen Größen nur ein Abbild des Materiellen
    und keine schöpferischen Leistungen des Geistes.
    So ist für Marxisten das Geistige nur ein Abbild der ökonomischen Verhältnisse.
    Der Sozialist Einstein dachte da ähnlich.
    Auch viele Physiker sprechen von Raum, Zeit, Masse, Energie usw. immer noch so,
    als wären es materielle Dinge, deren Abbilder irgendwie in das Gehirn hineindiffundiert sind.
    Doch ist z.B. die Energie keine Sache, sondern das Maß der Arbeit, die eine Sache leisten kann.
    Dies gilt es genau zu unterscheiden, damit man überhaupt weiß, worüber man spricht und theoretisiert.
    Da ich auch nach reiflichster Überlegung,
    ohne mich dabei auf Leibniz und Kant berufen zu müssen,
    Raum und Zeit weiterhin einzig für mentale Ordnungsmuster halte,
    - denn nur das lässt sich mit Sicherheit sagen!
    kann ich nicht an "Raumkontraktion" und "Zeitdilatation" glauben,
    gäbe es auch noch so viele angebliche "Beweise" für beide.
    Auch lateinische Fachausdrücke für das Stauchen und Dehnen machen sie mir nicht wissenschaftlicher.

    Solche Materialisierungen von Mentalen sind und bleiben mir erkenntniskritisch gesehen äußerst naiv.
    Doch sind sie ganz natürlich für jemand, den seine Umgebung als "das ewige Kind" erlebt hat,
    und der sogar selbst gesagt hat,
    "dass seine großen wissenschaftlichen Leistungen womöglich damit zu tun haben,
    dass er mit kindlichen Augen auf die Welt geschaut hat."

    Was ja nichts anders heißen kann, als dass hier eine Sichtweise von jemand vorliegt,
    dessen mentale Entwicklung vorzeitig zum Stillstand gekommen ist.

    Einsteins Pseudokräfte gehören zur wachsenden "ironischen Wissenschaft" im Niemandsland der Erfahrung,
    in der Wissenschaftler mit Pseudoproblemen ihr Auskommen finden.
    In ihr wird mit dem Klang des Geldes bezahlt,
    und man kann nicht einmal sicher sein, dass es wenigstens echt ist.
    So macht die Winzigkeit relativistischer Effekte in der Praxis meist sowieso keinen Unterschied,
    ob Einstein nun Recht hat oder nicht,
    was seine Theorie geradezu zum Muster einer ironischen Wissenschaft macht,
    schon deshalb, weil es ihre Gegenstände - bis auf die missverstandene Schwerkraft - gar nicht gibt.
    Und zugleich wie praktisch:
    Soweit eine Theorie nichts Reales zum Gegenstand hat, kann sie an der Realität auch nicht scheitern.
    Alles bleibt dann eine Frage geschickter Interpretation,
    so wenn man zur Uhr erklärte Vorgänge durch die Änderung der Randbedingungen verzögert
    und dann die Wörter "Uhr" und "Zeit" unauffällig vertauscht:
    schwups! - schon ist die Zeitdehnung "bewiesen"!
    Ja, schlau ist man schon, aber doch wohl kaum weise.

    Geschwindigkeit ist das Verhältnis von Weg zu Zeit,
    also eine abgeleitete physikalische Größe,
    die sich einzig nur durch den Vergleich der genannten Basisgrößen ergibt.
    Nach Einsteins Spezieller Relativitätstheorie
    sind Längen und Zeiten eines Systems abhängig von seiner Geschwindigkeit,
    also "relativ" zur Geschwindigkeit,
    die aber durch die Relativierung der ihr zugrunde liegenden beiden Basisgrößen
    zu sich selber hin relativ wird,

    so einem unendlichen Regress unterliegt und damit jeden Aussagewert verliert,
    d.h. der Relativismus bricht notwendig in sich zusammen.

    Um dies nicht offenkundig werden zu lassen, tat Einstein so,
    als könne ein relativistisches System trotz der Relativität aller Teile wissen,
    was seine "wahre", die Maßstäbe setzende Geschwindigkeit ist.
    Doch es ist nur der Mensch, der zu seinem Verständnis Maßstäbe setzt,
    indem er etwas ihm Bekanntes zum Maßstab erklärt, an dem er andere Dinge misst,
    damit sie ihm genauer bekannt werden.
    Auch Einstein machte es da nicht anders,
    als er die bekannte Lichtgeschwindigkeit zum Maß aller Größen erklärte
    - die jedoch kein eigenständiges Maß sondern eine abgeleitete Größe ist!
    die immer nur dann konstant sein kann,
    wenn die ihr zugrunde liegenden Größen es sind!
    was aber gerade nach Einstein nicht der Fall wäre,
    der keinen Begriff davon hatte, was "messen" heißt.
    Und einen Maßstab, nach dem sich Unbelebtes richten könnte, gibt es auch nicht.
    Dinge sind eben keine Menschen, die sich für ihr Verhalten Regeln geben.
    (Aber auch Tiere folgen Verhaltensregeln, weshalb eine Verhaltensforschung möglich ist.)
    Unbelebtes dagegen verharrt einfach nur in seinem Zustand, sofern keine Kraft an ihm angreift,
    bar jeder Beobachterqualität, nichts von Raum und Zeit wissend,
    die ja nur menschliche Kategorien der Beschreibung sind.

    Dies gilt es ganz nüchtern ohne alle Analogie zum Lebendigen zu sehen.
         Es ist ihr geheimer Animismus, der Einsteins Lehre so anziehend macht,
         während ihre prinzipielle Unverständlichkeit zugleich mythische Schauer über den Rücken jagt.

    Und dann gibt es ja immer noch jene irrtumswilligen Zeitgenossen,
    die sich von ungereimten Ideen magisch angezogen fühlen.

Generalbemerkung

Nur wenn Wörter für jeden Gesprächspartner die gleiche Bedeutung haben, ist eine Verständigung zwischen den Partnern möglich. Ebenso kann nur durch Benutzung invarianter und überall gültiger Messgrößen und Maßstäbe ein quantitatives Wissen gewonnen und vermittelt werden. Sinngemäß gleich ist es in der Forschung: "Die Hauptstrategie der Wissenschaft bei der Untersuchung der Erscheinungen läuft [daher] auf die Entdeckung der Invarianten hinaus." Das sind z.B. die Naturkonstanten. "Das klarste Beispiel dafür ist vielleicht die Formulierung der Gesetze der Bewegungslehre, die die Entwicklung der Differentialgleichung erforderlich machte..." (Monod)* Hier ist die Gewinnung des für jeden Beobachter gleichen = objektiven Wertes gemeint: Mit Hilfe der von ihm entwickelten Differentialgleichung eliminierte Newton in seiner Dynamik die subjektive Größe "Geschwindigkeit" (v), die ja nur für das gewählte Bezugssystem und somit nur für den Beobachter gilt, und gewann die objektive Größe "Geschwindigkeitsänderung = Beschleunigung", die er als direkte Folge einer real einwirkenden Kraft verstand. Einstein jedoch kehrte zur Kinematik zurück und machte die subjektive Größe "Geschwindigkeit" zum Ausgangspunkt seiner Theorie von 1905, was schon allein ein fundamentaler Fehler war. Wer in der Lage ist, kausal auf der Sachebene zu denken, dem sind Einsteins kinematische "Erklärungen" dynamischer Ereignisse in ihrer Sachferne laienhaft und völlig verfehlt (daher wohl "Wunderjahr der Physik" - man kann sich nur wundern, dass seitdem ein solcher Unsinn von angeblichen Fachleuten bis heute geglaubt wird, nur weil es sich rechnet). Dann hielt er zusätzlich die Größen Raum und Zeit für variant, um eine angeblich immer gleichbleibende Messkonstanz der Lichtgeschwindigkeit zu erklären, die bei ihm also nur eine von sich anpassenden Messgrößen vorgegaukelte Scheinkonstanz ist. Doch warum sollten Maßstäbe so etwas Unseriöses tun - höchstens vielleicht um gewissen Physikern eine Freude zu bereiten :-))
     Infolge seiner fehlenden Unterscheidung von Schein und Sein blieb jedoch bei Einstein offen, von welcher "Konstanz" der Lichtgeschwindigkeit er eigentlich sprach, denn neben der scheinbaren Messkonstanz aufgrund variabler Maßstäbe gibt es ja noch die echte Verhaltenskonstanz des Lichtes selbst. Ihr sind jedoch durch die Lichtbrechung in Medien und durch die allgegenwärtige Schwerkraft Grenzen gesetzt sind. Dass sich jedoch das Licht - wie jedes andere physikalische Objekt - beim Fehlen von Kräften in seinem Zustand erhält und bei gleichen Messbedingungen sich mit immer der gleichen Geschwindigkeit zeigt, ist eine Selbstverständlichkeit, der, wie jeder Erhalt, keiner Erklärung bedarf und der auch keine verträgt, ist doch der Erhalt die Grundbefindlichkeit der Welt selbst, weshalb der Physik Erhaltungssätze als oberstes Kriterium dienen. Doch variante Größen entziehen einer quantitativen Bestimmung und Verständigung die Grundlage, weshalb Einsteins Spezielle RT als "schwerverständlich" gilt, um nicht zugeben zu müssen, dass sie mangels Invarianten, an denen der Verstand Halt findet, zwangsläufig unverständlich, also irrational ist. Und wie gezeigt, ist die angeblich "konstante" Lichtgeschwindigkeit kein Maßstabersatz, wenn ihr nichtkonstante Basisgrößen zugrunde liegen. Sie wäre dann unvermeidlich so inkonstant wie diese. "Wie dem auch sei, ein platonisches Element gibt es und wird es in der Naturwissenschaft geben, und man wird es nicht aus ihr entfernen können, ohne sie zu ruinieren. In der unendlichen Vielfalt der Erscheinungen kann die Wissenschaft nur die Invarianten suchen."* Und nicht die Varianten wie bei Einstein, deren Varianz ja ebenfalls nur anhand von Invarianten erkannt werden könnte, was die ganze Bodenlosigkeit der Theorie zeigt. Ohne Invarianten keine Kenntnis von Varianten, ohne Maßstab kein Messen, ohne verlässliche Maßstäbe kein quantitatives Wissen, welches das Prädikat "Wissen" verdient, wie es überhaupt ohne zuverlässige Kriterien auch keine zuverlässigen Urteile sondern nur unverbindliche Meinungen geben kann! Der junge Einstein in seiner Ahnungslosigkeit in Grundsatzfragen glaubte dagegen freihand (Pi mal Daumen?) über die Relativität von Maßstäben befinden zu können - und das bei fast Lichtgeschwindigkeit derselben! Wahnsinn! Einstein wirklich zu verstehen heißt also, die Bodenlosigkeit und Irrationalität seiner Lehre zu verstehen, die eigentlich nur fürchten kann, wirklich verstanden zu werden! Damit dies nicht geschieht, ist es notwendig, immer wieder das einschüchternde Gerücht von Einsteins einmaliger Genialität auszustreuen. Auch dies gilt es zu verstehen, wie es überhaupt gilt, sich nicht bluffen und beirren zu lassen!
*Jacques Monod in "Zufall und Notwendigkeit", Piper Verlag München 1973, S. 128 bzw. 129

(Den hartnäckigen Hang "moderner" Physiker zur Irrationalität, der sich schon in der Respektierung eines über der Ratio stehenden "Genies" zeigt, finden wir auch in der Urknalltheorie, soweit mit ihr "eine Entstehung aus dem Nichts" oder "fast nichts" gemeint ist, obwohl es keinen Grund für diese Annahme gibt. Im Gegenteil: schon weil sie gegen den Grund-Satz von der Erhaltung der Energie verstößt, ist sie zu verwerfen. Dagegen ist es vernünftig und entspricht dem bekannten Gesetz von der Gravitation, den "Urknall" als das Durchgangsstadium einer großen aber begrenzten Menge von Materie anzusehen, die infolge ihrer Schwerkraft aus den Weiten des Alls zusammengeströmt ist. Es ist mir unerklärlich, wie man damit Probleme haben kann, auch wenn man für das Ereignis des "Urknalls" selbst wahrscheinlich noch die Mitwirkung von Antimaterie hinzunehmen muss, die ab einen bestimmten Punkt der Materieverdichtung entsteht. Wenn schon geschulte Wissenschaftler weltweit nicht in der Lage sind, auf die Vernunft zu setzen und anerkannte Grund-Sätze zu respektieren, was können wir dann von der übrigen Menschheit verlangen? Doch um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: die Annahme der Megaexplosion selbst jedoch, des sog. "Urknalls" aufgrund der Rotverschiebung der meisten Galaxien, ist vernünftig, da sie zugleich die Entstehung der zu beobachtenden Fliehkräfte im Großen zwanglos erklärt, ohne die schon längst alle Materie infolge der Schwerkraft an einem Ort zusammengeklumpt wäre. Daher ist der gegliederte Kosmos allein schon der größtmögliche Beweis, dass es eine derartige Quelle der Fliehkräfte gegeben haben muss, gegenüber dem alle Einwendungen bedeutungslos sind.)

Für die von ihm gestifteten Verwirrungen mache ich Einstein keinen Vorwurf.
Als Autist folgte er nur seinen Impulsen,
"...unverantwortlich für all das, was er tat." (Max Brod)
"Wir tun Dinge, aber wir wissen nicht, warum wir sie tun." (Einstein)
(Einsteins Entschuldigung dafür, warum er genau das Gegenteil von dem tat,
was gerade zuvor mit ihm vereinbart worden war.)
Wer sich verwirren lässt, ist immer selber Schuld.
Eine Menschheit, die sich den gesunden Menschenverstand so leicht abschwätzen lässt
und bereitwillig unverstandenen Aussagen und Idolen folgt,
braucht sich über ihren desolaten geistigen Zustand nicht zu wundern.
Und ich denke: trotz der Erfolge der Quantenphysik
sind viele Physiker unbewusst immer noch Anhänger eines dialektischen Materialismus,
dem kritisches Nachdenken über Erkenntnismechanismen Verrat bedeutet. (Monod)
In seinem Geiste hatte Einstein Kants Einstufung von Raum und Zeit als Anschauungsformen,
in den "Grundzügen der RT" "eine der verderblichsten Taten der Philosophen" genannt,
ohne sich jedoch zu getrauen, Kant beim Namen zu nennen.

Wer immer uns in Zukunft Einsteins Relativismus erklären möchte,
von dem sollte man strikt verlangen, zuallererst zu sagen,
was er unter einer physikalischen Größe und somit auch,
was er u.a. unter Raum, Zeit, Masse und Energie versteht,
was "messen" heißt und was der Zweck einer Uhr ist.
     Entscheidend dabei ist, dass er Schein und Sein unterscheiden kann.
     Das heißt: zu allererst sollte er uns darlegen können,
     dass die Bewegung, die ihm als Kriterium dient, real ist,
     und nicht nur im Kopf des Beobachters existiert.

Wer dies nicht nachvollziehbar in einfachen Worten
und in Übereinstimmung mit der täglichen Praxis kann,
kann uns in der Physik auch sonst nichts erklären,
sondern wird immer nur in einem diffusen Brei unabgeklärter Annahmen rühren,
die - als hohe Wissenschaft verkündet - weiterhin nur die allgemeine Verblödung fördern,
in der man ideelle physikalische Größen für reale Sachen hält
und in der man schon heute nicht mehr weiß, was der Zweck einer Uhr ist und was sie antreibt,
und bei der man glaubt, die Zeit wäre eine Art eindimensionales gerichtetes Gas, beim Urknall entstanden,
das durch Uhren "gemessen" wird.
     Doch einzig Lebewesen haben kognitive Fähigkeiten, die ihnen ein Wissen ermöglichen!
     So ist es immer nur Mensch, der misst und dadurch ein quantitatives Wissen von einem Merkmal gewinnt,
     dass er selbst an die Dinge heranträgt, wie zum Beispiel das Merkmal der Dauer,
     die er als die Differenz zweier Zeitpunkte bestimmt, die ihm von Uhren angezeigt werden
     - die anzuzeigen ihre einzige Funktion ist!


