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I. Rationale Grundlagen der Physik

Texte zur Wissenschaftstheorie, Physik, Kosmologie und Raumfahrt

Wer nur Physik versteht, versteht auch die nicht recht.


Wir wissen von der Natur nur aufgrund von Beobachtungen.
Daher ist der Beobachter in jedem Wissen unvermeidlich präsent!

I/A. Texte zur Wissenschaftstheorie

I/B. Texte zur Physik

I/C. Texte zur Kosmologie und Raumfahrt


Die Wissenschaft auf eine rationale Grundlage zu stellen heißt, sie fähig zu machen, aufgrund von einsichtigen Prämissen zu urteilen, die jedermann durch Vernunft prüfen kann. Nur vernünftige, diskursfähige Prämissen, die als Kriterien dienen, geben Urteilen Sicherheit und verleihen dem Wissenschaftler jene Kompetenz, die von ihm erwartet werden muss. Die Wissenschaft von den Prinzipien sei dem theoretischen Physiker daher die erste und wichtigste Wissenschaft. Nur sie ermöglicht eine Intersubjektivität, die diesen Namen verdient, weil sie auf Einsichten und nicht auf Einigungen beruht. Denn wie es Weisheit nicht ohne Wissen gibt, so kann Wissenschaft nicht ohne Weisheit gelingen. Will man die Physik voran bringen, muss man zuerst an ihren geistigen Fundamenten arbeiten. Das wird mehr an Erkenntnis bringen, als alles Herumforschen anhand unabgeklärter Prämissen und Begriffe. Ein unbedingter Wille zu Klarheit und Lauterkeit der Argumente ist dabei unverzichtbar. (s. "die Widmung" im linken Menue 1. Block)


Nicht ein Körper selbst besitzt die Eigenschaften "Ort", "Ruhe", "Bewegung", "Geschwindigkeit" und "Richtung" sondern der Mensch besitzt geistig die Fähigkeit, durch Benutzung eines Bezugspunktes oder eines Maßsystems, ihm diese für ihn wichtigen Eigenschaften zuzuordnen, die der Körper nicht für sich selber hat. Was gibt es daran nicht zu verstehen? Also ohne ein vom Menschen gesetztes Bezugssystem und ohne ein ihm gegebenes vergleichendes Gedächtnis gibt es keine subjektiven Eindrücke von Ruhe und Bewegung. Das ist es, was die Relativität der Bewegung ausmacht. Zudem sind die Sinneseindrücke von "Ruhe" und "Bewegung" nur eine am Lebendigen geübte Sehgewohnheit, also rein metaphorische Wertungen des Beobachters, während unbelebte Körper objektiv in ihrem Zustand verharren oder ihn zu erhalten versuchen, wenn auf sie eingewirkt wird (Newton, 1. Axiom). Wer die Rolle des Beobachters nicht versteht, versteht letztlich gar nichts.


"Jede letzte Tatsache ist nur die erste einer neuen Reihe; jedes allgemeine Gesetz erweist sich als Teil eines noch allgemeineren Gesetzes, das nur darauf wartet, sich uns zu erschließen und unseren Horizont zu erweitern." (Ralph Waldo Emerson 1803 - 1882)
      "Gerade in Zeiten, in denen die Physik nicht einmal fünf Prozent des Universums zu beschreiben scheint, während der Rest im Dunklen liegt, kann es lohnen, die Grundlagen einer Wissenschaft auf den Prüfstand zu stellen und zu revidieren." (Meinard Kuhlmann, Juni 2016 im "Physik Journal")

Es gibt die Wege des Denkens und es gibt die Umwege des Denkens, die durch Kategorienfehler oft genug zu Irrwegen werden. Im Grunde ist der Gegenstand der Physik einfach. Wir müssen durch geistige Disziplin und sachlich zutreffende Begriffe dahin kommen, die physikalische Sache so einfach zu beschreiben, wie sie ist. Haben Physiker sie wirklich selbst verstanden, wird es ihnen auch gelingen, sie einem breiteren Publikum verständlich zu machen. - Die Sparte "I. Rationale Grundlagen der Physik" ist die umfangreichste aller Sparten, weil es nach der Abkoppelung der Physik von Philosophie und Lebenswissenschaften in ihr die meisten hartnäckigen Irrtümer und Fehleinschätzungen gibt, die es aufzuklären gilt. Die Grundlagen dieser Aufklärung sind in den Sparten II. und III. zu finden. "Ohne ein Minimum an philosophischer Bildung kann auch ein Physiker nicht tiefer denken" (Gotthard Barth) Oder wie schon Lichtenberg (1742 - 1799) in Bezug auf die Chemie sagte: Wer nur Physik versteht, versteht auch die nicht recht. (eingangs oben zitiert)


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