(9) Das Anliegen der Kritik

Meine Ablehnung von Einsteins Relativismus ist keine Einzelmeinung.
Doch wegen der Fülle der möglichen Kritikpunkte können die Gründe der Kritiker verschieden sein.
Außer den von mir aufgelisteten semantischen und wissenschaftsmethodischen gibt es ja noch die rein physikalischen Gründe,
wie sie z.B. in dem Buch "Requiem für die Spezielle Relativität" nachzulesen sind (s. I/B3)
und dann auch noch die rein mathematischen.
Oft ist jeder einzelne Kritikpunkt allein schon ausreichend, um die SRT oder ART oder beide abzulehnen.
Fest steht jedoch: Seit dem Bestehen der RT ist sie kontrovers diskutiert worden.
So gab es im Deutschen Museum in München vom 29. Sept. bis 4. Dez. 2005 eine Ausstellung "Über Einsteins Gegner. Die antirelativistische Literatur der frühen 20er Jahre".
G. O. Müller hat in einer Dokumentation von 2003 etwa 3.800 kritische Veröffentlichungen seit 1908 aufgelistet.
Im Internet meldete google.de am 17.10.2005 unter den Stichworten "Gegner/Relativitätstheorie/Einstein" annähernd 53.300 Fundstellen.
Ganz aktuell ist im Oktober 2005 der 1. Band des Gemeinschaftsbuchwerks von 80 Autoren: "Was von moderner Physik bleibt und fällt - Die Relativitätstheorie fällt" erschienen. (Literaturhinweise s. unten)

Es ist also unehrlich von offizieller Seite so zu tun, als sei Einsteins Lehre über alle Kritik erhaben,
weil sie nur eine von "Antisemiten, Deutschnationalen oder Stänkerern" sein kann (Neffe frei nach Einstein).
Aber auch Deutsches Museum 2005: "Zweifel und Anfeindungen von Wissenschaftlern und Laien bezogen sich dabei nicht nur auf Einsteins Forschungsergebnisse, sondern waren häufig auch antisemitisch geprägt."
Als ob Anti- oder Philosemitismus allein irgendetwas über die Richtigkeit von Argumenten besagt!
Auf Diffamierungen solcher Art weichen immer nur jene aus, die Kritik sachlich nicht entkräften können.
Ich aber weiß von keinem Kritiker,
der nicht einzig in ernster Sorge um Lauterkeit und Vernunft in der Wissenschaft
zur Feder griff und selbstlos Lebenszeit und Geld opferte, um gegen die öffentliche Ignoranz anzuschreiben,
wie Gotthard Barth (1908 - 1996) in seinem "Haus Bradley" im österreichischen Weinviertel (s. Link unten).
Dagegen wird seit Eddington von den Forschenden und Lehrenden der RT manipuliert und getrickst!
Ohne Eddingtons Manipulation hätte es den anhaltenden Genie- und "Relativitätsrummel" schon gar nicht gegeben!

"Angesichts dieses Kults" empfindet auch die Max-Planck-Gesellschaft "ein gewisses Unbehagen",
sind doch "grundlegende Fragen bis heute offen, Einsteins Revolution noch nicht vollendet."

("MaxPlanckForschung" Heft 3/2005 S. 58) - s. auch (I/B7a), Anhang 1 "Wie man zu 'Beweisen' kommt"

Doch die Trickserei begann schon mit Einstein,
der seine Argumentation auf eine Newtoninterpretation hin aufbaute, die frei aus der Luft gegriffen war,
weil Einstein immanente Ursachen leugnete und nicht verstand, was eine physikalische Größe ist.
Es fiel ihm offensichtlich leichter, eine eigene Mechanik zu entwickeln, als sich in die Newtons hineinzudenken.
Leserinnen und Leser dieser Essays wissen inzwischen auch warum.
Sein "Genie" war ihm Ausweg aus seiner geistigen Not.
Und jene, die es auch nicht mit der Rationalität haben, setzen auf die irrationale Lehre Einsteins,
weil sie ihnen in ihrer Dunkelheit als Ausdruck einer höheren Weisheit erscheint.
Aber es ist doch wohl eher so: wem es selbst am Verständnis fehlt, der kann auch keines vermitteln.

Hier zwei aufschlussreiche Zitate, die über 80 Jahre auseinanderliegen und doch dasselbe besagen:
"Ich bin sicher, dass es das Mysterium des Nichtverstehens ist, was sie (die Leute) so oft anzieht." (Einstein 1921) "Daher spielt es keine Rolle, ob man die Worte des Meisters versteht, eher im Gegenteil. Gerade das Unvorstellbare und Rätselhafte verstärken die Bewunderung für den genialen Denker." (Thomas Bührke, ein Physiker, in "Albert Einstein" dtv 2004).
Beide müssen es ja wissen:
Es ist also das "Mysterium des Nichtverstehens", das Einstein und seine Theorie so anziehend macht.
Rätselhafter Einstein für jene, die Rätsel und Mysterien lieben! Er sei ihnen gegönnt.

Aber immer gibt es auch Menschen, die allen Anfeindungen zum Trotz die Klarheit der Gedanken lieben
und die sich eine lautere und nachvollziehbare Physik der Vernunft wünschen.
Ihnen sind diese Essays gewidmet.

Sobald Physik und Kosmologie von den relativistischen Fesseln und Denkverboten befreit sind,
werden sich beiden ganz neue Horizonte erschließen, was man durchaus auch wörtlich nehmen kann.
Diese Freiheit des Geistes, des Wortes, der Forschung und der Lehre ist es, wofür wir Kritiker streiten!
Solange es Kritiker der Relativitätstheorie gibt, sind Vernunft und Sachverstand noch nicht völlig verloren!

Nachbemerkung 1
Das Eintreten von Repräsentanten unserer westlichen Gesellschaft für Demokratie, Freiheit und Toleranz gegenüber fundamentalistischen Bedrohungen ist unglaubwürdig, wenn sie zugleich zulassen, dass im Zentrum der eigenen Gesellschaft in Kernfragen der Wissenschaft, die für die Orientierung von Mensch und Gesellschaft wichtig sind, seit Jahrzehnten kritische Intelligenz, sachliche Kritik und alternative Erklärungen schonungslos unterdrückt werden. Gerade das 20. Jahrhundert hat aber wieder eindringlich gezeigt, dass Gesellschaften, in denen die Realität verkannt wird und in denen es keinen Wettbewerb der Ideen gibt, vor der Geschichte keinen Bestand haben. Notwendig erstickten alle letztlich an ihren Lügen. Um unsere Politiker über die Unterdrückung jeglicher Kritik an der SRT seit 1922 zu informieren und um hier eine Wende herbeizuführen, wurde 2005 von G.O.Müller ein offener Brief u.a. an jeden einzelnen Abgeordneten des Deutschen Bundestags verschickt. (Link zum Brief am Ende dieser Seite)

Nachbemerkung 2
Auch wenn Physiker wieder lernen sollten, zwischen Schein und Sein zu unterscheiden, brauchten die Freunde Einsteins deshalb nicht befürchten, dass er der Physik nicht erhalten bliebe, wollte Einstein doch selber weder allein, noch in erster Linie an der Relativitätstheorie gemessen werden: "Warum eigentlich schwatzen die Leute immer von meiner Relativitätstheorie? Ich habe doch noch andere brauchbare Sachen gemacht, vielleicht sogar noch bessere (!), aber davon nimmt das Publikum überhaupt keine Notiz." (Quelle s. Fußnote I/B11) Wenn hier das Einsteinjahr eine Wende bewirkt, wäre das zu begrüßen, sofern sie in sachlich gerechtfertigter Weise und unter Nennung von Einsteins Quellen und Vorläufern geschieht, um das "einsame Genie" zu relativieren, wie es erforderlich ist. Der Geist macht zwar Sprünge, aber eben nicht im luftleeren Raum. Von größter wissenschaftlicher Relevanz, nämlich zur Strukturbestimmung der Materie, ist wahrscheinlich Einsteins Arbeit (oder die seiner Frau, einer Physikerin) über den photoelektrischen Effekt, für die ihm 1921, und nicht für die RT, wie das Publikum noch immer meint, der Nobelpreis für Physik zuerkannt wurde, den er gleich an seine Frau weitergab. Bezeichnenderweise entsprach der photoelektrischen Effekt im Rahmen der Quantenphysik nicht seinen Grundüberzeugungen, was in Anmerkungen auch zu lesen ist und mit dessen Folgerungen er sich für den Rest seines Lebens auch nicht abfinden konnte, während er in der RT diesen unabgeklärten Grundüberzeugungen voll nachgab, weshalb es m.E. eben die vielen Fragwürdigkeiten dieser Theorie gibt.

Generelle Nachbemerkung

So wie Einsteins Kritik an Newton auf einem generellem Missverständnis beruhte, so beruht meines Erachtens auch die Kritik an der Relativitätstheorie im Kern auf einem generellen Missverständnis, das von den Physikern ausgeht, die von Einsteins griffigen populären Formulierungen verführt, von den Gleichungen der Theorie so reden, als würden sie die physikalische Wirklichkeit beschreiben. In Wahrheit geht es z.B. in der SRT nur um die Synchronisierung von Koordinaten zwischen zueinander gleichförmig-geradlinig bewegten Systemen, die als Bezugssysteme dienen, also um Setzungen des Beobachters, wenn von ihm mehr als eines benutzt wird, was in der Regel sowieso nicht der Fall ist, so dass wir es hier wohl eher mit einem Scheinproblem zu tun haben. Die abenteuerlich klingende relativistische Aussage von den "immer langsamer gehenden Uhren, je schneller sie sich einem Beobachter gegenüber bewegen" verliert viel von ihrer bedrohlichen Absurdität, wenn man sich klar macht, dass hier nicht von realen Uhren, sondern nur von Zeitkoordinaten die Rede ist, die ein Beobachter benutzt. Die von Lorentz und anderen vorgeschlagenen Als-ob-Operationen sind nur Synchronisierungs-Regeln für zueinander gleichförmig-geradlinig bewegte Bezugssysteme und daher wissenschaftlich von sekundärer Natur und haben nichts direkt mit der physikalischen Wirklichkeit selbst zu tun, da es Bezugssysteme ja nur im Kopf des Beobachters gibt - und sonst nirgends!* Real gibt es in einem von Schwer- und Fliehkraft beherrschten dynamischen Kosmos mit noch dazu meist rotierenden Himmelskörpern und von Schwerkraft zusammengehaltenen rotierenden Systemen sowieso nichts, was man "gleichförmig-geradlinig bewegt" nennen könnte. Sie gibt es nur als Abstraktionen von Wissenschaftlern für Näherungsberechnungen. Die Meinung von Relativisten, man könne vom Bezugssystem sprechen und den Beobachter dabei außen vor lassen, ist eine rein aus Betriebsblindheit geborene Illusion. Nur Beobachter können Dinge aufeinander beziehen und sich dadurch eine virtuelle Eigenwelt schaffen. Physikalisches jedoch bezieht sich nicht aufeinander, sondern wechselwirkt real miteinander, sobald es Kontakt miteinander hat, entweder direkt oder über ein Feld. Dieser Unterschied ist unaufhebbar und erst seine Beachtung ist es, welche die Physik zu einer Naturwissenschaft, also zu einer Wissenschaft über die Natur macht.
*Der Ordinarius für Philosophie Oskar Kraus (1872-1942), der zur selben Zeit wie Einstein an der deutschen Universität in Prag lehrte, bemerkte einmal zu diesen, dabei sich auf Einsteins Behauptung in seinem Büchlein "Grundzüge der Relativitätstheorie" beziehend, wo er schrieb, dass "die Physiker - von Tatsachen gezwungen - Raum und Zeit aus dem Olymp des Apriori herunterholen mußten, um sie reparieren und wieder in einen brauchbaren Zustand setzen zu können." Kraus dazu: "Sieht man aber näher zu, was Sie eigentlich 'heruntergeholt' haben, so sind es nicht Raum und Zeit, sondern Maßstäbe und Uhren, die Sie, statt sie zu reparieren, völlig unbrauchbar machen. Ja im Grunde sind es nicht einmal Uhren und Maßstäbe, sondern (einzig) die in der Rechnung auf dem Papier stehenden Maßeinheiten für Raum und Zeit l und t. ... (Doch) es gehört zur Definition der Messung, daß die Maßeinheit als unveränderlich gedacht wird. ... Die Relativitätstheorie verstehen, heißt sie verwerfen." (Quelle: "Offene Briefe an Albert Einstein u. Max v. Laue" Verlag Braumüller Wien und Leipzig 1925)

Merke: Beziehungen/Relationen sind etwas Mentales, Wechselwirkungen sind etwas Reales.
Wer diesen Unterschied nicht bemerkt und macht, ist in der Physik noch gar nicht angekommen!

Zum wahren Gegenstand der Physik und zu den objektiven Eigenschaften der Dinge müssen Physiker gedanklich erst wieder vordringen, indem sie lernen, gewissenhaft auf ihre Sprache zu achten und sorgfältig zwischen Beobachter und Beobachtetes und somit zwischen Schein und Sein zu unterscheiden, wie dies Newton und Bohr für ihre Physik weitgehend gelungen war. Aber natürlich handelt es sich hier um ein weites Feld, in dem entscheidende Fragen, wie die von Anton Zeilinger gestellte nach der Natur des Wissens, noch der Beantwortung harren, wie meiner Besprechung seines Buches "Einsteins Schleier. Die neue Welt der Quantenphysik" Datei (I/B13) zu entnehmen ist.
     Wenn hier erst nach 9 Essays das generelle Missverständnis als der Kern des Unbehagens an der RT auftaucht, so weil zuerst belegt werden musste, welche Folgen ein undifferenziertes Sprechen hat und wie bitter not-wendig ein Umdenken geboten ist, wollen wir zu einen angemessenen Verständnis von Mensch und Welt kommen. Nur mit einem solchen können wir die Zukunft meistern. Die 2005 immer extremer gewordenen Lobpreisungen Einsteins als eines neuen Messias, der beileibe nicht nur die Physik, und "nicht nur das naturwissenschaftliche Weltbild revolutionierte", "sondern auch die gesamten Forschung," und der auch gleich noch "maßgeblich zu einer Neubestimmung des Verhältnisses von Forschung und Gesellschaft beitrug", (Ankündigung der Tagung "Einstein und Europa" in Düsseldorf am 12.12.05 durch das Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen) lassen für die Zukunft von Forschung und Gesellschaft nichts Gutes ahnen, solange beide in der Anbetung Einsteins verharren, der im Grunde seines Herzens ein Reaktionär war, der sich den Fortschritten der Physik seit Newton entgegen stellte, weil er ein nach rückwärts gewandten Anliegen hatte, über dessen fatale Konsequenzen gleich noch zu sprechen sein wird. Einstein jedoch klarsichtig: "Die Zeitgenossen sehen in mir einen Ketzer und Reaktionär, der sich selber überlebt hat." So war es lange Zeit - doch nun plötzlich soll fast schon das Heil der Welt von ihm ausgehen, ja, uns wird von G. Neuneck im Physik Journal 4/2006 (Seite 53) sogar gesagt, dass es "überfällig" ist "Einstein nicht (wie 2005) weiterhin nur als 'Gott der Physik' zu betrachten". Einstein 2006 also nicht nur ein Messias, sondern sogar "Gott" - und nicht nur der Physik, eben als der "Chef-Ingenieur des Universums"! Diese also jetzt schon im Rang einer Religion, die sich weiter ausbreiten soll! Das Einsteinjahr 2005 also nur ein Missionsauftakt! Waren zweieinhalbtausend Jahre abendländische Naturphilosophie denn ganz vergebens? Und 2007 dann endgültig wohl überhaupt Einstein "mehr als Gott", um den armen Autisten Einstein, der, in seiner Glasglocke sitzend, sich in die Physik flüchtete, die ihm unvermeidlich zum Spiegel seiner Persönlichkeit geriet, für alle Zeiten unangreifbar zu machen? Bei seinem "Genie", das nicht vermochte Uhr und Zeit zu unterscheiden, weil er nicht wusste was "messen" heißt, das weder Auto-, noch Radfahren, noch Schwimmen konnte und das "noch jenseits der 40" von seiner Frau gefüttert werden musste, ist zur Reputation eine solch immense Schutzkarriere wohl nötig. Doch was kommt dann, 2008??? Während Jesus von Nazareth es "nur" bis zur Sohnschaft brachte - wird Einstein in den Augen größenwahnsinniger Physiker wohl bald schon zum Übervater aufsteigen. Mein Gott, wie tief muss Physik in ihrem Wissenschaftsverständnis gesunken sein, wenn einer, der das Handwerkzeug des Physikers - die rein geistig existierenden physikalischen Größen und Bezugssysteme - ganz naiv ("das ewige Kind") als physikalische Gegenstände verstand und propagierte, nun nicht nur ihr "Gott" sein soll! Was ist da inzwischen in den Köpfen passiert? Ist Autismus ansteckend? Oder sind es nur wieder wir Deutschen, die autoritätsgläubig nicht ohne einen charismatischen Heilsbringer leben können? Oder ist es ein traumatisches Wiedergutmachungs-Verlangen? Oder ist es - in einer Gesellschaft, die bis vor kurzem, bevor die Realität in Form der Globalisierung über sie hereinbrach, Gleichmacherei als Bildungsziel hatte - ein verdrängtes Verlangen nach Eliten und Geisteshelden? Was es auch sei (das nachfolgende Essay wird da noch Aufschluss geben), ich denke, dass ab sofort alle die vielen Heilserwarter und Freunde von feierlichen Kulten, die sich nur zufällig in die Wissenschaft verirrt haben, ihre Hoffnung getrost auf jenen anderen Süddeutschen werfen können, der ausgerechnet im heiligen Einsteinjahr 2005 (einen Tag nach Einsteins Todestag am 18. April) Papst geworden ist (ich erinnere, was BILD schrieb: "Wir sind Papst!"), allerdings unter der peinlichen Losung: "Wider die Diktatur des Relativismus!", die angesichts des unheimlichen Aufstiegs Einsteins zum Gott, seiner Theorie zum Heiligen Buch (des Materialismus, der nur das Physische gelten lässt oder was er dafür hält), der Verklärung der Lichtgeschwindigkeit zu einer unbefleckbaren Größe und des "Relativitätsrummels" mit der Anbetung des anderen "ewigen Kindes", nämlich Albert, zur Konkurrenzreligion nur zu verständlich ist. Während Kardinal Ratzinger jetzt als Papst Benedikt XVI. kraft seines Amtes die Unfehlbarkeit für sich in Anspruch nehmen darf und tatsächlich der Welt das Heil bringen möchte, müssen wir bei Einstein in seinem Brief an Jugendfreund Solovine doch sehr ent-täuschend noch lesen, wie wenig er sich selbst als Heiliger Vater oder gar als göttlicher Übervater oder Groß-Vater geeignet sah, ganz abgesehen davon, dass er sowieso alle Autoritäten hasste und er es daher als paradox empfand, nun selbst als Autorität zu gelten: "...Sie (die Gratulanten zu seinem 70. Geburtstag) stellen es sich so vor, daß ich mit stiller Befriedigung auf ein Lebenswerk zurückschaue. Aber es ist ganz anders von der Nähe gesehen. Da ist kein einziger Begriff, von dem ich überzeugt wäre, daß er standhalten wird, (!) und ich fühle mich unsicher, ob ich überhaupt auf dem rechten Wege bin. ...aber das Gefühl der Unzulänglichkeit kommt von innen. Es kann wohl nicht anders sein, wenn man kritisch und ehrlich ist, und Humor und Bescheidung halten einen im Gleichgewicht, den äußeren Einwirkungen zum Trotz."

Mit Einstein "kritisch und ehrlich" und ebenso (in den Wahrheitsansprüchen) bescheiden zu sein, "den äußeren Einwirkungen zum Trotz," sind Tugenden, die in Zusammenhang mit seiner Person und Lehre erst wieder entdeckt und gelernt werden müssen.

Alle hochgelehrten Herren, die von ihrem Idol berauscht "von einer kostenlosen Nachhilfestunde bei Albert Einstein" schwärmen (Grusswort in Berlin), vielleicht um von ihm zu lernen, wie man den Standpunkt Gottes erfährt, hier sollten sie sie nehmen! Sie dürfte dabei auch getrost etwas kosten. Doch um die Gnade von Einsteins zutiefst menschlicher Gabe des Humors und um seine mit dem Alter zunehmende selbstkritische Distanz, kann man in einer Haltung der Offenheit eigentlich nur beten - um in der neuen Sprache der Physiker zu bleiben.
     Einstein wirklich zu verstehen, heißt gerade ihn auch in seinen gereiften Äußerungen zu verstehen und sie nicht einfach so abzutun und sich nicht ständig an seine Jugendtorheiten zu klammern, sondern selbst endlich erwachsen zu werden und kindliche Vorstellungen von biegbaren Räumen und dehnbaren Zeiten abzulegen. Und wenn auch ich denke, "wichtig ist es, nicht mit (kritischen) Fragen aufzuhören", wie es auf im ganzen Land gezeigten Plakaten der Bundesregierung zum Einsteinjahr hieß (Antworten hatte sie ja von uns nicht erwartet, wohl auch nicht gewünscht), ist es eigentlich auch in seinem Sinne. Und hier, in diesen Essays, habe ich nun meine Fragen aber auch Antworten ausgebreitet. Vor allem aber bewegen mich immer noch die Fragen, wie Physiker, die Naturwissenschaftler sein wollen, sich von einer von seiner Umgebung als "ewiges Kind" erlebten Persönlichkeit haben so beeindrucken lassen können und wie in liberal sein wollenden Staaten es zu der beispiellosen Unterdrückung der Meinungsfreiheit in Sachen Relativitätstheorie hat kommen können, es sei denn, man denkt an mafiöse Strukturen. Vielleicht geht einmal von England ein Umdenken aus, wenn die Briten in ihrem Realismus sich bewusst werden, wie sehr ihr wirklich großer Denker Newton von der angeblich "so modernen Physik" verkannt, manipuliert und verleugnet wird. Man lese zum Beispiel Hawkings schändliches Porträt Newtons in seiner "Eine kurze Geschichte der Zeit", der wahrscheinlich auch ein Autist mit Aspergersyndrom war: Während Einsteinanhänger sich nicht an Hawkings Ausfall stören, wird die durch mühsame Recherchen erwiesene ambivalente autistische Seite Einsteins von ihnen verräterisch als bloße "Spekulationen über Einsteins Privatleben" abzutun versucht, dass nichts mit seiner Physik zu tun hätte, und es wird gefragt, "ob so etwas (die Recherche) legitim ist" (A. Pawlak im Physik Journal 4/2006 in einem Interview mit Gustav Born, dem Sohn des Physik-Nobel-Preisträgers und Einsteinfreundes Max Born, der sich jedoch nicht für erhoffte Unterstützung hergab, die wahrscheinlich der eigentliche hinterhältige Anlass des Interviews war. So muss die Redaktion weiterhin nach Dummen suchen, die sie bei Ihrem Versuch unterstützen, die beginnende Götzendämmerung aufzuhalten, statt der Wahrheit endlich den ihr zukommenden Respekt zu zollen). Und Einsteins relativistische Physik und sein Weltbild haben nicht nur etwas mit seiner Person zu tun, sondern sind ein getreues Spiegelbild seiner autistischen Persönlichkeit. Wenn man das eine versteht, dann versteht man auch das andere ohne Rest und umgekehrt, wie ich hier demonstriert habe.
     Vielleicht wird wenigstens den Briten einmal bewusst, welche breite solide Stütze Wissenschaft und Technik an "ihren" Newton schon jahrhundertelang hatten und haben, bei dem man nicht erst für mindestens eine Milliarde Dollar bis zur 18. Stelle hinter dem Komma gehen muss, um beweisen zu können, dass er "Recht" hat. Zudem haben sie auch eine gewisse Pflicht zur Wiedergutmachung, war es doch auch "ihr" Eddington, der mit seiner Datenmanipulation den ganzen "Relativitätsrummel" (Einstein) einst ausgelöst hatte. Eddingtons (Un-)Tat von 1919 gehört wohl zu jener Art englischen Humors, der mit Manipulationen, wie beim Piltdown-Menschen 1911, einen auf alt gemachten Menschenschädel mit dem zurechtgefeilten Gebiss eines Orang-Utans, "der jahrzehntelang in einem kaum glaublichen Ausmaß den Fortschritt der anthropologischen Forschung hemmte", wie es in einem Fachbuch heißt, den Verstand und Witz der Wissenschaftler herausfordern will, was von den biederen Kontinentaleuropäern leider so wenig begriffen wird. Beim Piltdown-Menschen hat es über 40 Jahre gedauert, bis er als Fälschung entlarvt wurde, bei Eddington noch Jahrzehnte länger - allerdings ohne dass bisher daraus Konsequenzen gezogen wurden. Noch immer wird bis heute in Veröffentlichungen von der großartigen "Bestätigung der Allgemeinen Relativitätstheorie durch Eddington" fabuliert, zuletzt erst wieder in einer Buchbesprechung im "Physik Journal" vom Dezember 2005. Man lügt einfach so weiter ohne rot zu werden. (2005 mochte die Redaktion des "Physik Journal" in ihrer Einsteinmanie sowieso keinen Beitrag annehmen, in dem nicht in jedem Absatz das Wort "Einstein" und "Genie" mindestens einmal vorkam.) Auf diese Art von "Freiheit der Forschung" als ausgelebte Indoktrination hätte ich gerne verzichtet. Doch so wie einst der Buchdruck für die Verbreitung reformatorischer Gedanken sorgte, so kann das Internet heute die gleichen Dienste leisten. Freilich, auch bei diesem Werk bedarf es mutiger und integerer Männer, die es wagen, die Menschen aufzuklären, um sie aus ihrer selbst verschuldeten Unmündigkeit zu befreien.


(10) Wissen Sie überhaupt was es heißt, die Rolle des Beobachters zu leugnen?

"Nichts ist schädlicher einer guten Einsicht in die Cultur,
als den Genius und sonst nichts gelten zu lassen.
Das ist eine subversive Denkart, bei der alles Arbeiten für die Cultur aufhören muß."

Friedrich Nietzsche (1844-1900) - aus seinem Nachlass Frühling-Sommer 1878

Statt sich dem - wie erwiesen - die Redlichkeit, die Ratio und den Realitätssinn zerstörenden unkritischen Geniekult einer als Vorbild empfundenen autistischen Persönlichkeit hinzugeben, die das spezifisch Menschliche leidenschaftlich leugnete, wäre es wichtig, sich auf die sozialen Kompetenzen der Menschen zu besinnen und sie zu fördern, denn sie sind die Wurzeln des friedlichen Miteinanders und damit jeglicher Kultur und Zivilisation.

War das 8. Essay eine Auseinandersetzung mit den mir wichtigsten semantischen und methodischen Fragen zu Einsteins Relativismus, hauptsächlich an Physiker, Wissenschaftstheoretiker und an interessierte Laien gerichtet, so sind für mich die kulturellen Auswirkungen seiner irrationalen Lehre auf unser Menschenbild die entscheidenden, die von allen Verantwortlichen klar erkannt werden müssen, weil es hier um die Zukunft des Menschen geht, die nicht relativierbar ist. Schon Laotse warnte: "Wer das Leben nicht ernst nimmt, den wird es seinen furchtbaren Ernst zeigen." Und solange wir dies nicht tun, sondern eine hoch bezahlte Elite für viel Geld nur eitle Rechthaberei pflegen lassen, z.B. sie auf Kosten der Allgemeinheit nach in jeder Hinsicht völlig nutzlosen Gravitationswellen zu suchen gestatten, welche die Raumzeit zwischen Sonne und Erde um den Durchmesser eines Wasserstoffatoms "stauchen" würden, was selbst bei Bestätigung nur die völlige Belanglosigkeit des Vorgangs und seiner Theorie demonstrieren kann, tun Physiker das, nur um sagen zu können, "dass Einstein Recht hat", auch wenn es dazu ganz sicher wieder zahlreicher Klimmzüge bedarf. (s. auf (I/B16) "Gravitationswellen - Fehlanzeige") Auf diese Weise verpassen wir gleichzeitig die Klärung und Lösung existenzieller Fragen.
     Und war es nicht gerade das sogenannte "Nullergebnis" des Michelson(-Morley)-Experiments, das die Spekulationen um die Relativität von Raum und Zeit erst ausgelöst hatte, nur weil man das Ergebnis nicht hinnehmen wollte? Dabei ging es immerhin um die Bewegung der Erde um die Sonne mit einer beständigen Geschwindigkeit von ca. 30 km in der Sekunde. Und jetzt soll in einem prinzipiell gleichen Versuchsaufbau schon die äußerst flüchtige Stauchung von "ein Milliardstel Milliardstelzentimeter", also von praktisch nichts in praktisch null Zeit sich zeigen können? Wo sich eine Messstrecke "staucht", "staucht" sich in ihrer Richtung auch die Bahn des Lichts in gleicher Weise, so dass gerade wegen des Raumzeitmodells und der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit (und der Versuchsanordnung) es nur wiederum zu einem Nullergebnis kommen kann. Es ergibt sich somit die Frage: Ist bei einem positiven Ergebnis Einsteins Gravitationsmodell dann bestätigt oder widerlegt? Weiß man also überhaupt noch was man "testen" will? Von Einsteins nicht durchschaubaren Relativitätstheorien geistig ermattet, hat man in der Physik offensichtlich aufgehört, sich über prinzipielle Fragen noch Gedanken zu machen, sondern man macht unter Berufung auf "das einsame Genie", d.h. das man sowieso nicht versteht, einfach etwas, was ohne Risiko ist, weil man auf alle Fälle das Ergebnis so oder so in der Weise interpretieren wird, dass Einstein scheinbar Recht hat - wenn nur genügend Forschungsmittel fließen und man seine Beschäftigung hat. Und wahrscheinlich ist es auch erforderlich, den ganzen Widersinn ersteinmal auf die Spitze zu treiben, damit die These in die Antithese umzuschlagen vermag und der ganze Relativitätsspuk in seiner Nichtigkeit von "ein Milliardstel Milliardstelzentimeter", endlich sein verdientes Ende findet. Geben wir also die Hoffnung auf die Respektierung von Vernunft und Sachverstand und beider Sieg nicht auf, auch wenn wir viel zu lange schon auf ihn warten müssen. Umgekehrt gilt aber auch: noch so ein hochgejubeltes "Genie" wie Albert, das auf den Augenschein hin auch den Rest der Physik noch schönrechnet - die Physik als Wissenschaft vom Realen wäre dann völlig am Ende.

Der Schein ist das, was das menschliche Gehirn durch Aneignung aus hereinströmenden Daten macht, um mit der Welt in seiner Weise umgehen zu können. Wer diese Aneignung und die eigene Weise des Geistigen leugnet und die geistige Welt für die reale hält, hält den Schein für das Sein und verpasst die Realität, die unser Schicksal ist. Die Relativitätstheorie ist der Versuch, den Schein für das Sein auszugeben, wobei sie jedoch insgeheim den Scheinfaktor v eliminiert und so zu einem leidlich brauchbaren Ergebnis kommt. Weil der Trick nicht durchschaut wird und der Schein dadurch auch noch gerechtfertigt erscheint, ist es fast aussichtslos, Relativisten aufklären zu wollen. Zudem hatte Einstein zur Grundimmunisierung seiner Theorie sowieso gleich vom Gebrauch des gesunden Menschenverstandes abgeraten, zu dem für mich vor allem das kausale Denken in Ursache und Wirkung gehört, wobei die Wirkung physikalisch als "Kraft" erscheint, von der er konsequenterweise ja ebenfalls nichts wissen wollte, verließ er sich doch auf seine Intuitionen. Wenn Einstein von Kausalität sprach und auf ihr beharrte, dann meinte er eine einseitige Fremdbestimmung durch eine externe Ursache, während Kausalität gerade umgekehrt die Eigenbestimmung der aufeinander einwirkenden Dinge aufgrund ihrer eigenen Natur meint, die also eine Physik der Freiheit ist - eine Freiheit, die Einstein nie zu akzeptieren vermochte, wie man aus seinem erbitterten Kampf gegen die Quantenmechanik weiß, die er aber auch schon bei Newtons Physik im Visier hatte, der geschrieben hatte, dass "jeder Körper von sich aus in seinem Zustand verharrt" und damit auch "von sich aus" auf Einwirkungen reagiert, weshalb Einstein Newtons Physik umdichtete. Um mit Sachverstand von den Dingen her denken zu können, hätte Einstein sich ja in ihre Eigenart hineinversetzen müssen, was ihm als Autist jedoch nicht möglich war. So aller bewährten Kriterien ledig und die Tricks der Theorie nicht bemerkend fällt es ihren Anhängern leicht, an die RT zu glauben, wird doch ohne Ursachen und Kräfte und ohne die Hinzuziehung von Sachverstand und Vernunft die Deutung physikalischer Fakten sowieso eine Sache der Beliebigkeit und Bequemlichkeit, wie es in Borns "Die Relativitätstheorie Einsteins" folgerichtig heißt (zugleich schwebt aber auch ein dem wilhelminischen Zeitgeist entsprungener Hauch von Machbarkeitswahn über allem): "Damit ist die Rückkehr zu des PTOLEMÄUS Standpunkt der 'ruhenden Erde' ins Belieben gestellt." "Daher haben von EINSTEINS Standpunkt gesehen PTOLEMÄUS und KOPERNIKUS gleiches Recht. Welchen Ausgangspunkt man wählt, ist Sache der Bequemlichkeit." "Ein Gravitationsfeld ist an sich weder 'real' noch 'fiktiv'. Es hat überhaupt keine von der Koordinatenwahl unabhängige Bedeutung, genau wie die Länge eines Stabes." Achtet man nur auf das Wasser eines kleinen Sees, z.B. wie Einstein beim Segeln auf einem See bei Potsdam, dann hätte man auch das (angemaßte) "Recht", die Erde wieder für eine Scheibe zu halten, weil man ja auf ihm von ihrer Kugelgestalt nichts sieht. So ist "Relativitätstheorie" ein zutreffend gewählter Name. Angesichts der von ihr geförderten Beliebigkeit und Bequemlichkeit des Denkens, welche "die Rückkehr zu des PTOLEMÄUS Standpunkt der 'ruhenden Erde' ins Belieben" stellt, weil ihr Schöpfer es mit Mach für eine Tugend hielt, Ursachen, Kräfte, Vernunft und Sachverstand mangels letzteren zu verachten, dafür alles nur schön zu rechnen, beginnen wir zu verstehen, dass Ratzingers Kampf "Wider den Relativismus" ein allgemeines kulturelles Phänomen geistigen Niedergangs betrifft, das nicht ernst genug genommen werden kann, abgesehen davon, welche Missverständnisse der Papst bezüglich der Emanzipation der Menschheit selbst pflegen mag. Aber für die katholische Kirche ist immerhin wenigstens die Frage, ob die Erde sich um ihre Achse dreht oder das Universum einmal täglich um die Erde, allein schon wegen der Größe des bekannten Universums zu Gunsten des Kopernikus endgültig entschieden, müssten sich doch sonst die fernen Galaxien mit millionenfacher Lichtgeschwindigkeit um die Erde bewegen, was anzunehmen nicht vernünftig ist, abgesehen davon, dass es dafür keine physikalische Ursache gibt. (Doch was kümmern Relativisten schon Ursachen, Vernunftgründe oder die eigenen Theorien, wenn ihr "Meister" da anderer Meinung war.) Die kirchliche Glaubenskongregation ist also, wenn auch zäh, Vernunftargumenten zugänglich und noch lernfähig. Vielleicht wird daher Giordano Bruno, der die Welt für unendlich hielt und deswegen 1600 in Rom verbrannt wurde, eher von ihr rehabilitiert, sobald sie vom Heiligen Geist geleitet erkennt, dass gerade nur die Unendlichkeit des Universums der Unendlichkeit ihres Gottes angemessen ist, als die von allen guten Geistern verlassenen theoretischen Physiker wenigstens zugeben, dass 1 + 1 = 2 und der durch die Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit sich ergebende Lichthorizont nicht das Ende der Welt ist, weil jeder Horizont sich durch den Standort des Beobachters ergibt, der allerdings bei ihnen nichts zählt, weil das Einstein schon so gehalten hatte, weshalb er gleich das Wort "Horizont" vermied. Und dann kommt hinzu, dass ihr "Jahrtausendgenie" der biederen Menschheit noch erzählt hatte, dass es keine Überlichtgeschwindigkeit geben darf (weil dann nämlich seine Lorentz-Transformationen absurde negative Werte annehmen würden, denen er mit seinem Verbot zuvorkommen wollte, was er allerdings den Leuten wohlweislich nicht erzählte - so "genial" war er jedenfalls). Während der Papst etwas gegen den Relativismus hat, haben gläubige Relativisten etwas gegen jede Art von Überlichtgeschwindigkeit, damit ihr Heiliger mit seinem ans Wunderbare grenzenden Dogma von der unbefleckbaren Lichtgeschwindigkeit (wahrscheinlich ein spezielles antikes Lichtmysterium) nicht ins Wanken gerät. Da möchte man auch als aufgeklärter Mensch doch glatt katholisch werden!

Die Rolle des Beobachters zu leugnen bedeutet ja nicht nur, sich gegen jede Lebenserfahrung, wie sie sich auch in der Sprache, z.B. eben mit der Unterscheidung von Schein und Sein, niedergeschlagen hat, und sich gegen die Einsichten der Geisteswissenschaften und der Quantenmechanik zu stellen, was allein schon sehr unklug ist, sondern es bedeutet auch, um der Ideologie des Reduktionismus willen dem Menschen seine eigenständigen schöpferischen geistigen Fähigkeiten abzusprechen und die sich daraus ergebende Eigenverantwortung zu leugnen, wie das auch der Neurologe Wolf Singer beliebt, auf den und auf Einstein sich pikanterweise der Wissenschaft blind vertrauende Humanisten berufen. Doch letztlich ist die Leugnung der Beobachterrolle - und damit der Verantwortlichkeit des Menschen für sein Wahrnehmen, Denken, Reden und Tun - die Leugnung all dessen, was menschliches Sein ausmacht: Wissen, Ethik, Spiritualität, Kultur, Freiheit, Weisheit und Würde und ist ein Plädoyer für Anarchie. Diese Leugnung des speziell Menschlichen heißt also, den Menschen zum Stein unter Steinen zu machen, nur noch zum (Weg-)Werfen taugend! Einstein ein Humanist? Einstein ein Moralist? Einstein das Weltgewissen? Was kann verkehrter sein?

Dazu Albert Einstein in "Religion und Wissenschaft", im Geiste seiner materialistischen Zeit, die sich menschenverachtend in ebensolche Diktaturen und Weltkriege niederschlug, die Autonomie des Lebendigen und seine kognitiven Leistungen bestreitend und sich dabei obendrein noch als privilegierte Kenner von Gottes Standpunkten wähnend: "Für den Physiker, der von den Gesetzmäßigkeiten alles Geschehens durchdrungen ist [d.h. der alles als mechanisch determiniert ansieht], handelt der Mensch nach äußerer und innerer gesetzlichen Notwendigkeit, ist also vom Standpunkt Gottes nicht verantwortlich, sowenig wie ein lebloser Gegenstand für die von ihm ausgeführten Bewegungen (!)" Also auch Einstein nach eigener Einschätzung nur ein Stein unter Steinen - wie schon sein Name besagt. Doch für einen Autisten wie ihn eine zutreffende Aussage, was man verstehen muss, um mit ihr richtig umgehen zu können.

Neben der Leugnung aller menschlichen Qualitäten, ist dieser Satz auch noch die Entschuldigung jeder vom Menschen ausgeübten Willkür und Barbarei und das ausgerechnet durch "Gott" und seinen "Standpunkt", den Einstein zu kennen vorgibt, um sich so auch noch der Verantwortung für diesen schrecklichen Satz zu entziehen. Während ich den Determinismus allgemein für eine immer unzeitgemäßer werdende Flucht aus der Verantwortung halte, sehe ich ihn bei Einstein mehr als Ausdruck seiner Gefangenschaft in unabgeklärten Vorurteilen, die für ihn als Autisten nicht hinterfragbar waren. z.B. die Überzeugung, dass es keine geistige Rolle des Beobachters geben kann, weil alles in der Welt physikalischer Natur wäre. Letztlich hat Einstein selbst Gott physikalisiert, nämlich zur "fernen Fixsternmasse", die den uns nahen aber angeblich ohnmächtigen Massen erst ihre Wirkfähigkeit verleiht. Auf diese Weise hat Gott aufgehört, wenigstens noch eine moralische Instanz geistiger Art zu sein, die den Menschen in seine Grenzen weist. "Gott ist tot" und "wir haben ihn getötet" (Nietzsche). Gott ist zwar noch da, wie ein Leichnam noch da ist, aber eben tot, wie alle Materie, nur materiell existierend und wirkend, und das Geistige lediglich "eine hartnäckige Illusion", was für Einstein zu den Grundwahrheiten zählte, auch wenn er außerhalb der Physik ganz anders darüber sprach und sich als Vorkämpfer der Geistesfreiheit und Freiheit gab, die er in der Physik zugleich aufs Heftigste bekämpfte, wie er ja überhaupt, leicht schizoid, sich nicht an seinen Widersprüchen störte, verließ er sich doch auf seine jeweilige Intuition, wie er selber sagte und wie auch Neffes Einsteinbiographie deutlich belegt. Daher hat auch die Kritik an Einstein und seiner RT weder etwas mit seinem politischen und sozialen Wirken noch mit seinem Judentum zu tun zu tun, noch kann dieses und sein anderweitiges Wirken zu seiner Entlastung in Fragen der RT angeführt werden. Hier kann uns nur die neuronale Forschung die notwendigen Aufschlüsse geben.

Einsteins Lorentztransformationen gehen sogar noch weiter, indem sie auch einen körperlichen Einfluss des Menschen auf das Dasein leugnen (ihn praktisch jedoch als die Quelle aller Raum- und Zeitverbiegungen einsetzen). Egal wie ein Mensch sich zu einer Lichtquelle verhält, ob er sich von ihr entfernt oder nicht oder ob er sich ihr nähert: immer würde er nur die konstante Lichtgeschwindigkeit c messen, als wäre er und alles was er tut ohne Bedeutung, eine Konstanzbehauptung, für die es überhaupt keine sachlichen Gründe gibt und je geben kann. Im Gegenteil: jeder Dopplereffekt, als Abbild solch realer Relativbewegungen, beweist das Einsteins Konstanzbehauptung nicht stimmt! Aber was sind schon Fakten, wenn es um eine Überzeugung geht?! Doppler hatte es mit seiner Einsicht von der Rolle des Beobachters beim nach ihm benannten Effekt, der heute in Technik und Medizin in vielfacher Weise erfolgreich genutzt wird, bei den "objektiven" Physikern schon immer schwer und wurde wegen ihm aus seinen Ämtern und seinem Land vertrieben. (s. Datei I/B14). Dass zusätzlich Einstein sich selbst gegen die Rolle der vom Menschen getroffenen experimentellen Anordnungen für das Ergebnis "auf dass entschiedenste wehrte", wie ihm Carl Friedrich von Weizsäcker in "Zum Weltbild der Physik. Einstein und Bohr" attestierte, ist für ihn nur konsequent. Wollen wir mit dieser Engsicht immer weiter und weiter machen? Meinen Sie, dass eine solche Haltung mit der Ignoranz dessen, was offen zutage liegt und was unabwendbar ist, den Menschen hilft, eine bessere Zukunft zu gestalten, dass sie sie klüger und weiser macht, was doch das Ziel der Wissenschaften sein sollte? Rächt sich nicht alles bitter, was unterdrückt wird? Wäre es nicht an der Zeit, dem materialistischen Paradigma nach seinem politischen Ende in Europa und dem Fall der Mauer, nicht auch ein geistiges Ende mit dem Fall der Relativitätstheorie zu bereiten? Mahnende Zeichen gibt es genug, doch werden sie genau so hochmütig übersehen, wie vor dem Fall der Mauer die für den real existierenden Sozialismus, als auch das SED-Regime seinen runden Geburtstag noch ausgiebig feierte und Erich Honecker feixte: "Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf!" Haha! Anfeiern gegen das Menetekel, z.B. gegen die Inkompatibilität der RT mit der Quantenmechanik, die selbst immer erfolgreicher wird? Doch Hochmut kommt vor den Fall, wie die Erfahrung lehrt. Es besteht also Hoffnung.

Heute verstehe ich, warum viele Physiker so tun, als hätte die Physik mit Einstein begonnen: diese Art Physik zu betreiben hat es ganz bestimmt vorher noch nie gegeben. Niemals zuvor wurde der Mensch als ein solch existentielles Nichts angesehen, nur damit man "in logischer Einfachheit" einfachen Gemütern "alles so einfach wie möglich" erklären kann, nämlich ohne Berücksichtigung der Beobachterrolle - die erschreckende Schlichtheit und Gefühllosigkeit des eigenen autistischen Gemüts damit zeigend, dem es verwehrt ist, die Rolle des Menschlichen wahrzunehmen. Es geht mir hier bei meiner Kritik daher nicht so sehr um Belange der Physik, da müssen die Physiker selber wissen, auf was es ihnen ankommt, sondern um das Weltbild, welches mit der relativistischen Physik allgemein verbreitet wird - gerade auch mit unkritischen Einsteinjubeljahren - und für das sie verantwortlich ist. Deren Konsequenz beschreibt Peter Kingsley in seinem Buch "Die Traumfahrt des Parmenides" wie folgt: "Doch kaum jemand bemerkt die außerordentlichste aller heutigen Bedrohungen: die Auslöschung allen Wissen über das, was wir sind." Nämlich mentalbestimmte lebendige, fühlende und mitfühlende Wesen die Verantwortung haben, und keine toten Scheinmassen, von einer genau so toten "fernen Fixsternmasse" ferngesteuert werden, auch wenn es einen manchmal so scheinen mag. Aber es ist nur der Zeitgeist, dem viele erliegen, oder bei den Physiker schlichtweg ihr Opportunismus, um sich in Amt und Würden zu halten, nachdem sie jahrzehntelang oft wider besseren Wissens Falsches gelehrt haben.

In ein autistisches schwarzes Loch gefallen, verschlingt in einem falschen Objektivismus das Subjekt des Forschens bei Einstein sich selbst.

War diese autistische Leugnung der Rolle des Menschlichen 2005 wirklich ein Anlass zum Jubeln? Aber auch: wie schlecht muss es um Einsteins physikalisches Gedankengut bestellt sein, wenn man sich nicht getraute, auch einmal kritische Stimmen zur Relativitätstheorie zu Wort kommen zu lassen und sich mit ihren Argumenten auseinander zu setzen?! Man wird schon wissen warum und warum man sich vor allem auf so genannte "Beweise" berufen muss, die das eigene Nachdenken ersparen. Für mich war das Einsteinjahr 2005 kein Triumph der Wissenschaft, sondern ein Triumph des Glaubens, gut zum Papstjubel auf dem Weltjugendtag der katholischen Kirche in Köln passend. Wenn man die einen faszinierende Person in ihrer anomalen Persönlichkeit schon nicht versteht, dann möchte man sie doch wenigstens bejubeln dürfen. Nachdenken ist dagegen nur anstrengend und störend, wo doch in beiden Fällen Verlangen nach Mysterien angesagt ist! "Und der Ruf im Einsteinjahr nach weiteren 'außergewöhnlichen Menschen mit Visionen, Intelligenz und Kreativität' ist nichts als pure Heuchelei, hat doch niemand auch nur die geringste Chance gehört zu werden, der nicht Einsteins Unsinn bedingungslos nachbetet."* Man lobt Einsteins Rebellentum in höchsten Tönen - aber wehe jemand rebelliert gegen Einsteins Lehre! "Bertrand Russel sagte einmal treffend: "Wir stehen vor der paradoxen Tatsache, daß die Erziehung zu einem der wesentlichen Hindernisse für Intelligenz und Freiheit des Denkens geworden ist."* Dazu Prof. Ralf Dahrendorf zur geistigen Situation der Studierenden: "Die Studenten von heute - das ist eine eigenartige Mischung von Unwissen und Kritikunfähigkeit, verbunden mit Karrierewunsch. Da ist nicht viel herauszuholen."** Oder wie ein anderer bekannter Hochschullehrer geschrieben hat: "Ein Labor haben die meisten Studenten während ihres Studium nie von innen gesehen. Sie verfügen beim Abschluss ihres Studiums dann nur über ein bloß theoretisches Wissen, und sie haben den Stoff auch gedanklich nicht durchdrungen. Pauken ist weitgehend ein prozedurales Lernen und verläuft 'mechanisch'. Der Sinn dessen, was man da auswendig lernt, wird nicht erfasst." (Gerhard Roth in "Aus der Sicht des Gehirns")
*Norbert Derksen in einem Leserbrief an DIE WELT, abgedruckt in der Ausgabe vom 23.11.2005; **Fundstelle ebenfalls bei Norbert Derksen

Was Irina Gerassimowitsch in ihrem Nietzscheaufsatz über die verflachte Religiosität des funktionalen Kirchenchristentums schreibt*, gilt auch für die relativistische Physik: "Der Weg (der Lehre) führt weg vom wahren Leben, von dem einzigen, was kein ‚Schein' ist. Der rationelle Mensch ist in Begriffsnetzen versunken. Wir sehen das vernünftig gestaltete Leben, die vernünftig gestaltete Welt, nicht Welt und Leben an sich." Und ebenso hält der Relativist, seiner kritischen Intelligenz beraubt, hartnäckig den Schein für das Sein. Aus dem rationalen Netz der Verknüpfungen von Raum und Zeit, dem Bezugssystem des Beobachters, ist bei Einstein durch Projektion desselben eine quasi-materielle wechselwirkende Raumzeit geworden. Weil sie das Denken der Menschen in relativierenden Beziehungen spiegelt, meinen nun viele, die Welt zu verstehen. Den Schein für das Sein haltend, "in Begriffsnetzen versunken", alle aufklärerischen Gedanken ignorierend, den Blick unverwandt zum "einsamen Jahrtausendgenie" erhoben, traumwandeln sie dahin. So abgehoben von der Realität werden wir jedoch die Probleme der Welt, die jedermanns wahres Anliegen sein sollten, weder verstehen noch meistern. Wie weit wir schon am Abgrund stehen, hat erst wieder der Klimabericht der UN gezeigt. Und da ist statt des Gemeinwohls, für das sie bezahlt werden, es die einzige Sorge der theoretischen Physiker, dass Einstein Recht hat? Doch wie wenig er bei neueren Forschungen Recht hat und wie man sich dabei herausredet ist in Text (I/B16) "Ausreden ohne Ende? Zum Scheitern von Gravity Probe B" und der vergeblichen Suche nach Gravitationswellen nachzulesen.
*"Religiöse Implikationen des Nihilismus von F. Nietzsche" in ZEIT UND SEIN als Nr. (2) der Tagungsbeiträge


(11) Rückblick

"Es denkt, sollte man sagen,
so wie man sagt: es blitzt."

Lichtenberg (1742-1799)

Das Jahr 2005 und damit auch das Einsteinjahr 2005 ist vorbei. Es heißt jetzt offiziell nur noch "Jahr der Physik". Meine monatliche Kolumne zum Einsteinjahr "Rätselhafter Einstein" ist beendet (doch es gibt noch Nachträge). Der Einführungstext auf der Startseite mit "Was heißt Bewegung?", der zusammen mit Hinweisen auf die Fragwürdigkeit von "Beweisen" zur RT zum Lesen der Kolumne und zum Nachdenken im Einsteinjahr anregen wollte, ist dort gelöscht, jedoch hier anschließend wiedergegeben (2006 ergänzt).

Die Kolumne war in keiner Weise geplant, weder der Text selbst, noch seine monatlichen Fortsetzungen. Sie ergaben sich von selbst in der anhaltenden Auseinandersetzung mit Einsteins Denken, das der Öffentlichkeit während des ganzen Jahres von allen Seiten in höchsten Tönen als vorbildlich angepriesen wurde, obwohl ihn seine Intelligenz bei der wirklich modernen Physik, der Quantenmechanik, die eine kongeniale Fortentwicklung der klassischen Mechanik ist, bekanntermaßen im Stich gelassen hatte. (Aber auch Newton wurde von Einstein in keiner Weise verstanden.) Und in Texten, in denen er zuerst richtig begann, sind viele seiner Argumente zur Physik eher ein Abgrund von Verkehrtheit zu nennen, fehlte es ihm doch schon am richtigen Verständnis der verwendeten Begriffe. Das Handwerkszeug der Physiker, die physikalischen Größen, hat er zum Spielzeug der Mathematiker gemacht, die sich ohne ein Verständnis der Sache alles schön rechnen. (Aber auch als Mensch war Einstein alles andere als vorbildlich, eher eine Katastrophe, wie neuere Biographien belegen. Er hatte dass, was er selbst "eine Achillesferse an beiden Füßen" nannte.) Ich konnte nur feststellen, dass seine Relativitätstheorien ihre versteckten, wenn auch verkannten Wahrheiten haben, die sie in Grenzen brauchbar machen, vor allem soweit die Theorien insgeheim Newton folgen. Dadurch ist aber gerade die maßlose Überschätzung von Einsteins vierdimensionaler "papierener Ersatzwelt" (Einstein über sich) mit ihren Pseudoerklärungen für mich eine solche Verkennung der Physikgeschichte und zugleich eine solche Beleidigung von Vernunft und Verstand, dass meiner sich bis heute täglich mehrmals herausgefordert fühlte, an den Essays zu arbeiten mit dem Ergebnis, dass auf diese Weise über 8 Monate hinweg die mit Abstand größte Datei von WEGE DES DENKENS entstanden ist, nachdem ich zuvor schon auf Datei (I/B5) "Das (kritische) Wort zum Einsteinjahr 2005" verfasst hatte: "Die Schwerkraft einmal nicht missverstehen". Dabei erging es mir oft so, wie es Lichtenberg beschrieb: "Es denkt, sollte man sagen, so wie man sagt: es blitzt." Aber natürlich verließ ich mich nicht auf meine Intuitionen, sondern prüfte sie sorgfältig im Zusammenhang mit den anderen Argumenten, wie dies in der Wissenschaft geboten ist. Genau dazu hat der Mensch doch seinen Verstand, damit er nicht den aus dem Unbewussten kommenden Impulsen ausgeliefert ist! Und immer wieder hoffte ich, endlich alles dargelegt zu haben, was zur Rettung eben dieses Verstandes erforderlich ist, doch gab und gibt es auch immer mal wieder kleinere Nachträge und Präzisierungen, weshalb es sich lohnen kann, alles noch einmal zu lesen - denn immer bin ich in Sorge, mich noch nicht verständlich genug ausgedrückt zu haben. Größere Erweiterungen sind im Inhaltsverzeichnis vermerkt.

Letztlich erkannte ich, dass wir Einsteins Relativitätstheorien, soweit es um die behauptete Relativität von Raum, Zeit und Masse geht, dann wirklich verstehen, wenn wir sie nicht als ein physikalisches, sondern als ein menschlich-medizinisches und ein wissenschaftspolitisches Problem verstehen, das aufzuklären der geistigen Reife der Menschen bedarf. Man könnte auch ganz einfach fragen: Denn was gibt es an der SRT mit ihrer Gegenüberstellung von "ruhenden" und "bewegten" Systemen physikalisch zu verstehen, wenn wegen der Subjektivität des Bewegungseindrucks an ihnen kein Sachkriterium zu finden ist, mit dessen Hilfe sich beide Zustände voneinander unterscheiden lassen? Auch Einstein konnte nie ein solches Kriterium benennen, weil es eben keines gibt! Erst zu einem Bezugspunkt erscheinen uns aufgrund unserer Seh- und Sprechgewohnheit Dinge "ruhend" oder "bewegt", wo eigentlich rein sachlich nur von ihrer Lage bzw. von ihrer Lageveränderung gesprochen werden dürfte, womit sofort klar wäre, dass es sich nicht um eine Eigenschaft der Sache selber handelt. Ohne ein vom Beobachter dazugegebenes skaliertes Bezugssystem hat nichts eine Lage. Der Versuch von Physikern und Laien, sich in die aufwändige Mathematik der Theorie einzuarbeiten, lenkt sie davon ab, diesen alles entscheidenden Grundmangel - das Fehlen eines objektiven Kriteriums für "Ruhe" und "Bewegung" - zu sehen, so dass man sagen kann, dass der von Einstein entwickelte mathematische Apparat mit seinen versteckten Annahmen im Ergebnis letztlich nur der Verschleierung dieses nicht behebbaren Grundmangels dient, zu dem es auch gehört, dass die Theorie auch gar keinen physikalisch realen Gegenstand hat, so dass hierbei ebenfalls zu fragen ist: was hat sie überhaupt mit Physik zu tun?

Meinen Aussagen liegen die Texte dieser Homepage zugrunde. In einigen Passagen gehen sie auch darüber hinaus, z.B. im "Requiem für die Allgemeine Relativität" in Essay (6) oder in der Frage nach der Quantisierung der Gravitation in (5) oder auch in der "Generalbemerkung" in (8) über die Notwendigkeit von Invarianten. Ich hoffe, meine bündige Aufzählung relativistischer Ungereimtheiten und die diversen Anmerkungen konnten zur Klarheit in der aktuellen Diskussion über "das Genie" Einstein und seiner Probleme beitragen, die wir um der Zukunft willen nicht weiter zu den unsrigen machen sollten. Ich denke, dass bereits viele einzelne meiner Argumente allein für den Einsteinschen Relativismus tödlich sein müssten, dessen Fragwürdigkeit ja auch Einstein selbst nicht verborgen geblieben war, wie er seinem Freund Solovine am Ende seines Lebens schrieb (s. auch unter (12) Einsteins Selbsteinschätzung). Doch inwiefern meine Argumente verstanden und akzeptiert werden, bleibt wohl wiederum eine Frage der geistigen Reife, an der es deshalb zu arbeiten gilt, die zu fördern schon immer das Ziel meiner erkenntniskritischen Bemühungen war. Denn wer sein Verstehen nicht versteht, versteht letztlich gar nichts.

Weitere Aussagen von Wissenschaftlern und von mir zu Einsteins "Genie" sind im Dokument (III/4) in den "Anmerkungen zu Schriften über Erkenntnistheorie" zu finden, dort im 6. Text in der Besprechung des SPIEGEL SPECIAL "Die Entschlüsselung des Gehirns" im Absatz "Zur Genieforschung", der sich, wie in der Vorlage, auch ausdrücklich mit Einstein befasst. Ferner möchte ich auf die dort zugehörige Fußnote 5 mit meinem Text "Herausforderer Einstein. Eine Zeit und ihr 'Genie'" hinweisen. Erfreulicherweise vertritt Jürgen Neffe in seiner Einsteinbiographie ebenfalls die im SPIEGEL SPECIAL aufgezeigte kritische Einstellung zur materialistisch orientierten Genieforschung, die ja auch ein Stück Politik und Wissenschaftspolitik ist, im Falle Einsteins zur Immunisierung seiner relativistischen Lehre dienend, nachdem es ihr weiterhin an einsichtigen Argumente fehlt. Auch nach 100 Jahren ist sie immer noch ein Synonym für Unverständlichkeit, was eigentlich allein schon jedermann stutzig machen müsste. Doch anstatt zu fragen, warum sie so hartnäckig unverständlich ist und dieser Frage nachzugehen, entschuldigt man sein (berechtigtes) Unverständnis (unberechtigt) einfach lieber mit Einsteins "Genie" und lässt es damit bewenden, so wie man früher alles Unverstandene abschließend mit Gott "erklärt" hat. Doch auch für Einsteins Lehre gilt, dass wissenschaftliche Aussagen nachvollziehbar sein müssen, damit sie keine Sache des Glaubens sind. Aber was ist das anderes als ein Bekenntnis zum Glauben und ein Glaubensbekenntnis, wenn es bei Thomas Bührke in seiner Biographie "Einstein" überschwänglich heißt: "Daher spielt es keine Rolle, ob man die Worte des Meisters (!) versteht, eher im Gegenteil. Gerade das Unvorstellbare und Rätselhafte verstärken die Bewunderung für den genialen Denker." Hiermit gibt er einer bei Fachleuten wie bei Laien weit verbreiteten Haltung Ausdruck, mit der man sich aus der Wissenschaft eigentlich schon verabschiedet hat. Ich dagegen denke: am Ende dieser Essays kann nun jeder Leser selbst entscheiden, ob er glauben und bewundern oder nüchtern verstehen will und ob er an der Weiterentwicklung des wissenschaftlichen Denkens mitarbeiten oder in unkritischer Bewunderung Einsteins und im Unverständnis der Dinge um ihn herum verharren möchte.

Heilbronn, im Dezember 2005
Nachträge im Januar und Februar 2006, danach einige Nachbesserungen

Helmut Hille


Ehemalige Einführungstexte der Startseite im Einsteinjahr

Was heißt "Bewegung"?

"Bewegung" meint "Ortsveränderung". Oft genug ist es der Beobachter, der die Orte dazugibt, z.B. durch ein Bezugssystem, wodurch es erst zu einem Ortswechsel kommt und das Objekt deshalb als "bewegt" erscheint, während in Wahrheit ein physikalisches Objekt für sich weiterhin nur in seinem Zustand verharrt, soweit es nicht gerade von einer realen Kraft beschleunigt wird. Es weiß einfach nichts von Orten und erst recht nichts von den Bezugssystemen der Beobachter, sondern folgt nur den gerade herrschenden Impulsen! Und von diesem Bewegungseindruck, der ja nur im Kopf des vergleichenden Beobachters existiert, sollen dann lt. Einstein relativistische Wirkungen ausgehen, also Uhren sich "verlangsamen", Längen sich "dehnen", Massen "zunehmen" - Mentales würde also Physikalisches bewirken. Können Sie das ernsthaft glauben?
     Würde man in der Wissenschaft statt von "Bewegung" sachlich richtig stets vom "Ortswechsel" oder von der "Ortsveränderung" eines Objekts sprechen, wäre von vornherein klar, dass es sich bei der Bewegung nicht um die Eigenschaft einer Sache, sondern nur um die Lagebeurteilung eines Beobachters handelt und man hätte sich gleich die Probleme erspart, die Einstein "lösen" wollte. Freilich müsste man dazu dem Beobachter auch seine Rolle zugestehen, was Einstein entschieden ablehnte und was ihn so rätselhaft macht.
(Febr./März 2006 ergänzt)


Zuerst muss ein Maß gesetzt werden, erst dann kann man messen

Zum "Beweis" der "Zeitdehnung" werden Uhren (oder zur "Uhr" erklärte Schwingungen einer Sache) durch Extremsituationen zum Abweichen gebracht. Uhren sind materielle Hilfsmittel der Messung, die Randbedingungen ihres Ganges unterliegen und daher durch deren Änderung beeinflussbar sind. Die Zeit jedoch ist eine rein ideell existierende, immer gleiche physikalische Größe, die uns ein Maß der Dauer gibt, das ein Messen von Zeitlichen erst ermöglicht. Gerade nur dadurch, dass die Einheit der zeitlichen Messung konstant ist, lassen sich zeitliche Ablaufänderungen von Prozessen ermitteln!
     Wer Uhr und Zeit nicht unterscheiden kann und glaubt, Uhren würden die Zeit messen, den sollte man nicht Physik betreiben lassen, denn er weiß überhaupt nicht, was "messen" heißt, was die Funktion einer Uhr ist und was sie antreibt. Und er weiß auch nicht, war er tut, denn messen tut nicht die Uhr, sondern der Beobachter! Die Uhr gibt ihm dazu nur Zeitpunkte (das ist ihre einzige Funktion!), aus deren Differenz der Messende die Dauer eines Ereignisses errechnet. Bedenkt man auch hier die Beobachterrolle, dann gibt es ebenfalls kein Problem, das man erst "lösen" muss. Ich jedenfalls möchte mir von niemand die Welt "erklären" lassen, der nichteinmal die Funktion und die Arbeitsweise einer Uhr kennt und der betriebsblind nicht bemerkt, dass er der Messende ist.
(Febr./März 2006 ergänzt, Absatz eingefügt)


Noch ein "Beweis"

Man sagt, die Tatsache, dass Teilchen in einem Beschleuniger die Lichtgeschwindigkeit nicht überschreiten können, würde Einsteins These von der Lichtgeschwindigkeit als Grenzgeschwindigkeit beweisen. Nein! Es wird nur gezeigt, dass nichts schneller werden kann, als die beschleunigende Ursache selbst schnell ist, hier das beschleunigende elektromagnetische Feld, denn sonst hätten wir es mit einer Wirkung ohne Ursache zu tun, was nicht sein kann. Als Physiker sollte man soviel Sachverstand haben, diesen wahrhaft einfachen Sachverhalt ohne jede weitere Erklärung zu verstehen, entspricht er doch noch dazu unserer Alltagserfahrung.
     Es ist auch hier wieder beschämend zu sehen, wie viel elementares Wissen seit Einsteins Pseudo-Sacherklärungen mit den frei erfundenen Entitäten Raum und Zeit zur Vertuschung der Beobachterrolle verloren gegangen ist und wie man durch unredliche "Beweise" ihn zu rechtfertigen versucht. Wie man heute weiß, war schon die sog. "erste Bestätigung" der Allgemeinen Relativitätstheorie eine Manipulation, indem Eddington die Fotoplatten von Aufnahmen der Sonnenfinsternis von 1919, die eher den Newtonschen Wert der Lichtablenkung nahe legten, wegen "Unbrauchbarkeit" aussonderte. Wer manipuliert hat es nötig und will auf Kosten der Fakten einzig die Richtigkeit seiner Überzeugung "beweisen"! Wollen wir damit immer weiter und weiter machen? Das Einsteinjahr sollte uns Anlass gewesen sein, diese Frage zu stellen.
(März 2006 neuer Schluss-Satz)

Eine Ideologie will immer nur sich selbst "beweisen" - denn sie hat es nötig.
Doch jeder Beweis ist nur soviel wert, wie der Geist, in dem er geführt wird.

Und was macht man mit unerwünschten und unverstandenen Fakten?
Man sucht solange nach "Meßfehlern", bis man sie findet,
oder erklärt gleich die Maßstäbe für sie verantwortlich.


Ehemalige Texte der Startseite im Nach-Einsteinjahr 2006 "Zur Lage der Physik"

Mai 2006  

Physikalische Größen sind das geistige Handwerkszeug des Physikers, mit denen er sich den Phänomenen nähert. Ohne physikalische Größen keine Physik als Wissenschaft. Sieht man jedoch, ihre rein geistige Natur verkennend, sie gleich als die physikalischen Gegenstände selber an, wie dies seit Einsteins Auftreten so üblich geworden ist, dann beschäftigt man sich nur noch mit dem Handwerkszeug, ohne weder dieses, noch die Phänomene angemessen zu verstehen, weil man gar nicht weiß, wovon man eigentlich redet. In der Physik in Zukunft klar zwischen Materiellen und Mentalen zu unterscheiden, wird mehr an Wissen und Verständnis bringen, als die Vorträge auf allen Tagungen zusammen.

Juni 2006

Einstein: "Es gibt keine unvermittelten Fernwirkungen." Richtig! Materielles wirkt auf Materielles nur direkt durch Druck, Zug, Strahlung oder ein ihm zugehöriges Feld. Zu etwas anderen ist es nicht in der Lage. Daher weiß es auch nichts von den Bezugspunkten, die ein Beobachter benutzt, zu denen hin allein ihm Gegenstände "ruhend" oder "bewegt" erscheinen. Und erst recht nicht kann rein Materielles sich nach solchen Bezügen richten. Einstein als Autist, der betriebsblind nichts von einer Rolle des Beobachters wissen wollte, unterstellt aber genau dieses und begründet damit seine Spezielle Relativitätstheorie (SRT), obwohl er zuerst in ihr ganz richtig festgestellt hatte, "daß der absoluten Ruhe keine Eigenschaften der Erscheinungen entsprechen," - weil "Ruhe" und "Bewegung" eben rein mental nur im Kopf des Beobachters existieren, wenn er Bezüge/Relationen herstellt.* Man kann also Einstein mit einem einzigen Satz widerlegen, noch dazu mit seinem eigenen. Außerdem hätten wir es mit einer Fernwirkung zu tun, wenn ein vom Beobachter gesetzter Bezugspunkt, zu denen hin er ein Geschehen beurteilt, auch gleich noch für dieses Geschehen verantwortlich wäre.
* Schon Isaac Newton in seinem 1. Axiom sinngemäß gleich: "Jeder Körper verharrt in seinem Zustand (gleich ob wir ihn) in einem Zustand der Ruhe oder der gleichförmig-geradlinigen Bewegung (sehen), sofern er nicht durch (vor Ort anwesende) Kräfte zur Änderung seines Zustands gezwungen wird."
Wenn alle Inertialsysteme gleichberechtigt sind, wie Einstein zuerst ebenfalls richtig festgestellt hatte, (weil Ruhe und Bewegung "keine Eigenschaften der Erscheinungen entsprechen" - Newton, Einstein), dann kann es auch kein von einer Bewegung abhängiges unterschiedliches Altern von Zwillingen geben! Und erst recht nicht infolge einer Beobachtung, denn sonst wäre Beobachtung Fernwirkung aufgrund magischer Fähigkeiten des Beobachters!!! Ganz abgesehen davon, dass das Altern von innen durch die eigenen Gene gesteuert wird, was man inzwischen doch wahrlich wissen könnte! - Physik, in welche Realitätsferne hat es dich verschlagen!

Juli 2006

Wir sollten uns ganz einfach fragen: Was gibt es an Einsteins Spezieller Relativitätstheorie mit ihrer Gegenüberstellung von "ruhenden" und "bewegten" Systemen physikalisch zu verstehen, wenn an den real existierenden Systemen selbst kein Sachkriterium zu finden ist, mit dessen Hilfe sich beide Zustände objektiv voneinander unterscheiden lassen? Auch Einstein konnte nie eines benennen, weil es eben keines gibt! Erst wenn ein Beobachter einen Bezugspunkt setzt, dann erscheinen ihm Systeme/Gegenstände aufgrund seiner Seh- und Sprechgewohnheit relativ zu diesem Bezugspunkt hin "ruhend" oder gleichförmig-geradlinig "bewegt", während sie tatsächlich in beiden Fällen lediglich in ihrem Zustand verharren (Newton 1. Axiom). Diese Abhängigkeit eines Urteils über "Ruhe" und "Bewegung" von einem Beobachter und seinem Bezugspunkt ist die wahre Relativität der Bewegung, die es zu verstehen gilt! Es würde aber auch schon das Verständnis verbessern, wenn Physiker sachlich richtig immer nur von der Lage einer Sache in einem Bezugssystem sprechen würden, denn dann wüssten sie, dass es sich nur um die Lagebeurteilung eines Beobachters handelt und nicht um Eigenschaften, welche die Dinge selber haben, wie die Redewendung von "ihrer" Ruhe und Bewegung vermuten lässt. Freilich, eine Rolle des Beobachters müssten sie dazu schon akzeptieren, anstatt ständig betriebsblind durch die Welt zu laufen und dies noch als Tugend auszugeben wie Einstein, der jedoch wegen seines Autismus dafür entschuldigt ist.

August 2006

Solange der Mensch keinen Bezugspunkt setzt, gibt es nichts, was man die Geschwindigkeit einer Sache nennen könnte, denn die "Geschwindigkeit" ist das Verhältnis von Weg zu Zeit. Es muss also ein Weg gegeben sein. Das allein schon macht generelle Aussagen ohne einen Bezug zu einer erkennbaren Strecke, wie z.B. "nichts ist schneller als das Licht", sinnlos. Einstein, dem die Wahrnehmung der Beobachterrolle verwehrt war, glaubte dagegen der ortlose leere Raum wäre für die Dinge ein natürliches Bezugssystem, das noch dazu ihr Verhalten regeln würde. Daher sprach er dem Raum physikalische Wirkungen zu, wie er überhaupt zwischen physikalischen Größen und der physikalischen Realität keinen Unterschied machte. Das ist heute (trauriger) Stand der Physik. Selbst Quantenphysiker, die sich ansonsten die Beachtung der Beobachterrolle zugute halten, sind da nicht klüger - oder dürfen es zumindest nicht sein, wenn sie weiterhin zur scientific community gehören wollen. So tritt die theoretische Physik seit Jahrzehnten auf der Stelle, was der amerikanische Physiker Richard Feynman "die Melancholie des 20. Jahrhunderts" nannte, die aber eine selbstverschuldete ist. (Man möge mir Wiederholungen meiner Argumente zur Bewegungsfrage angesichts ihrer Wichtigkeit verzeihen.)
s. hierzu Text (I/B15) über Einsteins "Prinzip der Relativität"
s. auch Text (I/B13) "Jeder bestimmte Zustand ist durch einen Beobachter bestimmt"

"Wir hatten weiteres gelernt, dass die Weltsicht des lokalen Realismus nicht haltbar ist. Diese ist der Ansicht, dass das, was wir beobachten, in irgendeiner Form einer wirklichen Eigenschaft der Systeme entspricht, die vor und unabhängig von der Beobachtung existiert. Weiters vertritt der lokale Realismus die Auffassung, dass es keine instantanen Fernwirkungen gibt, dass das, was wir hier beobachten, unabhängig davon ist, was gleichzeitig jemand anderer, weiter weg, tut: ob er eine bestimmte Messung an einem weit entfernten Teilchen durchführt, welche Messung er durchführt oder ob er überhaupt nichts macht."
aus: Anton Zeilinger "Einsteins Spuk", Seite 337, C. Bertelsmann München 2005, 352 Seiten, geb. € 21,90
s. auch Text (I/B13) "Jeder bestimmte Zustand ist durch einen Beobachter bestimmt"

Und überhaupt: sind der lokale Realismus und der Glaube an die Determination und Berechenbarkeit allen Geschehens sowie dass ewige Beharren auf Grenzen, sei es bei der Geschwindigkeit, sei es beim Universum nicht eher Ausdruck kleinbürgerlicher Ängste vor dem Unbekannten als wissenschaftlicher Einsichten? Wirkliche Wissenschaft ist bedingungslos offen und sie ist dankbar für jede neue Einsicht, die den geistigen Horizont erweitert. Und nichts bringt mehr Verständnis der Dinge, als die eigene Rolle bei deren Interpretation zu erkennen. Während sich der Kosmos mehr und mehr ausdehnt, versuchen Relativisten dagegen eigensinnig auf einer engen, unaufgeklärten Sicht der Dinge zu beharren ("Angst" kommt ja von "Enge"), die vielleicht einmal in einem historischen Moment unter dem obwaltenden Zeitgeist hilfreich war, die objektiv jedoch unbegründet ist.

Seien wir so offen wie die Welt und ihr Spiegel!

Oktober 2006

Vieles was Zeilinger in seinem Buch "Einsteins Spuk" als Besonderheit der Quantenphysik ansieht, gilt bei genauem Hinsehen ganz allgemein, weil jeder bestimmte Zustand von einem Beobachter bestimmt ist. Nicht nur in der Quantenwelt. Wo ein Beobachter nicht misst, liegt auch keine Eigenschaft vor. So scheint das Phänomen der Trägheit nur bei Wechselwirkung mit gleichartigen Körpern auf. Und "die Masse" ist das Maß dieser Trägheit, mit der wir die Menge einer Materie bestimmen. Aber auch hier können wir ohne Messung nicht mit Bestimmtheit wissen, ob ein Körper träge oder schwer ist und wie groß seine Trägheit oder Schwere ist, sondern wir haben nur jenes "Vermutungswissen" (Popper) aufgrund bisheriger vergleichbarer Erfahrungen, das wir in der Quantenmechanik mit einer Wellenfunktion beschreiben. Und es ist auch klar, dass kein physikalisches Objekt/System, ob klein oder groß, etwas von dem Zustand weiß, den es vor einer Messung hatte. Es verharrt immer nur in seinem jeweiligen Zustand. In unserer Routine übertragen wir jedoch unser Wissen unbewusst auf die Dinge, sehen sie nicht mehr in ihrem augenblicklichen nackten, beziehungslosen Sosein und dichten ihnen dabei allerlei Eigenschaften an. Die Fähigkeit des unvoreingenommenen Sehens mussten die Quantenphysiker erst lernen, wollten sie die Ergebnisse ihrer Messungen verstehen - und um deren Verständnis ringen die meisten Physiker in ihrer Betriebsblindheit noch immer, schon weil Einstein diese Blindheit zur Tugend erklärt hatte. Unter den Blinden ist der Einäugige König, aber unter den Physikern ist dies bis heute der Blindeste von allen.

November 2006

Weil Einstein als Autist keine eigenständige Rolle des Geistigen bemerken konnte, hielt er sein Wissen als Beobachter, z.B. über Relationen, für ein Wissen der Dinge, die sich noch dazu nach diesem Wissen richten würden (Relativitätstheorie), obgleich sie ja über keinerlei Beobachterqualitäten verfügen. Und weil er auch keinen Unterschied zwischen lebendiger und toter Materie sah oder machte, sprach er letzterer die Eigenschaften "Ruhe" und "Bewegung" zu, obgleich es ihr völlig an Bewegungsorganen mangelt, die dieser Rede einen Sinn geben könnten. Newton dagegen erkannte klar, dass unabhängig davon, ob wir einen (toten) Körper als "bewegt" oder "ruhend" einschätzen, er (mangels biologischer und kognitiver Eigenschaften) nur in seinem Zustand verharrt, wenn keine (vor Ort anwesende) Kraft materiell auf ihn einwirkt (1. Axiom). Einsteins mentalistische und Newtons realistische Sicht sind zwei völlig verschiedene Verständnisweisen von Physik, wie sie gegensätzlicher nicht sein können.

Zu sagen wäre auch: Eine "Masse" kann schon deshalb keinen "Raum" krümmen, weil es weder eine Sache "Masse", noch eine Sache "Raum" gibt. Es gibt nur die Materie und ihre Felder, während z.B. die Masse eine physikalische Größe ist, nämlich das Maß des mechanischen Widerstands, mit dem wir die Menge der Materie eines Gegenstands ermitteln, z.B. durch Wiegen. Auch hier gilt es, die Dinge beim richtigen Namen zu nennen und die Natur des genannten Gegenstandes zu beachten. Wie will man denn ernsthaft Physik betreiben wenn man von Menschen definierte physikalische Maßeinheiten gleich für die zu messenden Objekte hält? Und wie kann man überhaupt ohne zuvor festgelegte Maßeinheiten etwas messen? Und was bedeutet es, etwas zu "messen"? Solche Fragen können nicht genau genug bedacht werden, will man nicht einfach gedankenlos so daherreden sondern wissen, von was man eigentlich spricht.

So wie in Einsteinscher Sicht die Welt in soviele Wirklichkeiten zerfällt, wie es physikalische Größen gibt, so lässt die Relativität der Bezugssysteme ferner die Welt in soviele Teilwelten mit eigenen Zeit- und Raummaßen zerfallen, wie es relativ zueinander bewegte Beobachter gibt. (Raum und Zeit würden jedoch gerade so zerfallen, dass der Beobachter davon nichts merkt - weshalb er eigentlich davon auch nichts wissen kann!) Diese desaströsen Konsequenzen seiner Sichtweisen haben wohl auch Einstein insgeheim Schauer über den Rücken gejagt, weshalb er bis an das Ende seiner Tage fast manisch die Einheit der Physik suchte. Doch um die Rolle des Beobachters zu wissen heißt auch zu wissen, dass es nur der Mensch ist, der die EINE Welt dank seiner wachsenden Fähigkeit zur Differenzierung gedanklich immer mehr spaltet, während die Welt selbst alle Denkbarkeit übersteigt.

Dezember 2006

Warum muss Einstein ständig als ein alle überragendes "Genie" hingestellt werden? Antwort: Um seine unsinnigen Thesen gegen alle berechtigten Vernunfteinwendungen zu immunisieren! Indem man eine Wissenschaft jenseits der Vernunft propagierte, trieb man sie aus ihr heraus. Das Ergebnis ist entsprechend desaströs, was jedoch 2005 leider keinen Verantwortlichen hinderte, es überschwänglich zu feiern. Es ist, als hätte sich mit dem relativistischen Urknall von 1905 ein Urnebel über alle Gehirne gelegt, in welchem die Fachwelt seitdem so ratlos wie selbstgefällig umherirrt - während die an echter Physik interessierten Militärs in ihren Labors und Braintrusts wahrscheinlich insgeheim die wahre Physik jenseits aller Ideologien betreiben, um die technologische Überlegenheit ihres Staates zu sichern. Da ist es natürlich nützlich, wenn die übrige Menschheit weiterhin mit Einsteins verblödenden Thesen beschäftigt wird, die sie an echten Erkenntnissen hindern - für mich eine der möglichen Erklärungen des Einsteinkults - aber eine ist so schlimm wie die andere.

Geschwindigkeit ist das Verhältnis von Weg (Länge) zu Zeit (Dauer) einer Ortsveränderung, also eine uns eine weitere Vergleichsmöglichkeit gebende abgeleitete physikalische Größe relativ zu einem konstanten Bezugssystem, die sich einzig aus dem Verhältnis der beiden genannten Basisgrößen ergibt. Nach Einsteins Spezieller Relativitätstheorie sind Längen und Zeiten eines Systems jedoch abhängig von seiner Geschwindigkeit, die aber durch die Relativierung der ihr zugrunde liegenden beiden Basisgrößen Länge und Zeit zu sich selber hin relativ wird, so in einen unendlichen Regress gerät und damit jeden Aussagewert verliert, d.h. der Relativismus bricht infolge seiner Relativität notwendig in sich zusammen. Man hat es seit über 100 Jahren nur noch nicht wahr haben wollen.

Einstein suchte Konstanten immer an den falschen Stellen. Er ließ sich dabei von seinen Wünschen leiten. Während Newton bis heute richtig ein konstantes Verhältnis zwischen der Menge einer Materie und der Stärke ihres Schwerefeldes sah, also eine echte in der Sache liegende Konstanz, die Gravitationskonstante, suchte Einstein eine Kraft, die das Universum in einem konstanten Zustand hält (kosmischer Term), weil ihm als Autist alles Dynamische ängstigte, weshalb er ja von Newtons Dynamik nichts wissen wollte. Und dann wollte er, dass die Lichtgeschwindigkeit "konstant" ist, meinte dabei aber eine Messkonstanz, weshalb sich Raum und Zeit angeblich ständig verbiegen und dehnen würden, damit c dem Beobachter immer konstant erscheint - ohne es notwendig zu sein! (Doch warum sollte Raum und Zeit so etwas Unsinniges tun?) Einstein versuchte hier alles auf ein Relatives hin - die Geschwindigkeit - zu relativieren, weil er sie für ein Absolutes hielt bzw. setzte. Newton dagegen ließ diese Größe wegen ihrer Subjektivität mittels der Differentialrechnung gleich einfach verschwinden und hielt sich an die Geschwindigkeitsdifferenz, als Zeichen einer objektiv einwirkenden Kraft. Warum versteht diesen simplen Sachverhalt heute niemand? Was haben Newton und Einstein in der Mechanik überhaupt gemeinsam, außer einige Terminis?

Doch allein schon die Tatsache, dass "Ruhe" und "Bewegung" physikalischer Objekte einzig als EINDRUCK im Kopf des vergleichenden Beobachters existieren, also KEINE objektiven Eigenschaften sind, macht den ganzen Relativismus gegenstandslos. Er ist weder ein physikalisches noch ein mathematisches sondern ein medizinisch-psychologisches Problem und letztlich eine Frage der geistigen Reife, zu der vor allem die Weisheit der Selbsterkenntnis gehört. Viele aber wollen ihre Subjektivität lieber bequem dadurch "meistern", indem sie sie heftig leugnen - ihren "Meister" Einstein als Vorbild nehmend, der lieber alles "ganz einfach" möglichst mechanisch, d.h. ohne Berücksichtigung der Beobachterrolle, "erklären" wollte. Doch wir wissen nur durch Beobachtungen, aufgrund der Fragen und Begriffe, die wir an die Dinge herantragen. Darum ist der Beobachter und seine Weise des Denkens und Verstehens in jedem Wissen unvermeidlich präsent. Nur das Gegenteil würde einer Begründung bedürfen.

In ihrem falschen Objektivismus halten die Physiker auch heute noch die Unschärfe für eine Eigenschaft der Quanten, statt des Wissens - glauben also, sie könnten auch jenseits der von Heisenberg aufgezeigten energetisch bedingten Grenze des Wissbaren noch von Eigenschaften wissen. Hans Reichenbach dazu: "Die Befreiung von den Willkürlichkeiten der Naturbeschreibung wird nicht dadurch erreicht, daß man sie in naiven Absolutismus bestreitet, sondern allein dadurch, daß man sie als Willkürlichkeiten erkennt und formuliert; der Weg zur objektiven Erkenntnis geht allein durch das Bewußtwerden der Subjektivität in unseren Erkenntnismethoden." Alle Wahrheiten sind relativ zu den Erkenntnismitteln, die es deshalb zu erkennen, zu benennen und zu berücksichtigen gilt, will man zu objektiven Aussagen kommen.

Entscheidender als alle physikalischen Beweise zur Widerlegung des Relativismus ist der richtige Gebrauch des Verstandes und seiner Begriffe und der Erwerb von Sachverstand, ohne die auch alle Widerlegungen nur wenig fruchten können, weder im noch nach dem Einsteinjahr. Nach Harald Maurer wäre deshalb WEGE DES DENKENS zu lesen "Pflichtlektüre für jeden denkfähigen Menschen." s. sein "Prinzip des Seins/Zentrale Seiten..."

Mit Ende des Nach-Einsteinjahres 2006 Ende der monatlichen Anmerkungen zur Lage der Physik auf der Startseite. Doch das Nachdenken geht weiter.

Ab Januar 2007 gab es auf der Startseite an gleicher Stelle "Monatliche Anmerkungen zur Erkenntnistheorie", die gerade die Physiker beachten sollten. Die Anmerkungen wurden am Ende des Monats jeweils in der neuen Datei (II/16) "Anmerkungen zur Erkenntnistheorie" abgelegt und gesammelt und können dort nachgelesen werden. Für die Anmerkung vom Monat Juli 2007 zum Scheitern von Gravity Probe B gibt es zusätzlich die eigene Datei (I/B16), in der es auch um die erfolglose Suche von Gravitationswellen geht, die zu finden man vorher so sicher war. Jetzt vertröstet man die Menschheit auf noch zu entwickelnde vielfach sensiblere Experimente, die eigentlich nur die völlige Bedeutungslosigkeit dieser sagenhaften Wellchen beweisen können, wären doch wenigstens zwei verschmelzende schwarze Löcher nötig, damit es hier zu einem äußerst flüchtigen winzigsten Wackler, der nur noch mathematisch darstellbar ist, kommen könnte. Mit dieser hartnäckigen Phantomsuche hat man sich förmlich aus der Realität hinauskatapultiert.


(12) Posthumer Brief an Albert Einstein

Lieber Albert,

nach einer so langen Auseinandersetzung mit Deinem Denken und Fühlen bist Du mir so vertraut, dass ich gar nicht anders kann, als Dich auch vertraulich anzusprechen. Entschuldige also bitte meine Anrede.

      Du hast ja hier bei den Physikern für viel Verwirrung gesorgt. Aber natürlich ist jeder selber schuld, der sich verwirren lässt, noch dazu, wenn es schon sehr früh warnende Stimmen gab. Doch man will sie bis heute nicht hören, weshalb man Kritiker nirgends zu Wort kommen lässt. Auch darum muss ich Dir persönlich schreiben.

      Ich bin ja kein Physiker sondern ein Philosoph. Deshalb muss ich die Würdigung Deiner Leistungen für die Physik den Fachleuten überlassen. Und wenn sie alles toll und über jede Kritik erhaben finden und Dich für genial und kreativ halten, so mag es für sie so sein. Aber als Philosoph muss man das Ganze im Auge behalten, und da finde ich es für das Verständnis der Welt um uns herum nicht hilfreich, Subjekt und Objekt nicht zu unterscheiden und physikalische Größen, die ja rein geistiger Art sind, für physikalische Gegenstände zu halten, denn es gibt da gravierende Unterschiede. Physikalische Größen müssen zuerst definiert und ihre Einheitsgrößen gesetzt werden, bevor man sie zur Forschung benutzen kann. Doch die Gegenstände der Forschung finden wir immer schon vor! Sie sind außerhalb von uns und werden uns von den Sinnen vermittelt. Das wirst nichteinmal Du bestreiten wollen, auch wenn Du zeitlebens nichts von der Rolle des Beobachters wissen wolltest.

      Warum Du sie so heftig bestritten hast, war ja lange Zeit ein Geheimnis, auch für Dich. Doch die medizinische Forschung macht Fortschritte und heute sagen deren Fachleute, dass man Dich zu den Autisten zählen müsste, denn Du warst extrem selbstbezogen, konntest Dich nicht in die Eigenart Deines Gegenübers hineinversetzen. Und so konntest Du auch nicht klar zwischen Mentalen und Materiellen unterscheiden und behandeltest die materiellen Dinge so, als hätten sie Beobachterqualitäten und würden sich noch dazu nach den Beobachtungen richten, z.B. nach ihrer Relativbewegung zu einem entfernten Gegenstand, den sich ein menschlicher Beobachter für sie aussucht, dem sie ja versprochen hätten, dass die Lichtgeschwindigkeit für ihn sich immer als dieselbe darstellt, obgleich dies de facto nicht sein kann. Aber wehe, andere wählen für denselben Gegenstand andere Bezugspunkte mit anderen Bewegungsrichtungen und Relativgeschwindigkeiten! Was passiert nach Deiner Meinung dann? Statt vor Lachen über Deine kuriose Idee vom Stuhl zu fallen, halten unsere Physiker sie für "genial" und im Physik Journal 4/2006 der DPG wird sogar angemahnt, "Einstein nicht (wie 2005 üblich) weiterhin nur als 'Gott der Physik' sondern 'als unser aller Gott' zu betrachten". Die sind heute noch so durchgeknallt, wie Du früher einmal warst. Und es wird von Jahr zu Jahr eher schlimmer.

      Ich brauche hier nicht alles zu wiederholen, was ich dazu schon gesagt und geschrieben habe. Man kann es im Internet nachlesen und vielleicht hast ja auch Du einen Draht dazu. Ich wollte Dir nur sagen, dass meine Kritik an Deiner Relativitätstheorie und an Deinem Weltbild überhaupt nichts mit einer persönlichen Abneigung gegenüber Deiner Person zu tun hat, wie mir anonyme Schmierfinken mangels sachlicher Argumente im Internet unterstellen, denen meine Kritik nicht passt. Im Gegenteil. Du rührst mich mit Deinem unbeirrbaren Streben nach letzter Erkenntnis, bei gleichzeitiger Hilflosigkeit Deine Fesseln abzulegen, zutiefst an. Vor Jahren musste ich Dich für einen Ideologen halten, die ja bei mir nicht sehr angesehen sind. Doch dafür warst Du mir dann wieder nicht intellektuell genug. Viele Deiner Überzeugungen kamen ja "aus dem Bauch heraus", wie Du es selbst empfandest. Auch Deine ganze Art hatte eher etwas von einem großen Kind, das mit treuherzigen Augen verwundert in die Welt blickt, was dazu beitrug, dass Dich die Menschen bis heute lieben und Dir vertrauen. "Kindermund macht Wahrheit kund," wie das Sprichwort sagt.

      Was mich herausgefordert hat, Deinen Gedanken entgegenzutreten, dass war deren Immunisierung gegen jede Kritik durch die offizielle Wissenschaft. Wenn man gesagt hätte, gut, das war die Meinung von Albert Einstein, aber man kann es auch anders sehen, wäre da nicht viel einzuwenden. Die Menschen sind und denken nun mal verschieden und jeder hat das Recht, seine Meinung zu äußern. Aber weil man alles von Dir in den Rang absoluter Wahrheiten erhoben und alle Kritik seit 1922 unterdrückt, und das in einer Gesellschaft, die sich demokratisch nennt, ist das für einen redlich denkenden Menschen nicht hinnehmbar, zumal Deine Aussagen denen der Quantenphysik widersprechen, die selbst immer erfolgreicher wird. Du hast gewusst, warum Du Bohr jahrelang so leidenschaftlich entgegen getreten bist - denn nur einer von euch Beiden konnte Recht haben. Heute jedoch glaubt man dagegen in einer allgemeinen Unschärfe des Denkens mehr denn je, dass es gelingen müsste, Quanten- und Relativitätsphysik zu vereinen, als könnte man aus Feuer und Wasser ein Gemisch bereiten - aber es entsteht nur Dampf, der die Sicht noch mehr vernebelt. Und dabei werden dann alternative Lösungen, die den Fortschritt bringen könnten, übersehen.

      Lieber Albert, sei mir bitte also nicht gram, dass ich die Fehler Deines Denkens so schonungslos dargestellt habe. Inzwischen verstehe ich den Hintersinn Deiner Worte, der Dir selbst verschlossen blieb, spontan ohne Mühe, als wären sie von mir. Ja, vielleicht bin ich so überhaupt Dein Gewissen, das sich meldet. Zumindest bin ich Dein Anwalt, der gegen den Missbrauch Deiner Person und Deiner "Vermutungen" streitet. Die Menschheit ist heute so groß und mächtig, dass sie sich Naivitäten und Schönfärbereien nicht mehr leisten kann. Sie konnte es ja schon in der Zeit nicht, als Du noch unter uns weiltest. Die schrecklichen Folgen eines unangepassten Denkens für die ganze Welt hast Du ja selbst mehrmals erlebt (die Weltkriege und den Holocaust). Angesichts der anhaltenden atomaren wie der fundamentalistischen Bedrohung der gesamten Zivilisation müssen wir den Fakten ganz klar ins Auge sehen und dürfen vor allem die Rolle des Menschen und die mit ihr verbundene Verantwortung, so auch für den selbst verschuldeten Klimawandel, in keiner Weise herunterreden. Das dürfte ja auch ganz in Deinem Sinne sein, auch wenn Du Dich, im Gegensatz dazu, in der Physik immer als erbarmungsloser Determinist aufgeführt hast. Heute wissen wir ja, warum. Darum sei Dir verziehen.

      "Die Menschen sind eine schlechte Erfindung" hast Du von ihnen enttäuscht gesagt. Aber wir gehören nun mal dazu und müssen versuchen, mit den Unzulänglichkeiten der Menschen zu leben. Und so will auch ich dazu beitragen, dass sie erkennen, dass es keine absoluten Wahrheiten gibt, die es rechtfertigen, anderen Menschen zu schaden und die Physik in die Sackgasse zu führen. Alle Wahrheiten sind relativ zu den Erkenntnismitteln. Ja, lieber Albert, hier wäre das Wort "relativ" aus Deinem Munde angebracht und segensreich gewesen.

      Der Dalai Lama ist immer dann am heitersten bis zum Lachen, wenn er den Kern seiner buddhistischen Lehre vorträgt, denn er weiß, dass auch dieser weise Kern nur eine Wahrheit für uns und keine absolute Wahrheit ist. Und ebenso sollte Wissenschaft sein: unverkrampft um ihre Bedingungen und Grenzen wissend, die Möglichkeit des Scheiterns im Auge behaltend und dieses ggf. als eine neue Chance sehend - bei aller Ernsthaftigkeit eine fröhliche Wissenschaft eben. Auch Du hast in der Öffentlichkeit viel gelacht. Vielleicht wolltest Du uns damit zeigen oder hast es zumindest so gefühlt, dass wir alles nicht zu ernst nehmen sollten, was Du so von Dir gibst, wenn der Tag lang ist. Inzwischen fehlt uns Dein Lachen und die Physiker nehmen Deine Lehren tierisch ernst und werfen teure Forschungsgelder zum Fenster hinaus, nur um irgendwie trickreich "beweisen" zu können, dass ihr "Genie" natürlich wie immer Recht hat, denn sie fühlen sich ohne einen solchen Übervater wie Dich hilflos und verlassen. So hat sich die Situation ergeben, die mich zum langen Nachdenken über die Lage der Physik gebracht hat. Du aber hattest selbst Deine Zweifel und im Brief an Jugendfreund Solovine auf "Humor und Bescheidung" gesetzt. Mögen diese zutiefst menschlichen Tugenden in der von Dir geliebten Physik wieder zum Tragen kommen.

      Ich wünsche Deiner Seele Frieden und werde ganz sicher weiterhin viel an Dich denken, bleiben doch die unzähligen Verkehrtheiten, die Du in die Welt gesetzt hast, meine größte Herausforderung, während Du selbst mir kein Rätsel mehr bist.

Heilbronn, den 15. Mai 2006

Dein Dich verehrender Helmut Hille

Ungefähr ein Jahr nach Beginn der Essays und ca. 5 Monate nach deren Abschluss und ist mir dieser Brief am Morgen des 15. Mai 2006 wohl aus innerer Verbundenheit mit Einstein völlig ungeplant einfach so in einem Stück aus der Seele geflossen, ohne dass ich mich danach korrigieren musste.

Einsteins posthume Antwort
Das musste ja wohl mal passieren, wenn man sich so lange mit dem Denken und Fühlen eines Menschen auseinandersetzt. Heute Nacht, in der Frühe des 23. Augusts 2006, ist mir Einstein mit dem bekannten weißen Wuschelkopf im Traum erschienen. Einstein also wie immer: haarsträubend! Aber es war kein Albtraum. Einstein sagte mir, dass er von meinen Seiten wüsste und die Ernsthaftigkeit meines Anliegens anerkennt. Auch findet er meine Argumente zu seiner SRT "respektabel" wie er sagte, glaubte aber trotzdem, dass seine Theorie richtig ist. Das hat mich nicht sonderlich überrascht. Man kennt ihn ja so. Für ihn eher ungewöhnlich war ein schwarzes Sakko oder ähnliches mit etwas Weißem darunter. Bemerkenswert war noch, dass er mich mit "Sie" ansprach und nach kurzem Wortwechsel friedlich aber nachdenklich entschwand, mich darob tief gerührt zurücklassend, weshalb mir dieser Traum ausnahmsweise so gut in Erinnerung blieb. Ich denke, die Physiker sollten anfangen, den Menschen Einstein in seiner großen geistigen und seelischen Not zu sehen, die er mit seinem Humor nur überspielte, statt dass sie ihn immer wieder für ihre wissenschaftspolitischen Zwecke als "einsames Genie" stilisieren und missbrauchen. Wichtiger als Einsteins Physik zu verstehen, ist das Verständnis seiner autistischen Persönlichkeit. Dann versteht man auch ganz zwanglos seine Physik. Doch welcher Physiker kümmert sich schon um das Menschliche? Die meisten sind, selbst autistisch angehaucht, völlig betriebsblind (s. Glossar) und halten dies noch dazu für eine Tugend. Insofern sind sie echte Einsteinianer, also Anhänger Einsteins, der aber für seine Defizite entschuldigt ist.
      Heute, am 2. Sept. 2006, hatte ich dagegen einen Albtraum: Die UN wolle Einstein anlässlich seines 100. Geburtstags zum "Weltgenie" erklären. Aber dann stellte ich zu meiner Erleichterung noch im Traum fest, dass dieser Geburtstag ja schon lange vorbei ist. Außerdem hat die UN heute andere Sorgen. (Einsteins Lebensdaten s. unten unter "Schlussbemerkungen")

Einsteins Selbsteinschätzung "im lichten Augenblick" (grün = Einsteinzitat)
Ohne Kenntnis seiner selbstkritischen Gedanken oder bei ihrer fehlenden Beachtung wird eine wichtige Seite Einsteins, vielleicht sogar seine wichtigste übersehen. Einerseits war er ein selbstblinder Autist, andererseits hatte er doch immer wiedereinmal seinen "lichten Augenblick", weil er durchaus fühlte, dass er ein Defizit hat. Nur wusste zu seiner Zeit niemand etwas vom Autismus. Sein Humor war seine Art, mit dem Defizit umzugehen. Seine Aussprüche habe ich nicht gesucht, sondern sie sind mir begegnet. Ihre Zusammenstellung zeigt Einstein in seiner Weisheit, die ihm sonst so oft fehlte.
      "Ich habe die Gesetzlichkeiten der Welt auf wild spekulativem Weg zu erhaschen versucht." Einstein 1944 in einem Brief an Max Born
"Es lebe die Unverfrorenheit! Sie ist mein Schutzengel in dieser Welt." [19, The Collected Papers of Albert Einstein, Princeton 1987 ff., Bd. 1, 323]
"Die Zeitgenossen sehen in mir einen Ketzer und Reaktionär, der sich selber überlebt hat." (1949 in einem Brief an Solovine)
      Mitte Mai 2007 fand ich im Internet folgende Selbsteinschätzung Einsteins, die für mich fast schon erschreckend genau belegt, was ich hier zuvor, seine Person als Ganzes vor Augen, mit ihr mitfühlend, dabei ihre mich anrührende innere Not (das Zwanghafte seines Denkens) erkennend, intuitiv erfasst und im posthumen Brief und zu seiner Antwort niedergeschrieben hatte (Kursivsetzungen von mir): "An Freiheit des Menschen im philosophischen Sinne glaube ich keineswegs. Jeder handelt nicht nur unter äußerem Zwang, sondern auch gemäß innerer Notwendigkeit. Schopenhauers Spruch: "Der Mensch kann zwar tun was er will, aber nicht wollen was er will", hat mich seit meiner Jugend lebendig erfüllt und ist mir beim Anblick und beim Erleiden der Härten meines Lebens immer ein Trost gewesen und eine unerschöpfliche Quelle der Toleranz. Dieses Bewusstsein [der geistigen Unfreiheit] mildert in wohltuender Weise das leicht lähmende Verantwortungsgefühl und macht, dass wir uns selbst und die anderen nicht gar zu ernst nehmen; es führt zu einer Lebensauffassung, die auch besonders dem Humor sein Recht lässt." (Einstein, Albert: Wie ich die Welt sehe. In: Einstein, Albert: Mein Weltbild. Gütersloh o.J.,
Fundstelle S.1-2.)
      "Für den Physiker, der von den Gesetzmäßigkeiten alles Geschehens durchdrungen ist, handelt der Mensch nach äußerer und innerer gesetzlicher Notwendigkeit, ist also vom Standpunkt Gottes nicht verantwortlich, sowenig wie ein lebloser Gegenstand für die von ihm ausgeführten Bewegungen." (aus Einstein, Albert: Mein Weltbild)
      "Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig." (Fundstelle tag, Zeitschrift der Knappschaft 3/2015 S. 5)
      "Eine Ironie des Schicksals (ist), dass die andern Menschen mir selbst viel zuviel Bewunderung und Verehrung entgegengebracht haben, ohne meine Schuld und ohne mein Verdienst." (Albert Einstein, um 1930)
      "Manchmal frag in all dem Glück ich im lichten Augenblick: Bist verrückt du etwa selber oder sind die andern (die) Kälber?" (Albert Einstein in Prag - Fundstelle "Einstein" von Jürgen Neffe)
       In einer Einsteinbiographie von 1931 warnte Einstein im Vorwort selbst: "daß vielleicht das [in ihr, der Biographie] übersehen wurde, was das Irrationale, das Widersprüchliche, das Komische, auch das Verrückte sei, mit dem die Natur jedes Wesen ausstatte." (entnommen aus "Die geheimen Leben des Albert Einstein" von Roger Highfield und Paul Carter)
      "Wenn eine einzige aus ihr gezogene Konsequenz sich als unzutreffend erweist, muß sie (die Relativitätstheorie) verlassen werden. Eine Modifikation erscheint ohne Zerstörung des ganzen Gebäudes unmöglich." (Einstein 1919 in einem Interview für die Times)
      Einstein bekannte, dass bei seinem Denken "Worte dabei keine Rolle spielen" und er eher "ein assoziatives Spiel mit mehr oder weniger klaren Bildern" treibt. (Fundstelle SZ) - Einsteins oftmaliges Berufen "auf Gottes Standpunkt" war Zeichen davon, dass er sich für seine Überzeugungen nicht verantwortlich fühlte - denn er wusste nicht, wo sie herkamen.
      "Ich bin ganz gerührt über Ihren herzlichen Brief, der so sehr absticht von den anderen unzähligen Briefen, die bei dieser unseligen Gelegenheit (1949 dem 70. Geburtstag) auf mich niedergeprasselt sind. Sie (die Gratulanten) stellen es sich so vor, daß ich mit stiller Befriedigung auf ein Lebenswerk zurückschaue. Aber es ist ganz anders von der Nähe gesehen. Da ist kein einziger Begriff, von dem ich überzeugt wäre, daß er standhalten wird und ich fühle mich unsicher, ob ich überhaupt auf dem rechten Wege bin. Die Zeitgenossen aber sehen in mir zugleich einen Ketzer oder Reaktionär, der sich selber überlebt hat. ...aber das Gefühl der Unzulänglichkeit kommt von innen..." Albert Einstein 1949 in einem Brief an seinen Freund Solovine, veröffentlicht unter "Lettres á Maurice Solovine", Paris 1956, S.94; Fundstelle: K. Brinkmann, Zu Zeit und Raum ..., Verlag Joh. Berchmans München 1984. Aber auch: A. Einstein, Worte in Zeit und Raum, Herder Freiburg-Basel-Wien, S.127 (letztes Zitat = soviel wie letztes Wort!)
      Das hat sicher auch mit seiner Altersweisheit zu tun: "... daß wir von einer tiefen Einsicht in die elementaren Vorgänge viel weiter entfernt sind, als die meisten Zeitgenossen glauben." Was dann natürlich auch für seine eigenen Beiträge zur Physik gilt (C. Seelig Albert Einstein, Europa Verlag Zürich 1960, S.397)
      Hierzu passend der andere Einstein, von dem nicht so gern Kenntnis genommen wird, weil er ja aus ideologischen Interesse immer nur gerechtfertigt dastehen soll: "Man kann ein Problem nicht mit der Denkweise lösen, die es erschaffen hat. – Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will." (Quelle lt. Google unbekannt) Und auch noch: "Autoritätsdusselei ist der größte Feind der Wahrheit."
      In seinem letzten Brief an Jugendfreund Besso hat er sich eingestanden, "dass von meinem Luftschloß möglicherweise nichts bestehen bleibt..." (Einstein, J. Neffe S.442)  (Luftschloß = Traumgebilde)
      Zusammenfassend ergibt sich ein Ausspruch von wahrhaft sokratischem Format: "Ich bin der Einzige, der weiß, dass ich nichts weiß - sondern nur geraten habe." Und wenn einer viel rät, dann kann er schon mal einen Zufallstreffer landen. Oder besser noch: Einstein verkündete (auf gut Glück) gleich Gegensätzliches, wodurch er zwangsläufig einmal Recht hat (s. (I/B8) "Einstein als Zwilling"). Nein, Gott würfelt nicht, Einstein dafür umso heftiger. Er hatte seine Gründe - die er jedoch nicht kannte. Wer Einstein mit dessen Sprachgebrauch zu widerlegen versucht, wird in einem Wald voller Widersprüche landen. Bei richtigem Sprachgebrauch aber verschwindet seine "Theorie" von selbst, weil es physikalisch weder die Objekte als solche gibt, noch die Eigenschaften, mit denen Einstein argumentierte, was er 1949 selber ahnte, aber auch schon viel früher, wie die gesammelten Zitate belegen.

Schlussbemerkungen
Ich denke, seine kritiklosen Anbeter könnten von ihm wirklich etwas lernen, nämlich dass man als Wissenschaftler kritisch sein und offen bleiben muss, soll Wissenschaft sich vom Glauben unterscheiden. Seine hier zitierten Worte sind das weise Eingeständnis des Scheiterns eines ewig Suchenden. Und indem wir den Menschen Einstein immer besser verstehen, ihn weder "ohne sein Verdienst" in den Himmel heben, noch ihn "ohne seine Schuld", gnadenlos abstürzen lassen, können wir uns endlich mit ihm versöhnen und in Frieden mit ihm kommen. Wenn wir alle, Kritiker wie Bewunderer Einsteins, Einstein als Gefühlsmenschen und Künstler und seine RT als ein Gesamtkunstwerk relativ zu seinen eingeschränkten persönlichen Bedingungen und zum Zeitgeist im historischen Kontext sehen, dann werden wir ihm sicher am besten gerecht.

In der lange von mir verschollen geglaubten Broschüre "Atomkeller-Museum Haigerloch" fand ich die genauen Lebensdaten Albert Einsteins und nicht nur Jahreszahlen: geboren am 14. März 1879 in Ulm, gestorben am 18. April 1955 in Princetown N.J. (USA). - Einstein auf dem Sterbebett, als seine Stieftochter Margot fragte, ob denn der Arzt schon dagewesen sei: "Man kann auch ohne Hilfe der Ärzte sterben." Diese Bemerkung Einsteins, "die auch besonders dem Humor sein Recht lässt" zeigt auch die Größe, die ihm eigen war. Seine allerletzten Worte sind jedoch nicht überliefert, denn er sprach sie in Deutsch, das die Nachtschwester nicht verstand.


Bericht der Universität Linz von 2003 von Prof. Hartwig Thim über die "Experimentelle Widerlegung der relativistischen Zeitdilatation" in dem es zum Schluss heißt: "Damit wurde die spezielle Relativitätstheorie das erste Mal experimentell eindeutig widerlegt, was für die moderne Physik weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen wird. Die Relativitätstheorie wird allerdings schon längere Zeit aufgrund ihrer Inkompatibilität mit der Quantenmechanik in Frage gestellt. Erst kürzlich forderte der frühere Herausgeber von „Nature“, Sir John Maddox, in einem Vortrag beim Wissenschaftstag 2001 der Österreichischen Forschungsgemeinschaft im Hotel Panhans am Semmering die Aufgabe der Relativitätstheorie."


© HILLE 2005-2015
Begonnen Mai 2005 nach der Gesamttagung der DPG in Berlin (meine dortigen Tagungsbeiträge s. ZEIT UND SEIN), ungeplant 2005 monatlich ein weiteres Essay bzw. Okt. u. Nov. je 2, so wie sie mir zu schreiben mein Unbewusstes gebot; seit 2006 Nachträge und Präzisierungen und die Dokumentation der monatl. Texte von der Startseite "Zur Lage der Physik" in Essay (11) sowie mein posthumer Brief mit Antwort. 2007 und vor allem seit 2009 Einsteins Selbsteinschätzung und die Schlussbemerkungen. - Dies ist eine Zusammenfassung wichtiger Aussagen zu Einstein und seiner RT. Weitere Quellenangaben ggf. in den Texten der Sparte I/B. Physik.


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